Elvis als Leser?

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  • Gilla
    Board-Legende

    • 05.02.2007
    • 14776

    #136
    Das ist schon richtig, was Michael sagt, dass man einen Menschen als "belesen" bezeichnet, der sich mit den Werken der Weltliteratur beschäftigt hat.
    Jedoch nennt man jemanden in der Umgangssprache auch als belesen, der sich "sachkundig" gemacht hat oder "fit oder firm" ist auf dem jeweiligen Gebiet.

    A bissl zum Schmunzeln finde ich auch diese Debatte wieder. Warum diese kleinen Kämpfe immer? Der eine fühlt "seinen" Elvis unter Wert verkauft, der andere möchte ihn immer aus den luftigen Höhen wieder auf den Grund des Bodens stellen....

    Ich sag mal, wenn sich jemand so interessiert an vielen Dingen zeigt, wenn jemand wissen will, "was die Welt zusammenhält", (das hat Elvis versucht, ein wenig zu beleuchten, auch mit den esother.Themen ), dann steht dahinter ein sehr neugieriger Mensch. Ohne Neugierde kein Weiterkommen.
    *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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    • gast-20100125

      #137
      Zitat von michael grasberger
      nur kann man ihn dann auch nicht als "belesen" bezeichnen.
      Im Duden werden die Begriffe "belesen" und "intelligent/Intelligenz" wie folgt definiert:

      belesen = viel wissend/unterrichtet (sein)

      intelligent = verständig, klug, begabt.

      Intelligenz = besondere geistige Fähigkeit, Klugheit

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      • MysteryTrain
        Posting-Legende

        • 12.07.2008
        • 7260

        #138
        Zitat von Linda JnB
        Im Duden werden die Begriffe "belesen" und "intelligent/Intelligenz" wie folgt definiert:

        belesen = viel wissend/unterrichtet (sein)
        Dann halten wir uns doch ganz einfach an diese offizielle Definition

        Als Bibliothekar kann ich das nur unterschreiben

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        • gast-20100118

          #139
          Viele von uns haben freiwillig oder gelegentlich auch gezwungermaßen ne ganze Menge lesen müssen. Und führen dies fort. Aber seien wir doch mal ganz ehrlich. Ein fettes Telefonbuch ist gelegentlich interessanter als manches Exemplar der sogenannten Weltliteratur.

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          • gast-20110818

            #140
            Zitat von TheKing
            ...wie sehr muss es einen erschrecken, wenn man so verehrt wird und man gleichzeitig selber spürt, dass man nicht "mehr" weiß, dass man etwas verkörpert, was man selbst nicht hat...man muss sich auch wie eine Lüge vorkommen...
            Sehr schön.
            Ja, ich glaube auch, dass ihn das, zumindest eine Zeit lang, tiefer gehend beschäftigt hat. In der Pressekonferenz vor den MSG-Konzerten wies er ja auch darauf hin, dass der Mensch und sein Image zwei völlig verschiedene Dinge sind. Ein Satz, der Parker sicher nicht sonderlich geschmeckt haben dürfte, der aber auch von vielen Fans völlig unbeachtet blieb - leider bis heute.

            Zitat von Linda JnB
            belesen = viel wissend/unterrichtet (sein)

            intelligent = verständig, klug, begabt.

            Intelligenz = besondere geistige Fähigkeit, Klugheit
            So, und was ist jetzt unser Elvis davon?

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            • gast-20100125

              #141
              Zitat von Blues Boy

              So, und was ist jetzt unser Elvis davon?
              Finde es heraus ...

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              • praytome
                Gehört zum Inventar

                • 23.06.2005
                • 3425

                #142
                Zitat von TheKing
                Eines kann man an Elvis Leseverhalten aber ablesen: Er suchte. Er suchte nach Hilfe, nach Erklärungen...und das weist für mich darauf hin, dass er auch einen Teil ins sich spürte, der unerfüllt war...der sehnsüchtig war, der litt...jeder kennt das doch, in Lebenskrisen greift man gerne mal zu Büchern, die einem vielleicht helfen können neue Wege des Verstehens zu finden...wenn Elvis hunderte dieser Esotherikbücher las, so leite ich daraus seine Sinnsuche ab und das wiederum bedeut er war nicht "angekommen" und in sich ruhend, er war zutiefst irritiert glaube ich, ein verletzter, sensibler, emotionaler Mann, der ein Leben erlebt hat, dass einfach zuviel war...als der Spaß der Jugend immer mehr wich und sich abnutzte...blieb ihm nicht mehr viel...was emotional nicht stimmte, versuchte er auf geistiger Ebene zu lösen...er war einsam auf seine Art...für eine Lebenssituation wie seine, gab es keine Beispiele, er erlebte das als Vorreiter zum ersten Mal...leider hatte er nicht den Beistand, den er brauchte...also fiel es ihm auch schwerer die Freude zu verkörpern und auszustrahlen, wenn er sie doch selbst immer weniger spürte...aber gleichzeitig fühlte Elvis sich den Menschen verpflichtet...er gab bis zuletzt was er hatte...wie sehr muss es einen erschrecken, wenn man so verehrt wird und man gleichzeitig selber spürt, dass man nicht "mehr" weiß, dass man etwas verkörpert, was man selbst nicht hat...man muss sich auch wie eine Lüge vorkommen...Vielleicht dachte er:"Sieh diese Menschen...sie kommen zu mir, weil sie eine gute Zeit haben wollen, das sind meine Fans, ich weiß, dass sie zu Elvis aufschauen, zu dem Image, er ist ein wahrer Traum, ein Held, er macht sie für ein paar Minuten glücklich! Und das ist meine Aufgabe." Irgendwie so hat er gedacht. Irgendwann ging die Schere zwischen dem verkörperten Traum und der Lebensrealität eines Elvis Presley immer weiter auseinander...es wird schwerer, den schönen Schein zu bewahren...und weil dieses Spannungsfeld sehr stark war, passierte was passiert ist...meine Gedanken dazu..aber ähm..ich habe mich ablenken lassen, was las er denn nun?
                er litt......er lass weil er litt???? oder litt weil er lass ???
                oh mann

                fällt mir echt schwer sowas zu kommentieren ...will ja nicht verletzen ...echt schwer drauf zu antworten...aber ich verstehe deine sichtweise besser und verstehe mehr wie du zu solchen aussagen kommst...
                Das neue Buch von Praytome Publishing:

                "My Years With Elvis And The Colonel" by Charles Stone

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                • praytome
                  Gehört zum Inventar

                  • 23.06.2005
                  • 3425

                  #143
                  Zitat von michael grasberger
                  hab ich doch schon geschrieben: weltliteratur.
                  ok...was verstehst DU unter weltliteratur...
                  Das neue Buch von Praytome Publishing:

                  "My Years With Elvis And The Colonel" by Charles Stone

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                  • praytome
                    Gehört zum Inventar

                    • 23.06.2005
                    • 3425

                    #144
                    Zitat von michael grasberger
                    doch, das kann man sehr wohl. das von sven genannte "moby dick" gehört definitiv hinein in den sogenannten kanon.

                    es geht auch nicht um die quantität. leute, die nie ein buch lesen (und von solchen war elvis umgeben), lassen sich gern von einer großen bibliothek beeindrucken, aber was hilfts, wenn diese nur aus trash besteht?
                    fachbücher über ein topic ist trash und moby dick ist essentiel?
                    Das neue Buch von Praytome Publishing:

                    "My Years With Elvis And The Colonel" by Charles Stone

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                    • michael grasberger
                      Posting-Legende

                      • 16.02.2006
                      • 9974

                      #145
                      Zitat von praytome
                      fachbücher über ein topic ist trash und moby dick ist essentiel?
                      fachbücher sind kein trash, das eso-zeug, das elvis verschlang, großteils sehr wohl.
                      und moby dick? ja, essentiell. wer den nicht gelesen hat, ist nicht belesen.
                      (ich hab ihn übrigens selber noch nicht gelesen.)
                      Zuletzt geändert von michael grasberger; 03.11.2008, 12:05

                      "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                      (Nick Tosches)

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                      • michael grasberger
                        Posting-Legende

                        • 16.02.2006
                        • 9974

                        #146
                        Zitat von Rev.Gerhard
                        Aber seien wir doch mal ganz ehrlich. Ein fettes Telefonbuch ist gelegentlich interessanter als manches Exemplar der sogenannten Weltliteratur.
                        bitte nicht die eigene kleingeistigkeit auf ein imaginiertes "wir" übertragen!

                        "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                        (Nick Tosches)

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                        • michael grasberger
                          Posting-Legende

                          • 16.02.2006
                          • 9974

                          #147
                          Zitat von praytome
                          ok...was verstehst DU unter weltliteratur...
                          das hier z.b. wär mal ein guter anfang:


                          "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                          (Nick Tosches)

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                          • gast-20110818

                            #148
                            Zitat von michael grasberger
                            das hier z.b. wär mal ein guter anfang:

                            http://www.guardian.co.uk/books/2002...ews.features11
                            Pippi Longstocking

                            In der Liste fehlt mir irgendwie Tennessee Williams. :traurig:

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                            • annmargrethistruelove
                              Gehört zum Inventar

                              • 02.07.2008
                              • 3480

                              #149
                              Zitat von michael grasberger
                              doch, das kann man sehr wohl. das von sven genannte "moby dick" gehört definitiv hinein in den sogenannten kanon.
                              Und wer ist jetzt bitte wieder "man"? Du? Wer bewertet die Güte und Qualität eines Buches? Wer verpasst ihm die heiligen Weihen Weltliteratur zu sein? Abverkaufte Exemplare-sicher nicht! Gesamtwerk des Autors? Oder auch Renommee desselben? Aber wer will das schon wieder bestimmen? Buchpreise evtl. ?Also spätestens seit dem Pulitzer für Eugenides kann das wohl auch nichtmehr hinkommen ! Ob das Buch auf vielen Lehrplänen steht und unsere Kids sie lesen müssen? Oh Lord-wer schreibt denn die Lehrpläne? Und so geht es immer weiter.. .

                              Da sollte man ziemlich vorsichtig sein - also dieses belesen/nicht belesen. Natürlich können da Sachen wie Lore-Romane nicht reinfallen, klar. Aber wer in den unterschiedlichsten Richtungen -thematisch wie auch stilistisch - mal reingeschnuppert hat und einen umfassenden Überblick über Literatur an sich hat, dem würde ich das belesen jetzt nicht absprechen nur weil er "Moby Dick" nicht gelesen hat . Das kann nicht an einzelnen Büchern hängen!
                              The sun never sets on a legend...

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                              • annmargrethistruelove
                                Gehört zum Inventar

                                • 02.07.2008
                                • 3480

                                #150
                                Okay...damit kann ich leben:
                                Zur Weltliteratur werden Werke gezählt, die über nationale und regionale Grenzen hinweg große Verbreitung gefunden haben und die gleichzeitig als für die Weltbevölkerung bedeutsam erachtet werden. Der Ansatz ist somit vergleichbar mit den Überlegungen, die zu einem Begriff wie Weltkulturerbe geführt haben. Der Begriff der „Weltliteratur“ wurde zwar erstmals von Christoph Martin Wieland verwendet (Literatur für den homme du monde, den „Weltmann“), wurde aber von Goethe 1827 umgeprägt. Er verstand darunter die Literatur, die aus einem übernationalen, kosmopolitischen Geist heraus geschaffen wurde.
                                Internationale Verbreitung allein ist keine hinreichende Bedingung für die Zuordnung zur Weltliteratur. Ausschlaggebend sind ein beispielhafter künstlerischer Wert und der Einfluss des jeweiligen Werkes auf die Entwicklung der Literatur(en) der Welt. Eine Einigung über allgemein anerkannte Kriterien, um zu entscheiden, welchen Werken weltliterarischer Rang zuzuerkennen ist, dürfte nicht einfach sein, zumal durch Epoche und Region gegebene Spezifika der Entstehungssituation der einzelnen Werke zu berücksichtigen sind. Deshalb ist die Verwendung des Begriffs „Weltliteratur“ nicht unproblematisch, denn verschiedene Nationen oder Völker haben kulturell bedingt unterschiedliche Perspektiven auf die Bedeutung von Literatur. So besteht beispielsweise im Abendland die Tendenz zu einer gewissen Nabelschau: Selbst grundlegende Werke wie die Ilias oder die Bibel können kaum als „weltweites“ kulturelles Eigentum begriffen werden.

                                (Quelle: Heyhey Vicky)
                                The sun never sets on a legend...

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