TheKings Interview mit Sonny West

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  • MysteryTrain
    antwortet
    Gerade in Ländern wie Deutschland kam das Buch zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt heraus, nämlich kurz nach Elvis' Tod. Da es damals das einzig greifbare und aktuelle Buch über Elvis war, das in deutscher Sprache erhältlich war (mit Ausnahme vielleicht von dem von Mike E. Rodger, von dem ich nicht weiß, ob es 77/78 nicht schon vergriffen war?).

    Somit hatte es eine Wirkung, die von den Bodyguards wohl nie beabsichtigt war: "Elvis ist tot - hier könnt ihr lesen warum". Dem lebenden Elvis hat es zwar menschlich sehr verletzt. Beruflich hätte es ihm wohl weniger geschadet, da es kaum jemanden interessiert hätte. Sein Tod gab der ganzen Sache wie gesagt eine neue Dimension. Bei uns stärker als in Amerika, wo es ja auch unzählige andere Bücher/Biographien gab.

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  • Lakota
    antwortet
    Moral und Anstand muss man sich auch leisten können. Anscheinend war die Verlockung und auch der Druck zu groß, um die Dollars für das Buch nicht zu nehmen.
    Sie bekamen das Angebot und hätten sie es nicht geschrieben bzw. diktiert, so hätten andere sich ein Stück vom Kuchen genommen.

    Keine Ahnung wie der Familienstand der West's zu dieser Zeit war, aber der Druck Geld zu verdienen wird da gewesen sein. Zu verlieren hatten sie anscheinend auch nichts mehr und die Zeit drengte. Solche Angebote dulden keine lange Überlegung, dafür standen zuviele "Zeitzeugen" in der Schlange. Die Aussicht ihren alten Job wieder zu bekommen war wohl nicht gegeben, Elvis hatte keine Anstalten einer Ausprache unternommen und somit sackten sie das Ding ein.

    Als Fan ist man moralisch entrüstet und fragt sich, wie kann man nur? Aus deren Sicht aber war es eine einträgliche Konsequenz. Worüber wir uns heute aufregen, gehört doch eigentlich schon zum guten Ton. Siehe die Mutter von B. Spears, die hat keinerlei Bedenken ein Buch über ihre eigene Tochter heraus zu geben! Dagegen wirkt das Geschreibsel von ein paar ollen Bodyguards lächerlich und dröge.

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  • marquardt72
    antwortet
    [quote=Lakota;466208]Man sieht es doch heute noch ganz klar. Beispiel Amy Winehouse. Gibt sie vollgedröhnt ein Konzert, erscheint es am nächsten Tag überall auf der Welt in der Boulevard Presse. Spielt sie ein Konzert sauber und konzentriert durch, kräht kein Hahn danach. Weil sich die Auflage mit einer sauberen Amy nicht so verkauft, wie mit einer kaputten. Die Presse stellt in keinster Weise ihre Musik in den Vordergrund oder ihre Stimme. Sie hält nur drauf, wenn sie torkelnd aus einer Bar kippt.
    /quote]

    Diese Art von Presse orientiert sich in erster Linie an den Gesetzen des Marktes,speziell an Angebot und Nachfrage.

    Und anscheinend ist die Nachfrage an solchen Sex-,Suff- und Drogenschichten sehr groß.

    Deswegen werden entsprechende Artikel veröffentlicht;weil die Masse der Bevölkerung so etwas lesen möchte.

    Eine hohe Auflage zieht auch viele Werbekunden nach sich.

    Gäbe es diese Nachfrage nicht,würden die Artikel auch andere Inhalte besitzen.

    Das Gleiche gilt für entsprechende Elvis-Biografien wie die der MM und Albert Goldman:
    Die meisten Fans halten diese für Schund,aber der Absatz auf dem Markt ist trotzdem merkwürdigerweise sehr groß...

    Ich persönliche halte nichts von unseriösen Boulevardblättern und Sensationsbiografien,sondern versuche mich via seriöse Berichterstattung zu informieren.

    So unterstütze ich diesen Boulevardmüll nicht.

    Aber die breite Masse will es anscheinend anders und wälzt sich pseudo-moralisierend,sensationsgeil und selbstherrlich gerne im Dreck,obwohl sie meistens zumindest ahnt,daß der größte Teil aus Lügen besteht.

    Egal,es sucht sich Jeder sein Niveau freiwillig aus,gelle.

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  • gast-20100118
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Lakota
    Das Buch "What Happend" war nicht der Nagel zu seinem Sarg,
    doch, das war es leider.
    Entweder gehe ich zu dem Autor hin, weil ich sein Buch gut finde und hol mir einen Eintrag oder ich lasse es ganz sein.
    Genau ! So sollte es sein.
    Aber Elvis scheint so leuchtend und immens zu sein, dass viele ihre Überzeugug über Bord werfen, nur um jenen, die ihn leibhaftig ne ganze Weile begleiten durften, mal nahe gewesen zu sein oder gar von ihnen einen Moment Beachtung erfahren zu haben. "Er hat mich mit den Augen angesehen, die Elvis so oft betrachten durften, und mir die Hand gegeben, die so oft Elvis berührte."

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  • MARIE
    antwortet
    Ich glaube nicht wirklich daran, daß die Autoren ihr Werk bereuen. Sie tingeln heute noch durch die Fanwelt und selbst die Skeptiker lassen es sich signieren, was ich nicht verstehen kann. Entweder gehe ich zu dem Autor hin, weil ich sein Buch gut finde und hol mir einen Eintrag oder ich lasse es ganz sein. Wenn jemand wirklich etwas zurücknehmen möchte, dann bringt er eine öffentliche Gegendarstellung und lässt einen "Fehler" nicht über Jahrzehnte im Raum stehen.
    Eben eines der Dinger, wo sich die Fanlager immmer Teilen werden.
    Das ist auch meine meinung

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  • Lakota
    antwortet
    Man sieht es doch heute noch ganz klar. Beispiel Amy Winehouse. Gibt sie vollgedröhnt ein Konzert, erscheint es am nächsten Tag überall auf der Welt in der Boulevard Presse. Spielt sie ein Konzert sauber und konzentriert durch, kräht kein Hahn danach. Weil sich die Auflage mit einer sauberen Amy nicht so verkauft, wie mit einer kaputten. Die Presse stellt in keinster Weise ihre Musik in den Vordergrund oder ihre Stimme. Sie hält nur drauf, wenn sie torkelnd aus einer Bar kippt.

    Ähnlich wie bei Elvis. Er gab zig Konzerte, wo er vielleicht etwas kräftiger aber mental gut drauf eine gute Show ablieferte. Was ist aber in aller Munde? Das CBS oder Interviews wo er offensichtlich neben der Spur war. Das ist eben eine Sensation, wenn auch eine traurige. Es kommen doch in Berichten immer wieder die selben Einspielungen, die Anfänge, die 68' Show und das CBS Spezial. Das sind die drei Komponenten die im Zusammenhang mit ihm genannt werden. Es endet immer mit: "........bis zu seinem Tode durch Drogen am 16.08. 1977."
    Es wird auch unheimlich schwer sein, daß aus den Köpfen der Leute heraus zu bekommen, wer das Spezial gesehen hat, dem wird man nicht so einfach einen Herzanfall oder Infarkt verkaufen können. Und wenn dann als Resultat von jahrelangem Raubbau an seinem Körper.

    Das Buch "What Happend" war nicht der Nagel zu seinem Sarg, aber viele haben darin Bestätigung gefunden, was sie Jahr und Tag vermuteten. Hätten die West's ein Buch über fröhliche Tage mit Elvis geschrieben, so hätte es sich in Amerika zum Tode hin gut verkauft. In Deutschland wäre es allein für die Fans zur Bibel geworden und wahrscheinlich nicht mal übersetzt worden. Darin stimme ich MT völlig zu!
    Ich glaube nicht wirklich daran, daß die Autoren ihr Werk bereuen. Sie tingeln heute noch durch die Fanwelt und selbst die Skeptiker lassen es sich signieren, was ich nicht verstehen kann. Entweder gehe ich zu dem Autor hin, weil ich sein Buch gut finde und hol mir einen Eintrag oder ich lasse es ganz sein. Wenn jemand wirklich etwas zurücknehmen möchte, dann bringt er eine öffentliche Gegendarstellung und lässt einen "Fehler" nicht über Jahrzehnte im Raum stehen.
    Eben eines der Dinger, wo sich die Fanlager immmer Teilen werden.

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  • gast-20110818
    Ein Gast antwortete
    Zitat von marquardt72
    Was soll der Vergleich Schneider - Presley nun eigentlich bewirken?
    Soll nur klar stellen, dass ein Buch alleine noch lange keinen größeren Image-Schaden anrichtet.

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  • marquardt72
    antwortet
    Was soll der Vergleich Schneider - Presley nun eigentlich bewirken?

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  • gast-20110818
    Ein Gast antwortete
    Zitat von MysteryTrain
    Diese nahmen mindestens so viele "Mittelchen" wie Elvis, nur konnten sie es besser kaschieren, da ihr Körper nicht so extrem reagiert hat wie der von Elvis (zumindest nicht nach außen. Romy Schneider z.B. musste eine Niere entfernt werden ...)
    Eben: Sie konnte es besser kaschieren.

    Allerdings weiß ich nicht wie viel Mittel und welche Romy Schneider genommen hat.

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  • MysteryTrain
    antwortet
    Zitat von Blues Boy
    Für mich ganz einfach: Weil sie nicht jahrelang körperlich aufgedunsen und lallend durch ihre Filme spaziert ist.
    Dass bei Elvis eine Zeit lang die Drogen im Vordergrund standen (darauf reduziert wurde er nie), lag nicht an irgendwelchen Büchern, sondern ganz allein an Elvis selbst. Denn Elvis war nicht einfach nur drogensüchtig,
    er hat sich völlig "zugeschüttet"* mit Tabletten.




    *man beachte die Anführungszeichen

    Dann lese mal Bücher über Romy Schneider (oder andere mit ähnlichen Problemen). Diese nahmen mindestens so viele "Mittelchen" wie Elvis, nur konnten sie es besser kaschieren, da ihr Körper nicht so extrem reagiert hat wie der von Elvis (zumindest nicht nach außen. Romy Schneider z.B. musste eine Niere entfernt werden ...)

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  • gast-20110818
    Ein Gast antwortete
    Zitat von MysteryTrain
    Ausdrücklich zu nennen ist wohl die Biographie von Jerry Hopkins von 1971.
    Und die von Mike Rodger.

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  • gast-20110818
    Ein Gast antwortete
    Zitat von MysteryTrain
    Mal ein ganz aktueller Vergleich: Romy Schneider. Sie starb, ähnlich wie Elvis, nach jahrelangem Medikamentenmissbrauch. Das ist bei ihr eine Tatsache, die jeder weiß, die aber immer nur am Rande erwähnt wird, da ihr Lebenswerk im Vordergrund steht. Bei Elvis war es lange Zeit umgekehrt. Warum?
    Für mich ganz einfach: Weil sie nicht jahrelang körperlich aufgedunsen und lallend durch ihre Filme spaziert ist.
    Dass bei Elvis eine Zeit lang die Drogen im Vordergrund standen (darauf reduziert wurde er nie), lag nicht an irgendwelchen Büchern, sondern ganz allein an Elvis selbst. Denn Elvis war nicht einfach nur drogensüchtig,
    er hat sich völlig "zugeschüttet"* mit Tabletten.




    *man beachte die Anführungszeichen

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  • Johnny B.
    antwortet
    Zitat von Richard Burton
    Wenn ich mich recht entsinne, dann erschien schon 1970 oder 1971 die erste Elvis Biografie namens Elvis von Jerry Hopkins - die u. a. auch von Peter Guralnick für seine definitive Elvis Biografie Last Train To Memphis / Careless Love hinzugezogen wurde.
    Bücher über Elvis gab es seit Elvis gross wurde (damit meine ich so ab 1956). Ich hab ein Buch von 1960, eines von 1962, und ich glaube auch eines von 1958 (und ich meine wirklich Bücher und nicht Hefte oder Fan-Magazine, meist kamen diese Bücher aus England).
    Nur wenn man die heute liest wirken die irgendwie etwas kindisch und man greift sich an den Kopf, aber so war halt damals der Wissensstand über Elvis und seine Karriere
    Teilweise aber nette Bilder, aber die Qualität ist natürlich nichts gegen die späteren Bücher
    Interessant und brauchbar wird es dann tatsächlich ab der ersten Hopkins Bio von 1970

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  • Albert
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Richard Burton
    Wenn ich mich recht entsinne, dann erschien schon 1970 oder 1971 die erste Elvis Biografie namens Elvis von Jerry Hopkins - die u. a. auch von Peter Guralnick für seine definitive Elvis Biografie Last Train To Memphis / Careless Love hinzugezogen wurde.
    Nein, da gab es viele andere:

    http://www.xs4all.nl/~vnhouten/bookyear.html

    Ausdrücklich zu nennen ist wohl die Biographie von Jerry Hopkins von 1971
    Dankeschön an euch beide!

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  • MysteryTrain
    antwortet
    Zitat von Albert
    Meinst du mit damals 1977/78? Gab es denn zu dem Zeitpunkt schon andere Elvis-Bücher? "What happened" war doch sowieso das erste Buch, was je über Elvis geschrieben wurde oder?
    Nein, da gab es viele andere:

    http://www.xs4all.nl/~vnhouten/bookyear.html

    Ausdrücklich zu nennen ist wohl die Biographie von Jerry Hopkins von 1971

    "What happened" ist in Amerika kurz VOR Elvis' Tod erschienen und es hätte wohl nie eine deutsche Übersetzung gegeben, wäre Elvis nicht dann wirklich wenige Tage später gestorben. Es hätte auch eine ganz andere Wirkung gehabt, wäre Elvis nicht kurz darauf gestorben. Wahrscheinlich hätte es gar keine Wirkung gehabt. So allerdings war es Wasser auf die Mühlen der Sensationspresse (was ursprünglich wahrscheinlich gar nicht beabsichtigt war, aber mit Elvis' Tod eine völlig neue Dimension bekam).
    Zuletzt geändert von MysteryTrain; 21.09.2008, 21:05

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