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  • brandalarm
    Gehört zum Inventar

    • 22.06.2008
    • 4241

    #61
    Off-Topic:

    kleines bisschen vielleicht, aber hey ich war noch ganz schön jung...
    Because Elvis is so much more than the King...

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    • gast-20100118

      #62
      Zitat von brandalarm
      aber ein Medizinstudium hatte er halt doch nicht.
      auch ein Mediziner ist nicht gegen Herzinfarkttod gefeit.

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      • annmargrethistruelove
        Gehört zum Inventar

        • 02.07.2008
        • 3480

        #63
        Also um zum THEMA zurück zu kommen....Meeeeeensch Brandi *g* aber auch

        Ich seh's genauso wie TheKing, er war leider Gottes wirklich ein Junkie. Er hat sich das Zeug von überall her besorgt (sogar schicken lassen), er hat absolute Wutanfälle gehabt wenn ihm jemand die Smarties weggenommen hat, er wollte es nicht wahrhaben, aber er hats gewusst. Genauso hat er aber auch gewusst dass er ohne nicht kann und auch nicht will - deshalb hat er Schluss gemacht.
        Und DU weisst dass ich ihn liebe und mein Herz bricht sowas zu sagen , aber ich denke wirklich, dass es so war..... .R.I.P Baby.... .
        Zuletzt geändert von annmargrethistruelove; 05.07.2008, 01:46
        The sun never sets on a legend...

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        • TheKing
          Board-Legende

          • 19.06.2006
          • 20721

          #64
          Also Schluss gemacht hat Elvis meiner Meinug nach nicht. Ein Selbstmord in dem klassichen Sinne war das nicht. Er hat eben so lange Schindluder mit sich getrieben, bis es zuviel war. Die Bezeichnung Junkie würde ich nicht verwenden, weil es doch sehr wertend ist. Unter einem Junkie verstehe ich einen Fixer. Das war Elvis in dem Sinne nicht. Aber er war sehr stark süchtig und stand in seinem Suchtpotential einem regulären Drogensüchtigen in nichts nach. Die Folgen waren ebenso fatal.

          Man kann Elvis sehr gut verstehen, dass er in seiner besonderen Lebenssituation den Nutzen von bestimmten Uppern und Downern zu schätzen wußte. Diese kleinen Helferlein waren immer dabei. In den Sechzigern kann es nicht soo fatal gewesen sein, bzw. war er stark und jung genug diesen Lebenswandel zu verkraften. Die pillen halfen ihm sein tempo zu gehen und die Dinge zu tun, die er tun musste und wollte. Er sah das unkritisch.

          Und da gibt es keinen Vorwurf, den man ihm machen kann, er fiel nicht übermäßig negativ auf damit, verdiente sein eigenes Geld und von daher war es seine Privatentscheidung. Jeder wie er will.

          Ab 1971 bemerke ich aber eine gewisse Veränderung, da muss er irgendwie die Medikation verschärft haben. Warum habe ich mich oft gefragt. Man merkt es bei den Sessions, irgendwie ist er gedämpfter, ein schwerer, düsterer Schatten hängt über ihm.

          Sicherlich gibt es Schwankungen und mal ist es besser und mal schlachter, aber insgesamt bricht er nach diesem Zenit 68/69/70 langsam weg.

          Er leistet natürlich vieles und schindet sich in unzähligen Liveauftritten, aber diese positive Aura schwindet einen immer düsterern und abwesenderem Bild...

          Er sagt zu Linda, dass er in seinem Inneren sehr einsam ist und an anderer Stelle, dass er weiß, das er eine selbstzerstörerische Ader hat. ich glaube spüren zu können, wenn ich in seinen Biografien lese, wie die Atmosphäre immer lähmender wurde...

          Ich finde es nicht gut Elvis als Junkie zu betiteln.
          Ohne Worte!

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          • annmargrethistruelove
            Gehört zum Inventar

            • 02.07.2008
            • 3480

            #65
            Also für mich ist ein Junkie jemand, der von Drogen jetweder Art abhängig ist und sich nichtmehr selbst aus diesem Teufelskreis befreien kann sowie völlig beratungsresistent ist was das Aufhören angeht und sich immer tiefer in Lügen verstrickt um an seinen Stoff zu kommen.
            Ich würde niemals herablassend über Elvis sprechen, denke aber dass er nach meiner Definition ein Junkie war, zumindest ab den frühen Siebzigern (definitiv schon als er Aloha from Hawaii) gedreht hat.

            Ich stimme deinem Posting völlig zu, ich finde auch dass er 68 absolut auf dem Zenit war, sowohl stimmlich als auch körperlich. Da hatte er noch das Unbeschwerte, das zauberhaft Schelmische,die Leichtigkeit.
            Diese schwindet immer mehr bis zu seinem tragischen Ende.
            Das Melancholische, die verzweifelte Sinnsuche, dies Alles begleitet ihn schon früh, wird aber später verstärkt durch einmal die Drogen und dann nat. die tragischen Verluste in seinem Leben (seine Mutter, Cilla) die den Hang zum Grübeln und zum Negativen fördern. Daher auch die fast schon manische Lust sich zu Zerstreuen, einfach um nicht mit dieser Leere, dem Verlust der Mutter, dem Gefühl als Mann und Vater versagt zu haben zurechtkommen zu müssen.

            Ich denke dieser depressive Zug, kombiniert mit der vergeblichen Sinnsuche haben ihn in den Selbstmord getrieben. Selbstverständlich tat der körperliche Raubbau ein Übriges - ohne Frage.... .
            The sun never sets on a legend...

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            • TheKing
              Board-Legende

              • 19.06.2006
              • 20721

              #66
              Ich finde trotzdem, dass man Elvis`Angedenken keinen Dienst erweist, wenn man ihn so tituliert. Ob ihn solche Gefühle wegen seiner Mutter und der gescheiterten Ehe so zermürbt haben, ist wie fast alles Spekulation. Ich denke da spielten noch eine ganze Latte weiterer Dinge mit hinein. Es ging irgendwann nicht mehr weiter mit dem "Höher, weiter, besser!" könnte ich mir denken. Dann sehe ich als absolut beschwerend die Isolation durch den Ruhm und die Einsamkeit durch den Mythos. Wenn Dich solch ein Mythos umgibt tritt die wahre Person immer mehr in den Hintergrund, die Menschen sehen ihn als Instanz. Er sagte ja auch öfter so Sachen, die ich dauernd zitiere..."I'm not that sign out there..cut me and I bleed" usw. Menschen die von soviel Mythos umgeben sind werden einsam und das sagte er schon 1956 in New York glaube ich..das er das spürte...manchmal fühle ich mich inmitten einer Menge Leute einsam...eine Seite des Ruhmes die vielen berühmten Menschen zu schaffen macht...dann wurde er auch älter und die ewigen nächtlichen Kinobesuche, das Motorradfahren usw., die Vergnügungsparks...das war doch seit 20 Jahren dasselbe...die Jungs lachen bei jedem Scheiß...unser Elvis hatte einfach Bedürfnisse, die er sich nicht zu erfüllen verstand...er lebte ein extrem oberflächliches Leben einerseits, obwohl er doch sehr viel Tiefgang hatte und Herz...seine Sinnsuche ins Esotherische war ein Ausdruck dafür, aber dieser Kram brachte ihn letztlich auch nicht weiter...dann kann man sagen, das seine Musik seine absolute Selbstverwirklichung war, da gab es auch Schwierigkeiten...er bekam kein wirklich gutes Songmaterial mehr...und irgendwann biss sich auch die Katze in den Schwanz...er war so angeschlagen von seinem Tablettenkonsum, dass seine Leistung darunter litt...dann geht irgendwann eine Suchtspirale los...die Konsequenzen werden wiederum mit noch mehr Betäubung verdrängt...zwischendurch gibt es Versuche und leichte Besserungen..aber die Tendenz bleibt...Rückfälle in immer schlimmeres Suchtverhalten...und er fühlte sich verpflichtet, seinen Leuten, seinen Fans, er wollte keinen enttäuschen, sie alle glaubten an ihn...also schleppte er sich bis zum geht nicht mehr auf die Bühne...auch weil es ihm sehr gefiel...er liebte das, es war sein "liveblood"...das Publikum, der Applaus, die Elektrizität eines Livekonzertes...die Menschen. Elvis liebte die Menschen, das steht für mich außer Frage.
              Ohne Worte!

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              • burroughs
                Board-Legende

                • 09.02.2004
                • 56243

                #67
                Zitat von annmargrethistruelove
                Also für mich ist ein Junkie jemand, der von Drogen jetweder Art abhängig ist und sich nichtmehr selbst aus diesem Teufelskreis befreien kann sowie völlig beratungsresistent ist was das Aufhören angeht und sich immer tiefer in Lügen verstrickt um an seinen Stoff zu kommen.
                Diese schwindet immer mehr bis zu seinem tragischen Ende.
                Das Melancholische, die verzweifelte Sinnsuche, dies Alles begleitet ihn schon früh, wird aber später verstärkt durch einmal die Drogen und dann nat. die tragischen Verluste in seinem Leben (seine Mutter, Cilla) die den Hang zum Grübeln und zum Negativen fördern. Daher auch die fast schon manische Lust sich zu Zerstreuen, einfach um nicht mit dieser Leere, dem Verlust der Mutter, dem Gefühl als Mann und Vater versagt zu haben zurechtkommen zu müssen.
                Ich denke dieser depressive Zug, kombiniert mit der vergeblichen Sinnsuche haben ihn in den Selbstmord getrieben.
                Off-Topic:

                Schon gut, Frau Geller, schon gut

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                • annmargrethistruelove
                  Gehört zum Inventar

                  • 02.07.2008
                  • 3480

                  #68
                  @king: Ja er liebte die Menschen! Absolut! Und er wollte sie immer alle glücklich sehen - egal zu welchem Preis - da stimme ich dir völlig zu!

                  Ich denke es gab viele Einflussfaktoren - die die schon genannt wurden und natürlich auch die berufliche Unzufriededenheit! Was wäre wohl geschehen wenn er die Europatournee hätte machen können? Den Karatefilm? Den Tony in der Westside-Story spielen? Wenn die Takes seiner Songs veöffentlicht worden wären die er ausgesucht hatte und nicht die, die der Colonel besser fand weil Es Stimme mehr im Vordergrund war?Wenn die Ehe gehalten hätte? Können wir seinen Tod nur auf tragische Erlebnisse und falsche Entscheidungen (nicht immer von ihm selbst getroffen) zurückführen?Wäre dann Alles anders gekommen?

                  Ich glaube nicht unbedingt! Ich denke es war schon immer eine gewisse Leere in ihm - und ich denke auch nicht dass sich diese Leere hätte füllen lassen. Evtl. war seine Depression und Melancholie vererbt von der mütterlichen Seite. Evtl. hat sie mit seinem bei der Geburt verstorben Zwilling zu tun ( dieses Band werden wohl nur Zwillinge verstehen - ich denke es ist stärker als wir alle beurteilen können!). Ich glaube es war definitiv auch eine gewisse Veranlagung - schreibst du ja auch dass er sich oft einsam gefühlt hat und leer. Und die Drogen haben die Gefühlszustände nur verstärkt. Ich denke nicht dass er den Plan hatte sich umzubringen - ich denke er hat es aus einem verzweifelten Moment heraus getan - er sah keinen Sinn mehr. Und leistete über die Jahre natürlich (unbewusst) gut Vorarbeit mit seinem Lebenswandel. Er sah keine Möglichkeit weiter für alle anderen über sich hinaus zu wachsen ohne selbst Erfüllung zu finden.
                  The sun never sets on a legend...

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                  • Annagirl
                    Foren-Profi

                    • 10.12.2007
                    • 340

                    #69
                    Ich glaube auch nicht, dass dann alles anders gewesen wäre. Das ist nahezu unmöglich. Der Ruhm hinterlässt seine spuren. Es hat nicht nur vorteile so enorm berühmt wie er zu sein. Es ist gut möglich, dass eine Veranlagung schon da war, die ihn zusätzlich geschwächt hat.
                    Aber an Selbstmord glaube ich definitiv nicht.
                    Elvis hat die Tabletten, die ihm der Zahnarzt verschrieben hat nicht genommen. Er ist, weil er nicht schlafen konnte ins Bad zum Lesen gegangen und hat Stunden vor seinem Tod fröhlich über die anstehende Tour geredet. Er sagte zuversichtlich, dass es die beste werden würde, die er je gemacht hat. Er redet darüber Lisa-Marie zurückbringen zu lassen. Er hat eine Tochter, die ihn braucht. Und dann bringt er sich um?
                    Kann ich mir nicht vorstellen. Ich glaub an die Variante mit den Wechselwirkungen der Medikamente. Und ich glaube nicht, dass Elvis das so genau gewusst hat, dass sie sich an diesem Tag so stark beeinflussen, dass er dran stirbt.

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                    • King77
                      Board-Legende

                      • 04.08.2007
                      • 14927

                      #70
                      Wie kommst Du darauf das Parker ausgesucht hat welcher Take veröff.wird.

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                      • annmargrethistruelove
                        Gehört zum Inventar

                        • 02.07.2008
                        • 3480

                        #71
                        @king: es ist mehrmals erwähnt aber definitiv steht es z.B. in Jerry Schillings Buch " Me and a guy named Elvis". Da fahren sie spazieren (ich glaube Sandy und Cilla waren auch dabei) und ein neuer Elvis Song läuft im Radio. Und E, der vormals bestens gelaunt war, rastet völlig aus, rast nach Hause und in's Wohnzimmer und holt aus seinem Safe den Take der Version die er ausgesucht hatte und spielt es den anderen vor - es war dann definitiv eine anderer Take der genommen wurde bzw. wurde für die Version die veröffentlicht wurde nachbearbeitet, Der Colonel hat das gemacht weil er immer annahm, die Fans wollten primär Elvis Stimme, daher hat er die Musiker und die Girls sehr zurückgenommen. Elvis aber mit seinem Gesprür für gute Arrangements wollte nat. harmonische Verhältnisse zwischen ihm und dem Rest. Das hat ihn zeitlebens wahnsinnig genervt. Später im Buch gibt es sogar eine Szene in der der Colonel es Jerry gesteht (ich glaube er bekommt in Gespräch mit). Jerry hat aber nicht den Nerv damit zu E zu gehen.
                        The sun never sets on a legend...

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                        • gast-20100118

                          #72
                          Zitat von Annagirl
                          Elvis hat die Tabletten, die ihm der Zahnarzt verschrieben hat nicht genommen. Er ist, weil er nicht schlafen konnte ins Bad zum Lesen gegangen und hat Stunden vor seinem Tod fröhlich über die anstehende Tour geredet. Er sagte zuversichtlich, dass es die beste werden würde, die er je gemacht hat. Er redet darüber Lisa-Marie zurückbringen zu lassen. Er hat eine Tochter, die ihn braucht. Und dann bringt er sich um?
                          Natürlich nicht. Es ist typisch für den Herzinfarkttod, dass es vielen vorher recht gut geht, und dass man es nicht erahnt. Und es ist nicht der schlechteste. Man stelle sich vor, er hätte einen Hirninfarkt gehabt und schwerbehindert überlebt, und hätte noch viele Jahre im Rollstuhl gepflegt werden müssen. Sich daran zu gewöhnen wäre ihm sehr schwer gefallen.

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                          • burroughs
                            Board-Legende

                            • 09.02.2004
                            • 56243

                            #73
                            Off-Topic:

                            zwischen zwei verschiedenen Abmischungen und zwei differenzierenden Takes besteht ein nicht unbeträchtlicher Unterschied.. aber dies nur nebenbei

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                            • King77
                              Board-Legende

                              • 04.08.2007
                              • 14927

                              #74
                              Zitat von burroughs
                              Off-Topic:

                              zwischen zwei verschiedenen Abmischungen und zwei differenzierenden Takes besteht ein nicht unbeträchtlicher Unterschied.. aber dies nur nebenbei
                              So ist es .Ich kann nicht behaupten,Parker hat bestimmt welche Takes veröff.werden.Bei Suspicious Minds handelt es sich um eine andere Abmischung und nicht um einen anderen Take.
                              Wenn es stimmt das Parker das bei diesem Song veranlasst hat dann lag er nicht so falsch denn es wurde ein Welthit.Oder hätte er mit einer anderen Abmischung noch mehr verkauft.

                              Kommentar

                              • TheKing
                                Board-Legende

                                • 19.06.2006
                                • 20721

                                #75
                                Dieses Argument zieht für mich nicht. Die schlimmsten Sachen verkaufen sich. Es ist diese haltung, die rein monetäre Sicht, die Elvis nicht gut getan hat, deshalb machte der colonel diese Batterie von B-Movies mit ihm und wurden viele zweit- und drittklassige Kompositionen aufgenommen. Hätte man die Writer besser behandelt oder mal Zeit und Geld in einen Film orientiert oder Elvis seine Vision von Musik gelassen, wäre dieser mann zu noch viel mehr im Stande gewesen und auch glücklicher. Diese rein finanzielle Sicht ist zum Kotzen.
                                Ohne Worte!

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