Warum Elvis?

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  • TheKing
    Board-Legende

    • 19.06.2006
    • 20721

    #121
    Zitat von Mondstaub
    ich finde den Ansatz, den Du in dem Posting vertrittst durchaus nachvollziehbar … die Welt jenseits der primären eigenen Geschmacksgrenzen zu explorieren ist eine absolute Notwendigkeit im Rahmen der persönlichen Entwicklung ...
    Ich hab alles verstanden Frau Doktor! @all, wenn ihr Euch nochmals so frech aus dem Dylan Fenster legt, kriegt ihr es mit meiner Anwältin zu tun!


    Eine Frechheit von diesen arroganten Emporkömmlingen, einem das moderne Menschsein absprechen zu wollen, weil dieses kauzige Männlein so eine gemeinklingende Stimme hat! Man ist nur zu dumm, die Schönheit dessen zu sehen. Das ist wie bei des Kaisers neue Kleider. Aber ich bin der kleine Junge am Ende, der sagt:" Seht, der Kaiser ist ja nackt!"

    seeee Ä Ääääänswer maaaiiiii Freeeiiiiyyyynd iiiiiuuuss blöwiiiiiiiiing iiiin seeeee wiiiiiind...

    Er könnte für mich bei Asterix der Film den Troubadour spielen....und zack nen alten Fisch ins Maul und an den Baum gefesselt, die Heulboje....


    Was bin ich ? Ein Banause? Na, meinetwegen...
    Ohne Worte!

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    • burroughs
      Board-Legende

      • 09.02.2004
      • 56243

      #122
      Off-Topic:

      kann man den inzwischen nur mehr peinlichen thread mal dichtmachen

      Kommentar

      • gast-20080904

        #123
        Zitat von burroughs
        Off-Topic:

        kann man den inzwischen nur mehr peinlichen thread mal dichtmachen
        Bloß nicht! Bisher war lediglich Elvis' Stimme und seine (vermeintliche) Vielfältigkeit ggü. anderen das Thema. Bleiben noch neun Punkte zur Diskussion.

        Stichwort "Aussehen". In den 50ern war er zweifelsohne der bestaussehende männliche Star der Welt. Er passte nicht ins damalige Schönheitsideal, schon gar nicht in das einer weißen US-Mittelschicht. Stattdessen definierte er ein neues. Seine Nachfolger, die Beatles und Dylan, sollten es ihm zehn Jahre später nachmachen und "Elvis" abschaffen. Auch sie schufen ein neues Bild davon, wie ein Rockstar aussehen kann. Aber Elvis war der erste. Er stylte sich und putze sich heraus, und für ein paar Jahre war er ein Gott.

        In den 60ern wurde er gefälliger, immer mehr eine Charikatur seiner selbst, mit riesigen Turm-Frisuren, wie aus Beton gegossen, farblich ohne jede Abweichung im Ton, unnatürlich, übertrieben, comichaft. Die Kleidung, in der er zu sehen war, wurde immer biederer (Stichwort Girl Happy oder Spinout). Schon 1960 bei Sinatra war er freiwillig in dem Smoking aufgetreten, der nur vier Jahre zuvor der Ausdruck der Unterdrückung und Anpassung gewesen war.

        Oh ja, der King hatte wirklich Verrat begangen ...

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        • Gilla
          Board-Legende

          • 05.02.2007
          • 14776

          #124
          Zitat von gast-20080904

          Stichwort "Aussehen". In den 50ern war er zweifelsohne der bestaussehende männliche Star der Welt. Er passte nicht ins damalige Schönheitsideal, schon gar nicht in das einer weißen US-Mittelschicht. Stattdessen definierte er ein neues.

          Kurz gesagt: Elvis war nicht nur ein Name, er war Lebensstil - und ist es bis heute.
          *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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          • Danny
            Kennt sich hier aus

            • 25.09.2006
            • 69

            #125
            Zitat von gast-20080904
            Bloß nicht! Bisher war lediglich Elvis' Stimme und seine (vermeintliche) Vielfältigkeit ggü. anderen das Thema.
            Moooment mal. Bisher war vor allem "Pro/Contra Dylan" das Thema. An Elvis' Vielfältigkeit hast bisher lediglich Du Zweifel geäussert, und das ist dann doch ein bisschen zu wenig, um mein musikalisches Weltbild ins Wanken zu bringen.


            Ich habe in den letzten beiden Tagen intensiv Dylan gehört und muss zugeben, dass es gar nicht so schlimm war wie zuerst befürchtet. Ganz im Gegenteil, ich konnte ein paar grossartige Sachen entdecken. Aber: so grosse musikalische Unterschiede wie bei Elvis konnte ich bei Herrn Zimmerman nicht ausmachen.

            Bei z.B. den CDs Elvis At Sun, Fun In Acapulco, From Elvis In Memphis und Moody Blue habe ich vier gänzlich unterschiedliche musikalische Welten. Höre ich nun von Bob Dylan Blonde On Blonde, Blood On The Tracks, Infidels oder Modern Times entdecke ich zwar viele der von Dir erwähnten Genres, vielfach auch innerhalb eines einzigen Songs, schlussendlich empfinde ich die Musik auch als grossartig, aber nicht als so abwechslungsreich wie beim Boy from Tupelo.

            Off-Topic:

            noch was zu dem Dylan-Fanboy-Geschwärme: Ich glaube nicht, dass es nötig ist, sich irgendwelche Musik zu "erarbeiten", so ein Krampf für etwas das eigentlich Spass machen sollte muss ja nun wirklich nicht sein.

            Ein Beispiel: Als ich vor Jahren bei meinem ersten Amerika-Trip vom Flughafen JFK mit dem Taxi nach Manhattan fuhr, lief im Radio ein Jazz-Sender und dort irgend ein Miles Davis Special. Musik also, die mir als Landei und Elvis-Fan absolut fern war. Beim Eintauchen in die Hochhausschluchten aber konnte ich mir keinen perfekteren Soundtrack dafür mehr vorstellen. Seither liebe ich diese Art von Musik sehr. Und keiner in meinem Umfeld hat dafür Verständnis. Diese Begeisterung für Miles Davis hätte ich mir auch beim jahrelangen Versuch nicht "erarbeiten" können, es muss einfach "klick" machen, alles andere ist Murks.

            Mir käme es jetzt auch niemals in den Sinn, von jemanden zu erwarten, diese Musik gut zu finden. Auch glaube ich nicht, dass jemand der mit diesem Sound nichts anfangen kann, weniger Mensch ist oder weniger vom Leben hat oder so. Jeder soll das hören, was ihm gefällt, und nicht, was ihm eine Geschmackspolizei aufdrängen will.

            Trotzdem plädiere ich selbstverständlich auch dafür, stets die Ohren offen zu halten und Neuem eine oder auch mehrere Chancen zu geben, es gibt nämlich wirklich viel zu entdecken. Aber bitte ohne Arbeit.

            Kommentar

            • TheKing
              Board-Legende

              • 19.06.2006
              • 20721

              #126
              Besser kann man es nicht sagen!
              Ohne Worte!

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              • King77
                Board-Legende

                • 04.08.2007
                • 14925

                #127
                Zitat von michael grasberger
                hmm, wo genau soll das stehen in "writing for the king"? im joy byers-kapitel kann ich nix dergleichen finden.
                übrigens: joy ist eine frau, und nicht sie, sondern ihr gatte bob johnston arbeitete mit/für dylan, und zwar als producer von 1965-70.
                nicht ausgeschlossen, dass elvis über johnstons vermittlung auf die dylan demos gestoßen ist, aber belegt ist das meines wissens nirgends. ich wäre daher für eine konkrete quellenangabe dankbar.
                Das steht bei Lamar Fike auf Seite 392.

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                • gast-20080904

                  #128
                  Zitat von Danny
                  Moooment mal. Bisher war vor allem "Pro/Contra Dylan" das Thema
                  Mein Kommentar bezog sich darauf, was bisher hier aus der Simpson-Liste gemacht wurde. Abgesehen von dem einen Punkt (Stimme), der dann in die Dylan-Diskussion führte, wurde hier sonst noch nicht viel zu der Liste gesagt.

                  Zitat von Danny
                  An Elvis' Vielfältigkeit hast bisher lediglich Du Zweifel geäussert
                  Habe ich das?

                  Zitat von Danny
                  Bei z.B. den CDs Elvis At Sun, Fun In Acapulco, From Elvis In Memphis und Moody Blue habe ich vier gänzlich unterschiedliche musikalische Welten. Höre ich nun von Bob Dylan Blonde On Blonde, Blood On The Tracks, Infidels oder Modern Times entdecke ich zwar viele der von Dir erwähnten Genres, vielfach auch innerhalb eines einzigen Songs, schlussendlich empfinde ich die Musik auch als grossartig, aber nicht als so abwechslungsreich wie beim Boy from Tupelo.
                  Dann hast du die falschen Alben gehört. Mehr dazu allerdings nicht an dieser Stelle, sondern bestenfalls im Dylan-Thread.

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                  • Gilla
                    Board-Legende

                    • 05.02.2007
                    • 14776

                    #129

                    2 Die Stimme. Oft imitiert und trotzdem absolut charakteristisch, perfekt fürs Radio, in dem Künstler in den 1950er und '60er gemacht und erledigt wurden, technisch superb ....



                    ....und zudem für mich unerklärlich, dass diese Stimme es immer wieder schafft, tiefe Gefühle zu wecken...

                    So wie bei dem für manche schmalzig klingenden Song : "If I Were You", den ich gerade hörte.

                    Was passiert da eigentlich?...
                    *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                    • gast-20080904

                      #130
                      Zitat von Gilla
                      [/I]....und zudem für mich unerklärlich, dass diese Stimme es immer wieder schafft, tiefe Gefühle zu wecken...

                      So wie bei dem für manche schmalzig klingenden Song : "If I Were You", den ich gerade hörte.

                      Was passiert da eigentlich?...
                      Was genau meinst du? Warum einen eine bestimmte Stimme anspricht? Vermutlich ist es ähnlich wie beim Aussehen: Es gibt bestimmte Merkmale, die eine große Menge an Menschen einfach ansprechen, beim Gesicht ist es eine gewisse Symetrie in Gestalt eines Zusammenschnitts aus vielen Gesichtern. Die meisten Menschen finden den Durchschnitt schöner als das Markante. Möglicherweise ist es ähnlich bei der Stimme, ich weiß es aber nicht. Ich habe einmal eine BBC Doku über Stimme gesehen, da wurde erklärt, das genau wie sein muss bzw. nicht sein darf, damit Stimmen als angenehm empfunden werden, kann mich aber nicht mehr wirklich erinnern.

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                      • TheKing
                        Board-Legende

                        • 19.06.2006
                        • 20721

                        #131
                        Nein, ich glaube sie meint, wie das funktionieren kann, dass in der Musik und im speziellen Falle Elvis, solche Emotionen transportiert werden. Das war eben sein Talent. Er fühlte sich in die Lieder ein und gab sich dann da hinein, er verfügte über das Herz dazu und über die Stimme. Das sind Dinge, die man nicht technisch erlernen kann, man kann die perfekte Stimme und Gesangstechnik haben und trotzdem nicht an diese emotionale Qualität herankommen, das ist eine Sache der Persönlichkeit, der Sensibilität, der Herzensbildung usw. Er berührt uns. Das schafft er nicht bei Jedem. Aber die Leute, die sich hier versammeln, teilen dieses Empfinden, bei uns sind die "Empfänger" ähnlich...das macht uns zu Elvisfans...
                        Ohne Worte!

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                        • Gilla
                          Board-Legende

                          • 05.02.2007
                          • 14776

                          #132
                          Zitat von gast-20080904
                          Was genau meinst du? Warum einen eine bestimmte Stimme anspricht? Vermutlich ist es ähnlich wie beim Aussehen: Es gibt bestimmte Merkmale, die eine große Menge an Menschen einfach ansprechen...
                          Ich hörte heute morgen mal wieder "If I were you". Ein recht banaler Text. Aber ich verspüre jedesmal, wenn ich das Lied höre, eine gewisse Verletztheit oder Traurigkeit, die mich anspricht.

                          The sandman comes to my house late each night
                          But its way in the morning before he turns out my life
                          Its times like this my darling I can see
                          If I were you Id know that I love me

                          Gerade Elvis' Stimmelage in den markierten Textpassagen berühren mich.

                          Es gibt nur wenige Sänger, die mich emotional so erreichen und etwas zum Schwingen bringen...
                          *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                          • gast-20080904

                            #133
                            Zitat von Gilla
                            Ich hörte heute morgen mal wieder "If I were you". Ein recht banaler Text. Aber ich verspüre jedesmal, wenn ich das Lied höre, eine gewisse Verletztheit oder Traurigkeit, die mich anspricht.

                            The sandman comes to my house late each night
                            But its way in the morning before he turns out my life
                            Das wollen wir doch nicht hoffen ...

                            Ich weiß, was du meinst, aber warum genau gefällt Elvis' Stimme so sehr? Es ist ja so, dass selbst Leute, die mit seinem Material nichts anfangen können, also nicht in dem Sinne berührt werden, seine Stimme sehr schön finden. Egal, was er gesungen hat. Ich frage mich, woran das liegt. Und Simpson sagt ja auch nichts zu irgendeiner Herzensbildung, sondern zuerst einmal etwas zu der Radiotauglichkeit von Elvis' Stimme. Das fand ich beim ersten Lesen eigentlich besonders interessant ...

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                            • Gilla
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                              • 05.02.2007
                              • 14776

                              #134
                              Zitat von gast-20080904

                              Ich weiß, was du meinst, aber warum genau gefällt Elvis' Stimme so sehr? Es ist ja so, dass selbst Leute, die mit seinem Material nichts anfangen können, also nicht in dem Sinne berührt werden, seine Stimme sehr schön finden. Egal, was er gesungen hat. Ich frage mich, woran das liegt. Und Simpson sagt ja auch nichts zu irgendeiner Herzensbildung, sondern zuerst einmal etwas zu der Radiotauglichkeit von Elvis' Stimme. Das fand ich beim ersten Lesen eigentlich besonders interessant ...
                              Möchtest du das technisch erklärt wissen, also in welchen Frequenzen Elvis' Stimme verzeichnet ist?
                              Das kann ich nicht erklären und interessiert mich auch nicht sonderlich.

                              Ich kann nur sagen, dass Elvis' Stimme, ob gesprochen oder gesungen, ein schönes Klangbild hatte...
                              *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                              • Lakota
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                                • 05.09.2007
                                • 9018

                                #135
                                Wahrscheinlich ist der Wohlklang von Elvis Stimme mit dem Eindruck oder Empfinden zu vergleichen, wie man z.B. einen Menschen besonders schön findet oder sich verliebt? Etwas in unseren Sinnen regt sich und signalisiert dem Hirn, wow, schöne Stimme und Klang, ich will mehr davon. Es beginnt im Ohr, geht übers Herz durch den Bauch bis in die Fußspitze und wandert wieder zum Kopf. Wissenschaftler könnten heute bestimmt durch Messungen oder ein CT die "chemischen" Vorgänge bildlich belegen. Bei mir reicht ein einziger Blick in mein Gesicht, wenn ich Elvis sehe oder höre und schon könnten sie sich teure Untersuchungen sparen. Diagnose: Unheilbar!
                                Du bist zeitlebends für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.

                                * Antoine De Saint-Exupéry *

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