Elvis´ Charakter
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Komisch dass von denen keiner vorzeitig den Löffel abgab, obwohl viele von ihnen zu Elvis' Lebzeiten kränker aussahen. Achja, die sind ja alle sofort nach Elvis' Ableben in Entziehungskur gegangen.
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Off-Topic:
Dafür ist ja dann glücklicherweise wiederum derjenige verantwortlich.
Was du da schreibst ist eine und - Gott sei Dank! - nicht die allgemeingültige und vorherrschende Sichtweise. M. E. ist sie von viel Härte und Kälte geprägt, von ultra-protestantischem Leistungswahn und weniger von dem Wissen um die oft unergründlichen, manchmal unverständlichen Fährnisse des Lebens. Für meine Begriffe spricht dort ein zutiefst verunsicherter und in seinem Innern erschütterter Mensch.- Übersetzen
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Die haben halt rechtzeitig den Absprung geschafft, es nicht so übertrieben wie Elvis, oder nur einmal eine schlechte Erfahrung gemacht und es dabei belassen.
Guck Dir die Rolling Stones an: Die haben es ganz anders krachen lassen als Elvis. Aber auch sie haben den Absprung geschafft und führen - trotz eines Vielfachen der Arbeitsleistung von Elvis und einer doppelt so langen erfolgreichen Karriere - immer noch ein recht gesundes Leben, auch wenn Keith Richards doppelt so alt aussieht wie er je werden könnte.
Es liegt halt immer am individuellen Fall.- Übersetzen
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Off-Topic:
Leider. Die Welt wäre ein schönerer Platz, wenn endlich jeder die Verantwortung für sich selber übernehmen würde.
Übrigens ist Deine Haltung typisch deutsch, wo die Entmündigung durch Staat und Gesellschaft schon perverse Formen angenommen hat. In Amerika, deren Gesellschaftsform und Lebensphilosophie ich für die bessere halte, steht Eigenverantwortung an erster Stelle. Deswegen gibt es auch nur den "American Dream" und nicht den "German Dream".
Off-Topic:
M. E. ist sie von viel Härte und Kälte geprägt, von ultra-protestantischem Leistungswahn und weniger von dem Wissen um die oft unergründlichen, manchmal unverständlichen Fährnisse des Lebens.Off-Topic:
Ich weiß nicht, was an der alten Volksweiheit "Jeder ist seines Glückes Schmied" und an der Erkenntnis, dass es besser ist, sein Schicksal selber in die Hand zu nehmen, Härte oder protestantischer Leistungswahn sein könnte.
Off-Topic:
Für meine Begriffe spricht dort ein zutiefst verunsicherter und in seinem Innern erschütterter Mensch.Off-Topic:
Falsch. Diese Reaktion erlebe ich oft, hat meistens etwas damit zu tun, dass man mich für diese Haltung und den daraus resultierenden Erfolg beneidet oder einem das unheimlich ist. Hier spricht nämlich ein voll und ganz von sich selber überzeugter Mensch, der innerlich und äußerlich absolut frei und unabhängig ist, und mit seinem Leben obendrein so glücklich, dass er mit niemandem tauschen würde. Und dieses Glück setzte nach und nach ein, seit dem Tag, an dem ich mich entschied, niemand anders mehr die Schuld zu geben für etwas, das in meinem Leben nicht stimmt, sondern es selber in die Hand zu nehmen, es zu verbessern. Klappt hervorragend, kann ich jedem nur empfehlen.
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Hier gibt's wieder einmal zwei Fraktionen, die einen eher nüchtern, und damit für die "Elvis Fans" eher angreifbar und die anderen die alles Rosarot sehen und damit im konsens mit den Fans sind......
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Darf man als nüchterner Realist kein Fan sein? Kann man nicht auch ein abgeklärtes Verhältnis zur Person Elvis Presley haben und den Künstler Elvis Presley trotzdem verehren? Hat die Rosarote-Brille-Fraktion die Elvis-Verehrung für sich allein gepachtet?
Ich sehe das nämlich anders. Man ist nicht zwangsweise der bessere Elvis-Fan, nur weil man alles ignoriert, das am Götzenstatus kratzt.
Um es mal ganz krass auf den Punkt zu bringen: Ich verleugne diese Seiten alleine aus dem Grund nicht, weil ich ihn wegen seiner extravagenten und menschlichen Seiten nämlich umso cooler, umso bewundernswerter fand. Ich will keinen Heiligen verehren, das kann man in der Kirche tun, aber das hier ist Rock'n'Roll. Ich finde diesen exzessiven Elvis mit seinen Weibergeschichten, seinen Drogen- und Fress-Orgien, seinen Wutausbrüchen, seinen Stimmungsschwankungen und seinem Jet, mit dem er sich in Denver ein paar Sandwiches holen ließ, einfach super. Würde ich all diese Seiten an ihm verleugnen oder ignorieren, würde ich mir ein wichtiges Stück meiner Elvis-Verehrung nehmen. Und das habe ich nicht vor.- Übersetzen
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Hier geht es nicht um Drogen, sondern um seinen Charakter. Ich glaube, dass Elvis wirklich größtenteils erst einmal der bezaubernde und freundliche Charakter war, wie er von sehr vielen Zeitzeugen beschrieben wurde.
Als Junge aus einfachen Verhältnissen, vertraute seine Geschicke im Showbusiness den Erfahrungen und der Kompetenz des Colonels an. Er folgte ihm in vielen Entscheidungen, weil er erfahren hatte, dass der Colonel wußte wie man im Geschaäft bleibt. Das es aufhören könnte, soll eine stetige Angst von Elvis gewesen sein.
Deshalb kann er in ambivalente Situationen. Ich sage nur Hollywood, Las Vegas, etc. Ich sage also nicht, dass Elvis ein willenloser Idiot war. Das war er bei Gott nicht. Aber er vertraute auf die Richtigkeit der Entscheidungen des Colonel und schluckte dafür manche Kröte.
Die Unzufriedenheiten die daraus teilweise entstanden nahm er hin. Das war nicht leicht.
Dann der zweite Aspekt: Seine Rolle als "Elvis" die ganze Welt fing an zu toben und kreischen, wenn sie ihn sah, sein Umfeld waren großtenteils Yesmen und Menschen die ihm nach der Pfeife tanzten.
Das ist für eine charakterliche Entwicklung auch sehr schwer. Man braucht auch Korrektive, Respektspersonen, die einem Paroli bieten.
Diese Konstellation hat ihn auf die Dauer zermürbt. Kein Wunder, dass er für esotherischen Firlefanz a la Geller anfällig war.
Der liebenswürdige, gütige und freundliche Mensch, der Elvis bis zuletzt auch war, war auch zunehmend verzweifelt und unter Druck. Er war nicht frei. Er hatte Verpflichtungen, die an ihm hingen und eine Weltöffentlichkeit, die ihn niemals aus den Augen lassen würde.
Er liebte die Menschen und gab alles was er hatte. Aber diese Bürde die eben auch bedeutete Elvis Presley zu sein, konnte er nicht ewig ertragen...das war ein Segen und Glück, aber auch eine schwere Last...am Ende war er müde, mürbe...verletzt, traurig, aber immer warm und gebend...
So ungefähr verstehe ich das...
Ohne Worte!- Übersetzen
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Ich muss Musicman rechtgeben! Wir alle bewundern Elvis! Doch keiner von uns kannte ihn wirklich! Daher bewundern wir zum Teil alle einen "anderen" Elvis! Und das macht einen teil der Faszination des Mannes aus! Wir alle projezieren unsere Wunschvorstellungen auf ihn! Wir sehen ihn wie wir ihn gerne sehen wollen! Dass wird bei Stars und Fans immer so sein! Und es ist gut so!- Übersetzen
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Das halte ich für einen sehr guten Gedanken. Umgangssprachlich: "Man muss auch mal auf die Schnauze fallen im Leben." Dann allerdings braucht es Leute in der eigenen Umgebung, die einen wieder auffangen und Halt geben.Dann der zweite Aspekt: Seine Rolle als "Elvis" die ganze Welt fing an zu toben und kreischen, wenn sie ihn sah, sein Umfeld waren großtenteils Yesmen und Menschen die ihm nach der Pfeife tanzten.
Das ist für eine charakterliche Entwicklung auch sehr schwer. Man braucht auch Korrektive, Respektspersonen, die einem Paroli bieten.
Ganz zu Anfang seiner Karriere hat Elvis das wohl mal erlebt: Einmal, als man ihm (bei der Hayride?) sagte, er solle lieber wieder Lastwagen fahren, und dann bei seinem ersten Engagement in Vegas. Da saß er wohl abends heulend am Pool - und das war gut so. Es braucht einfach Rückschläge im Leben, auch für einen Elvis Presley. Ab 1960 war das vermutlich nicht mehr der Fall, er war so isoliert, dass potentielle Situationen einfach nicht mehr an ihn herankamen oder -gelassen wurden.- Übersetzen
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