Elvis´ Charakter

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  • Derek
    Gehört zum Inventar

    • 02.06.2007
    • 3185

    #181
    Zitat von MusicMan
    Doch ist die Verson, dass er mit runtergelassener Hose vom Klo gefallen ist und in seinem Erbrochenen lag, zwar die unschönste, aber auch die häufigste Fassung - und die glaubwürdigste, unter medizinischen Aspekten, denn Menschen, die eh schon krank und geschwächt sind und dann auch noch versuchen, gegen ihre Verstopfung anzukämpfen (und darunter litt Elvis bekanntlich), sterben häufig mal dabei. Das ist bitter und unschön, aber das muss man etragen können.
    Wir hatten das Thema vor kurzem in einem anderen Thread und auch dabei erhitzten sich die Gemüter.

    Mir ist die von MusicMan beigesteuerte Version geläufig und sie ist recht gut belegt. Mir ist sie unangenehm, aber ich nehme sie so hin - denn was will ich daran ändern? Lieber an eine andere "glauben", weil sie weniger schmerzlich ist?

    Können wir nicht notfalls einfach die verschiedenen Versionen nebeneinander stehen lassen? Die genauen Umstände seines Todes werden ohnehin nie zweifelsfrei geklärt werden. Es bleiben einfach Details unklar und es wird immer Fragezeichen geben.

    Selbst wenn es um Elvis geht, selbst wenn es um seinen Tod geht, selbst wenn es um unschöne Dinge geht, selbst wenn es um unterschiedliche Meinungen geht - es widert mich an, wie unsachlich es hier wird. Dabei hatte Taniolo hier letztens eine sehr fruchtbare Diskussion dazu eingefädelt.

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    • Lakota
      Posting-Legende

      • 05.09.2007
      • 9018

      #182
      Zitat von marquardt72
      Jo,ist echt doof,wenn ein User - im Gegensatz zu "echten Fans" - eine kritische und realistische Distanz zu einem verehrten Musiker hat,gelle.

      So ein böser User macht ja die ganzen rosaroten Luftschlösser kaputt.

      Ich selbst finde eine abgeklärte Diskussion dieser Art sehr interessant.
      Da kann ich dir nur Zustimmen! Es ist in der Tat interessant verschiedene Meinungen zu diesem Thema zu lesen, zumal sich ja jeder von uns ein gewisses Bild über Elvis in den Jahren seines Fansdaseins, selber gebastelt hat.
      Du bist zeitlebends für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.

      * Antoine De Saint-Exupéry *

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      • gast-20090521

        #183
        Zitat von Derek
        Dabei hatte Taniolo hier letztens eine sehr fruchtbare Diskussion dazu eingefädelt.
        Ich habe diesen Thread nicht mitbekommen, sorry, wollte hier auch keine Diskussion über die genauen Todesumstände (neu) anfachen. Letztendlich ist es für die Verehrung seines Lebenswerks auch völlig egal, wie genau er gestorben wird, denn es wird dadurch kein Song besser oder schlechter.

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        • gast-20090521

          #184
          Zitat von Lakota
          Da kann ich dir nur Zustimmen! Es ist in der Tat interessant verschiedene Meinungen zu diesem Thema zu lesen, zumal sich ja jeder von uns ein gewisses Bild über Elvis in den Jahren seines Fansdaseins, selber gebastelt hat.
          Problematisch wird es immer dann, wenn diese Bilder aufeinander treffen, denn die einen wollen ebensowenig ihr rosa Luftschlösschen verlassen, wie die anderen ihre kritische Distanz aufgeben wollen. Was auch auf beiden Seiten legitim und verständlich ist.

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          • Tedham Porterhouse

            #185
            Off-Topic:

            Zitat von Stutz71
            Off-Topic:

            Irgendwie kommt mir dieser Porterhouse vom Stil her irgendwie bekannt vor ...
            Tatsächlich? Gab's denn hier schon einmal jemanden, der eine bisschen andere Meinung als die übliche vertreten hat und damit bei den Hardcore-Fans angeeckt ist?

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            • gast-20090521

              #186
              Zitat von Tedham Porterhouse
              Off-Topic:



              Tatsächlich? Gab's denn hier schon einmal jemanden, der eine bisschen andere Meinung als die übliche vertreten hat und damit bei den Hardcore-Fans angeeckt ist?
              Ja, es gibt da einige Grundregeln, die sollte man bei Diskussionen mit Elvis-Fans peinlichst genau beachten:

              1. Elvis hat immer alles richtig gemacht.
              2. Wenn nicht, waren das grundsätzlich andere schuld (Colonel Parker, Priscilla, Dr. Nichopoulus, die Memphis Mafia, RCA).
              3. Elvis hat nie Drogen genommen.
              4. Elvis hat nie einen schiefen Ton gesungen, und wenn doch, liegt es an den Musikern, am Mikrofon oder an der Aufnahmequalität.
              5. Elvis hält sämtliche Rekorde bei Verkaufszahlen, Chartplatzierungen und Konzertbesuchern. Alle anderslautenden Zahlen sind gefälscht.
              6. Elvis hat nie schlechte Filme gedreht, die Kritiker waren einfach nur zu blöd, sie zu verstehen. Außerdem wurde er von bösen Mächten (siehe Punkt 2) gezwungen, diese Filme zu drehen.

              Wenn man das immer vor Augen hat, kann nix mehr passieren!
              Zuletzt geändert von Gast; 15.02.2008, 11:41

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              • gast-20100118

                #187
                Zitat von MusicMan
                4. Elvis hat nie einen schiefen Ton gesungen, und wenn doch, liegt es an den Musikern, am Mikrofon oder an der Aufnahmequalität.

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                • Tedham Porterhouse

                  #188
                  Zitat von Rev.Gerhard
                  Zu behaupten Elvis habe eine Affinität zu Drogen gehabt wie die Beatles oder die Stones, oder gar noch im stärkeren Maße, ist absolut lachhaft.
                  Absolut. Denn die haben unter Drogen zumindest noch kreative Ausnahme- und Höchstleistungen abgeliefert, die ihresgleichen suchen in den letzten 50 Jahren. Elvis hat sich einfach nur betäubt.

                  Zitat von Lakota
                  Wollten wir unserem Tanni zu liebe nicht von diesem Thema ablassen?
                  Nein.

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                  • gast-20080405

                    #189
                    Fazit aus diesem Thread: Elvis, der überbewerteste Künstler der Weltgeschichte.

                    Ich glaube allerdings, dass nicht mal Parkers geniale Geschäftspraktiken da etwas hätten ausrichten können, wenn Elvis wirklich so war, wie er hier teilweise dargestellt wird.
                    Dauerhafter Erfolg - zu Lebzeiten über 20 Jahre und inzwischen 30 Jahre über seinen Tod hinaus - spricht doch eine deutliche Sprache.
                    Elvis war nun mal kein Nischenkünstler aus dem Untergrund, der in kleinen Bars auftrat und die intellektuellen Musikkritiker befriedigte. Er war (und ist) Weltstar mit einem Publikum das sich inzwischen über 4 Generationen streckt. Das schloss allerdings auch Kreativität nicht aus, ganz im Gegenteil. Nur gab es bei Elvis immer eine Vorgabe: Es musste massentauglich sein. Aber manche Ewignörgler meinen ja, sobald etwas massentauglich ist, ist es automatisch minderwertig Elvis überzeugt uns vom Gegenteil! Zu jeder Musik benötigt man einen gewissen "Zugang", um sie zu verstehen und sie zu mögen. Wenn man diesen Zugang nicht hat, soll man lieber die Finger davon lassen, sonst ergeht es einem wie unserem Kollegen Porterhouse hierund man bekommt noch Magengeschwüre vor lauter Pessimismus und Mißgunst

                    Mir z.B. fehlt jeder Zugang zu Rap und ähnlichen Sachen. Deshalb muss das nichts Schlechtes sein. Einige, die sich zwar Elvisfans nennen, aber kein einziges gerades Haar an ihm lassen, ihn hinstellen wie den letzten Trottel und künstlerisch wie einen agewrackten Provinzmusiker, sollten sich mal überlegen, ob sie nicht doch besser bei einer anderen Musik besser aufgehoben sind - ist doch gesünder für die Nerven

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                    • Tedham Porterhouse

                      #190
                      Zitat von Stutz71
                      Fazit aus diesem Thread: Elvis, der überbewerteste Künstler der Weltgeschichte.
                      ... und wieder die übliche Schwarz/Weiß-Pampigkeit.

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                      • gast-20100118

                        #191
                        Zitat von Stutz71
                        Wenn man diesen Zugang nicht hat, soll man lieber die Finger davon lassen, sonst ergeht es einem wie unserem Kollegen Porterhouse hierund man bekommt noch Magengeschwüre vor lauter Pessimismus und Mißgunst

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                        • gast-20080405

                          #192
                          Zitat von Tedham Porterhouse
                          ... und wieder die übliche Schwarz/Weiß-Pampigkeit.
                          Das ist leider das Fazit deiner Postings. Außer dass Elvis 69 mal ein nettes Album gemacht hat und zu dieser Zeit einigermaßen hörenswert war, kam da ja noch nicht viel Positives. Wären wirklich nur die Jahre 68-70 bei Elvis musikalisch kreativ und anspruchsvoll, so wäre das etwas wenig um seinen Status bis in die heutige Zeit zu erklären!

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                          • gast-20090521

                            #193
                            Zitat von Stutz71
                            Fazit aus diesem Thread: Elvis, der überbewerteste Künstler der Weltgeschichte.
                            Na komm, das sagt doch nun auch keiner, vor allem nicht hier.

                            Nur gab es bei Elvis immer eine Vorgabe: Es musste massentauglich sein. Aber manche Ewignörgler meinen ja, sobald etwas massentauglich ist, ist es automatisch minderwertig
                            Ganz genau. Dieses intellektuelle Dünkel ist eine der größten Fehleinschätzungen der Musikgeschichte. Die Tatsache, dass es viele massentaugliche Sachen gibt, die künstlerisch minderwertig sind, berechtigt nicht, eine Regel daraus zu machen. Es gibt auch massentaugliche Sachen auf hohem künstlerischen Niveau. Elvis ist ein strahlenden Beispiel dafür, und beileibe nicht das einzige.

                            Manche Leute finden es vielleicht cool, irgendwas toll zu finden, das außer ihnen keiner kennt. Die Worte "Mainstream", "kommerziell" oder gar "erfolgreich" sind Schimpfworte für sie. Die Frage ist allerdings, ob es dabei wirklich um Qualität geht, oder nur um das Gefühl des Einzelnen, individuell und exclusiv sein zu müssen. Oft ist es reiner Selbstzweck - nur nicht mit der Masse gehen.

                            Jeder Künstler und jede Kunst muss individuell betrachtet werden. Es spricht weder automatisch für noch gegen einen Künstler, dass ihn die Massen lieben.

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                            • Tedham Porterhouse

                              #194
                              Zitat von Stutz71
                              Das ist leider das Fazit deiner Postings. Außer dass Elvis 69 mal ein nettes Album gemacht hat und zu dieser Zeit einigermaßen hörenswert war, kam da ja noch nicht viel Positives.
                              Das liegt vielleicht daran, dass die Zeit davor noch nicht thematisiert wurde. Ich müsste jetzt selbst nachschauen, wann und in welchem Zusammenhang From Elvis in Memphis ins Gespräch kam. Ich habe allerdings an anderer Stelle bereits Elvis Presley (1956) als mein Lieblingsalbum genannt, das einen riesigen Einfluss in jeder Hinsicht hatte.

                              In der Zeit von 1954 bis vielleicht '62 war er absolut herrausragend und unschlagbar. Keine Frage. Ich bewundere den Mann und das, was er geleistet hat. Aber ab einem bestimmten Zeitpunkt (nach 1969/70) kam da eben dann auch nicht mehr viel. Und das lag an seiner Tatenlosigkeit bzw. dem, was Bob Dylan meinte, als er sagte: "Seine einzige Sünde war seine Leblosigkeit."

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                              • gast-20080405

                                #195
                                Zitat von MusicMan
                                Na

                                Manche Leute finden es vielleicht cool, irgendwas toll zu finden, das außer ihnen keiner kennt. Die Worte "Mainstream", "kommerziell" oder gar "erfolgreich" sind Schimpfworte für sie. Die Frage ist allerdings, ob es dabei wirklich um Qualität geht, oder nur um das Gefühl des Einzelnen, individuell und exclusiv sein zu müssen. Oft ist es reiner Selbstzweck - nur nicht mit der Masse gehen.
                                Allein schon die Tatsache dass die meisten in diesem Forum zu einer Zeit Elvisfans geworden sind, in der Elvis längst nicht mehr "Mainstream" war, zeigt doch, dass an seiner Musik noch etwas anderes sein muss als ein kurzlebiges komerzielles Strohfeuer.

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