Wäre Elvis ohne Colonel Tom Parker so groß geworden

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  • gast-20110818

    #1651
    Zitat von Circle G
    Na also. Da hat es demnach nicht gereicht, dass Elvis einfach nur über die Leinwände flimmerte. Die Leute wollten ihn einfach in solchen Rollen nicht sehen.
    "Wild In The Country" hätte auch mit Marlon Brando nichts gerissen, weil es kein sonderlich guter Film war.

    Vorher bei G.I. Blues und nachher bei Blue Hawaii hat es doch wieder bestens funktioniert.
    Und sie hätten wahrscheinlich noch besser funktioniert, wenn sie auch noch gute Drehbücher gehabt hätten.

    Und auch Mitte bis Ende der 60er gab es noch einige Filme, die "einfach keine guten Filme waren" und trotzdem erfolgreich und gewinnbringend verkauft wurden.
    Moment: Das trifft aber z. B. auch auf "Wild In The Country" zu. Ein finanzieller Flop war das auch nicht.

    Das Geld floss ja bekanntlich in rauen Mengen und erst als dies nicht mehr so der Fall war, besann er sich auf sein musikalisches Talent zurück, aber auch erst dann.
    Vor allen Dingen war Parker gezwungen was zu ändern, denn seine Einnahmen gingen ebenso zurück.
    Und dass Elvis sich erst dann auf sein musikalisches Talent zurück besann, ist schlichtweg falsch.

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    • TheKing
      Board-Legende

      • 19.06.2006
      • 20721

      #1652
      Sicher hat er den einen oder anderen Film mit Humor genommen. Wenn ich daran denke wie er sich bei den Soundtrackaufnahmen von "It`s a dogs life" kaputtlacht, weil der Text unfassbar blöde ist, usw...klar hat er es auch irgendwo auf die leichte Schulter genommen, immer wieder sogar...aber abgefunden? Nein. "Maybe someday we`ll do it right!". Aber dass es oft grottenpeinlich war, ist doch klar und offensichtlich.

      Ich fände es sogar okay, wenn die Hälfte Billigfilme gewesen wären und bei der anderen Hälfte hätte man etwas mehr versucht, warum nicht? Warum nicht meinetwegen sogar das Konzept "Musikfilm/seichte Komödie" mit mehr Geld und besseren Leuten und etwas mehr Zeit umsetzen? Damit hätte man sicherlich noch mehr Erfolg gehabt. Warum nicht Produkte schaffen, die marktgerecht sind und einen gewissen Stzandard erfüllen? Warum konsequent immer noch billiger und noch dümmer, bis es fast nicht mehr auszuhalten war? Es gibt ja sogar ein paar Unterschiede zwischen Viva Las Vegas oder It happend at the worlds fair (die finde ich ganz passabel) und Paradise Hawaiin Style, Kissin Cousins, Harum Scarum, Easy Come, Easy go...wo die Situation für Elvis nur noch peinlich war...und nochmal: Das es immer billiger und ätzender wurde, war des Colonels Werk! Aus reiner Gier!


      Wenn das ein guter Manager ist fresse ich meine Socken!
      Ohne Worte!

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      • gast-20110818

        #1653
        Zitat von Circle G
        Okay, er hat also diese schreckliche Phase in seinem Leben damit kompensiert, dass er mit seinen Jungs Schaumschlachten veranstalte, Filmpartnerinnen abschleppte und mit Schauspielkollegen Wasserbomben von Studiodächern auf vorbeilaufende Passanten schmiss.
        Klar, denn die Arbeit hat ihn ja bekanntermaßen nicht glücklich gemacht.

        Als er dann endlich wieder das machen "durfte", was er wirklich konnte und wollte, nämlich singen und vor's Publikum treten, hat er vor lauter Glückseligkeit über seine neuerworbene Selbstverwirklichung erst mal ordentlich ins Pillendöschen gegriffen. Komische Art und Weise mit der Erfüllung oder Nichterfüllung seiner Wünsche und Träume umzugehen
        Das ist wohl ein bisschen zu einfach gedacht, gell?

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        • Circle G
          Board-Legende

          • 04.11.2007
          • 11634

          #1654
          Zitat von Blues Boy
          Und damit Elvis so etwas nicht passierte, beschäftigte er einen hochbezahlten Manager, der es aber nicht auf die Reihe bekam (weil er es auch gar nicht wollte), ihn in guten Filmen unterzubringen und ihn trotzdem gleichzeitig gut und gewinnbringend zu vermarkten. Und das, obwohl sein Manager doch angeblich ein Genie auf seinem Gebiet war.
          Tja, und genau da zeigt sich doch, dass der Punkt "gewinnbringend" Priorität hatte, denn sonst hätte er diesen Manager ja zum Teufel schicken können, der ihm zwar half, sich die Taschen voll zu machen, aber nicht in der Lage war, dies auch mithilfe hochwertiger Filme zu gewährleisten. Fakt ist doch, dass er sich niemals von ihm trennte. Es kann also nicht so ganz gegen seinen Willen gewesen sein, was da stattfand
          Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
          ____________________________

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          • marquardt72
            Posting-Legende

            • 19.08.2006
            • 5713

            #1655
            Zitat von TheKing
            Das es immer billiger und ätzender wurde, war des Colonels Werk! Aus reiner Gier!
            Und Elvis kannte dieses Konzept und hat trotzdem immer die neuen Verträge unterschrieben,obwohl er wußte,was auf ihn zukam.

            Wenn Elvis etwas daran ändern wollen,hätte er dies ja mit dem Colonel in einem Meeting klären können.

            Seine Vorstellungen von einem Auftritt mit Orchester hat er schließlich auch durchgekriegt.

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            • gast-20110818

              #1656
              Zitat von Circle G
              Tja, und genau da zeigt sich doch, dass der Punkt "gewinnbringend" Priorität hatte, denn sonst hätte er diesen Manager ja zum Teufel schicken können, der ihm zwar half, sich die Taschen voll zu machen, aber nicht in der Lage war, dies auch mithilfe hochwertiger Filme zu gewährleisten. Fakt ist doch, dass er sich niemals von ihm trennte. Es kann also nicht so ganz gegen seinen Willen gewesen sein, was da stattfand
              Weil Elvis mit so einer Trennung ebenso überfordert war wie sein Vater und Finanzberater Vernon. Die hatten schlichtweg schiss, dass der Colonel sie finanziell platt macht, weil sie vermutlich beide nicht durch die Verträge blickten. Und bevor sie ganz auf die Schnauze vielen, haben sie eben weiter des Colonels Spielchen mitgespielt, solange entsprechend Knete floss.
              Gut, vielleicht wäre es gar nicht schlecht gewesen, wenn Parker die Karriere richtig in den Sand gesetzt hätte, dann hätten sie bzw. Elvis nämlich aus dem Arsch kommen MÜSSEN. Hätte Elvis möglicherweise mal gut getan.

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              • gast-20110818

                #1657
                Zitat von marquardt72
                Wenn Elvis etwas daran ändern wollen,hätte er dies ja mit dem Colonel in einem Meeting klären können.
                Vielleicht hätte er mal einige fähige und erfahrene Berater aus der Branche mit zu diesem Meeting einladen sollen, damit er mal andere Modelle präsentiert bekommt.
                Man muss einfach einsehen, dass Elvis in der Beziehung mit dem Colonel der Schwächere war und dass meine ich nicht im rechtlichen Sinne.

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                • Circle G
                  Board-Legende

                  • 04.11.2007
                  • 11634

                  #1658
                  Zitat von Blues Boy
                  Und sie hätten wahrscheinlich noch besser funktioniert, wenn sie auch noch gute Drehbücher gehabt hätten.
                  Glaube ich nicht, denn dann wären vermutlich auch die Filmsongs auf der Strecke geblieben und es ist nunmal unbestritten, dass zeigen die Filmeinnahmen, dass die Film-Musicals einfach besser funktionierten. Ich sage es nochmal, die Leute wollten ihn singen hören ... und das ist auch gut so, denn schließlich wollen wir das heute noch. Elvis war eben der bessere Sänger als Schauspieler.

                  Und dass Elvis sich erst dann auf sein musikalisches Talent zurück besann, ist schlichtweg falsch.
                  Ich meinte damit natürlich das Interesse wieder live vor Publikum aufzutreten oder äußerte er sich schon Mitte der 60er dahingehend, dass er unbedingt wieder auf die Bühne zurück wollte? Nicht dass ich wüsste.
                  Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                  ____________________________

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                  • TheKing
                    Board-Legende

                    • 19.06.2006
                    • 20721

                    #1659
                    1967 wäre das ja der Zeitpunkt gewesen. Aber das Gegenteil war der Fall. Elvis bezahlte dem Colonel mehr, damit der ihn weiter betreut...Elvis muss sehr verunsichert gewesen sein über seinen Marktwert und hat sich die Bedingungen aufdrücken lassen. Zu dem Zeitpunkt war die Luft raus...
                    Ohne Worte!

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                    • Circle G
                      Board-Legende

                      • 04.11.2007
                      • 11634

                      #1660
                      Zitat von Blues Boy
                      Das ist wohl ein bisschen zu einfach gedacht, gell?
                      Nicht weniger einfach und vor allem nicht weniger unlogisch als die Behauptung, Elvis hätte seine Filme nur noch komplett widerwillig gedreht
                      Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                      ____________________________

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                      • Circle G
                        Board-Legende

                        • 04.11.2007
                        • 11634

                        #1661
                        Zitat von marquardt72
                        Seine Vorstellungen von einem Auftritt mit Orchester hat er schließlich auch durchgekriegt.
                        Das ist ein gutes Beispiel!

                        ... insbesondere als Zeichen dafür, dass Elvis sich durchsetzte, wenn er irgendetwas wirklich
                        wollte und da hätte der Colonel auch bezüglich des Kostenfaktors nichts ausrichten können.

                        ... und auch dafür, dass er ihm in die musikalischen Aspekte nicht reinredete. Elvis wollte
                        das so, alles wurde das so gemacht.
                        Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                        ____________________________

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                        • gast-20110818

                          #1662
                          Zitat von Circle G
                          Glaube ich nicht, denn dann wären vermutlich auch die Filmsongs auf der Strecke geblieben und es ist nunmal unbestritten, dass zeigen die Filmeinnahmen, dass die Film-Musicals einfach besser funktionierten.
                          Musicals waren das ja nicht, was Elvis drehte, sondern Schlagerfilme.
                          Aber wieso sollten Musikfilme keine guten Drehbücher haben können?
                          Der erfolgreichste Film des Jahres 1955 war z. B. "Guys And Dolls", ein Musical mit Marlon Brando und Frank Sinatra. Und Brando war alles andere als ein herausragender Sänger.

                          Ich meinte damit natürlich das Interesse wieder live vor Publikum aufzutreten oder äußerte er sich schon Mitte der 60er dahingehend, dass er unbedingt wieder auf die Bühne zurück wollte? Nicht dass ich wüsste.
                          Nein, wollte er auch nicht. Er wollte gute Filme drehen, ein anerkannter Schauspieler werden und vielleicht, wie z. B. Sangeskollege Bobby Darin, auch mal für den Oscar nominiert werden.

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                          • TheKing
                            Board-Legende

                            • 19.06.2006
                            • 20721

                            #1663
                            Wieso? Du sagtest doch: Bei den Filmen hatte er viel Fun und seit er wieder live auftrat griff er in die Pillendose, ergo= Film=Elvis Happy und ergo=Konzerte=Elvis Unhappy....wenn das nicht ein bißchen einfach gedacht ist, weiß ich es aber echt nicht.

                            Es ist doch eher so, dass Elvis Liveauftritte liebte und es auch immerwieder betonte, er rieb sich ja auf dafür, in eienr Phase wo er wirklich alles Andere schleifen ließ. Nur war es eben so, dass sein Showleben, seine ohnehin immer vorhandenen, sorglosen Umgang mit Aufputsch und Schlafmitteln sehr verstärkte, da er sich damit "in Form" brachte und sich "Ruhe" verschaffte. In Hollywood machte sich das nicht so bemerkbar, weil es eben auch weniger stattfand, aber er machte es eigentlich durchgehend...also...
                            Ohne Worte!

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                            • Circle G
                              Board-Legende

                              • 04.11.2007
                              • 11634

                              #1664
                              Zitat von Blues Boy
                              ... weil sie vermutlich beide nicht durch die Verträge blickten ...
                              Ich gehöre ja beim besten Willen nicht zur Rosarote-Brille-Fraktion, aber wenn Du jetzt anfängst hier
                              Elvis noch geistige Umnachtung unterzujubeln, in dem Du behauptest, er hätte nicht verstanden,
                              was er da unterzeichnete, dann spiele ich nicht mehr mit ...
                              Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                              ____________________________

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                              • gast-20110818

                                #1665
                                Zitat von Circle G
                                Nicht weniger einfach und vor allem nicht weniger unlogisch als die Behauptung, Elvis hätte seine Filme nur noch komplett widerwillig gedreht
                                Wieso? Das bestätigen doch zahlreiche Aussagen aus seinem Umfeld. Und wenn man Elvis so in einigen Filmen agieren sieht und sich einige Soundtrack-Alben anhört, die lieb- und leidenschaftslos in grottiger Klangqualität auf den Markt geschmissen wurden, dann klingen die Aussagen durchaus glaubhaft.

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