Wäre Elvis ohne Colonel Tom Parker so groß geworden

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  • michael grasberger
    Posting-Legende

    • 16.02.2006
    • 9974

    #346
    Zitat von Circle G
    Zum Thema: Elvis hätte mir dieser Art Musik, wie Dylan sie in den 60ern gemacht hat, keinen Blumentopf gewinnen können, denn es hätte sein Publikum niemals angesprochen, sondern eher vor den Kopf gestoßen.
    wäre mir neu, dass sich elvisfans durch "tomorrow is a long time" vor den kopf gestoßen fühlten. die meisten halten diese aufnahme für eine der besten aus den 60ern.

    "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
    (Nick Tosches)

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    • gast-20110818

      #347
      Zitat von Circle G
      Hat aber nichts genützt, denn Neal hat ja auch nichts auf die Reihe gekriegt
      Das stimmt so auch nicht. Elvis war schon auf dem aufsteigenden Ast, sonst hätte ihn Parker gar nicht unter seine Fittiche genommen.

      Hat Bob Neal sich jemals negativ über Parker geäußert? Soweit ich weiß, fand er es richtig, dass Parker Elvis übernahm, weil er einfach mehr für ihn tun konnte.
      Das fand er garantiert nicht, auch wenn er es sagte.

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      • oliver
        Gehört zum Inventar

        • 02.08.2004
        • 2057

        #348
        Zitat von Circle G
        ..... Bill Black und D.J. Fontana waren durchschnittliche bzw. unterdurchschnittliche Musiker.....

        Nach der Trennung von Presley im Jahre 1958 trat Bill einer Band aus Memphis bei, die bald in die Bill Black's Combo umbenannt wurde. Mitmusiker hierbei war unter anderem Carl McVoy, ein Cousin von Jerry Lee Lewis. Diese Formation hatte mit Smokie 1959 einen Top-Ten-Hit. Sie konnten zwischen 1959 und 1962 acht weitere Hits in den Top 40 platzieren. 1964 war Bill Black's Combo mit den Beatles auf deren erster Amerika-Tour unterwegs


        Quelle: Wikipedia

        So viel zum Informationsgehalt der hier getroffenen Aussagen......
        Zuletzt geändert von oliver; 10.03.2009, 22:15

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        • Circle G
          Board-Legende

          • 04.11.2007
          • 11634

          #349
          Zitat von Blues Boy
          Ja, da war Dylan etwas cleverer und mutiger.
          Eigentlich kann man doch die beiden Künstler einfach nicht miteinander vergleichen. Dylan ist jemand mit Sendungsbewusstsein, hat das Selbstverständnis einer ganzen Generation von Künstlern neu und nachhaltig geprägt, insbesondere durch selbstgeschriebenes Material und die Tatsache, dass er sich alle Naslang selber neu erfand, während Elvis eher die klassische Karriere hingelegt hat und sich ausschließlich als Entertainer sah, der die Werke anderer interpretierte. Dylan will sicher nicht gerne als Entertainer bezeichnet werden. Dass so jemand ganz anders an die Sache herangeht, liegt auf der Hand.
          Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
          ____________________________

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          • Gilla
            Board-Legende

            • 05.02.2007
            • 14776

            #350
            Zitat von marquardt72
            Woher willst Du das wissen?

            Und selbst wenn dies der Fall war,dürfte Elvis als erwachsener Mensch selber schuld an dieser Denkweise sein.

            Parker war als Geschäftsmann darauf bedacht,daß die Geschäfte weiterhin gut liefen und nicht,Presleys Kindermädchen zu spielen.
            Das sagtes du schon des öfteren und ich wollte auch nicht, dass Parker zum Kindermädchen mutiert.

            Muss ein guter Manager nur über das Dollar-Feld grasen wie eine Heuschrecke oder sollte er nicht auch den Menschen, den er zur reinen Geldmaschine gemacht hat, ebenso erkennen und das Programm so ändern, dass es ihm gut tut?

            Wie schädlich und traurig doch für Elvis, als Mythos und Legende, krank, körperlich aus den Fugen geraten, immer wieder dasselbe zu singen, dass die Massen nicht mehr ihm, dem kreativen Künstler zujubeln, sondern dem großen Mann, der er einmal war.

            Schrecklich finde ich, dass es dazu kommen musste.
            Zuletzt geändert von Gilla; 10.03.2009, 22:08
            *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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            • gast-20110818

              #351
              Zitat von Circle G
              Bestes Beispiel: Bobby Darin. Der hat auch seine Fans verloren, als er mit intellektuellen, sozialkritischen Songs anfing. Früher war er neben Sinatra und Dino der König in Las Vegas, geendet ist er in dunklen, kleinen Clubs, weil er sich unbedingt selbst verwirklichen wollte.
              Aber es war klasse, was Darin da machte. Die Karriere darf doch ruhig mal von künstlerischem Drang gelenkt werden. Es muss doch nicht zwangsweise immer dieses "Nuttengeschäft" sein.
              Darins Songs aus dieser Zeit waren zum Teil großartig.

              Und danach setzte er sich ja auch wieder sein Toupet auf und kehrte ins Glittergeschäft zurück, als sei nichts gewesen.

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              • marquardt72
                Posting-Legende

                • 19.08.2006
                • 5713

                #352
                Elvis hätte ja die Setlist jederzeit ändern können.Das war nämlich SEINE Aufgabe.

                Was hätte Parker denn gegen Elvis' Pillenkonsum großartig machen können?

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                • Circle G
                  Board-Legende

                  • 04.11.2007
                  • 11634

                  #353
                  Zitat von michael grasberger
                  wäre mir neu, dass sich elvisfans durch "tomorrow is a long time" vor den kopf gestoßen fühlten. die meisten halten diese aufnahme für eine der besten aus den 60ern.
                  Der Song war nie ein Hit für Dylan und für dessen Musik aus dieser Zeit nicht gerade repräsentativ. Außerdem wurde die Aufnahme als Bonus-Track eines Film-Soundtracks verheizt, weil man ihm auch bei der Plattenfirma nicht mehr Potential zutraute. Oder glaubst Du, Elvis hätte damals damit einen Hit gelandet, wenn er als Single ausgekoppelt worden wäre?
                  Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                  ____________________________

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                  • gast-20110818

                    #354
                    Zitat von Circle G
                    Eigentlich kann man doch die beiden Künstler einfach nicht miteinander vergleichen. Dylan ist jemand mit Sendungsbewusstsein, hat das Selbstverständnis einer ganzen Generation von Künstlern neu und nachhaltig geprägt, insbesondere durch selbstgeschriebenes Material und die Tatsache, dass er sich alle Naslang selber neu erfand, während Elvis eher die klassische Karriere hingelegt hat und sich ausschließlich als Entertainer sah, der die Werke anderer interpretierte. Dylan will sicher nicht gerne als Entertainer bezeichnet werden. Dass so jemand ganz anders an die Sache herangeht, liegt auf der Hand.
                    Alles schön und gut, wenn Elvis nicht oft genug frustriert über seine Karriere gewesen wäre. Da liegt ja der Hase im Pfeffer.

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                    • gast-20110818

                      #355
                      Zitat von Circle G
                      Oder glaubst Du, Elvis hätte damals damit einen Hit gelandet, wenn er als Single ausgekoppelt worden wäre?
                      Warum nicht?

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                      • Circle G
                        Board-Legende

                        • 04.11.2007
                        • 11634

                        #356
                        Zitat von Gilla
                        Sie haben beide die Kontrolle verloren, der eine (Parker) wollte immer so weiter machen, der andere (Elvis) ließ es gesechen. Nur, dass Elvis noch wie ein Mensch fühlte, und Parker in seinem Business verfangen war.
                        Eher umgekehrt: Elvis wollte immer so weitermachen - viel absahnen ohne große Arbeit -, Parker ließ es geschehen, z.B. das 77er TV-Special, das nie hätte stattfinden dürfen.

                        Elvis hat sich aber nie oder einmal nur mit vielen Wiederständen seiner engsten Freunde die Mühe gemacht, zu hinterfragen, was da in seinem Leben falsch lief. Da waren dann entspechende Medikamente dran, die den Schmerz unterdrückten, den er innerlich empfunden hat, sonst hätte er sie nicht gebraucht.
                        Na ja, das wage ich zu bezweifeln. Erst waren die Medikamente da, die er aus Spaß und Übermut genommen hat, weil er die Wirkung toll fand. Später kam dann die Quittung für diesen jahrelangen Drogenmissbrauch, was zu immer mehr Medikamenten, zum Verfall und letztendlich zu seinem Tod geführt hat. Mit seiner Karriere oder einem vermeintlichen Frust darüber hatte das rein gar nichts zu tun. Elvis war gefrustet, weil er immer älter wurde (womit er nicht klar kam), immer fetter und immer kranker und weil seine persönliche Situation nicht so prickelnd war. Das alles hatte nichts mit seiner Karriere zu tun und noch viel weniger mit Parker. Vielleicht war er auch wegen diverser unterdurchschnittlicher Konzerte unzufrieden, doch auch das war allein seine Schuld.

                        Parker und Elvis saßen in einem rasenden Zug, wo es keine Notbremse gab. So sehe ich das, dass wie ein Gesetz der psychisch angeschlagene Elvis Presley am Ende dran glauben musste.
                        Ach was! Elvis führte doch ein leichtes, lockeres Leben voller Freizeit. Die paar Konzerte mit den ellenlangen Pausen dazwischen machen einen normalen Menschen Anfang 40 sicher nicht fertig. Vielleicht waren sogar die Pausen, wo er nichts zu tun hatte, wesentlich gefährlicher, weil er da Zeit hatte, auf dumme Gedanken zu kommen und sich vollzupumpen. War er auf Tour oder in Las Vegas, hatte er wenigstens eine Motivation, aufzustehen und sich zusammenzureißen, statt sich tagelang mit Medikamenten vollzupumpen, das Schlafzimmer nicht zu verlassen und in fragwürdigen Büchern rumzuschmökern
                        Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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                        • michael grasberger
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                          • 16.02.2006
                          • 9974

                          #357
                          Zitat von Circle G
                          Dylan ist jemand mit Sendungsbewusstsein,
                          wie kommst du darauf? genau gegen dieses klischee hat er sich doch sein leben lang gewehrt.

                          "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                          (Nick Tosches)

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                            • 11634

                            #358
                            Zitat von Blues Boy
                            Solange der Umsatz stimmte, durfte Elvis alles. Das hätte er auch bei Sam Phillips gedurft.
                            Am Ende stimmte der Umsatz mit Elvis' aktuellen Alben auch nicht mehr, trotzdem hat ihm keiner in die Musik reingeredet und ihn weiter Country-Schlager aufnehmen lassen, auch wenn das nicht mehr besonders gut lief.

                            Falsch, das waren fast alles alleinstehende Kunstwerke.
                            Na, nicht in der Form, wie es seine restlichen Songs waren. Die Filmsongs wurden schließlich nicht auf regulären Alben veröffentlicht, sondern auf ausgewiesenen Soundtrack-Alben, die den Namen des Films trugen.

                            Selbstverständlich hat der Rock'n'Roll ihm wieder auf die Beine geholfen. Auch sein Las Vegas Comeback war sehr vom Rock'n'Roll geprägt. Und er hatte auch Spaß auf der Bühne dabei.
                            Ja, 1969, weil er es als seine einzige Chance sah. Mit jedem weiteren Engagement rückte der Rock'n'Roll immer mehr in den Hintergrund, am Ende fand er nur noch in Form von schrecklich heruntergerasselten Kurzfassungen von "Hound Dog" und "Jailhouse Rock" statt, die mit Rock'n Roll nichts mehr zu tun hatten, während voluminöse Balladen den Hauptteil der Shows ausmachten.
                            Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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                              • 04.11.2007
                              • 11634

                              #359
                              Zitat von Gilla
                              Wie schädlich und traurig doch für Elvis, als Mythos und Legende, krank, körperlich aus den Fugen geraten, immer wieder dasselbe zu singen, dass die Massen nicht mehr ihm, dem kreativen Künstler zujubeln, sondern dem großen Mann, der er einmal war.
                              Das stimmt schon, doch das ist alleine Elvis' Schuld. So bitter das ist, damit müssen wir uns abfinden. Parker hat ihm ganz gewiss nicht gesagt, er soll sich vollpumpen und auf der Bühne eine peinliche Nummer abgeben und immer den gleichen Kram singen.
                              Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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                                • 04.11.2007
                                • 11634

                                #360
                                Zitat von Blues Boy
                                Alles schön und gut, wenn Elvis nicht oft genug frustriert über seine Karriere gewesen wäre. Da liegt ja der Hase im Pfeffer.
                                siehe oben
                                Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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