Wäre Elvis ohne Colonel Tom Parker so groß geworden

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • michael grasberger
    Posting-Legende

    • 16.02.2006
    • 9974

    #361
    Zitat von Circle G
    Der Song war nie ein Hit für Dylan und für dessen Musik aus dieser Zeit nicht gerade repräsentativ.
    offenbar kennst du nicht viele dylansongs, denn es gibt schon aus den frühen 60ern massig lovesongs in diesem stil, die sehr gut zu elvis gepasst hätten. "don't think twice" hat er schließlich auch gesungen, und auch einige der "hymnischen" dylanlieder hätten wegen ihres starken gospel-touchs gut zu elvis gepasst. stichwort "i shall be released".
    viele dylansongs sind sehr offen gehalten für interpretationen anderer sänger, drum haben sie auch von johnny cash bis james last alle gecovert.

    "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
    (Nick Tosches)

    Kommentar

    • michael grasberger
      Posting-Legende

      • 16.02.2006
      • 9974

      #362
      Zitat von Circle G
      Bobby Darin. Der hat auch seine Fans verloren, als er mit intellektuellen, sozialkritischen Songs anfing. Früher war er neben Sinatra und Dino der König in Las Vegas, geendet ist er in dunklen, kleinen Clubs, weil er sich unbedingt selbst verwirklichen wollte.
      dunkle, kleine clubs sind für mich der absolut ideale ort für gute musik.
      (allemal besser als casinos oder sportstadien.)
      und selbstverwirklichung (schon lange nicht mehr gehört, dieses wort) ist doch auch eine gute sache.

      "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
      (Nick Tosches)

      Kommentar

      • gast-20110818

        #363
        Zitat von Circle G
        Später kam dann die Quittung für diesen jahrelangen Drogenmissbrauch, was zu immer mehr Medikamenten, zum Verfall und letztendlich zu seinem Tod geführt hat. Mit seiner Karriere oder einem vermeintlichen Frust darüber hatte das rein gar nichts zu tun.
        Hm, das können wir nicht wissen. Man kann nun mal nicht in Menschen reinschauen.
        Aber es berichten nun mal viele, dass er wegen seiner Karriere oft Frust schob.
        Es war ja nicht so, dass Elvis sich sagte: "Hö, hö, wie sich die Hollywood-Stars in ihren Filmen abmühen müssen, während ich 'Old MacDonald' sing und am Ende noch mehr kassiere. Was bin ich cool. Give me five, Colonel."

        Kommentar

        • Circle G
          Board-Legende

          • 04.11.2007
          • 11634

          #364
          Zitat von oliver
          Nach der Trennung von Presley im Jahre 1958 trat Bill einer Band aus Memphis bei, die bald in die Bill Black's Combo umbenannt wurde. Mitmusiker hierbei war unter anderem Carl McVoy, ein Cousin von Jerry Lee Lewis. Diese Formation hatte mit Smokie 1959 einen Top-Ten-Hit. Sie konnten zwischen 1959 und 1962 acht weitere Hits in den Top 40 platzieren. 1964 war Bill Black's Combo mit den Beatles auf deren erster Amerika-Tour unterwegs


          Quelle: Wikipedia

          So viel zum Informationsgehalt der hier getroffenen Aussagen......
          Nicht alles glauben, was in Wikipedia steht. "Smokie" war Platz 17

          Außerdem sagt das alles nichts über seine Qualität als Bassist. Die kann man auf diversen Elvis-Platten nachhören, die ist eher bescheiden. Außerdem kennt jeder die Geschichte, dass Elvis bei "Baby I Don't Care" selber den Bass spielen musste, weil Bill das nicht auf die Reihe bekam.
          Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
          ____________________________

          Kommentar

          • Circle G
            Board-Legende

            • 04.11.2007
            • 11634

            #365
            Zitat von michael grasberger
            offenbar kennst du nicht viele dylansongs, denn es gibt schon aus den frühen 60ern massig lovesongs in diesem stil, die sehr gut zu elvis gepasst hätten.
            Eben nicht, sonst hätte er mehr gecovert als nur einen Song. Sonst hat er doch auch alles gecovert, was nicht niet- und nagelfest war, von Engelbert bis Simon & Garfunkel.

            ... "don't think twice" hat er schließlich auch gesungen, und auch einige der "hymnischen" dylanlieder hätten wegen ihres starken gospel-touchs gut zu elvis gepasst. stichwort "i shall be released".
            Elvis hat streng geommen nur einen Song von Dylan offiziell gecovert. Die anderen Songs wurden im Rahmen von Spontan-Sessions aufgenommen und waren reine Jams. Lediglich „Don't Think Twice“ hat es davon auf Platte geschafft, das auch mehr aus einer Not heraus mangels Material, als letzter Track auf einer LP, die gerne mal als Resterampe bezeichnet wird.

            ... viele dylansongs sind sehr offen gehalten für interpretationen anderer sänger, drum haben sie auch von johnny cash bis james last alle gecovert ....
            Da Du das offenbar in den falschen Hals bekommen hast: Ich wollte Dylan hier nicht runtermachen, ich wollte nur betonen, dass er generell ein anderes Publikum ansprach als Elvis und zudem eine andere Herangehensweise hatte.
            Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
            ____________________________

            Kommentar

            • Circle G
              Board-Legende

              • 04.11.2007
              • 11634

              #366
              Zitat von michael grasberger
              dunkle, kleine clubs sind für mich der absolut ideale ort für gute musik.
              Mag ja alles sein. Aber es lässt sich damit nicht das Geld für ein großes Anwesen, eine Flotte Luxusschlitten, einen Privatjet, Klunker, Klamotten, diverse Damen, "Drogen" und eine Armee von Bediensteten bezahlen

              ... und selbstverwirklichung (schon lange nicht mehr gehört, dieses wort) ist doch auch eine gute sache
              Elvis‘ Selbstverwirklichung bestand aber nicht in einer musikalischen Message, sondern in den oben genannten Luxusgütern.
              Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
              ____________________________

              Kommentar

              • Circle G
                Board-Legende

                • 04.11.2007
                • 11634

                #367
                Zitat von Blues Boy
                Aber es berichten nun mal viele, dass er wegen seiner Karriere oft Frust schob.
                Es war ja nicht so, dass Elvis sich sagte: "Hö, hö, wie sich die Hollywood-Stars in ihren Filmen abmühen müssen, während ich 'Old MacDonald' sing und am Ende noch mehr kassiere. Was bin ich cool. Give me five, Colonel."
                Man kann aber nicht die 2-3 Jahre Mitte der 60er, als Elvis tatsächlich unzufrieden mit seiner Filmkarriere war (zumindest rein künstlerisch), exemplarisch für seine ganze Karriere hinstellen. Du hängst Dich viel zu sehr an dieser kurzen Zeit auf und machst so eine Ausnahme zur Regel. Grundsätzlich war Elvis aber zufrieden bzw. glücklich mit seiner Karriere. Auch in den „schlechten“ Zeiten stand er noch besser da als die meisten anderen Künstler in ihren besten. Auch in diesen Zeiten hat er sein Leben genossen und jede Menge Spaß gehabt.
                Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                ____________________________

                Kommentar

                • Circle G
                  Board-Legende

                  • 04.11.2007
                  • 11634

                  #368
                  Zitat von Sonja68
                  Für mich ist jedoch immernoch eine Sache sehr unverständlich. Eddy Arnold hatte damals seinen Vertrag, mit u.a. der Begründung aufgegeben, dass er mit der schroffen Art des Colonels nicht klar käme.
                  Sorry, dass ich das nochmal hoch hole ...

                  Das stimmt nämlich nicht. Eddy Arnold hat niemals öffentlich Stellung bezogen, warum er sich von Parker trennte. Jede Aussage dazu ist also reine Spekulation. Fakt ist allerdings, dass Arnold und Parker bis zu Parkers Tod gute Freunde blieben. Eddy hielt sogar die Trauerrede bei Parkers Beerdigung und hat sich auch ansonsten zeitlebens nie negativ über Parker geäußert, sondern ihn immer in den höchsten Tönen gelobt. Das klingt nach allem anderen als nach einem Zerwürfnis.
                  Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                  ____________________________

                  Kommentar

                  • HoundDog56
                    Gehört zum Inventar

                    • 10.01.2009
                    • 1693

                    #369
                    Hab ein bischen hier gelesen und mir fällt auf das einige hier immer wieder sagen Elvis hat vor Parker nix auf die Reihe gekriegt.
                    JA HALLO,gehts noch.

                    Parker hat sich Elvis gekrallt als er merkte das dieser Junge Massen begeistern kann und die Teens auf ne besondere Weise anspricht.Da war Elvis noch bei Sun.
                    Es war kein kunststück zu bemerken das Elvis was besonderes war,im Vergleich mit den anderen Künstlern,die auch in der Hayride aufgetreten sind, denn bei Elvis flippten die Leute aus.

                    Also kann man durchaus zugeben das Elvis durchaus einiges auf die Reihe bekommen hat.Auch ohne Parker,denn zu den Sun Zeiten verdiente er,nachdem That's allright mama veröffentlicht wurde, 2000 bis 2500 $ wöchentlich.Ganz ordentlich für nen Provinzmusiker aus den Südstaaten.

                    Parker konnte gut reden und hat Elvis, jung und unerfahren wie er war, Honig ums Maul geschmiert.Das hätten auch andere Manager geschafft.
                    Und auch andere Musiker der Zeit hatten Manager die ihre Arbeit anständig gemacht haben,denn Elvis war nicht der einzige der Konzerte gegeben hat.

                    Ich denke Elvis war in der zeit in der Parker ihn übernommen hat etwas derartig besonderes,dass auch ein anderer geschäftstüchtiger Manager ihn hätte gross rausbringen können.

                    Eigentlich will ich damit nur sagen das Parker ohne Elvis nicht so bekannt wäre,aber Elvis wäre ohne Parker trotzdem ein ganz grosser geworden.
                    Vielleicht etwas später,etwas anders,aber er wäre dennoch der King gewesen.
                    "Gott denkt in den Genies, er träumt in den Dichtern und er schläft in den übrigen Menschen." EAV- Es wird heller

                    Kommentar

                    • HoundDog56
                      Gehört zum Inventar

                      • 10.01.2009
                      • 1693

                      #370
                      kleiner Nachtrag: Das Elvis - Old MacDonald Lied ist ne super Version.
                      Der macht aus nem Kinderlied einrichtig flotten Song.Ich mag den Song.
                      "Gott denkt in den Genies, er träumt in den Dichtern und er schläft in den übrigen Menschen." EAV- Es wird heller

                      Kommentar

                      • Circle G
                        Board-Legende

                        • 04.11.2007
                        • 11634

                        #371
                        Zitat von HoundDog56
                        Auch ohne Parker,denn zu den Sun Zeiten verdiente er,nachdem That's allright mama veröffentlicht wurde, 2000 bis 2500 $ wöchentlich.
                        Woher hast Du diese Zahlen?

                        Parker konnte gut reden und hat Elvis, jung und unerfahren wie er war, Honig ums Maul geschmiert.
                        Komisch, andere hier bemängeln gerade, dass Parker ihm keinen Honig um den Mund geschmiert hat, ihn noch nicht einmal gelobt hat.
                        Unter „Honig ums Maul schmieren“ versteht man allgemein, alles zu versprechen, was man gar nicht halten kann. Parker hat genau das nicht getan.

                        Ich denke Elvis war in der zeit in der Parker ihn übernommen hat etwas derartig besonderes,dass auch ein anderer geschäftstüchtiger Manager ihn hätte gross rausbringen können.
                        Hat aber nicht. Zumindest nicht die zwei, die er vor Parker hatte.

                        Eigentlich will ich damit nur sagen das Parker ohne Elvis nicht so bekannt wäre ...
                        Der Sinn eines Managers ist es nicht, bekannt zu werden, sondern den Künstler bekannt zu machen. Parker hat das vor Elvis in zwei Fällen bereits geschafft, Eddy Arnold und Hank Snow waren Top-Acts; Elvis war das vor Parker nicht.

                        ... aber Elvis wäre ohne Parker trotzdem ein ganz grosser geworden.
                        Das ist rein hypothetisch. Es gibt keinen einzigen handfesten Hinweis dafür. Im Gegenteil: Die Tatsache, dass bereits zwei Manager zuvor es nicht geschafft haben, Elvis einen Deal mit einem großen Label, einen nationalen Hit (geschweige denn einen internationalen) und einen Fernsehauftritt zu besorgen, spricht eher fürs Gegenteil.
                        Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                        ____________________________

                        Kommentar

                        • HoundDog56
                          Gehört zum Inventar

                          • 10.01.2009
                          • 1693

                          #372
                          Zitat von Circle G
                          Woher hast Du diese Zahlen?
                          Buch

                          Komisch, andere hier bemängeln gerade, dass Parker ihm keinen Honig um den Mund geschmiert hat, ihn noch nicht einmal gelobt hat.

                          Unter „Honig ums Maul schmieren“ versteht man allgemein, alles zu versprechen, was man gar nicht halten kann. Parker hat genau das nicht getan.
                          Damit wollte ich sagen,das er ihn mit seinem Gerede über Erfolg und Geld in seine fänge gelockt hat.( vollkommen gerechtfertigt,hätten andere Manager auch gemacht)

                          Hat aber nicht. Zumindest nicht die zwei, die er vor Parker hatte.

                          das waren doch keine richtigen Manager

                          Der Sinn eines Managers ist es nicht, bekannt zu werden, sondern den Künstler bekannt zu machen. Parker hat das vor Elvis in zwei Fällen bereits geschafft, Eddy Arnold und Hank Snow waren Top-Acts; Elvis war das vor Parker nicht.

                          Klar war er vor Parker bekannt,nur in einem etwas kleinerem Maße.


                          Das ist rein hypothetisch. Es gibt keinen einzigen handfesten Hinweis dafür. Im Gegenteil: Die Tatsache, dass bereits zwei Manager zuvor es nicht geschafft haben, Elvis einen Deal mit einem großen Label, einen nationalen Hit (geschweige denn einen internationalen) und einen Fernsehauftritt zu besorgen, spricht eher fürs Gegenteil.
                          Das waren auch nicht die Leute die ich Manager nennen würde.
                          Aber es muss doch allen klar sein das Parker nicht der einzige manager der damaligen Zeit war.Andere Musiker sind auch gross geworden,ohne Parker.

                          Ich meine ja nicht das er nen schlechten job gemacht hat,aber das hätten auch andere geschafft.Er hatte das glück zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein.
                          Zuletzt geändert von Mike; 11.03.2009, 08:18 Grund: Quotierung lesbar gemacht
                          "Gott denkt in den Genies, er träumt in den Dichtern und er schläft in den übrigen Menschen." EAV- Es wird heller

                          Kommentar

                          • Circle G
                            Board-Legende

                            • 04.11.2007
                            • 11634

                            #373

                            Off-Topic:


                            Wenn Du direkt auf mein Posting antwortest - und um diese Uhrzeit ist die Gefahr relativ gering, dass da jemand dazwischen quasselt - brauchst Du es nicht zu zitieren. Es sei denn, Du willst auf diverse Punkte einzeln eingehen

                            Aber
                            Zitat von HoundDog56
                            Das waren auch nicht die Leute die ich Manager nennen würde.
                            Sie hatten den Job aber inne.

                            Andere Musiker sind auch gross geworden,ohne Parker.
                            Aber keiner so groß wie Elvis. Vor allem hat es keiner der Stars dieser Zeit geschafft, seine Karriere auch durch die kompletten 60er und 70er auf höchstem Niveau fortzuführen. Die meisten Stars der Rock'n Roll- Äre waren Anfang der 60er weg vom Fenster und kriegten kein Bein mehr auf die Erde, während Elvis bis ca. 1963 immer größer wurde. Dann wieder 1968 bis 1973. Selbst in den weniger guten Zeiten war er noch verdammt weit oben und verdiente Millionen. Welcher andere Star kann das von sich behaupten?

                            Ich meine ja nicht das er nen schlechten job gemacht hat, aber das hätten auch andere geschafft ...
                            Das ist nur eine Vermutung.


                            Er hatte das glück zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein.
                            Ja, das hatten sie beide, das gehört immer dazu. Doch hatten sie auch beide die Fähigkeit, diese Chance, zur rechten Zeit am rechten Ort gewesen zu sein, durch die richtigen Handlungen optimal zu nutzen. Das ist dann kein reines Glück mehr, sondern echtes Können. Andere bekommen eine Chance und vermasseln sie. Außerdem verschwand Elvis auf dem ersten Höhepunkt seiner Karriere komplett bei der Armee, was in dem kurzlebigen Geschäft eigentlich tödlich ist – Parker hat es geschafft, ihn das vollkommen unbeschadet überleben zu lassen, im Gegensatz zum Rock'n Roll, der 1960 schon tot war.
                            Zuletzt geändert von Circle G; 11.03.2009, 02:56
                            Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
                            ____________________________

                            Kommentar

                            • King77
                              Board-Legende

                              • 04.08.2007
                              • 14913

                              #374
                              Zitat von burroughs
                              Was aber nicht zuletzt an seiner Bühnenshow und der Heirat mit seiner Cousine gelegen haben mag
                              aber er war Elvis immerhin einen grossen Schritt vorraus: er schrieb seine Songs selber..
                              Seit wann schrieb Jerry seine Songs selbst.Bei ihm ist es wie bei Elvis wo er als Songwriter genannt ist sind bei den Titeln die Songrechte abgelaufen od.er hat einige Wörter beigetragen.

                              Kommentar

                              • gast-20090708

                                #375
                                Zitat von Circle G
                                Sie hatten den Job aber inne.
                                Aber keiner so groß wie Elvis. Vor allem hat es keiner der Stars dieser Zeit geschafft, seine Karriere auch durch die kompletten 60er und 70er auf höchstem Niveau fortzuführen. Die meisten Stars der Rock'n Roll- Äre waren Anfang der 60er weg vom Fenster u kriegten kein Bein mehr auf die Erde, während Elvis bis ca. 1963 immer größer wurde.
                                Mitte der 60er Jahre, bei einem Besuch bei Sri Daya Mata, erwähnte Elvis folgendes.

                                ...Nur als er über den Colonel sprach, kam seine charakteristische Vorsicht wieder zur Geltung: "Er war vorsichtig bei allem, was seinen Manager betraf. Ich glaube, er hatte das Gefühl, dass Parker ein sehr wichtiger Teil seines Lebens war, und solange er Künstler wäre, müsste er (seinem Rat) folgen, denn er hatte ihn schon so lange und so gut gelotst. Das Einzige, was ihm Sorgen bereitete, war die Tatsache, dass der Colonel sein Bedürfnis nicht zu verstehen schien, dass er seine Seele füttern musste. Er wurde auf jede andere erdenkliche Weise gefüttert, doch wo blieb die Nahrung für seine Seele?" Careless Love, seite 238/239

                                Selbstverständlich darf man dabei nicht vergessen, dass dieses von Elvis während seiner Filme-Zeiten gesagt wurde und ich vermute auch, dass er später, als er wieder auf der Bühne und vor Publikum bzw. seinen Fans auftrat, dieses Gefühl oder diese Gedanken nicht oder evtl. eine zeitlang nicht mehr so häufig auftraten.

                                Ich möchte hier den Vergleich aufstellen, dass Elvis wie ein überdurchschnittlich intelligentes Kind war. Es braucht besondere Förderung, damit es ihm nicht langweilig wird. Es ist bekannt, dass solche Kinder meistens in der Schule sehr schlechte Schüler sind. Es ist ihnen einfach zu langweilig, sie brauchen mehr Herausforderungen, mehr Wissen, mehr Aufmerksamkeit. Elvis war in Bezug auf seinem Leben nicht anders. Er brauchte die Musik, aber er brauchte Abwechselung, eine neue Herausforderung, eine Aufgabe, die ihn immer forderte und bei der er sich auspowern konnte.

                                Dieses konnte ihm der Colonel nicht bieten. Und ich zweifel an, ob es jemand anders geschafft hätte. Für mich wird es immer mehr zur Tatsache, dass Elvis viel aus Loyalität beim Colonel geblieben ist und sich mit den Jahren irgendwie damit abgefunden hat, dass er dadurch evtl. zu einem Gefangenen seiner eigenen Loyalität geworden ist. Der Colonel schaffte die Verträge ran und das dazugehörige Geld, was Elvis bestimmt nicht unangenehm war, jedoch denke ich, dass er immer unterfordert war, mit allem was er tat und tun musste und um dieses ertragen zu können, halt den Weg gewählt hat, über den wir alle Bescheid wissen.
                                Zuletzt geändert von Gast; 11.03.2009, 05:41

                                Kommentar

                                Lädt...