Die letzten Konzertjahre

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  • Lexa

    #1

    Die letzten Konzertjahre

    Dieser Thread soll den letzten beiden Konzertjahren von Elvis Presley gewidmet sein.
    Ganz klar finden wir noch ein Highlight mit dem Konzert in Pittsburgh am 31. Dezember 1976.

    Gab es eurer Meinung nach weitere Highlights was die Konzerte von Elvis Presley in den Jahren 1976/77 angeht? Welche sind es eurer Meinung nach und warum?
    Oder seid ihr eher der Meinung ab 1976 hätte Elvis Presley sich das ein oder andere Konzert schenken können und etwas kürzer treten sollen?

  • gast-20081205

    #2
    Zitat von Lexa
    Dieser Thread soll den letzten beiden Konzertjahren von Elvis Presley gewidmet sein.
    Ganz klar finden wir noch ein Highlight mit dem Konzert in Pittsburgh am 31. Dezember 1976.

    Gab es eurer Meinung nach weitere Highlights was die Konzerte von Elvis Presley in den Jahren 1976/77 angeht? Welche sind es eurer Meinung nach und warum?
    Oder seid ihr eher der Meinung ab 1976 hätte Elvis Presley sich das ein oder andere Konzert schenken können und etwas kürzer treten sollen?



    Meiner Meinung nach hätte er die Tourneen Anzahl verringern sollen, damit er sich mal richtig erholen konnte. Ich finde die letzten Konzerte nicht mehr so schön. Er wirkte oft müde, erschöpft und war oftmals nicht ganz bei dem, was er gerade tat. Er soll auch Fans beleidigt haben. Vielleicht hätte er schon um '73 herum eine längere Pause machen sollen.

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    • gast-20071116

      #3
      Meiner Meinung nach hätte Elvis ab 1976 auf keine Bühne mehr gehört - schon die Frühlingskonzerte vom 20. März 1976 in Charlotte ("Running For President", SB) + vom 21. März 1976 in Cincinnati ("Holding Back The Years", SB) zeigen einen Elvis, der auf 08/15 Durchspulprogramm geeicht ist - einige gute Performances in beiden Shows, aber man kann schon erahnen, was unzählige weitere SBs nur bestätigen werden:

      Immer mehr wird für den ewig gleichen Oldieblock draufgehen ("Well... Well... Weeeeeeeell... Sing it, J. D.!" ), 10 Min. Bandvorstellung () und generell eine nicht zu überhörende Lustlosigkeit, welche natürlich bei einzelnen, ausgewählten Songs immer wieder durchbrochen werden wird...

      Ganz schlimm wird dann der Sommer 1976, wo wir zwar tontechnisch oftmals gute bis sehr gute Konzerte von haben, bspw. 30. Juni 1976 in Greensboro ("My, It's Been A Long, Long Time", SB), 05. Julli 1976 in Memphis ("Goodbye Memphis", SB), 01. August 1976 in Hampton Roads ("The Bicentennial Elvis Experience", SB) und vom 30. August 1976 in Tuscaloosa ("Old Times They Are Not Forgotten", SB), aber Spaß macht dies beim Anhören nicht mehr so wirklich - es sei denn, ich habe meine Phasen, wo ich "Dat Big El Kaputto" noch was Faszinierendes bei abgewinnen kann... :verrueckt022:

      So richtig zieht es dann erst im Herbst wieder an, sehr gut dokumnetiert auf den SBs vom 15. Oktober 1976 in Chicago ("Bringin' The House Down"), 20. Oktober 1976 in South Bend ("Eternal Flame") und vom 28. November 1976 in San Francisco ("America The Beautiful"), bevor die finale Tournee des Jahres bei den heutzutage als legendär geltenden 5 Dezemberkonzerten ihren explosiven Höhepunkt finden wird - als SBs liegen uns lediglich der 28. Dezember 1976 in Dallas ("A Hot Winter Night In Dallas") und der 29. Dezember in Birmingham ("Burning In Birmingham") vor - man weiß sofort, es wird ein grandioses Konzert, denn Elvis beginnt "See See Rider" schon mit einem langgezogenen "Yeaaaaaaaaaah", immer ein Indiz für ein Powerkonzert, so auch hier, dazu dann die, m. M. nach, besten Live Versionen die ich je von "Love Letters" und "My Way" gehört habe - beiden wohnt eine nicht wirklich gut zu erklärende Melancholie inne - und zum Schluß dann eines der ersten "Unchained Melody" - zwar versemmelt, aber hat was...

      Der darauf folgende Tag, festgehalten auf der "Burning In Birmingham", wie o. a., bietet dann ein einzigartiges Highlight: "The First Time Ever I Saw Your Face", wo an einer Stelle nur noch Elvis' Stimme und das Piano zu hören sind - ein wirklich magischer Moment!

      Generell bleibt aber festzuhalten, nur aus dem Wissen, welches wir heute besitzen, stufen wir diese Konzerte als "Superb" ein, denn wir wissen, Elvis hatte nur ein paar Jahre zuvor, zu seinen besten Livezeiten (1969-1972) in aller Regel so gut wie nie Probleme vor Energie berstende Konzerte zum Besten zu geben - nichtsdestotrotz möchte ich als Konzertsammler auch diese Konzerte nicht missen - wertfrei betrachtet sind sie ja wirklich nur eine Fansache, nichts für nicht wirklich mit diesem Komplex Vertraute.

      Tja, was dann 1977 angeht, da ist für mich "Gute Nacht, Elvis..." angesagt, ab da klingt er nur noch so seltsam müde, lustlos und einfach ausgepowert - da hat FTD schon mehr als Genüge getan mit ihrem Best-Of '77 Sampler "Spring Tours 77", welches die Highlights dieser Periode beinhaltet - ein paar Monate später wird unser Freund© dann für immer den Weg alles Irdischen verlassen haben...

      Für mich hätte Elvis spätestens ab 1976 auf keine Bühne mehr gehört, auch 1977 nicht - klar, hinterher weiß man es immer besser, aber ich denke oft, wenn er sich 1, 2 Jahre wirklich geschont hätte - möglicherweise hätte auch alles anders verlaufen können...
      Zuletzt geändert von Gast; 29.04.2007, 02:36

      Kommentar

      • Girlhappy
        Gehört zum Inventar

        • 24.09.2003
        • 1098

        #4
        Ihr seid ja fast alle hier im Forum noch so jung.

        Ich gehöre zum alten Eisen und habe erlebt, wie Elvis die Welt und die Geschichte umgekrempelt hat. Er war so fest in meinem Leben verankert. Seine Musik, seine Filme. Er gehörte einfach dazu.

        Und dann kam der Abstieg. Deswegen fällt es mir heute so schwer, mir irgendwas aus den späten 70ern anzuhören oder anzuschauen. Deswegen möchte ich auch das letzte Spezial nicht sehen. Es bricht mir das Herz.

        Wenn man praktisch mit Elvis großgeworden ist - ich war 12 als er auftauchte - dann leidet man wirklich mit, wenn sich ein Mensch so verändert.

        Ich bin auch der Meinung, er hätte spätestens ab 1976 auf keine Bühne mehr gehört. Wenn man es genau nimmt, dann schon ab 1974. Obwohl er immer wieder tolle Konzerte gegeben hat zwischendurch. Aber der Mann war einfach fertig und hätte längst in eine lange Erholungspause gehört - sprich in eine Langzeit-Therapie.

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        • Johnny B.
          Posting-Legende

          • 17.07.2003
          • 8571

          #5
          Da er immer ein "anderer" wurde wenn er eine Bühne betreten hat, weil er dort glücklich war und sich so an die Menschen wenden konnte, gehörte er dort auch hin, vielleicht 76 und 77 mehr als zuvor. Da war die ja fast seine einzige Freude die er noch hatte und es war auch sein Wunsch auf der Bühne zu stehen
          Im privaten oder abseits der Bühne hatte er kein Ziel und auch sonst nichts was ihn glücklich gemacht hätte. Oder sagen wir mal so, er war einfach nicht an der Art Glück das andere schön finden interessiert, sonst hätte er es ja ändern können. Da hätten wohl auch 10 Jahre Pause nichts geändert.

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          • gast-20080405

            #6
            Wenn er immer für dasselbe Publikum gespielt hätte, könnte man das gleichbleibende Liedprogramm (dass bei genauerem Hinsehen gar nicht so gleich ist), kritisieren, so nicht! Seht euch das Tourneeprogramm anderer Künstler an, das ist oft bis zuum i-Tüpfelchen identisch für die gesamte Tour (weil der gesamte Ablauf computergesteuert ist, es genaue Zeitpunkte für special effects gibt usw.). Und ganz abgesehen davon:
            Es wird der Oldieblock kritisiert, den Elvis immer mehr heruntergeleiert hat. Mann kann es ihm nicht verdenken, denn diese Art von Musik hatte er längst abgehakt. Er war kein Rockn'n'Roller mehr. Das Publikum wollte die Sachen aber hören. Als er 1974 mal etwas anderes probierte, kam es beim Bublikum nicht an und er stellte es umgehend wieder um. Elvis machte eine Show fürs Publikum (und zwar das aktuell anwesende, NICHT jenes, das 30 Jahre später die Konzertaufzeichnungen hört!) und nicht für sich selbst. Das ist der Unterschied zu vielen anderen Künstlern.

            Kommentar

            • TheKing
              Board-Legende

              • 19.06.2006
              • 20721

              #7
              Zitat von Stutz71
              Wenn er immer für dasselbe Publikum gespielt hätte, könnte man das gleichbleibende Liedprogramm (dass bei genauerem Hinsehen gar nicht so gleich ist), kritisieren, so nicht! Seht euch das Tourneeprogramm anderer Künstler an, das ist oft bis zuum i-Tüpfelchen identisch für die gesamte Tour (weil der gesamte Ablauf computergesteuert ist, es genaue Zeitpunkte für special effects gibt usw.). Und ganz abgesehen davon:
              Es wird der Oldieblock kritisiert, den Elvis immer mehr heruntergeleiert hat. Mann kann es ihm nicht verdenken, denn diese Art von Musik hatte er längst abgehakt. Er war kein Rockn'n'Roller mehr. Das Publikum wollte die Sachen aber hören. Als er 1974 mal etwas anderes probierte, kam es beim Bublikum nicht an und er stellte es umgehend wieder um. Elvis machte eine Show fürs Publikum (und zwar das aktuell anwesende, NICHT jenes, das 30 Jahre später die Konzertaufzeichnungen hört!) und nicht für sich selbst. Das ist der Unterschied zu vielen anderen Künstlern.
              Mensch Meier! Das schreibst Du jedes Mal, gottverdammt, das ist Dein ganz persönlicher Oldieblock!
              Ohne Worte!

              Kommentar

              • gast-20080405

                #8
                Zitat von TheKing
                Mensch Meier! Das schreibst Du jedes Mal, gottverdammt, das ist Dein ganz persönlicher Oldieblock!
                Weil immer wieder der Fehler gemacht wird, einen Konzertbesucher von 1976/77 mit einem Sammler von 350 Konzertaufnahmen von 2007 zu vergleichen. Der Konzertbesucher hört so ein Konzert und somit diesen Oldieblock vielleicht 1 einziges Mal in seinem Leben.

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                • Paul
                  Posting-Legende

                  • 10.12.2006
                  • 5808

                  #9
                  Ich kenne nur ein paar Lieder, die er 1976 gesungen hat, zum Beipiel Rags to Riches, das finde ich gut. Aber ich denke, Elvis hätte sich in dieser Zeit lieber ausruhen sollen.
                  Freunde zu finden ist einfach, sie jedoch zu behalten ist schwer.

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                  • Tommy Cashels72

                    #10
                    Natürlich gibt es qualitativ schlechtere Shows in den letzten 2,3 Jahren vor seinem Tod, doch man muß auch das positive sehen. Elvis war ein Künstler durch und durch. Er hat es geliebt vor seinem Publikum zu spielen. Er wollte selber davon nicht lassen. Genauso wie er war auch seine Musik erwachsener geworden. Er öffnete nur das "Rock`n Roll Buch" für seine Fans, ihn dürstete es nach grandiosen, bombastischen Songs wo er die Genialität seiner einzigartigen Stimme zeigen konnte. Er liebte Gospelsongs sowie Balladen die sich fast wie eine Opernarie aufbauten. "It`s over" sowie "What now my love" gaben ihm die Chance seinen Stimmumfang voll auszuschöpfen. Er liebte das und wir sollten froh sein, solche "memories" zu besitzen auch wenn er in dieser letzten Zeit körperlich nicht mehr Fit war, seine Stimme klang rein wie am ersten Tag.

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                    • Camel80
                      Gehört zum Inventar

                      • 19.10.2003
                      • 1208

                      #11
                      Ich mag die 76er Konzerte nicht sehr gerne. Ich finde sie meistens (von einigen Ausnahmen mal abgesehen) zum größtenteil sehr langweilig.

                      Die einzigen Konzerte welche sich im Laufe des Jahres '76 positiv von den anderen abheben sind die vom Lake Tahoe Gastspiel im Mai '76 und das Vegas Gastspiel bzw. die anschließende Tour im Dezember. Leider liegen grade von diesen Konzerten keine (Lake Tahoe), bzw. wenige (Dezember) Soundboard-Aufnahmen vor.
                      Skeptiker sind jene Menschen, die einfach nicht an die friedliche Nutzung der Atombombe glauben wollen.
                      (Werner Mitsch, deutscher Aphoristiker)

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                      • gast-20100118

                        #12
                        Zitat von Tommy Cashels72
                        Natürlich gibt es qualitativ schlechtere Shows in den letzten 2,3 Jahren vor seinem Tod, doch man muß auch das positive sehen. Elvis war ein Künstler durch und durch. Er hat es geliebt vor seinem Publikum zu spielen. Er wollte selber davon nicht lassen. Genauso wie er war auch seine Musik erwachsener geworden. Er öffnete nur das "Rock`n Roll Buch" für seine Fans, ihn dürstete es nach grandiosen, bombastischen Songs wo er die Genialität seiner einzigartigen Stimme zeigen konnte. Er liebte Gospelsongs sowie Balladen die sich fast wie eine Opernarie aufbauten. "It`s over" sowie "What now my love" gaben ihm die Chance seinen Stimmumfang voll auszuschöpfen. Er liebte das und wir sollten froh sein, solche "memories" zu besitzen auch wenn er in dieser letzten Zeit körperlich nicht mehr Fit war, seine Stimme klang rein wie am ersten Tag.
                        eine liebenswerte Sicht, der ich mich anschließe.

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                        • Eva
                          Ehrenmitglied
                          • 02.02.2004
                          • 19670

                          #13
                          Aus heutiger Sicht möchte ich kein Konzert missen.

                          Aber vielleicht wäre es gut gewesen, sich eine längere Ruhepause zu gönnen

                          Kommentar

                          • Lexa

                            #14
                            Zitat von Stutz71
                            Elvis machte eine Show fürs Publikum (und zwar das aktuell anwesende, NICHT jenes, das 30 Jahre später die Konzertaufzeichnungen hört!) und nicht für sich selbst. Das ist der Unterschied zu vielen anderen Künstlern.
                            Um den immer wiederkehrende Oldieblock sollte es meiner Meinung nach auch gar nicht gehen, was die Kritik betrifft. Ich finde es durchaus verständlich, wenn ein Künstler seine alten Hits, die dem Publikum gefielen, immer wieder bringt. Gehört einfach ins Programm.
                            Vielmehr geht es darum, wie Elvis diese Songs interpretierte. Das betrifft doch nicht nur den Oldieblock, sondern auch die "neueren" Songs. Elvis wirkte in seinen letzten Konzertjahren lustlos, desinteressiert und konnte nicht mehr das geben, was er vielleicht gerne gegeben hätte.
                            Oftmals hört man auch in dem ein oder anderen Song, dass Elvis mit der Atmung zu kämpfen hatte. Die üblichen Späßchen mit dem Publikum nehmen meiner Meinung nach in den letzten Jahren auch ab.

                            Was war es? War er von der Routine angekast? Lag es daran, dass er einfach nicht mehr konnte? Jedenfalls bin ich der Ansicht, dass Elvis selbst nicht mehr viel Freude an seinen Auftritten hatte.

                            Kommentar

                            • Kirsten
                              Foren-Experte

                              • 01.04.2007
                              • 506

                              #15
                              Bin genau deiner Meinung! Bin zwar "erst" 38, aber das 77'er Special kann ich mir aus den gleichen Gründen wie du auch nicht ansehen. Die Stimme ist noch so toll wie immer, aber sein Anblick treibt mir echt die Tränen in die Augen...

                              Zitat von Girlhappy
                              Ihr seid ja fast alle hier im Forum noch so jung.

                              Ich gehöre zum alten Eisen und habe erlebt, wie Elvis die Welt und die Geschichte umgekrempelt hat. Er war so fest in meinem Leben verankert. Seine Musik, seine Filme. Er gehörte einfach dazu.

                              Und dann kam der Abstieg. Deswegen fällt es mir heute so schwer, mir irgendwas aus den späten 70ern anzuhören oder anzuschauen. Deswegen möchte ich auch das letzte Spezial nicht sehen. Es bricht mir das Herz.

                              Wenn man praktisch mit Elvis großgeworden ist - ich war 12 als er auftauchte - dann leidet man wirklich mit, wenn sich ein Mensch so verändert.

                              Ich bin auch der Meinung, er hätte spätestens ab 1976 auf keine Bühne mehr gehört. Wenn man es genau nimmt, dann schon ab 1974. Obwohl er immer wieder tolle Konzerte gegeben hat zwischendurch. Aber der Mann war einfach fertig und hätte längst in eine lange Erholungspause gehört - sprich in eine Langzeit-Therapie.

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