Col.Parker - War er der richtige ?

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  • gast-20080405

    #16
    Zitat von Tommy Cashels72
    Tja, ganz schön harter Tobak hier!

    1) kenne keinen Künstler von der Bedeutung Elvis der den Kommerz abgelehnt hätte.
    2) höchstbezahlter Schauspieler : richtig, aber nur bis Mitte der 60`er.Übrigens kommerzieller Erfolg ist nicht nur in Gagen meßbar, sondern auch durch Besucherzahlen in den Kinos !!!
    3) Kanntest du ihn persönlich ?, oder beziehst du deine Informationen aus dem New-Yorker Interview von 1972?
    4) Gesellschaftspolitische bzw. kritische Songs ein Risiko und nicht erfolgreich?Also, gerade in dieser Zeit Ende der 60`er Jahre in Zeiten des Vietnamkrieges waren viele dieser Songs ziemlich erfolgreich!!!
    5) Zufriedenheit mit dem Verlauf seiner Karierre? Nun vielleicht, doch es gibt auch viele andere Meinungen dazu. Ihn als plumpe Geldmaschine hinzustellen, der daswegen mit allem zufrieden war. Sorry, aber ich denke damit wirst du ihm nicht gerecht !
    Elvis hatte eine einzige Absicht: sein Publikum und seine Fans glücklich zu machen. Dies hat er denke ich zu mindestens 200% erreicht. Zudem verdiente er nicht schlecht dabei. Elvis' Zielgruppe waren nicht die intellektuellen Vietnamkrieggegner, sondern die "einfachen" Menschen, die einfach nur gute Unterhaltung wollten. Die kritischen Studenten der Endsechziger hätten Elvis gar nicht ernst genommen, hätte er, der Patriot, der brav seinen Militärdienst geleistet hat, plötzlich einen auf Peace&Love gemacht hätte

    Drastische Rückgänge bei den Kinobesuchern gab es erst ca. 1967/68 und da kam ja dann, genau zum richtigen Zeitpunkt, das Comeback Special. Man hat eben die "Kuh" Kinofilm gemolken bis nichts mehr zu holen war. Parkers Prinzip war es, möglichst im Voraus eine finanzielle garantie zu haben. Das war dann in Las Vegas nicht viel anders. Auch dort war Elvis der bestbezahlteste Künstler seiner Zeit. Keine Show, kein Konzert das nicht nach wenigen Tagen ausverkauft war ... Das sind Dinge, von denen andere Künstler nur träumen können.

    Man muss sich als Künstler entscheiden, ob man die Masse bedienen will, oder lieber irgendwelche "Randgruppen" mit künstlerisch hohem Anspruch. Elvis machte von Anfang an Musik für die Masse. Eingängige Melodien, Texte von Liebe und Herzschmerz. HEUTE mag man manches als Kitsch einstufen. Damals war es angesagte Unterhaltung. Etwas anderes hat Elvis nie gewollt und man hätte es ihm auch nicht abgenommen. Es kommt auch gar nicht so sehr auf die Inhalte oder die Qualität des Songmaterials an sich an, sondern die Art und Weise, wie Elvis es interpretierte.

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    • gast-20080405

      #17
      Zitat von Lexa
      Da muss ich auch nachhaken. Ich denke auch, dass Elvis Presley in den späten 70ern alles andere als zufrieden mit dem Verlauf seiner Karriere war. Auch schon ab Mitte der 60er Jahre, war, was man so hört und liest, Elvis nicht begeistert von den Filmen, die er drehen musste.
      Trotzdem denke auch ich, dass Colonel Parker ein sehr fähiger Manager war, ohne den es Elvis Presley nicht so weit gebracht hätte.
      Elvis hatte es in der Hand, seine Karriere anders zu gestalten. ER unterschrieb die Verträge. Er wäre dazu nicht verpflichtet gewesen, bzw. hätte sie sich durchaus durchlesen können, bevor der seine 3 Kreuze druntersetzte. Wenn er es nicht tat, heißt das, dass er es akzeptierte. Wäre dem nicht so, dann müsste man ihm vorwerfen, er war nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte (was ich aber nicht glaube). Auch hätte er sich jederzeit einen anderen Manager suchen können - was er auch nicht getan hat. Wenn man irgendjemand den Vorwurf machen will, er habe Elvis' Karriere verdorben, dann ist das Elvis selbst. Wobei ich diesen Vorwurf niemals erheben würde, denn die Ziele, die sich Elvis und der Colonel gesetzt haben, wurden bei weitem übertroffen.

      Was wollt ihr immer mit den Mitsiebzigern? Da war Elvis Krank, süchtig, ein Schatten seiner selbst. Woher hätte er zu diesem Zeitpunkt die Kraft nehmen sollen, eine neue Karriere zu starten ??? Er konnte mit Müh und Not das bewältigen, wozu er vertraglich verpflichtet war. Für einen Neuanfang hätte er erstmal gesund werden müssen. Da das Gegenteil passierte, brauchen wir an diesem Punkt gar nicht weiterdiskutieren, was wäre wenn ... bla bla bla

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      • Tommy Cashels72

        #18
        krank, süchtig, ein Schatten seiner selbst.............

        Mein Guter ! Meinst du nicht auch das Elvis in den Mitsiebzigern seiner Karierre wieder mehr glanz verliehen hätte, wenn er die Möglichkeit bekommen hätte in Übersee zu spielen. 1972 indem Jahr vor Aloha war er auch nicht in absoluter Topform was seine körperliche Verfassung betrifft und die Trennung von Priscilla ist sicherlich auch nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. Und doch schaffte er es sich für das Aloha-Concert in großartige Form zu bringen. Hätte der Colonel erkannt das Elvis eine neue Herausforderung brauchte, wäre vielleicht vieles anders und besser gelaufen! Du hast recht Elvis unterschrieb Verträge ohne Sie durchzulesen. Vertrauen zum Colonel!!! Dennoch glaube ich nicht das dies immer gerechtfertigt war !!!

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        • gast-20080405

          #19
          Zitat von michael grasberger
          mir fällt eigentlich niemand ein, der lieber hungerkünstler wäre als "kommerzieller künstler", was immer du unter diesem seltsamen ausdruck verstehst...
          Ich meinte damit, dass es etwas unglaubwürdig gewesen wäre, hätte Elvis mit 50.000 $ Klunkern am Finger über Hunger und Ungerechtigkeit in der Welt gesungen

          Elvis war ein "Produkt", klingt zwar komisch, trifft es aber ziemlich gut. Er interpretierte Songs, ohne damit eine intellektuelle Botschaft vermitteln zu wollen. Das war auch der Grund, warum er seine private, persönliche Seite nie in den Vordergrund stellte. Natürlich hatte er auch eine politische Meinung und natürlich war er sicher nicht mit allem einverstanden, was in der Welt vor sich ging. Nur hatte das alles mit seinem Job als Sänger nichts zu tun.

          Im gegensatz dazu standen doch bei den Hippiesängern der späten 60er eher die (textlichen) Inhalte im Vordergrund und nicht unbedingt der kommerzielle Aspekt (etwas verdienen will jeder, das sehe ich auch so, nur steht das bei manchen nicht unbedingt an 1. Stelle - bei Elvis schon).

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          • Prince Graceland
            Gehört zum Inventar

            • 11.07.2005
            • 1747

            #20
            Zitat von Stutz71
            Ich meinte damit, dass es etwas unglaubwürdig gewesen wäre, hätte Elvis mit 50.000 $ Klunkern am Finger über Hunger und Ungerechtigkeit in der Welt gesungen

            Elvis war ein "Produkt", klingt zwar komisch, trifft es aber ziemlich gut. Er interpretierte Songs, ohne damit eine intellektuelle Botschaft vermitteln zu wollen. Das war auch der Grund, warum er seine private, persönliche Seite nie in den Vordergrund stellte. Natürlich hatte er auch eine politische Meinung und natürlich war er sicher nicht mit allem einverstanden, was in der Welt vor sich ging. Nur hatte das alles mit seinem Job als Sänger nichts zu tun.

            Im gegensatz dazu standen doch bei den Hippiesängern der späten 60er eher die (textlichen) Inhalte im Vordergrund und nicht unbedingt der kommerzielle Aspekt (etwas verdienen will jeder, das sehe ich auch so, nur steht das bei manchen nicht unbedingt an 1. Stelle - bei Elvis schon).


            Im gegensatz dazu standen doch bei den Hippiesängern der späten 60er eher die (textlichen) Inhalte im Vordergrund und nicht unbedingt der kommerzielle Aspekt (etwas verdienen will jeder, das sehe ich auch so, nur steht das bei manchen nicht unbedingt an 1. Stelle - bei Elvis schon).[/QUOTE]


            So manchmal ist es bedauerlich das das wohl bei beiden, also Elvis und dem Colonel in den Vordergund stand, wohl auch auf der Tatsache beruhend das sie, zumindest Elvis, das Geld verschwenderisch verjubelten.
            Zumindest hat sich der kommerzielle Aspekts des Colonels sich nicht bei dem 68er Comeback durchgesetzt.

            Ich habe mal gelesen das Elvis als Schauspieler Marlon Brando und James Dean veehrte und diesen es gerne gleichgetan hätte........................, leider haben aus meiner, sicher sehr subjektiven, Sicht viel zu viele Elvis als Produkt gesehen, er selber sich wohl auch..............

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            • gast-20080405

              #21
              Übrigens sind für mich einfach gestrickte Songs wie 'Love Me Tender' genauso wertvoll wie ein 12-strophiges Weltverbessererlied. Man kann sie auch gar nicht miteinander vergleichen und schon gar nicht gegeneinander ausspielen.

              Von daher verstehe ich die ganze Kritik nicht.

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              • Lexa

                #22
                Zitat von Stutz71
                Übrigens sind für mich einfach gestrickte Songs wie 'Love Me Tender' genauso wertvoll wie...
                Musstest du gerade den Song auswählen? Dann nehm ich lieber das Weltverbessererlied.

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                • The Kong

                  #23
                  Der Colonel war meiner Meinung nach nur zu Beginn von Elvis Karriere hilfreich, auch während der Army Zeit.
                  Heutzutage hätte er sich schon längst nach einem anderen umgeschaut.

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                  • michael grasberger
                    Posting-Legende

                    • 16.02.2006
                    • 9974

                    #24
                    Zitat von Stutz71

                    Im gegensatz dazu standen doch bei den Hippiesängern der späten 60er eher die (textlichen) Inhalte im Vordergrund und nicht unbedingt der kommerzielle Aspekt (etwas verdienen will jeder, das sehe ich auch so, nur steht das bei manchen nicht unbedingt an 1. Stelle - bei Elvis schon).
                    ist ein klischee. es hat in den 60ern viele musikstile gegeben, die mit hippietum gar nix zu tun hatten. soul z.b.
                    ich weiß auch nicht, was das jetzt mit elvis zu tun haben soll...
                    ich kenne jedenfalls niemandem, der elvis die TEXTE seiner songs zum vorwurf macht. wenn, dann könnte man die mangelnde QUALIT ÄT des songmaterials in den sixties kritisieren...

                    "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                    (Nick Tosches)

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                    • gast-20080405

                      #25
                      Zitat von Lexa
                      Musstest du gerade den Song auswählen? Dann nehm ich lieber das Weltverbessererlied.
                      Es war eines seiner erfolgreichsten und das Gekreische der Mädels war bei kaum einem Song lauter als bei diesem, wohl kaum weil er ihnen nicht gefallen hat

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                      • gast-20080405

                        #26
                        Zitat von michael grasberger
                        dann könnte man die mangelnde QUALIT ÄT des songmaterials in den sixties kritisieren...
                        Auch das kann man nicht, da die Songs ja durchaus erfolgreich waren. Was ich v.a. bei jüngeren Elvisfans (sagen wir mal unter ca. 45) oft beobachte, dass sie Maßstäbe von heute auf Elvis anwenden. Das ist nicht legitim. Bis ca. 1973 war Elvis im Spitzenfeld internationaler Superstars und zeitweise sogar ganz vorne. Niemand hatte höhere Gagen als er, weder in Hollywood noch in Las Vegas. Selbst 1975 bekam er für das Silvesterkonzert in Pontiac die höchste Gage für einen Solokünstler die bis dahin ausbezahlt wurde.

                        Elvis hat an sich selbst immer die höchsten Qualitätsmaßstäbe gesetzt. Auch wenn das Songmaterial nicht das beste war, seine Darbietung und die Produktion der Aufnahmen mussten 101%ig sein.

                        Ich verstehe wirklich nicht, was Elvis noch hätte machen sollen. Er sang Country, Gospel, Blues, Soul, Liebeslieder und und und. Ihm oder dem Colonel vorzuwerfen, er sei nicht vielseitig genug gewesen, ist nicht ganz fair. Dass bei der Menge an Songs, die er im Laufe seiner Karriere aufgenommen hat, auch einiges an Müll dabei ist, ist verständlich, aber eigentlich nicht der Rede wert.

                        Irgendjemand sagte mal, dass es Elvis' Vorteil war, dass er eben nicht mit der Masse mitgeschwommen ist und jedem Trend hinterher lief. Kein Künstler ist von Anfang bis Ende seiner Karriereununterbrochen erfolgreich. Das grandiose Comeback 68/69 wäre nicht möglich gewesen, wenn er ununterbrochen "da" gewesen wäre. Hätte er in den 60ern weiterhin so getourt wie 1956/57, wäre er vielleicht schon Ende der 60er so ausgepowert gewesen wie er es dann in den 70ern war.

                        Um zum eigentlichen Thema zurückzukehren: Wenn der Colonel angeblich so schlecht für Elvis war, verstehe ich nicht, warum er bis heute als einer der großen Überväter großer Musikmanager gilt.

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                        • michael grasberger
                          Posting-Legende

                          • 16.02.2006
                          • 9974

                          #27
                          Zitat von Stutz71

                          Elvis hat an sich selbst immer die höchsten Qualitätsmaßstäbe gesetzt. Auch wenn das Songmaterial nicht das beste war,
                          du widersprichst dir selbst. bei "höchsten qualitätsmaßstäben" muss das songmaterial das beste sein.
                          wenn man mit dir diskutieren will, dann muss man dich echt an jedem einzelnen satz festnageln. du windest dich herum, konstruierst vorwürfe, die niemand gemacht hat, um vom jeweils aktuellen punkt abzulenken etc. etc. echt mühsam...

                          "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                          (Nick Tosches)

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                          • michael grasberger
                            Posting-Legende

                            • 16.02.2006
                            • 9974

                            #28
                            Zitat von Stutz71
                            Das grandiose Comeback 68/69 wäre nicht möglich gewesen, wenn er ununterbrochen "da" gewesen wäre.
                            no na!
                            auch das eine binsenweisheit, die du schon mal in einem anderen thread gebracht hast...

                            "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                            (Nick Tosches)

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                            • gast-20080405

                              #29
                              Zitat von michael grasberger
                              du widersprichst dir selbst. bei "höchsten qualitätsmaßstäben" muss das songmaterial das beste sein.
                              wenn man mit dir diskutieren will, dann muss man dich echt an jedem einzelnen satz festnageln. du windest dich herum, konstruierst vorwürfe, die niemand gemacht hat, um vom jeweils aktuellen punkt abzulenken etc. etc. echt mühsam...
                              FALSCH! Ich meine nicht das Songmaterial an sich, sondern das, was Elvis daraus gemacht hat: perfekter Vortrag, perfekte Arrangements, perfekte Produktion.

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                              • gast-20080405

                                #30
                                Zitat von michael grasberger
                                no na!
                                auch das eine binsenweisheit, die du schon mal in einem anderen thread gebracht hast...
                                Stammt auch nicht von mir, sondern aus einer wirklich guten Elvisdoku, die irgendwann mal auf Arte lief

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