Col.Parker - War er der richtige ?

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  • burroughs
    Board-Legende

    • 09.02.2004
    • 56243

    #271
    Zitat von Stutz71
    Genau dieses Badboy Image hatte Elvis NIE, nicht mal in den 50ern. Es gibt ganz wenige Versuche, ihn als wilden Rebellen darzustellen. Spontan fällt mir da dieses Foto in Marlon Brando-Pose auf einer Harley ein (wenn mich nicht alles täuscht, ein Wertheimer Foto von 1956). Aber wie gesagt - eine gestellte Pose, die mit der Person Elvis rein gar nichts zu tun hatte.

    Einer, für den Höflichkeit und Anstand selbstverständlich war, der seine Eltern verehrte, vor dem Essen betete, in der Bibel las und immer bereit war, anderen finanziell zu helfen, wenn es ihnen nicht so gut ging ... toller Rebell ...
    In musikalischer Hinsicht vielleicht..
    vielleicht empfanden die Leute es damals (in den 50ern) auch als Rebellion,
    daß er sich auf der Bühne so bewegte und sich traute, gewisse Lieder bzw Texte zu singen.. vielleicht war es auch sein Kleidungs-stil

    Aber im eigentlichen Sinn.. da waren Dean und Brando schon eher die Rebellen

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    • Tommy Cashels72

      #272
      Stutz 71

      Na klar weiß ich worum es in diesem Thread geht. Worüber haben wir denn die letzten Tage geschrieben. Wollt dir eigentlich nur recht geben und hervorheben das Elvis eine musikalische Revolution auslöste. Das Elvis ein höflicher Mensch war der oftmals sogar fremden Menschen half (nicht nur finanziell sondern auch mit Rat und Tat), ein tief religiöser Mensch war ist mir natürlich auch bekannt. Es ging mir nur um Rebellion oder mus.Revolution! Da bin ich nah bei der Meinung

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      • michael grasberger
        Posting-Legende

        • 16.02.2006
        • 9974

        #273
        Zitat von Stutz71
        Genau dieses Badboy Image hatte Elvis NIE, nicht mal in den 50ern. Es gibt ganz wenige Versuche, ihn als wilden Rebellen darzustellen. Spontan fällt mir da dieses Foto in Marlon Brando-Pose auf einer Harley ein (wenn mich nicht alles täuscht, ein Wertheimer Foto von 1956). Aber wie gesagt - eine gestellte Pose, die mit der Person Elvis rein gar nichts zu tun hatte.

        Einer, für den Höflichkeit und Anstand selbstverständlich war, der seine Eltern verehrte, vor dem Essen betete, in der Bibel las und immer bereit war, anderen finanziell zu helfen, wenn es ihnen nicht so gut ging ... toller Rebell ...
        du möchtest den king of rock'n'roll auf dein provinzielles spießerniveau runterziehen? keep trying...

        "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
        (Nick Tosches)

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        • MARIE
          Gehört zum Inventar

          • 11.01.2005
          • 4961

          #274
          Zitat von michael grasberger
          du möchtest den king of rock'n'roll auf dein provinzielles spießerniveau runterziehen? keep trying...

          Kommentar

          • gast-20100118

            #275
            Zitat von Tommy Cashels72
            Wollt dir eigentlich nur recht geben und hervorheben das Elvis eine musikalische Revolution auslöste.
            Das Elvis ein höflicher Mensch war der oftmals sogar fremden Menschen half (nicht nur finanziell sondern auch mit Rat und Tat), ein tief religiöser Mensch war ist mir natürlich auch bekannt.
            Dazu noch unser Junge als ein Sänger der mit vergleichbarer Leidenschaft wie farbige Musiker schwarzen R&B mit weißen C&W vermischte. Schon ziemlich grandios, oder ?
            jau, dem kann man nun wirklich nicht widersprechen.

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            • gast-20100118

              #276
              Zitat von michael grasberger
              du möchtest den king of rock'n'roll auf dein provinzielles spießerniveau runterziehen? keep trying...
              solange so eine Musik ihren Fan beeinflußt ein provinzieller Bücherwurm zu werden, hat Stutz recht.

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              • gast-20080405

                #277
                Zitat von michael grasberger
                du möchtest den king of rock'n'roll auf dein provinzielles spießerniveau runterziehen? keep trying...

                Dein sogenannter "King of Rock'n'Roll" war eine reine Marketingstrategie, ein Produkt, weiter gar nichts. Elvis selbst wollte sogar nicht mal so bezeichnet werden ("There's only one king, Jesus Christ ...").
                Noch was?

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                • LoopmanX
                  Gehört zum Inventar

                  • 22.01.2007
                  • 1018

                  #278
                  Zitat von burroughs
                  a) abgesehen davon, daß Angus auf der Bühne gerne mal die Hosen runterlässt..
                  das mag sein
                  allerdings hab ich einige konzerte gesehen, und da hat er sowas bisher nicht gemacht. ist auch nicht sooo bekannt, das dies der grund wäre warum eltern ihre sprösslinge nicht auf die konzerte lassen.


                  b) die Band in den späten 80ern (genaus wie etwa Judas Priest oder Iron Maiden) Klagen kassierte, weil sie angeblich *satanische* Botschaften transportieren würde (Highway to Hell, Hells bells) ..
                  ja, aber das wurde nicht von der breiten öffentlichkeit getragen, sondern von ein paar wenigen gestörten
                  und immerhin war die band schon seit mitte der 70er aktiv.

                  c) der Song *(I feel) safe in New York city* us-weit aus den Radio-stationen verbannt wurde, weil er zur Zeit des 11ten Septembers rauskam..

                  der song war schon auf dem album "stiff upper lip" und das kam ja VOR dem 11. september auf den markt. das verbannen aus dem radio war also eher eine höflichkeitssache, anstatt zu versuchen eine provokation seiten der band zu unterdrücken.
                  das war genauso, wie man diverse filme zu der zeit zurückhielt, weil dort die beiden türme zu sehen waren, oder laut story irgendwelche terroristen irgendwas zerlegt hatten.

                  elvis dagegen brachte seine musik auf den markt, mit dem wissen das es einen grossteil der bevölkerung schockieren würde - also eine bewusste provokation.

                  man kann also die "skandale" der band kaum mit dem aufsehen vergleichen, welches der king in den 50ern auslöste.

                  Kommentar

                  • LoopmanX
                    Gehört zum Inventar

                    • 22.01.2007
                    • 1018

                    #279
                    Zitat von Stutz71
                    Dein sogenannter "King of Rock'n'Roll" war eine reine Marketingstrategie, ein Produkt, weiter gar nichts. Elvis selbst wollte sogar nicht mal so bezeichnet werden ("There's only one king, Jesus Christ ...").
                    Noch was?
                    falsch. er war so auf der bühne. er war 100% elvis presley. niemand hat ihm gesagt das er sich so verhalten soll, das hat er von sich aus getan.

                    nimm dir heutzutage einen marilyn manson. der typ scheint extrem abgedreht zu sein, was sein aussehen, seine musik und sein verhalten betrifft. aber nur bis zu dem punkt wo man ihn privat kennenlernt. in einigen interviews die ich gesehen habe, hat sich diese komische type als hochintelligenter mensch erwiesen, der privat teils einen KOMPLETT unterschiedlichen musikstil bevorzugt und auf einmal gar nicht mehr so extrem scheint.
                    oder andere extrem-gruppen. led zeppelin, ok jetzt nicht sooo extrem. aber hinter der band standen alles absolute profi-studiomusiker, die sich irgendwann mal zusammengefunden haben. ihre musik die sie rüberbrachten, ihr aussehen, usw.
                    das war teils auch nur ein image, privat waren diese menschen grösstenteils komplett unterschiedlich. und elvis fans! ja, led zeppelin waren elvis fans. sicher wäre das für so manche ihrer fans extrem befremdlich.

                    also, wie ein star sich privat hinter der bühne verhält hat nichts mit dem image desjenigen zu tun. wobei elvis für mich da noch eine stückchen ehrlicher den rebell gibt, weil er wirklich er selbst auf der bühne war, wogegen andere oft nur eine rolle gespielt haben.

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                    • gast-20080405

                      #280
                      Zitat von LoopmanX
                      falsch. er war so auf der bühne. er war 100% elvis presley. niemand hat ihm gesagt das er sich so verhalten soll, das hat er von sich aus getan.

                      Welchen Anteil machen denn wirkliche Rock'n'Roll Songs bei Elvis aus? 10% 20%? mehr mit Sicherheit nicht. Welche Musik sang und hörte der private Elvis? Gospel, Country ... keinen Rock'n'Roll

                      Auf der Bühne stand ja auch nicht der private Elvis, sondern das "Image", das im völligen Gegensatz zur Person stand, wie es Elvis ja sogar selbst sagte.
                      Zuletzt geändert von Gast; 13.04.2007, 10:11

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                      • TheKing
                        Board-Legende

                        • 19.06.2006
                        • 20721

                        #281
                        Zitat von epe
                        In den ersten zehn Jahren von Elvis Karriere war der Colonel genial.

                        Er erkannte dessen großes Talent.
                        Er erkannte die riesige Möglichkeit für alle, Geld zu verdienen.
                        Er unterdrückte die Kreativität von Elvis in den 50igern nicht.
                        Er hielt Elvis während der Armeezeit populär.
                        Er managte den Drahtseilakt ab 1960 vom Rebell zum All American Boy und sicherte so die langfristige Karriere von Elvis.

                        Danach wird's zwielichter:

                        Er verheizte Elvis ab Mitte der Sechziger in Billig-Filmen und mit grotten schlechten Songs.
                        Er erkannte nicht die Chance der Comeback-Show und damit eigentlich auch die noch immer in Elvis schlummernde große Kreativität
                        - aber: er verhinderte die Show immerhin auch nicht.
                        Er erkannte die Einkommensquelle Las Vegas.

                        Bis zum Januar '73 machte er seinen Job gut.
                        Danach verheizte er Elvis wieder in endlosen Tourneen.
                        Er unterdrückte neue Wege, wie z.B. den Film mit der Streisand, angeblich, weil El nicht an erster Stelle im Vorspann sei. Falls das stimmt, würde dies zeigen, wie veraltet seine Denke in den Siebzigern eigentlich war.
                        Er wollte offenbar noch das schnelle Geld machen und die Kuh melken, so lange sie noch in der Lage war, Milch zu geben (Verkauf der Songrechte, immer höheren Anteil an den diversen Gagen (50% und mehr).

                        Man muß dem Colonel allerdings zugestehen, dass künstlerisch bessere Sachen, wie z.B. "Elvis is Back", "Flaming Star", "From Elvis in Memphis" sich vergleichsweise schlecht verkauften, während "Blue Hawaii" und "Something for Everybody" Kassenschlager waren.

                        Ein gutes Management schaut halt auch aufs Geld. Ab '73 war's aber weder geschäftlich noch menschlich mehr vertretbar.

                        epe
                        Nicht übel, mein Guter! Das ist mal ne Aussage mit Hand und Fuß. Unter`m Strich erscheint es so: Der Colonel sah auf den wirtschaftlichen Erfolg und vertraute dabei auf die Marktgesetze "Angebot und Nachfrage". Die Menschen wollen wohl das, was sie dann auch massenhaft kaufen. Der außerordentliche Erfolg von "Blue Hawaii" hat wohl alle sehr beeindruckt.

                        Letztlich ist es ein Wirtschaftszweig das Showbusiness. Ich hätte mir eben nur eine künstlerische Schmerzgrenze gewünscht und ich bin mir sicher: Elvis hätte das zu schätzen gewußt.

                        Ich frage mich manches Mal, warum er sich hat in diese Lage bringen lassen. Er steht auf einem Filmset in einer Produktionshalle in Hollywood und dreht Filme, die er selbst für dämlich hält. Es hat ihn geärgert, darüber gibt es genügend Aussagen. Aber ich denke, dass die Antwort darin liegt, dass man als Unterhaltungskünstler total von der Meinung des Publikums abhängt. Die Angst vor dem Flop, vor dem Versiegen der Karriere war bei Elvis immer vorhanden. Das ist ein Druck unter dem jeder Künstler steht.

                        Der Colonel hat es ganz cool mit Dollarzeichen in den Augen gesehen. Das hat letztes Mal funktioniert, das machen wir wieder so! Hier ist der Deal! Und Elvis hielt sich an den Pakt, er vertraute darauf, dass Der Colonel ihn im Spiel hält, dafür sorgt, dass es weitergeht. Immerhin hatte der Colonel oft genug bewiesen zu was er im Stande ist.

                        Die künstlerische Qualität wurde aus dem Auge gelassen. Und das ist etwas was man Elvis auch vorwefen muss, denn ich glaube auch nicht, dass Elvis entweder dumm oder unmündig war. Er drehte lieber diesen Film, mikt etwas Zähneknirschen und hatte wieder eine sichere Million im Sack. Dann kaufte er sich wieder und allen anderen irgendwelches Spielzeug und sie machten ihre Faxen. Da war Elvis seine künstlerische Entfaltung dann auch nicht wichtig genug, da war ihm die sichere Kohle wichtiger. Und in dem Zusammenhang war Elvis da spätestens wirklich kein Rebell mehr.

                        Aber wer rebelliert schon gegen Millionen Dollars? Elvis ging es wohl nicht um den Rock`n Roll. Ihm ging es um das Geld.

                        Gott sei Dank fand er später wieder zur Musik zurück. Wenn Elvis eine Vollpfeife gewesen wäre, dann wäre seine Karriere in Hollywood zuende gegangen. Aber da war noch mehr, etwas was man vernachlässigt hatte. Und das brach dann gottlob volle Kanne durch und aus ihm heraus. Ich schätze die Jahre 1968 bis 1970 waren seine besten Jahre...ich finde ihn da am beeindruckensten!
                        Ohne Worte!

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                        • Tommy Cashels72

                          #282
                          Rev.Gerhard

                          Merci ! Nochmals zurück zum schwarzen gesanglichen Ausdruck. Die Stücke "Maybelline`" und besonders der verrückte "Milcow Blues Boogie" zeigen wie schwarz eigentlich sein musikalischer Background war und wenn man diese Songs hört, dann kann man nachvollziehen das man am Anfang glaubte Elvis wäre farbig. Okay, über Qualität kann man immer streiten, doch diese Songs vom ganz jungen Elvis zeigen sein schon vorhandenes Talent und die Besonderheit dieses Mannes und seiner Stimme!

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                          • michael grasberger
                            Posting-Legende

                            • 16.02.2006
                            • 9974

                            #283
                            Zitat von Rev.Gerhard
                            solange so eine Musik ihren Fan beeinflußt ein provinzieller Bücherwurm zu werden, hat Stutz recht.
                            du solltest es vielleicht auch mal mit einem zweitbuch (neben der bibel) versuchen...

                            "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
                            (Nick Tosches)

                            Kommentar

                            • gast-20080405

                              #284
                              Zitat von michael grasberger
                              du solltest es vielleicht auch mal mit einem zweitbuch (neben der bibel) versuchen...
                              Off-Topic:

                              Außer persönlicher Tiefschläge habe ich von dir in diesem Thread noch nichts gelesen. Beziehst du ein solches Verhalten etwa aus deinem Erstbuch, der Mao-Bibel? Wie wäre es mal mit einem Zweitbuch?

                              Kommentar

                              • LoopmanX
                                Gehört zum Inventar

                                • 22.01.2007
                                • 1018

                                #285
                                Zitat von Stutz71
                                Welchen Anteil machen denn wirkliche Rock'n'Roll Songs bei Elvis aus? 10% 20%? mehr mit Sicherheit nicht. Welche Musik sang und hörte der private Elvis? Gospel, Country ... keinen Rock'n'Roll

                                Auf der Bühne stand ja auch nicht der private Elvis, sondern das "Image", das im völligen Gegensatz zur Person stand, wie es Elvis ja sogar selbst sagte.
                                spätestens jetzt bin ich mir sicher, das du in meinen beiträgen nur das liest, was du lesen willst.
                                zu deinen fragen und aussagen habe ich im letzten posting stellung genommen, was du jedoch scheinbar einfach überliest.

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