Auslandstour
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Warum das Easter Special 74 nicht zustande kam, ist nicht geklärt. Ich habe das - glaube ich - in Careless Love gelesen.
Und dann zu dem ewigen Märchen, der Colonel hatte keinen Pass. Das hält sich wohl für alle Zeiten so hartnäckig wie das Märchen, dass Elvis eine Geburtstagsplatte für seine Mutter aufnehmen wollte, als er das erste Mal ins Sun Studio ging
Es wäre für den Colonel ein Klacks gewesen, wenn er nun wirklich keinen Pass gehabt hat, sich einen zu besorgen. Das ist einfach nur lächerlich als Grund.
Man muss sich die Zeiten vorstellen. In den 70er Jahren waren hier in Europa die Möglichkeiten für so große Events noch nicht gegeben, außer in riesigen Sport-Arenen z.B. Und dort wollte Elvis nicht auftreten.
Die Nachfrage nach Elvis war so groß, alleine hier in Deutschland. Hätte er z.B. ein Konzert in England gegeben, dann hätte es eine Völkerwanderung aus ganz Europa nach England gegeben. Das war einfach so. Alle wollten Elvis sehen. Er hätte für zwei Jahre alleine hier in Europa rumtouren müssen, um nur einen Teil zu bewältigen. Das Risiko war einfach zu groß.
Und dann wurde Elvis krank. Ich bitte euch, wie sollte Elvis versorgt werden hier im fernen Europa, wenn er mal wieder kurz vor einem Kollaps stand? Wo sollten denn damals die Medikamente herkommen? Wieviel Koffer voll von dem Zeug hätten sie denn durch europäische Zolle schleusen wollen? Denn nicht nur er nahm das Zeug sondern auch seine ganzen Mitläufer.
Der Colonel war ein brillanter Manager, wenn es ums Geldverdienen ging. Was ich ihm alleine vorwerfe, ist, dass er immer zu langfristige Verträge abgeschlossen hat - vielleicht um immer eine Geldquelle sicher zu haben. Die langen Filmverträge, die langen Verträge mit Las Vegas. Das ist mir sowieso immer schon ein Rätsel gewesen, warum er immer wieder nach Las Vegas ging. Wo er bei Städtetouren doch viel mehr Geld verdient hat. Immer vier Wochen lang zwei Shows am Tag, da muss man ja bekloppt werden.- Übersetzen
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Okay, das der Colonel mit Gott und der Welt geklungelt hat kann ich mir vorstellen. Nehmen wir an, es wäre nicht das Problem mit seiner seltsamen Identität gewesen. Ich kann mir denken, dass der Colonel wirklich immer den direkten, finanziellen Nutzen im Vordergrund sah..und da haut eine Welttourne ja wirklich ach auf der Kostenseite zu Buche...also diese Colonel hat kein Pass Story ist nicht wahr...interessant, danke!Warum das Easter Special 74 nicht zustande kam, ist nicht geklärt. Ich habe das - glaube ich - in Careless Love gelesen.
Und dann zu dem ewigen Märchen, der Colonel hatte keinen Pass. Das hält sich wohl für alle Zeiten so hartnäckig wie das Märchen, dass Elvis eine Geburtstagsplatte für seine Mutter aufnehmen wollte, als er das erste Mal ins Sun Studio ging
Es wäre für den Colonel ein Klacks gewesen, wenn er nun wirklich keinen Pass gehabt hat, sich einen zu besorgen. Das ist einfach nur lächerlich als Grund.
Man muss sich die Zeiten vorstellen. In den 70er Jahren waren hier in Europa die Möglichkeiten für so große Events noch nicht gegeben, außer in riesigen Sport-Arenen z.B. Und dort wollte Elvis nicht auftreten.
Die Nachfrage nach Elvis war so groß, alleine hier in Deutschland. Hätte er z.B. ein Konzert in England gegeben, dann hätte es eine Völkerwanderung aus ganz Europa nach England gegeben. Das war einfach so. Alle wollten Elvis sehen. Er hätte für zwei Jahre alleine hier in Europa rumtouren müssen, um nur einen Teil zu bewältigen. Das Risiko war einfach zu groß.
Und dann wurde Elvis krank. Ich bitte euch, wie sollte Elvis versorgt werden hier im fernen Europa, wenn er mal wieder kurz vor einem Kollaps stand? Wo sollten denn damals die Medikamente herkommen? Wieviel Koffer voll von dem Zeug hätten sie denn durch europäische Zolle schleusen wollen? Denn nicht nur er nahm das Zeug sondern auch seine ganzen Mitläufer.
Der Colonel war ein brillanter Manager, wenn es ums Geldverdienen ging. Was ich ihm alleine vorwerfe, ist, dass er immer zu langfristige Verträge abgeschlossen hat - vielleicht um immer eine Geldquelle sicher zu haben. Die langen Filmverträge, die langen Verträge mit Las Vegas. Das ist mir sowieso immer schon ein Rätsel gewesen, warum er immer wieder nach Las Vegas ging. Wo er bei Städtetouren doch viel mehr Geld verdient hat. Immer vier Wochen lang zwei Shows am Tag, da muss man ja bekloppt werden.Ohne Worte!- Übersetzen
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Der Colonel hätte nicht mal dabei sein müssen. Selbst in den USA war er bei kaum einer Tour persönlich dabei, sondern managte alles von Las Vegas oder L.A. aus. 1957 war er mit in Kanada. Wie hätte er da ohne Pass reinkommen sollen? Die Story mit dem fehlenden Pass ist erfunden, das sagt sogar Parkers Witwe. Es hätte kein Risiko geben müssen, weder für Elvis noch für Parker. Doch war PArker einfach zu alt und zu bequem, sich auf was völlig Neues einzulassen. Die Konzerte in den USA spielten ein Vermögen ein, Las Vegas ebenso. Von finanzieller Seite aus bestand also kein Grund für eine Auslandstour. In diesen Dingen hatte Parker Elvis völlig im Griff. Das war ähnlich wie 1973, als Elvis ihn feuern wollte und der Col. ihm und Vernon vorrechnete, welche Summen er dann fordern könnte. Elvis wollte ins Ausland, Parker nicht, Elvis hatte zu wenig Durchsetzungsvermögen gegenüber Parker und die Sache war vorerst (d.h. für immer) gestorben.
Mich würden wirklich mal die Unterlagen diesbezüglich interessieren, also Anfragen europäischer oder japanischer Konzertveranstalter, Parkers Antwort darauf usw. Besonders nach der Aloha Show sollen diese Anfragen waschkörbeweise gekommen sein. Dass daraus nichts geworden ist, ist eine der größten Tragiken der Musikgeschichte.- Übersetzen
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Tragisch ist es auf jeden Fall.
Wie haben wir hier gewartet, dass er kommt. Für viele war es damals nicht möglich in die USA zu fliegen, aber hier in Europa, das hätten wir schaffen können.
Und so ist uns Elvis im wahrsten Sinne des Wortes durch die Lappen gegangen. Und Millionen Träume sind damals geplatzt.- Übersetzen
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Tragisch ist es auf jeden Fall.
Wie haben wir hier gewartet, dass er kommt. Für viele war es damals nicht möglich in die USA zu fliegen, aber hier in Europa, das hätten wir schaffen können.
Und so ist uns Elvis im wahrsten Sinne des Wortes durch die Lappen gegangen. Und Millionen Träume sind damals geplatzt.
Ja, was Stuzensberger sagt stimmt auf jeden Fall, Elvis konnte sich da nicht durchsetzen, dies kann man ja schon an der Hollywoodkarriere von Elvis sehen. Tja. Das alte Lied. Der Segen und der Fluch des Colonel Tom Parker...Ohne Worte!- Übersetzen
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Mike Rodger wurde doch von einer Hamburger Konzertagentur nach Amerika geschickt, um Parker die Offerte vorzulegen: 5 Millionen Dollar für ein Konzert. Parker lehnte ab, und Elvis erfuhr von solchen Dingen eh nichts.Mich würden wirklich mal die Unterlagen diesbezüglich interessieren, also Anfragen europäischer oder japanischer Konzertveranstalter, Parkers Antwort darauf usw. Besonders nach der Aloha Show sollen diese Anfragen waschkörbeweise gekommen sein. Dass daraus nichts geworden ist, ist eine der größten Tragiken der Musikgeschichte.
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Und wie ihn Parker abgefertigt hat, beschreibt er ja im Buch. Sozusagen in der Lobby des Tahoe Hotels zwischen irgendwelchen Souvenirständen. Das ging bei Parker zum einen Ohr rein und zum andern raus und wurde in den geistigen Papierkorb entsorgt.
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Ja, Parker konnte sich nicht vorstellen, wie sich das Angebot rechnen sollte, ohne Fernsehrechte usw..
Allerdings wird im Buch nicht erwähnt, dass in erster Linie der Axel-Springer-Konzern dahinter stand. Die Sponsoren wollten sich wohl damals auf die Fahne schreiben, dass sie die ersten waren, die Elvis nach Europa holten.- Übersetzen
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