die humanität von elvis presley

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • TheKing
    Board-Legende

    • 19.06.2006
    • 20721

    #16
    Schade. Dieser thread wird direkt wieder persönlich. Schmuddelkinder. Im letzten Thread waren wir dann alle selber drogensüchtig ( Praytome ) also ich bin zu einem sachlichen Austausch von Argumenten bereit. Aber diese Anmache von schräg unten, da habe ich keine Böcke mehr drauf.

    Schmuddelkinder soll die Antwort auf "Saubermänner" sein, das verstehe ich schon. Diejenigen die Elvis Untergang mit Tablettenmißbrauch erklären, besudeln ja den King. Ich verstehe Eure Sicht.

    Aus unserer Sicht, da wir ihm seine Schwächen zugestehen, erscheint es wiederum schier unglaublich, wie man versucht diese eindeutigen, augenfälligen und auch durch viele Zeitzeugen belegten Sachen durch andere Krankheiten und so zu erklären.

    Wenn eine Diskusion Sinn machen sollte, dann doch darin, dass wir unsere besten Argumente gegeneinander austauschen und somit voneinander etwas lernen. Möglicherweise stelle ich mir den Suchtaspekt ja zu arg vor. Vielleicht war er kränker als gedacht. Im optimalen Fall kann ich mein Elvisbild verfeinern, aber nur wenn es Fakten Argumente und eine gute Debatte hier gibt. Es würde wirklich einiges brauchen um die von mir mit eigenen Augen wahrgenommene Breitheit zu relativieren, aber ich will mir nicht nachsagen lassen, ich sei nicht offen.

    Ich fange einmal an:

    Das Elvisbild, dass rein positiv ist, was wir jetzt mal als "rosarot" bezeichnen, ohne Euch ärgern zu wollen, einfach damit wir mal einen Namen dafür haben, läßt das nicht vieles außer Acht?

    Elvis war ein einfacher Junge von seinem Ursprung her. Dann erlebt er diesen Streifen. Wie soll man das wegstecken? Nichts war mehr normal. Der Colonel und Elvis hatten eine strickte Arbeitsteilung: Elvis macht das künstlerische und der Colonel das Geschäftliche. Elvis vertraute dem Handeln des Colonel und es ging stetig bergauf, aber in den Sechzigern stand die Strategie des Colonel dem künstlerischen Werdegang im Weg. Trotzdem erfüllte Elvis die Verträge, aber es desillusionierte ihn. Die Verkaufszahlen waren rückläufig, nun waren die Beatles groß.

    Dann kam er zurück, besser denn je 1968.

    Hier hat er seine glücklichste Zeit kann man vermuten. Die Filmverträge sind überstanden und laufen aus, der Erfolg ist wieder da und Las Vegas steht vor der Tür. Er geht nach Memphis und nimmt sehr schöne Lieder auf. Er sieht blendent aus.

    In Las Vegas fegt er alle weg. Er ist sensationell. Elvis ist top.

    Dann passiert etwas, man kann es spüren, Elvis verändert sich drastisch. Er beginnt sehr viel zu arbeiten die Touren kommen hinzu. Elvis wirkt auf den Bildern von On Tour schon ganz anders, als auf denen von TTWII.
    Ich kann es schwer beschreiben, aber die meisten von "meiner" Fraktion nehmen das auch wahr und zwar völlig ohne Absprachen. Er ist immernoch atemberaubend und sensationell, aber man spürt es ihm an, etwas stimmt nicht.

    Dieser Trend setzt sich fort. Bei Aloha from Hawaii ist er stimmlich genial und er wirkt so überdimensional, ich sehe das gerne, großes Kino, es gab nie einen größeren Entertainer auf dieser Welt...aber er ist abwesender, benommener, zurückgenommener und gebremster als zuvor. Das kannn man sehen und spüren. Ihr nicht?

    Danach wird es immer schlimmer, Elvis löst sich auf. Ihm plazen die Hosen, er verschwindet von der Bühne will nicht wiedere zurück, vergisst seine Texte, redet lange teils wirre Monologe, seine ganze Performance wird immer schlechter. Weil er Herzkrank ist?

    Beim CBS Special sieht er schrecklich aus. Ich leide tausend Qualen wenn ich ihn sehe. Ich könnte weinen und gleichzeitig rührt er mich, wenn ich dieses schelmenhafte Lächeln durchblitzen sehe, wie es der Reverend in seinem Avatar zeigt. Er ist immernoch "mein" geliebter Elvis. Aber er tut mir so leid.

    Dies ist meine Wahrnehmung von Elvis. Wie und wo seht ihr es anders und wie interpretiert ihr diese Sachen?
    Ohne Worte!

    Kommentar

    • Krausinger
      Foren-Profi

      • 22.06.2006
      • 285

      #17
      Zitat von TheKing
      Schade. Dieser thread wird direkt wieder persönlich. Schmuddelkinder. Im letzten Thread waren wir dann alle selber drogensüchtig ( Praytome ) also ich bin zu einem sachlichen Austausch von Argumenten bereit. Aber diese Anmache von schräg unten, da habe ich keine Böcke mehr drauf.

      Schmuddelkinder soll die Antwort auf "Saubermänner" sein, das verstehe ich schon. Diejenigen die Elvis Untergang mit Tablettenmißbrauch erklären, besudeln ja den King. Ich verstehe Eure Sicht.

      Aus unserer Sicht, da wir ihm seine Schwächen zugestehen, erscheint es wiederum schier unglaublich, wie man versucht diese eindeutigen, augenfälligen und auch durch viele Zeitzeugen belegten Sachen durch andere Krankheiten und so zu erklären.

      Wenn eine Diskusion Sinn machen sollte, dann doch darin, dass wir unsere besten Argumente gegeneinander austauschen und somit voneinander etwas lernen. Möglicherweise stelle ich mir den Suchtaspekt ja zu arg vor. Vielleicht war er kränker als gedacht. Im optimalen Fall kann ich mein Elvisbild verfeinern, aber nur wenn es Fakten Argumente und eine gute Debatte hier gibt. Es würde wirklich einiges brauchen um die von mir mit eigenen Augen wahrgenommene Breitheit zu relativieren, aber ich will mir nicht nachsagen lassen, ich sei nicht offen.

      Ich fange einmal an:

      Das Elvisbild, dass rein positiv ist, was wir jetzt mal als "rosarot" bezeichnen, ohne Euch ärgern zu wollen, einfach damit wir mal einen Namen dafür haben, läßt das nicht vieles außer Acht?

      Elvis war ein einfacher Junge von seinem Ursprung her. Dann erlebt er diesen Streifen. Wie soll man das wegstecken? Nichts war mehr normal. Der Colonel und Elvis hatten eine strickte Arbeitsteilung: Elvis macht das künstlerische und der Colonel das Geschäftliche. Elvis vertraute dem Handeln des Colonel und es ging stetig bergauf, aber in den Sechzigern stand die Strategie des Colonel dem künstlerischen Werdegang im Weg. Trotzdem erfüllte Elvis die Verträge, aber es desillusionierte ihn. Die Verkaufszahlen waren rückläufig, nun waren die Beatles groß.

      Dann kam er zurück, besser denn je 1968.

      Hier hat er seine glücklichste Zeit kann man vermuten. Die Filmverträge sind überstanden und laufen aus, der Erfolg ist wieder da und Las Vegas steht vor der Tür. Er geht nach Memphis und nimmt sehr schöne Lieder auf. Er sieht blendent aus.

      In Las Vegas fegt er alle weg. Er ist sensationell. Elvis ist top.

      Dann passiert etwas, man kann es spüren, Elvis verändert sich drastisch. Er beginnt sehr viel zu arbeiten die Touren kommen hinzu. Elvis wirkt auf den Bildern von On Tour schon ganz anders, als auf denen von TTWII.
      Ich kann es schwer beschreiben, aber die meisten von "meiner" Fraktion nehmen das auch wahr und zwar völlig ohne Absprachen. Er ist immernoch atemberaubend und sensationell, aber man spürt es ihm an, etwas stimmt nicht.

      Dieser Trend setzt sich fort. Bei Aloha from Hawaii ist er stimmlich genial und er wirkt so überdimensional, ich sehe das gerne, großes Kino, es gab nie einen größeren Entertainer auf dieser Welt...aber er ist abwesender, benommener, zurückgenommener und gebremster als zuvor. Das kannn man sehen und spüren. Ihr nicht?

      Danach wird es immer schlimmer, Elvis löst sich auf. Ihm plazen die Hosen, er verschwindet von der Bühne will nicht wiedere zurück, vergisst seine Texte, redet lange teils wirre Monologe, seine ganze Performance wird immer schlechter. Weil er Herzkrank ist?

      Beim CBS Special sieht er schrecklich aus. Ich leide tausend Qualen wenn ich ihn sehe. Ich könnte weinen und gleichzeitig rührt er mich, wenn ich dieses schelmenhafte Lächeln durchblitzen sehe, wie es der Reverend in seinem Avatar zeigt. Er ist immernoch "mein" geliebter Elvis. Aber er tut mir so leid.

      Dies ist meine Wahrnehmung von Elvis. Wie und wo seht ihr es anders und wie interpretiert ihr diese Sachen?
      Wir sollten mal ein Bier trinken

      Gruß
      Nicht der Wind bestimmt die Richtung sondern das Segel!

      Kommentar

      • TheKing
        Board-Legende

        • 19.06.2006
        • 20721

        #18
        Zitat von Krausinger
        Wir sollten mal ein Bier trinken

        Gruß
        Malzbier!
        Ohne Worte!

        Kommentar

        • Krausinger
          Foren-Profi

          • 22.06.2006
          • 285

          #19
          Zitat von TheKing
          Malzbier!
          Ja wenn`s sein muss

          Is in den Alpen aber schwer zu bekommen... genauso wie gute Musik vom King!
          Nicht der Wind bestimmt die Richtung sondern das Segel!

          Kommentar

          • TheKing
            Board-Legende

            • 19.06.2006
            • 20721

            #20
            Off-Topic:


            Paßt scho! Ich bin im letzten Jahr durch Europa gefahren und habe die Alpen bewundert, erst die französichen und dann die viel schöneren östereichischen/bayrischen...herrlich! Elvis bekommst Du im Internet und der Briefträger muss es Dir dann bringen!
            Ohne Worte!

            Kommentar

            • gast-20100118

              #21
              Zitat von TheKing
              Danach wird es immer schlimmer, Elvis löst sich auf. Ihm plazen die Hosen, er verschwindet von der Bühne will nicht wiedere zurück, vergisst seine Texte, redet lange teils wirre Monologe, seine ganze Performance wird immer schlechter.
              eine gigantische Arbeitsleistung und hunderte von Konzerten auf diese schlechte Formel gebracht, ist doch etwas, was ein sehender Mensch mit Dir nicht teilen kann.
              Aber wo bitte hab ich jemals geschrieben, dass Elvis am Ende seines Lebens gesund war? Aber wie käme ich jetzt dazu zu kritisieren, dass er es wagte, sich noch als Erkrankter zu präsentieren und sein Bestes zu geben?
              Wie ich in nem anderen thread las, bist Du erst gerade dabei, Dir überhaupt mal seine Filme peu à peu komplett reinzuziehen. So gehe ich davon aus, dass Du ebensowenig die zur Verfügung stehenden Konzerte der zahlreichen Publikumsmitschnitte angesehen hast. Was ich dort sehe, ist nicht das, was Du beschreibst, sondern einen sich voll einsetzenden und stimmlich Großartiges leistenden, sein Publikum voll im Griff habenden Künstler. Dass dieser relativ kurze Zeit später stirbt, kann ich ihm doch auch nicht vorwerfen. Er selbst wird ja wohl auch gedacht haben, sein Körper sei belastbarer als dieser sich dann am 16.8.77 erwies. Klar hatte Elvis seine Krankheiten. Und sicher wird er gehofft haben, sie mit Hilfe der Medizin in den Griff zu kriegen. Sowas erleben doch die meisten von uns auch mehrmals im Jahr.
              Man kann darüber spekulieren, warum Elvis' Herz so früh versagte. Ich geb daran keinem die Schuld. Elvis Leben verlief allzu menschlich und er leistete Riesiges. Elvis hatte unter der Scheidung mehr gelitten als wir heute geneigt sind uns das vorzustellen. Mag sein, dass er nicht monogam lebte. Aber Priscilla unwiderruflich verloren zu haben, UND damit Lisa ihr Elternhaus, riss ihm das Herz aus dem Leib. Ist ja nichts Unnormales. Viele werden nach Trennungen depressiv, manche irreparabel. Doch Elvis arbeitete mit dieser Depression weiter. Und das war der helle Wahnsinn. Du kannst nicht auf ner Tour alles geben und das große Rockidol spielen, wenn Du innerlich schwer trauerst und gar keinen Boden mehr unter den Füßen spürst. Nun, Elvis hat dies gemacht. Nicht selten zweimal am Tag. Er hatte gehofft, so damit am besten fertig zu werden. Er hat in dieser Zeit kräftemäßig total über seine Verhältnisse gelebt und am Herzen schweren Schaden erlitten, der sich auch nach dem Abklingen der Depression nicht mehr erholte. Das war m.E. Hauptursache seines Herztodes. Das ist meine ganz persönliche Meinung. Ich bin kein Arzt. Weiß aber, dass ein tiefdepressiver Mensch eigentlich keine großen Leistungen mehr vollbringen kann. Dass Elvis sich in nahezu übermenschlicher Weise zusammengerissen und weiterhin sein Allerbestes gegeben, und immer wieder auch noch seinen Begleitern ne schöne Zeit geboten hat, ist sein Ding, war sicher nicht notwendig, nötigt mir aber meinen allerhöchsten Respekt ab, weil ich diesen Menschen, der der Welt (oder wenigstens mir) nur Gutes geschenkt hat, nur respektieren kann.

              Kommentar

              • TheKing
                Board-Legende

                • 19.06.2006
                • 20721

                #22
                Zitat von Rev.Gerhard
                eine gigantische Arbeitsleistung und hunderte von Konzerten auf diese schlechte Formel gebracht, ist doch etwas, was ein sehender Mensch mit Dir nicht teilen kann.
                Aber wo bitte hab ich jemals geschrieben, dass Elvis am Ende seines Lebens gesund war? Aber wie käme ich jetzt dazu zu kritisieren, dass er es wagte, sich noch als Erkrankter zu präsentieren und sein Bestes zu geben?
                Wie ich in nem anderen thread las, bist Du erst gerade dabei, Dir überhaupt mal seine Filme peu à peu komplett reinzuziehen. So gehe ich davon aus, dass Du ebensowenig die zur Verfügung stehenden Konzerte der zahlreichen Publikumsmitschnitte angesehen hast. Was ich dort sehe, ist nicht das, was Du beschreibst, sondern einen sich voll einsetzenden und stimmlich Großartiges leistenden, sein Publikum voll im Griff habenden Künstler. Dass dieser relativ kurze Zeit später stirbt, kann ich ihm doch auch nicht vorwerfen. Er selbst wird ja wohl auch gedacht haben, sein Körper sei belastbarer als dieser sich dann am 16.8.77 erwies. Klar hatte Elvis seine Krankheiten. Und sicher wird er gehofft haben, sie mit Hilfe der Medizin in den Griff zu kriegen. Sowas erleben doch die meisten von uns auch mehrmals im Jahr.
                Man kann darüber spekulieren, warum Elvis' Herz so früh versagte. Ich geb daran keinem die Schuld. Elvis Leben verlief allzu menschlich und er leistete Riesiges. Elvis hatte unter der Scheidung mehr gelitten als wir heute geneigt sind uns das vorzustellen. Mag sein, dass er nicht monogam lebte. Aber Priscilla unwiderruflich verloren zu haben, UND damit Lisa ihr Elternhaus, riss ihm das Herz aus dem Leib. Ist ja nichts Unnormales. Viele werden nach Trennungen depressiv, manche irreparabel. Doch Elvis arbeitete mit dieser Depression weiter. Und das war der helle Wahnsinn. Du kannst nicht auf ner Tour alles geben und das große Rockidol spielen, wenn Du innerlich schwer trauerst und gar keinen Boden mehr unter den Füßen spürst. Nun, Elvis hat dies gemacht. Nicht selten zweimal am Tag. Er hatte gehofft, so damit am besten fertig zu werden. Er hat in dieser Zeit kräftemäßig total über seine Verhältnisse gelebt und am Herzen schweren Schaden erlitten, der sich auch nach dem Abklingen der Depression nicht mehr erholte. Das war m.E. Hauptursache seines Herztodes. Das ist meine ganz persönliche Meinung. Ich bin kein Arzt. Weiß aber, dass ein tiefdepressiver Mensch eigentlich keine großen Leistungen mehr vollbringen kann. Dass Elvis sich in nahezu übermenschlicher Weise zusammengerissen und weiterhin sein Allerbestes gegeben, und immer wieder auch noch seinen Begleitern ne schöne Zeit geboten hat, ist sein Ding, war sicher nicht notwendig, nötigt mir aber meinen allerhöchsten Respekt ab, weil ich diesen Menschen, der der Welt (oder wenigstens mir) nur Gutes geschenkt hat, nur respektieren kann.
                Hm, vielen Dank für diese Worte! Ich teile Deine Einschätungen zu großen Teilen, auch wie Du sein Schaffen bewertest, ich habe es ja nur so verkürzt um es deutlich zu machen. Ich denke auch, dass die Scheiduzng für ihn schlimmer war als man denkt, zumindest hat sie ihm einen Stoß versetzt, den er nicht gut weggesteckt zu haben scheint, denn die Scheidung markiert so ziemlich den Zeitpunkt wo es langsam schlimm wurde.

                Ich sag nicht, dass Elvis nur noch Mist gemacht hat. Um Gottes Willen! Er war ja immernoch Elvis. Elvis in schlechter Verfassung. Und das ist mehr, als andere je werden können. Er war ja so überlebensgroß, dass alleine die Tatsache ihn live zu sehen, einen fast umgenietet hat. Stell Dir vor das Licht geht aus und da erklingt dieses Orchester und die Chöre mit Also sprach Zarathustra ( wie schreibt man das? ) und dann bist Du mit ihm in einem Raum...ich würde fast kollabieren glaube ich....Elvis Konzerte waren ja halbe Gottesdienste ( ich hab doch schon ein paar Super 8 Videos gesehen )
                Mütter bringen ihm ihre Kinder und so weiter, ein Schal von Elvis muss ja die höchste Weihe für einen Fan gewesen sein.

                Ich glaube auch, dass Elvis es wollte auf der Bühne zu sein, denn er lebte auch von dieser Energie, die ihm das Publikum gab. Nun kann man aber doch feststellen, das er in seiner Arbeit nachlässiger wird. Man kann es mit Krankheit erklären, aber dieses Entgleiten erklärt sich sehr viel schlüssiger durch die Wirkungsweise von den Tabletten. Ich verstehe schon ganz gut englisch und ich höre den Unterschied in seiner Art zu Sprechen, er hat schon immer gestottert da hat Praytome schon recht, das meine ich nicht...man hört dieses tranige und lallige Sprechen was einfach typisch für Nakotika ist. Ich glaube wir sind da beide nicht im Widerspruch, das er diese Medikamente nahm und das sie ihn veränderten. Wir sind nur nicht vollkommen überein, weshalb er sie nahm, Du sagst:" Das waren rein medizinisch nötige Verschreibungen" und ich sage:"Er hat sich die Dinger so reingezogen!" also das ist ein Unterschied mit dem wir leben können.

                Übrigens: Ich finde Deine Beschreibung über seine Frustration und Depression passt da 1:1 drauf. Ich bin froh, dass Du wenigstens empfinden kannst, dass er wirklich nicht glücklich ist. Ich glaube wenn man sich so ruhig darüber unterhält, dann merkt man, dass es alles halb so wild ist. Was sollen wir uns die köpfe einschlagen wegen solcher Details?

                Wir mögen beide Elvis sehr gerne, das zählt!
                Ohne Worte!

                Kommentar

                • gast-20100118

                  #23
                  Zitat von Rev.Gerhard
                  Ich geb daran keinem die Schuld .
                  Und da bleib ich auch bei. Mit einem gesunden Herzen hätte Elvis seine Angst vor der bevorstehenden Tour auch überlebt. Aber dass "What Happened" nun gerade veröffentlicht war, und er einem Publikum gegenübertreten mußte, welches ihn wahrscheinlich nun mit Augen betrachtete, die vom "What Happened" Stoff gefärbt waren, schnürte ihm ungemein den Hals zu und trieb seinen Blutdruck derartig nach oben, dass sein vorgeschädigtes Herz das nicht mehr verkraftete.

                  Kommentar

                  • gast-220070417

                    #24
                    Zitat von TheKing
                    Schade. Dieser thread wird direkt wieder persönlich. Schmuddelkinder. Im letzten Thread waren wir dann alle selber drogensüchtig ( Praytome ) also ich bin zu einem sachlichen Austausch von Argumenten bereit. Aber diese Anmache von schräg unten, da habe ich keine Böcke mehr drauf.

                    Schmuddelkinder soll die Antwort auf "Saubermänner" sein, das verstehe ich schon. Diejenigen die Elvis Untergang mit Tablettenmißbrauch erklären, besudeln ja den King. Ich verstehe Eure Sicht.

                    Aus unserer Sicht, da wir ihm seine Schwächen zugestehen, erscheint es wiederum schier unglaublich, wie man versucht diese eindeutigen, augenfälligen und auch durch viele Zeitzeugen belegten Sachen durch andere Krankheiten und so zu erklären.

                    Wenn eine Diskusion Sinn machen sollte, dann doch darin, dass wir unsere besten Argumente gegeneinander austauschen und somit voneinander etwas lernen. Möglicherweise stelle ich mir den Suchtaspekt ja zu arg vor. Vielleicht war er kränker als gedacht. Im optimalen Fall kann ich mein Elvisbild verfeinern, aber nur wenn es Fakten Argumente und eine gute Debatte hier gibt. Es würde wirklich einiges brauchen um die von mir mit eigenen Augen wahrgenommene Breitheit zu relativieren, aber ich will mir nicht nachsagen lassen, ich sei nicht offen.

                    Ich fange einmal an:

                    Das Elvisbild, dass rein positiv ist, was wir jetzt mal als "rosarot" bezeichnen, ohne Euch ärgern zu wollen, einfach damit wir mal einen Namen dafür haben, läßt das nicht vieles außer Acht?

                    Elvis war ein einfacher Junge von seinem Ursprung her. Dann erlebt er diesen Streifen. Wie soll man das wegstecken? Nichts war mehr normal. Der Colonel und Elvis hatten eine strickte Arbeitsteilung: Elvis macht das künstlerische und der Colonel das Geschäftliche. Elvis vertraute dem Handeln des Colonel und es ging stetig bergauf, aber in den Sechzigern stand die Strategie des Colonel dem künstlerischen Werdegang im Weg. Trotzdem erfüllte Elvis die Verträge, aber es desillusionierte ihn. Die Verkaufszahlen waren rückläufig, nun waren die Beatles groß.

                    Dann kam er zurück, besser denn je 1968.

                    Hier hat er seine glücklichste Zeit kann man vermuten. Die Filmverträge sind überstanden und laufen aus, der Erfolg ist wieder da und Las Vegas steht vor der Tür. Er geht nach Memphis und nimmt sehr schöne Lieder auf. Er sieht blendent aus.

                    In Las Vegas fegt er alle weg. Er ist sensationell. Elvis ist top.

                    Dann passiert etwas, man kann es spüren, Elvis verändert sich drastisch. Er beginnt sehr viel zu arbeiten die Touren kommen hinzu. Elvis wirkt auf den Bildern von On Tour schon ganz anders, als auf denen von TTWII.
                    Ich kann es schwer beschreiben, aber die meisten von "meiner" Fraktion nehmen das auch wahr und zwar völlig ohne Absprachen. Er ist immernoch atemberaubend und sensationell, aber man spürt es ihm an, etwas stimmt nicht.

                    Dieser Trend setzt sich fort. Bei Aloha from Hawaii ist er stimmlich genial und er wirkt so überdimensional, ich sehe das gerne, großes Kino, es gab nie einen größeren Entertainer auf dieser Welt...aber er ist abwesender, benommener, zurückgenommener und gebremster als zuvor. Das kannn man sehen und spüren. Ihr nicht?

                    Danach wird es immer schlimmer, Elvis löst sich auf. Ihm plazen die Hosen, er verschwindet von der Bühne will nicht wiedere zurück, vergisst seine Texte, redet lange teils wirre Monologe, seine ganze Performance wird immer schlechter. Weil er Herzkrank ist?

                    Beim CBS Special sieht er schrecklich aus. Ich leide tausend Qualen wenn ich ihn sehe. Ich könnte weinen und gleichzeitig rührt er mich, wenn ich dieses schelmenhafte Lächeln durchblitzen sehe, wie es der Reverend in seinem Avatar zeigt. Er ist immernoch "mein" geliebter Elvis. Aber er tut mir so leid.

                    Dies ist meine Wahrnehmung von Elvis. Wie und wo seht ihr es anders und wie interpretiert ihr diese Sachen?
                    So ist es
                    Ob es nun unbedint Priscilla war, die ihn depressiv stimmte- wie der Reverent behauptet... , war er nicht schon vor der Tennung drepessiv ? Er kam mit dem Ruhm, dem Erfolg nicht zurecht, und er war auch körperlich krank, es konnten- rein Gesundheitlich- nicht alles Medikamente gestichen werden.
                    Dennoch bin ich der Meinung, wenn er weiterhin als LKW Fahrer gearbeitet hätte, würde er heute noch leben! Ist meine Meinung; braucht nicht richtig zu sein! Ich jedenfalls würde gerne auf seine Musik verzichten, wenn er dadurch noch leben würde... Wer weiß, wie die Musik Welt ohne ihn aussähe.....

                    Kommentar

                    • TheKing
                      Board-Legende

                      • 19.06.2006
                      • 20721

                      #25
                      Zitat von Rev.Gerhard
                      Und da bleib ich auch bei. Mit einem gesunden Herzen hätte Elvis seine Angst vor der bevorstehenden Tour auch überlebt. Aber dass "What Happened" nun gerade veröffentlicht war, und er einem Publikum gegenübertreten mußte, welches ihn wahrscheinlich nun mit Augen betrachtete, die vom "What Happened" Stoff gefärbt waren, schnürte ihm ungemein den Hals zu und trieb seinen Blutdruck derartig nach oben, dass sein vorgeschädigtes Herz das nicht mehr verkraftete.
                      Na gut, das sehe ich jetzt anders, aber in Deine Version paßt es ja rein. Stimmt überhaupt, das habe ich nicht bedacht bisher, das wäre ja nach dem Buch die erste Tour gewesen. Naja Presse in der richtung mußte er ja schon wegstecken, denk mal an die Drugspeech oder die Times mit " Fat and Forty" , der Arme. Ja das wird an ihm gezerrt haben. Ich sage er hat es nicht wahrnehmen wollen (ertragen können) und noch ein paar Pillen eingeworfen.
                      Ohne Worte!

                      Kommentar

                      • gast-20100118

                        #26
                        Zitat von TheKing
                        . Nun kann man aber doch feststellen, das er in seiner Arbeit nachlässiger wird.
                        okay, er zappelte und schrie nicht mehr ganz so viel. Über Musikgeschmack läßt sich streiten. Ich verehre Elvis' Stimme zu allen seinen Schaffenszeiten. Mich fasziniert aber immer wieder auch seine stimmliche Entwicklung, die er am Ende seines Lebens besonders unter Beweis stellt. Dieses Rockopernhafte haut mich immer wieder um.

                        Du hast recht. Es ist auf jeden Fall klasse dass wir ihn beide sehr mögen

                        Kommentar

                        • gast-20100118

                          #27
                          Zitat von Acapulco
                          Ich jedenfalls würde gerne auf seine Musik verzichten, wenn er dadurch noch leben würde.
                          Du bist aber ein lieber Mensch *streichel*

                          Kommentar

                          • gast-220070417

                            #28
                            Zitat von Rev.Gerhard
                            Du bist aber ein lieber Mensch *streichel*
                            Du findest das lustig! Es ist mein Ernst!

                            Kommentar

                            • gast-20100118

                              #29
                              Zitat von Acapulco
                              Du findest das lustig! Es ist mein Ernst!
                              okay. vergiss meinen Smiley.

                              Kommentar

                              • TheKing
                                Board-Legende

                                • 19.06.2006
                                • 20721

                                #30
                                Zitat von Rev.Gerhard
                                okay, er zappelte und schrie nicht mehr ganz so viel. Über Musikgeschmack läßt sich streiten. Ich verehre Elvis' Stimme zu allen seinen Schaffenszeiten. Mich fasziniert aber immer wieder auch seine stimmliche Entwicklung, die er am Ende seines Lebens besonders unter Beweis stellt. Dieses Rockopernhafte haut mich immer wieder um.

                                Du hast recht. Es ist auf jeden Fall klasse dass wir ihn beide sehr mögen
                                Unwidersprochen ist seine Stimme bis zuletzt da. Und auch ich mag ihn bis zu seinem Ende, das kann mir keiner nehmen. Wie gesagt, darin sind wir nicht uneins. Wir erklären nur seinen Zustand und Gründe für sein zu frühes Ende anders, who cares?
                                Ohne Worte!

                                Kommentar

                                Lädt...