die humanität von elvis presley

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  • michael grasberger
    Posting-Legende

    • 16.02.2006
    • 9974

    #1

    die humanität von elvis presley

    um den "vaterschaftsklagen"-thread nicht noch weiter off topic zu führen, mach ich hier weiter.

    warum mich die saubermänner vom schlage praytomes oder des reverend (kein zufall, dass sie sich alle "religiöse" pseudonyme ausgesucht haben) so nerven: sie möchten gern elvis auf ihr eigenes verlogenes saubermann-niveau reduzieren, um ihn sich als zweidimensionalen posterboy zu erhalten. aber das leben ist nunmal nicht so flach wie der intellekt so mancher elvisfans. da gibt's tragödien und versuchungen en masse.

    bob dylan hat mal gesungen:
    "i'm hanging in the balance of reality of man
    ...
    i gaze into the doorway of temptation's angry flame
    and everytime i pass that way i always hear my name"

    sowas ist einem spießbürgerlichen saubermann natürlich fremd, aber elvis kannte diesen "very human struggle", wie es jerry schilling gleich am anfang seines buches nennt.
    das faszinierende an elvis (abgesehen von seiner musik) ist für mich, mit welcher intensität er diesen "human struggle" und sein ganzes leben geführt hat. das interessiert mich nicht, weil ich mich an seiner vermeintlichen kaputtheit in den letzten jahren begeilen will, sondern weil man da was fürs eigene leben lernen kann.
    was ich an elvis als person so mag, ist eben gerade seine humanität, und dazu gehören auch die schattenseiten.
    die saubermänner hätten am liebsten, dass die ganze welt aus saubermännern besteht, drum leugnen sie das offensichtliche und kriminalisieren diejenigen, die die wahrheit ungeniert aussprechen (stichwort "ganoven" und drogensüchtige).

    "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
    (Nick Tosches)
  • gast-20071202

    #2
    Könntest du für diejenigen, die den Diskussionen in Threads wie "Die unschönsten Bilder" und "Vaterschaftsklagen" schon lange nicht mehr zu folgen bereit sind, vielleicht kurz erklären, worum genau es hier gehen soll?

    Kommentar

    • gast-20100121

      #3
      Zitat von michael grasberger
      um den "vaterschaftsklagen"-thread nicht noch weiter off topic zu führen, mach ich hier weiter.

      warum mich die saubermänner vom schlage praytomes oder des reverend (kein zufall, dass sie sich alle "religiöse" pseudonyme ausgesucht haben) so nerven: sie möchten gern elvis auf ihr eigenes verlogenes saubermann-niveau reduzieren, um ihn sich als zweidimensionalen posterboy zu erhalten. aber das leben ist nunmal nicht so flach wie der intellekt so mancher elvisfans. da gibt's tragödien und versuchungen en masse.

      bob dylan hat mal gesungen:
      "i'm hanging in the balance of reality of man
      ...
      i gaze into the doorway of temptation's angry flame
      and everytime i pass that way i always hear my name"

      sowas ist einem spießbürgerlichen saubermann natürlich fremd, aber elvis kannte diesen "very human struggle", wie es jerry schilling gleich am anfang seines buches nennt.
      das faszinierende an elvis (abgesehen von seiner musik) ist für mich, mit welcher intensität er diesen "human struggle" und sein ganzes leben geführt hat. das interessiert mich nicht, weil ich mich an seiner vermeintlichen kaputtheit in den letzten jahren begeilen will, sondern weil man da was fürs eigene leben lernen kann.
      was ich an elvis als person so mag, ist eben gerade seine humanität, und dazu gehören auch die schattenseiten.
      die saubermänner hätten am liebsten, dass die ganze welt aus saubermännern besteht, drum leugnen sie das offensichtliche und kriminalisieren diejenigen, die die wahrheit ungeniert aussprechen (stichwort "ganoven" und drogensüchtige).

      Was sind "Saubermänner", Herr Grasberger?
      In Deiner Sicht offensichtlich diejenigen, die sich die Mühe machen zu unterscheiden zwischen Medikamenteneinnahme als solcher und einer Medikamenteneinnahme als Sucht.

      Du verpackst geschickt hinter dem Titel "Humanität" die Annahme, daß Elvis den "very human struggle" of life ohne Medikamente nicht gepackt hätte. Daß er den Schattenseiten des Lebens so weit erlegen war, daß er diesen ohne ein Suchtverhalten nicht gewachsen gewesen wäre.
      Diejenigen, die es anders sehen, sehen Elvis daher nicht als vollständigen Menschen und rennen nur einem Idealbild hinterher. Wenn's denn so einfach wäre mit der Unterscheidung der Geister! Man kann es sich natürlich einfach machen.

      Für mich ist Elvis ohne das übliche Junkie-Image nicht zweidimensional und ein Posterboy schon gar nicht. Ich sehe ein interessantes, faszinierendes Leben vor mir, ein Leben, das genau wie jedes andere auch, durch verschiedene Abschnitte mit verschiedenen Belastungen ging.

      Ich verstehe überhaupt nicht, warum man für eine angeblich mehrdimensionale Sichtweise der Person Elvis diesen Aspekt "Sucht" überhaupt braucht? Und zwar gerne als Top-Aufhänger. Offensichtlich ist es so, daß für viele Elvis als Person ohne dieses Image gar nicht denkbar ist. Arm, kann ich da nur sagen.

      Was hat der "Nicht-Saubermann" davon, Elvis immer und immer wieder als süchtigen Realitätsflüchter darzustellen???
      Außer endlich eine Macke im Lack gefunden zu haben. Wer's braucht!

      Kommentar

      • Krausinger
        Foren-Profi

        • 22.06.2006
        • 285

        #4
        Zitat von michael grasberger
        um den "vaterschaftsklagen"-thread nicht noch weiter off topic zu führen, mach ich hier weiter.

        ...das leben ist nunmal nicht so flach wie der intellekt so mancher elvisfans. da gibt's tragödien und versuchungen en masse.

        bob dylan hat mal gesungen:
        "i'm hanging in the balance of reality of man
        ...
        i gaze into the doorway of temptation's angry flame
        and everytime i pass that way i always hear my name"

        was ich an elvis als person so mag, ist eben gerade seine humanität, und dazu gehören auch die schattenseiten.
        .
        Da hast du vollkommen recht!

        Es gibt ein Lied da heist es: "Das Leben ist großartig und irgendwann geschmacklos wie ein Dreigroschenroman...

        Ich glaube das gilt für uns alle und insbesonder für Elvis.
        Es ja algemein ein Phänomen, das man von Leuten in der Öffentlichkeit oft ein unrealistisches und auf sich selbst nicht übertragsbares Moralempfinden erwartet.
        Nichts ist langweiliger als Perfektion.
        Und wie du richtig sagst, hinter einem vermeintlichen Sauberman-Image verbergen sich oft Abgründe.
        Ich habe Elvis nicht persönlich gekannt und meine Beurteilung stützt sich wie bei den meisten auf Information aus zweiter oder dritter Hand.

        Aber ein menschlicher Elvis mit Ecken und Kanten, Höhen und Tiefen ist mir persönlich am sympatischsten.
        Nicht der Wind bestimmt die Richtung sondern das Segel!

        Kommentar

        • gast-20080405

          #5
          Zitat von Krausinger

          Aber ein menschlicher Elvis mit Ecken und Kanten, Höhen und Tiefen ist mir persönlich am sympatischsten.
          Mir auch! Das schmälert ja auch sein Lebenswerk in keinster Weise! Andere Rockmusiker waren extrem süchtig nach wirklich harten Drogen. Denen nimmt man es auch nicht für übel, sondern ordnet das einfach zum Klischee eines Rockmusiker dazu. Was ich jetzt schreibe, mag zwar etwas anmaßend klingen, trifft die Sache aber denke ich ziemlich gut: Elvisfans kommen oft aus einem spießigen, kleinbürgerlichen Milieu und mit dem Bildungsniveau ist es oft auch nicht besonders weit her. Dass sich hinter dem sauberen Image eines Stars oft menschliche Abgründe verbergen, können viele nicht nachvollziehen.

          Dass Elvis mit vielen Dingen nicht maßhalten konnte, ist offensichtlich und darüber muss nicht mehr diskutiert werden. Darüber hinaus hatte er (wie jeder andere Mensch auch) noch viele andere Schwachpunkte. So erzählte sogar Lisa, dass er manchmal ganz furchtbar jähzornig wurde, herumbrüllte wie ein Irrer usw. Auch sowas hört ein Fan natürlich nicht gern, aber es zeigt, dass Elvis eben kein Übermensch war, sondern die gleichen Schwächen hatte, wie wir alle. Der naive Fan ignoriert solche Dinge einfach, da sie für ihn das schöne, zuckersüße Image zerstören. Das Image eines Stars kann man allerdings in den meisten Fällen gleich in den Müll schmeißen, da es mit der Person an sich nicht viel zu tun hat. Auch Elvis' Image wurde am Schreibtisch von Col. Parker entworfen. Als kritischer Fan muss man immer beides im Auge haben, Image und Mensch.

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          • michael grasberger
            Posting-Legende

            • 16.02.2006
            • 9974

            #6
            Zitat von gast-20080904
            Könntest du für diejenigen, die den Diskussionen in Threads wie "Die unschönsten Bilder" und "Vaterschaftsklagen" schon lange nicht mehr zu folgen bereit sind, vielleicht kurz erklären, worum genau es hier gehen soll?
            für wen das aus meinem eingangsposting nicht klar ist, der soll halt die diversen threads (von "selbstmord" bis "dr. nick" bis "vaterschaft") nachlesen, wenn es ihn interessiert.

            "We know that rock'n'roll was not a human invention, that it was the work of the Holy Ghost."
            (Nick Tosches)

            Kommentar

            • gast-20100118

              #7
              Zitat von michael grasberger

              warum mich die saubermänner vom schlage praytomes oder des reverend (kein zufall, dass sie sich alle "religiöse" pseudonyme ausgesucht haben) so nerven: sie möchten gern elvis auf ihr eigenes verlogenes saubermann-niveau reduzieren, um ihn sich als zweidimensionalen posterboy zu erhalten. aber das leben ist nunmal nicht so flach wie der intellekt so mancher elvisfans.
              ich hab nichts dagegen dass es auch solche Schmuddelkinder wie Dich unter den Fans gibt. Dass deren Intellekt versucht sich über andere zu erheben, spricht Bände und zeigt, wie nötig sie es haben. Ist mir ehrlich gesagt egal. Hauptsache sie haben die Kohle die Elvisprodukte zu bezahlen

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              • Goblin

                #8
                Zitat von Rev.Gerhard
                ich hab nichts dagegen dass es auch solche Schmuddelkinder wie Dich unter den Fans gibt. Dass deren Intellekt versucht sich über andere zu erheben, spricht Bände und zeigt, wie nötig sie es haben. Ist mir ehrlich gesagt egal. Hauptsache sie haben die Kohle die Elvisprodukte zu bezahlen
                Die Räucherstäbchen duften wieder gut heute, was? Inhalier noch ein bisschen tiefer.....

                Kommentar

                • gast-20100118

                  #9
                  Zitat von Stutz71
                  Elvisfans kommen oft aus einem spießigen, kleinbürgerlichen Milieu und mit dem Bildungsniveau ist es oft auch nicht besonders weit her.
                  Du musst es ja wissen

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                  • gast-20080405

                    #10
                    Zitat von Rev.Gerhard
                    Du musst es ja wissen
                    Habe mal eine Horde deutscher Elvisfans in Memphis bei Mc Donalds erlebt, die nicht in der Lage waren, eine Bestellung auf englisch aufzugeben. Peinlich! Das waren leider keine Ausnahmen ...

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                    • Goblin

                      #11
                      Zitat von Stutz71
                      Habe mal eine Horde deutscher Elvisfans in Memphis bei Mc Donalds erlebt, die nicht in der Lage waren, eine Bestellung auf englisch aufzugeben. Peinlich! Das waren leider keine Ausnahmen ...
                      Vorsicht, zum Schluss war das noch die Forenreisegruppe, mit Reverend, Praytrome und Dream als Reiseführer ......... Bildungsreise kann man das dann allerdings nicht nennen.

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                      • Krausinger
                        Foren-Profi

                        • 22.06.2006
                        • 285

                        #12
                        Zitat von Stutz71
                        Habe mal eine Horde deutscher Elvisfans in Memphis bei Mc Donalds erlebt, die nicht in der Lage waren, eine Bestellung auf englisch aufzugeben. Peinlich! Das waren leider keine Ausnahmen ...
                        Na ja...

                        ich würde das jetzt nicht unbedingt als Indiz für das Bildungsniveau sehen.
                        Ich denke das hatt vielleicht auch etwas mit dem Durchschnittsalter der Elvis-Fan`s zu tun (ohne jemandem zu nahe treten zu wollen)

                        Ich würde meinen Eltern durchaus ein hohes Bildungsniveau (ich meine jetzt auch ganz explizit Allgemeinbildung und keinen Dr. in Psychologie) unterstellen, trotzdem haben Sie mit dem Englisch im Urlaub auch hier und da ihre Probleme... ist halt ne andere Generation.

                        Außerdem bekomme ich immer etwas Bauchschmerzen, wenn mit dem Bildungsniveau argumentiert wird.
                        Ich habe schon oft erlebt, das man mit einem gesunden Bauchgefühl besser fährt als mit tiefenpsychologischen und analytischen Herleitungen.

                        PS: Gibt`s denn hier auch den PISA Thread
                        Nicht der Wind bestimmt die Richtung sondern das Segel!

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                        • gast-20080405

                          #13
                          Zitat von Krausinger
                          Na ja...

                          ich würde das jetzt nicht unbedingt als Indiz für das Bildungsniveau sehen.
                          Ich denke das hatt vielleicht auch etwas mit dem Durchschnittsalter der Elvis-Fan`s zu tun (ohne jemandem zu nahe treten zu wollen)

                          Ich würde meinen Eltern durchaus ein hohes Bildungsniveau (ich meine jetzt auch ganz explizit Allgemeinbildung und keinen Dr. in Psychologie) unterstellen, trotzdem haben Sie mit dem Englisch im Urlaub auch hier und da ihre Probleme... ist halt ne andere Generation.

                          Außerdem bekomme ich immer etwas Bauchschmerzen, wenn mit dem Bildungsniveau argumentiert wird.
                          Ich habe schon oft erlebt, das man mit einem gesunden Bauchgefühl besser fährt als mit tiefenpsychologischen und analytischen Herleitungen.

                          PS: Gibt`s denn hier auch den PISA Thread
                          Off-Topic:

                          Das waren keine 80jährige, sondern ca. zwischen 30 und 50.


                          Wir sollten uns jetzt aber nicht wieder in einen Nebenaspekt vertiefen, den ich nur zum Verständnis für manche Phänomene unter Fans herangezogen habe.

                          also back to topic: Elvis - ein Mensch wie du und ich! Damit ist alles gesagt und dieser Thread kann geschlossen werden

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                          • Krausinger
                            Foren-Profi

                            • 22.06.2006
                            • 285

                            #14
                            Zitat von Stutz71
                            [ot]Elvis - ein Mensch wie du und ich! Damit ist alles gesagt und dieser Thread kann geschlossen werden
                            How - Ich habe gesprochen!
                            Nicht der Wind bestimmt die Richtung sondern das Segel!

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                            • gast-20070920

                              #15
                              Zitat von Stutz71
                              Off-Topic:

                              Das waren keine 80jährige, sondern ca. zwischen 30 und 50.


                              Wir sollten uns jetzt aber nicht wieder in einen Nebenaspekt vertiefen, den ich nur zum Verständnis für manche Phänomene unter Fans herangezogen habe.

                              also back to topic: Elvis - ein Mensch wie du und ich! Damit ist alles gesagt und dieser Thread kann geschlossen werden
                              Elvis war nicht wie ich ,........zumal ich,.. nicht wie sonst wer ,jeder Mensch ist ein eigenständiges Individium,egal aus welcher Schicht er kommt ,finde es allerdings sehr anmassend und abwertend solche Thesen aufzustellen ,Elvisfans kämen meist aus aus einem spiessigem Umfeld ,ich wurde sehr streng erzogen durfte nicht einmal diese Musik zu meiner Zeit hören gar keine Schlager ,wuchs mit klassischer Musik auf ,kam erst vor ein paar Jahren zu Elvis also was solls ,es kommt auch immer darauf an ob nun fanatisch, oder ehrender Fan der Elvismusik und zu denen zähle ich mich

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