Selbstmord???

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  • TheKing
    Board-Legende

    • 19.06.2006
    • 20721

    #406
    Es ist weise so damit umzugehen. Sicher ändert alles Spekulieren nichts an den Fakten. Ich rufe ja nicht verzweifelt aus:" Wie konnte das bloß geschehen?!" Ich denke man muss sich auch mit dem ungenauen Blick auf Elvis abfinden. Zuviele Mythen, Lügen, Übertreibungen verzerren die Wahrheit. Selbst wenn einige Zeitzeugen die strikte Wahrheit erzählen, man erkennt sie aus der Menge der Unwahrheiten kaum heraus. Deshalb kann man sich kaum "sicher" sein, ob die Stories so stimmen, oder ob sich einer wichtig macht, lügt, übertreibt and so on.

    Man findet sich also ab. Man bildet sich eine Meinung. Eine "Meinung" ist etwas sehr subjektives. Meinungen kann jeder haben. Meinungen sind der eigene Brei, den sich jeder zusammen rührt.

    Wenn wir über Dinge wie Elvis Haltung gegenüber seinem Leben reden, dann kommen wir über "Meinungen" nicht hinaus. Fakten zu klären ist da sehr schwer.

    Ich möchte gerne mehr über Elvis erfahren, aber ich vermute deutlicher wird das Bild nicht mehr. Am Ende zählt das, was wir "in" uns für ein Bild von Elvis tragen. Ich persönlich ziehe mir die Emotionen aus den Liedern und seiner Stimme und den Gefühlen, die damit transportiert werden. Ich beobachte all die kleinen Schnipsel, Filmchen, Fotos und Zitate und versuche zu erahnen wie er so war. Und das ist wirklich so reichhaltig, das ich finde Girlhappys`Sohn hat recht.

    Anyway...
    Ohne Worte!

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    • gast-20100118

      #407
      Zitat von TheKing
      Ich möchte gerne mehr über Elvis erfahren, aber ich vermute deutlicher wird das Bild nicht mehr. Am Ende zählt das, was wir "in" uns für ein Bild von Elvis tragen. Ich persönlich ziehe mir die Emotionen aus den Liedern und seiner Stimme und den Gefühlen, die damit transportiert werden. Ich beobachte all die kleinen Schnipsel, Filmchen, Fotos und Zitate und versuche zu erahnen wie er so war. Und das ist wirklich so reichhaltig, das ich finde Girlhappys`Sohn hat recht.
      :okay:

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      • Girlhappy
        Gehört zum Inventar

        • 24.09.2003
        • 1098

        #408
        Da überreiche ich TheKing auch einen Strauß für diese Worte

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        • TheKing
          Board-Legende

          • 19.06.2006
          • 20721

          #409
          Danke Euch Beiden! Ebenso gebührt ein Sträußlein Euch:
          Ohne Worte!

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          • cilla

            #410
            Zitat von TheKing
            Ich denke man muss sich auch mit dem ungenauen Blick auf Elvis abfinden. Zuviele Mythen, Lügen, Übertreibungen verzerren die Wahrheit. Selbst wenn einige Zeitzeugen die strikte Wahrheit erzählen, man erkennt sie aus der Menge der Unwahrheiten kaum heraus. Deshalb kann man sich kaum "sicher" sein, ob die Stories so stimmen, oder ob sich einer wichtig macht, lügt, übertreibt and so on.
            Mittlerweilen denke ich, dass viele Fakten von seinen "Freunden", Familienmitgliedern bewusst nicht oder unterschiedlich "aufgeklärt" werden, denn all diese Mythen und Lügen machen ein Stück weit die "Faszination Elvis" aus......

            Das sieht man doch an diesem Forum! Die Threads, in denen über derlei Dinge spekuliert wird, sind einfach die beliebtesten.....

            Auch für mich ist es oft ein Grund, ein weiteres Buch, eine weitere DVD zu kaufen.......

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            • gast-20100118

              #411
              [quote=cilla;139483]Mittlerweilen denke ich, dass viele Fakten von seinen "Freunden", Familienmitgliedern bewusst nicht oder unterschiedlich "aufgeklärt" werden, denn all diese Mythen und Lügen machen ein Stück weit die "Faszination Elvis" aus......

              quote]

              Genau! Und wir alle lassen uns ja gerne faszinieren.
              Aber als Mensch hat er ja doch das Recht mehr als nur durch "Mythen und Lügen" zur Sprache zu kommen.
              Deshalb ist das Zitat so treffend: ""Truth is like the sun (nee, nicht die Plattenfirma)...you can shut it out for a time but it will never go away" - Elvis Presley ".
              Das, was ihn am meisten bewegte, drückte er durch seine Musik aus. So sind die Quellen der "truth" meines Erachtens im wesentlichen jene Songs, in die er am intensivsten seine Seele hineinlegte. Jo, da zähl ich auch "Baby let's play house" dazu
              Ein gutes Stück seines Charakters wird in meinen Augen in "He Touched Me - The Gospel Music of Elvis Presley" dargelegt.
              Zuletzt geändert von Gast; 10.10.2006, 14:06

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              • cilla

                #412
                [quote=Rev.Gerhard;139494]
                Zitat von cilla
                Mittlerweilen denke ich, dass viele Fakten von seinen "Freunden", Familienmitgliedern bewusst nicht oder unterschiedlich "aufgeklärt" werden, denn all diese Mythen und Lügen machen ein Stück weit die "Faszination Elvis" aus......

                quote]

                Genau! Und wir alle lassen uns ja gerne faszinieren.
                Aber als Mensch hat er ja doch das Recht mehr als nur durch "Mythen und Lügen" zur Sprache zu kommen.
                Deshalb ist das Zitat so treffend: ""Truth is like the sun...you can shut it out for a time but it will never go away" - Elvis Presley ".
                Das, was ihn am meisten bewegte, drückte er durch seine Musik aus. So sind die Quellen der "truth" meines Erachtens im wesentlichen jene Songs, in die er am intensivsten seine Seele hineinlegte. Jo, da zähl ich auch "Baby let's play house" dazu
                Ein gutes Stück seines Charakters wird in meinen Augen in "He Touched Me - The Gospel Music of Elvis Presley" dargelegt.
                Off-Topic:

                Ich sehe das auch so, aber viele andere meinen, seine Songauswahl hätte keinen autobiographischen Charakter......

                Kennt hierzu eigentlich jemand eigentlich Aussagen von Freunden? Tony Esoisito, der Geller oder Jerry Schilling müssten diese Fragen doch eigentlich beantworten können? Bzw. beantwortet haben....

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                • gast-20100118

                  #413
                  Zitat von cilla

                  Ich sehe das auch so, aber viele andere meinen, seine Songauswahl hätte keinen autobiographischen Charakter......

                  Kennt hierzu eigentlich jemand eigentlich Aussagen von Freunden? Tony Esoisito, der Geller oder Jerry Schilling müssten diese Fragen doch eigentlich beantworten können? Bzw. beantwortet haben....
                  Dass er ein netter spiritueller Mensch war bestätigen sie alle, aber die Frage nach dem autobiographischen Charakter seiner Songs beantwortet meines Erachtens keiner. Geller und ein Pfarrer Soundso erzählen, dass Elvis angeblich darüber nachgedacht haben soll, von der Musik in einen Seelsorgejob zu wechseln. Und der Pfarrer konnte Elvis wohl wieder auf den Teppich holen mit der Versicherung, dass das, was Elvis mit seiner Musik bewirke, nicht geringer zu erachten sei als ein Kanzeljob. Und er doch so viel mehr Menschen erreiche.

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                  • gast-20080405

                    #414
                    [quote=cilla;139496]
                    Zitat von Rev.Gerhard

                    Off-Topic:

                    Ich sehe das auch so, aber viele andere meinen, seine Songauswahl hätte keinen autobiographischen Charakter......

                    Kennt hierzu eigentlich jemand eigentlich Aussagen von Freunden? Tony Esoisito, der Geller oder Jerry Schilling müssten diese Fragen doch eigentlich beantworten können? Bzw. beantwortet haben....
                    Off-Topic:


                    Autobiographisch im eigentlichen Sinn ist kein einziger Elvissong. Dazu hätte Elvis den text schon selbst schreiben müssen, zumindest daran beteiligt gewesen sein. Allerdings hat er jeden Song den er sang, zu "seinem" Lied gemacht, in dem er (mehr oder weniger) seine Persönlichkeit in das lied hineinlegte. Natürlich gibt es Songs, die er einfach nur runtersingt, weil er es eben muss (die meisten Filmsongs).
                    Bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, Jerry Schilling schreibt das in seinem Buch, dass Elvis seine eigenen Songs privat überhaupt nicht hören konnte. Auf einer Party in Graceland legte mal jemand einen Elvissong auf und Elvis ließ sich anmerken, dass ihm das ganz und gar nicht gefiel. Das wäre ein Hinweis dafür, dass für ihn v.a. die Studioaufnahmen reines Pflichtprogramm waren - ein Job. Bei Livekonzerten war wieder eine völlig andere Situation, denn hier konnte er direkt durch die Songs mit dem Publikum kommunizieren. Aber auch wieder nicht durch das Lied an sich (Text), sondern durch seine Art des Vortrags. Er hätte auch lalalala singen können, das hätte den gleichen Effekt gehabt. - Deshalb: autobiographische Elvissongs? Fehlanzeige.

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                    • gast-20100118

                      #415
                      nee, lieber Stutz71, ich glaube nicht dass Elvis seine Songs nicht hören konnte weil er nicht zu ihnen stand, sondern weil die jeweilige Atmosphäre dazu nicht gegeben war, nun seine eigenen Produkte vorzuführen. Das Hören eigener Musik stresst ungemein, weil man sie immer wieder mit ganz anderen Ohren hört als Fremdmusik. Und wenn ich als Musiker auf ner Party oder was auch immer abschalten möchte, will ich gewiss nicht vom Plattenteller meine Songs hören, zumal der Elvis obendrein noch ziemlich bescheiden gewesen sein soll. Und es ihm durchaus bewußt war, dass nicht jedermann/frau immer gleich ein Elvisfan war, wenn er sich blicken ließ.

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                      • gast-20080405

                        #416
                        Zitat von Rev.Gerhard
                        nee, lieber Stutz71, ich glaube nicht dass Elvis seine Songs nicht hören konnte weil er nicht zu ihnen stand, sondern weil die jeweilige Atmosphäre dazu nicht gegeben war, nun seine eigenen Produkte vorzuführen. Das Hören eigener Musik stresst ungemein, weil man sie immer wieder mit ganz anderen Ohren hört als Fremdmusik. Und wenn ich als Musiker auf ner Party oder was auch immer abschalten möchte, will ich gewiss nicht vom Plattenteller meine Songs hören, zumal der Elvis obendrein noch ziemlich bescheiden gewesen sein soll. Und es ihm durchaus bewußt war, dass nicht jedermann/frau immer gleich ein Elvisfan war, wenn er sich blicken ließ.
                        Natürlich stand er zu seinen Songs, nur trennte er da wohl zwischen Job und Privatleben. Das wenige Privatleben das ihm noch blieb, wollte er nicht auch noch mit seinen eigenen Aufnahmen berieselt haben. Umgekehrt hatte sein Privatleben wiederum nicht viel mit seinen Liedern zu tun (auf den ersten Blick zumindest).

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                        • cilla

                          #417
                          Zitat von Stutz71
                          Natürlich stand er zu seinen Songs, nur trennte er da wohl zwischen Job und Privatleben. Das wenige Privatleben das ihm noch blieb, wollte er nicht auch noch mit seinen eigenen Aufnahmen berieselt haben. Umgekehrt hatte sein Privatleben wiederum nicht viel mit seinen Liedern zu tun (auf den ersten Blick zumindest)
                          Off-Topic:

                          Auch wenn wir dieses Thema schon hatten, Stutz: Ich stimme dir zu, dass seine Songs zu Beginn seiner Karriere wohl eher weniger bis gar nichts mit seinem Privatleben zu tun hatten - abgesehen davon, dass vieles davon einfach die Art von Musik war, die ihm gefiel. Später jedoch, ab Anfang der 70er Jahre würde ich das anders sehen:

                          Always On My Mind, POML, Seperate Ways, etc. sang er wohl nicht nur, weil ihm diese Melodien gefielen oder er die Texte "schön" fand, sondern wohl vielmehr, weil er sich in den Texten teils wiederfand.....

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                          • gast-20080405

                            #418
                            Zitat von cilla
                            Off-Topic:

                            Auch wenn wir dieses Thema schon hatten, Stutz: Ich stimme dir zu, dass seine Songs zu Beginn seiner Karriere wohl eher weniger bis gar nichts mit seinem Privatleben zu tun hatten - abgesehen davon, dass vieles davon einfach die Art von Musik war, die ihm gefiel. Später jedoch, ab Anfang der 70er Jahre würde ich das anders sehen:

                            Always On My Mind, POML, Seperate Ways, etc. sang er wohl nicht nur, weil ihm diese Melodien gefielen oder er die Texte "schön" fand, sondern wohl vielmehr, weil er sich in den Texten teils wiederfand.....
                            Vielleicht hatte das Red West im Hinterkopf, als er den Text schrieb. Elvis stritt es jedoch immer vehement ab, dass das was mit seinem Leben zu tun hat (ähnlich auch bei "You gave me a mountain" und "My way").

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                            • gast-20100118

                              #419
                              Zitat von Stutz71
                              Vielleicht hatte das Red West im Hinterkopf, als er den Text schrieb. Elvis stritt es jedoch immer vehement ab, dass das was mit seinem Leben zu tun hat (ähnlich auch bei "You gave me a mountain" und "My way").
                              jau. Er stritt es manchmal ab. Wahrscheinlich, weil es ihm zu schmalspurig gewesen wäre, nun so zu tun, als ob das Wesentliche, das ihn ausmachte, von bestimmten Liedern ausgedrückt würde. Sich auf eine bestimmte Stimmung festnageln zu lassen war ihm wohl zu billig. Dafür schlugen zuviel Seelen in seiner Brust. Und wenn es auch z.B. Momente der Niedergeschlagenheit gab, war das Leben doch zu reich, um sich darauf hängenzulassen. Und seinem Publikum wollte er etwas von der Fülle seiner Kunst mitgeben, und es doch viel lieber lachen und staunen als bekümmert sehen.

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                              • Hound_Dog
                                Gehört zum Inventar

                                • 31.01.2006
                                • 1617

                                #420
                                Bei Elvis In Concert zeigt Elvis bei den Lied You Gave Me A Mountain auf sich und auch bei anderen Liedern wie bei My Way und Hurt sieht er emozonial bedrückt aus!
                                Leben heißt rückwärts gelesen Nebel. Vielleicht ist das der Grund, warum wir manchmal nicht durchblicken.

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