In der Diskussion wird oftmals der Frage nachgegangen, wie die Fans in den letzten Jahren dessen Konzert-Performance beurteilten. Bekannt ist schließlich, dass der King jeweils gefeiert wurde und aus den Reihen des Publikums - zumindest nach außen hin - kaum Kritik bekannt ist. Wenn wir heute Konzerte anhören, die auf dem Soundboardband erhalten geblieben sind, so erkennen wir bereits schon bei den ersten Titeln wo die gesanglichen Schwächen während des Konzertes ausgemacht werden können und wo die Reise hingeht. Mit den Sommer-76-Konzerten will ich erst gar nicht anfangen. Dennoch, wenn man sich Publikumsmitschnitte anhört, dann kommt Elvis - auch bei guter Soundqualität - recht überzeugend rüber. Aufgrund der Hallengröße, dem Sound und dem Publikumsreaktionen wird es den Fans hierbei ähnlich gegangen sein und über die ein oder anderen Mängel hinweggehört haben. In der Konzertreihenaufstellung ist das ein oder andere mal geäußert worden, dass man teilweise auch auf SB verzichten kann (z.B. Indianapolis), da die Soundqualität des AR ok ist und die Stimmung im Saal gut rüberkommt, was bei manchen SB nicht der Fall ist. Ich bevorzuge eine gute AR vor einem entsprechenden SB (z.b. auch Atlanta 2.5.75).
Soundboard vs. Puplikumsmitschnitt
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Diskussion: Soundboard vs. Puplikumsmitschnitt
Kritisiere nie das, was Du nicht verstehst. Du hast nie in den Schuhen dieses Mannes gestanden.Stichworte: -- Übersetzen
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Es gibt schon tolle Aufnahmen aus dem Publikum. Auch diese soundbooth recordings sind klasse. Fängt die komplette Atmosphäre einer live Show ein. Mit allem drum und dran. Dagegen ist ein SB zu steril. Ich muss auch nicht jeden Schnaufer von Elvis hören.Thanks to Ernst Joergensen, Roger Semon and Erik Rasmussen for the great work. Keep the spirit alive !- Übersetzen
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Interessantes Thema und es geht mir ganz genauso.
Als damals der erste Soundboard rauskam (Just Pretend von Baxter) waren alle total begeistert und ich habe die CD damals wochenlang gehört. Über die Jahre kamen mehr und mehr Soundboards und inzwischen hat man die alten und neuen Publikumsmitschnitte wieder lieb gewonnen, zieht sie den SB sogar vor.
Ich denke das dies generell ein Problem von SB und der damit verbundenen unausgewogenen Abmischung ist, diese bringt alles gnadenlos zu Tage. Das hat aber weniger etwas mit Elvis zu tun, als mit der Tatsache an sich. Auch von anderen Sängern hört sich ein SB oftmals zum davonlaufen an. Aber es gibt auch viele gute und ich möchte sie nicht missen. Dennoch höre ich immer wieder gerne einen guten Publikumsmitschnitt.- Übersetzen
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In der Tat ein sehr interessantes Thema!
Im Grunde ist es ein Teufelskreis: ein AR (= Audience Recording) fängt die damals in aller Regel frenetische Atmosphäre in der Arena ein, während die Musik an sich (also Gesangsstimme und Instrumente) im allgemeinen monotonen "Klangbrei" irgendwie untergehen. Ganz anders ein SBR (= Sound Board Recording); dort hören wir The King's Voice rein und ungetrübt, die Instrumente sehr viel deutlicher. Allerdings ist von der Atmosphäre in der Halle so gut wie nichts zu hören, weil durch die Mikrophone auf der Bühne nur die ersten paar Reihen eingefangen wurden und man oft den Eindruck gewinnen kann, dass Elvis bei einem Stage Rehearsal ohne Publikum zu Werke geht - besonders in den stillen Momenten zwischen den Songs.
Optimal ist also weder das eine, noch das andere - und das ist das Dilemma, finde ich.
Ich persönlich mag mit Vorliebe die Stimme von Elvis klar und deutlich hören, tendiere also zur SB-Aufnahme, während die - bei Elvis typisch - "kochende" Arena eher bei einem AR zur Geltung kommt, der Zauber seiner Stimme aber praktisch völlig verloren geht.
Ein gescheiter Mittelweg wäre ein MTR (= Multi Track Recording), wie es bspw. die Spring Tours '77 unter Beweis stellt. Dort hören wir sowohl die Gesangsstimmen, die Instrumente, als auch die Atmosphäre in der Arena in - vergleichsweise - sehr guter Qualität, und der - wahrgenommene - Stereo-Sound rundet das Klangbild zufriedenstellend ab!
Fazit: wenn ich die Wahl habe, greife ich zum MTR, alternativ zum SBR, extrem selten zum AR (siehe z.B. Adios).
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Tafka, es gibt doch auch sehr gute ARs, wo man Elvis sehr gut und das Publikum im richtgen Maß hört.
Beispiel: Big Boss Man In Lake Tahoe, ein tolles Konzert vom Mai ( genaues Datum weiß ich jetzt nicht ) 1974.
Habe auf elvisoncd nachgesehen, es handelt sich um das Konzert vom 24. Mai 1974.
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Es liegt ja eigentlich im Naturell eines Musikhörers, dass man grundsätzlich erstmal zur bestklingenden Aufnahme greift. Aber: Es gibt gerade bei Elvis auch viele toll klingende AR's, ich denke da vor allem an Pittsburgh '76, Uniondale und Asheville '75, die Rennie Tapes, die Booths...usw. Diese höre ich mir ebenso unwahrscheinlich gerne an.
Grundsätzlich ist es so, dass man sich bei AR's mehr konzentrieren muss, um die Details herauszuhören. Es gibt mehr äußere Einflüsse und es ist nicht alles so differenziert, weswegen sie mir schon fast etwas spannender als ein SB erscheinen. Nur hat man da ja auch längst nicht immer Lust drauf.
Man muss da eben auch für sich selbst eine Entscheidung treffen. Will ich lieber ein vergleichbar gutes und klares Klangbild haben, oder möchte ich so viel wie möglich kennen und mal gehört haben? Ich tendiere da zu letzterem, genieße aber genau so jedes SB.
Zuletzt geändert von Way Down; 18.02.2016, 10:32- Übersetzen
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Am besten gefällt mir ein sehr guter Publikumsmitschnitt ohne zu prominent hörbare Kreischweiber.
"Motorboat! Motorboat! Ruadan tua i nur zur Noat!"- Übersetzen
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Gut, dass Du das ansprichst, allerteuerste, denn hier scheiden sich bekanntlich die Geister.
Nehmen wir nur mal die "Blue Christmas"-Version aus dem '68er NBC-TV Special. Da machen - zumindest für meinen Geschmack - die "Kreischweiber"
geradezu das Salz in der Suppe aus, unterstreichen das Besondere dessen, wen und was man da hört. Bekomme immer wieder Gänsehaut, wenn ich das höre.
Andererseits kann das auch nerven, wenn man vor lauter Gekreische den eigentlichen Vortrag kaum noch versteht (siehe bspw. die frühen TV-Auftritte).
Auch hier ist wohl eine gesunde Mischung das Non plus ultra.
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Bei einem oder zwei Songs, kein Problem. Aber durchgehend wird dadurch eine Show praktisch nicht mehr anhörbar.
Man kann ja kein Leid genießen ohne nicht immer und immer wieder von schrillem hysterischem Gekreische durchbohrt zu werden - kriegste ja Löcher ins Trommelfell. Auf Dauer ist das nervend.
(Siehe dazu auch meine Besprechung der Last Stint in Vegas Shows):
Mag sein, dass Männer es ja auch toll finden, weibliches Gekreische zu hören ...
"Motorboat! Motorboat! Ruadan tua i nur zur Noat!"- Übersetzen
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Es kommt immer drauf an, wie man auf so ein Geräusch von Anfang an eingestellt ist.
Beispiel: Als ich auf Hawaii war, haben die ganze Nacht irgendwelche Tiere Geräusche gemacht. Als Naturfreund konnte ich trotzdem ohne Probleme durchschlafen. Ein anderer hätte kein Auge zugemacht. Hier verhält es sich ähnlich. Ich empfinde dieses Gekreische als positiv, weil es einfach dazu gehört. Ich hatte auch nie Probleme mit Beatles live LPs wie Hollywood Bowl, wo die Weiber ja kreischen, als würden sie abestochen...Zuletzt geändert von Ciscoking; 18.02.2016, 15:45Thanks to Ernst Joergensen, Roger Semon and Erik Rasmussen for the great work. Keep the spirit alive !- Übersetzen
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Tatsächlich muss man jede Scheibe einzeln beurteilen. Kaum vorzustellen, wenn solche SB wie "At full Blast" nicht auf SB existieren würden. Aber wie gesagt, es gibt AR bei denen kann man getrost sagen "Egal das keine SB aufgetaucht sind. Die AR ist absolut ok." Die haben sowieso etwas von den 80'er Jahre. Ich habe damals Long Island, Nashville und Long Beach über den EPG-Flohmarkt auf Musikcassette gekauft. War 'ne schöne Zeit. Und dann kam die ersten Doppel LP, die Pontiac. Die hat nach Petroleum gestunken wie die Pest. Irgendetwas hat die Deutsche Bundespost damals verbockt, da war was draufgelaufen. Ich rieche das heute noch.Kritisiere nie das, was Du nicht verstehst. Du hast nie in den Schuhen dieses Mannes gestanden.- Übersetzen
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Wer sagt denn, dass die Leute von der Post die "Petroleumträufler" waren?!
Vielleicht war's der Hersteller/Vertreiber...

Vielleicht hat der King selbst dafür gesorgt, um Dir auf diese Weise zu sagen, dass er nicht mit dem "Bootlegging" seiner Songs einverstanden ist...
Who knows?!
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