Elvis - Hilton Showroom Volume 1
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Nach der 1974er März-Tour wurde Elvis zunehmend schlampig. :traurig:
Naja, die Auftritte vom Dezember 1975 waren akzeptabel und als Zuschauer hat man die Details ja doch nicht mitbekommen. Zumindest glaube ich, dass damals kaum jemand unzufrieden aus dem Saal gegangen ist.- Übersetzen
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Off-Topic:
Ich habe mir gestern die neue Rejuvenated and Rockin' angehört. Wie wir wissen ist das die Show vom 14.12., welche vorher bereits von FTD als CD Beilage des Buches Fashion for a King veröffentlich wurde.
Die Show ist sicherlich nicht abgrundtief schlecht, aber mir persönlich gefallen die beiden Shows vom Vortag deutlich besser.
Ich finde auch, dass sich Elvis bei der Show am 14. mehr "k.o." anhört. Teilweise sogar kurzatmig. Wüsste man nicht, dass hier eine Show vom Dezember 75 im Player liegt könnte man auch auf andere Gedanken kommen. Gerade der Beginn der Show ist eher schlampig als solide...
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Ich habe von den beiden keine 700 Konzerte im Schrank deshalb kann ich die Frage nicht beantworten. Nur so viel von Paul habe ich live schon so manche alte R+R Nummer gehört u. die klangen fürchterlicher als Elvis bei seinen schlechtesten Auftritten.- Übersetzen
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Genau das war ja auch der Fall. Elvis nahm in solchen Fällen nur die halbe Gage entgegen; die andere Hälfte spendete er für gute Zwecke. Nur wurde das nicht immer gleich an die große Glocke gehangen...
Immer musst Du so negative Vibes in die Atmosphäre abstrahlen.Im Falle des Kings kann man ganz klar sagen, dass dem Mann irgendwann die Professionalität abhanden gekommen ist. Sein im Dezember 1975 bereits massives Drogenproblem dürfte auch eine Rolle gespielt haben. :traurig:
Elvis war ein guter Mann - eines Tages wird es mir gelingen, Dich davon zu überzeugen...
Im Grunde hast Du natürlich recht. Wer die Hand aufhält, muss letztlich auch abliefern - ob es nun der Stahlkocher in der Fabrik oder der Künstler auf der Bühne ist.allerteuerste:
Nicht mehr, als den anderer Leute auch.
Soll ja Menschen geben, die ruhen sich nur nachts aus, nur um dann am Tage früh aufzustehen, und acht (!) Stunden lang zu arbeiten, davon meistens vier durchgehend, und mit der An- und Heimreise und eventuellen Pausen sind sie mitunter ganze zehn (!!) Stunden unterwegs, falls nicht noch länger.
Denn die dürfen noch nicht mal in luxuriösen Suiten am Arbeitsplatz wohnen.
Verstehen wir in dem Fall dann auch, wenn sie bereits nach 14 Tagen nicht mehr wollen? Oder schon nach fünf Tagen schlampig und lustlos arbeiten? Der Chirurg mitten in der OP aufhört, weil die hat er ja schon so oft durch geführt?
Der Busfahrer nach zwei Stationen aussteigt, weil die kennt er ja schon? Oder gleich voll gedröhnt zur Arbeit erscheint, weil die ja so fad ist?
Sollen wir für solche Leute auch Verständnis aufbringen und sie dennoch weiterhin fürstlich entlohnen?
Nur habe ich wohl etwas mehr Verständnis als andere, was die doch recht spezielle Situation beim Herrn Presley betrifft.
Das meine ich auch.Johnny B.:
...aber es gibt schon gewisse Unterschiede.
Ich denke die Leute im Showbiz stehen auch ordentlich unter Druck, und das fast die ganze Zeit über. Jeder will was von einem und dann wohl immer die Angst mal zu versagen oder beim Publikum einfach durchzufallen.....einfach auszuhalten und abzuschalten wird das auch nicht sein
Aus meiner Sicht hat Elvis seine Pflicht recht gut erfüllt. Die Auftritte waren im Vergleich zu dme was manch andere aufführen (sich ausziehen, oder total durchdrehen auf der Bühne) doch sehr akzeptabel.
Ein sehr interessantes Beispiel.King77:
Wenn mir jemand das Bad installiert dann ist es mir egal ob der lacht u. singt u. gut drauf ist od. ein blödes Gesicht macht Hauptsache die Arbeit ist top.
Ich denke, das sehe ich auch so.
Ob es so ist, kann ich nicht beurteilen, doch wenn es so ist, dann mag es vielleicht daran liegen, dass beide keine Uralt-Hits aus den 50ern im Repertoire haben, an denen ihr Herz nicht mehr hängt. Schließlich hat auch Elvis im Alter von 34+ seine alten Hits aus den 60ern "vernünftig" gesungen, soweit ich das beurteilen kann.A.C.:
Wie kommt es dann, dass Leute wie Elton John oder Paul McCartney auch nach Jahrzehnten ihre alten Kamellen ordentlich singen und nicht lustlos runternuscheln?
...und das ist doch wohl das Wichtigste.A.C.:
Zumindest glaube ich, dass damals kaum jemand unzufrieden aus dem Saal gegangen ist.
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Ich kann ja, vor allem, weil Elvis es uns in etlichen Konzerten überdeutlich demonstrierte, nachvollziehen, dass ihm fad war. Aus welchen persönlichen Gründen auch immer.
Es nervt mich dennoch, stets die unreflektierte Ausrede, hach, er hatte so so viel monotone Arbeit, und saß nur im Hotel (na, wer ist daran wohl schuld?), und musste ganze 14 Tage (alternativ: vier Wochen) arbeiten, nicht mehr lesen, ohne es eben als Ausrede zu erkennen.
Es scheint dabei nämlich nicht aufzufallen, dass auch seine Musiker eigentlich das gleiche "Problem" hatten - so viel arbeiten mussten, und eigentlich mehr, denn die gingen eine Stunde früher auf die Bühne. Auch wenn J.D. Alkoholiker war, hat er dazu nie die Ausrede gebraucht, die Ursache läge in der "vielen" monotonen Arbeit.
Außerdem hätte ja jederzeit ein Repertoirewechsel die Monotonie unterbrechen können, nicht wahr?
MEn ist nicht die Monotonie an Elvis Problemen schuld, sondern umgekehrt: seine Probleme führten zur Monotonie."Motorboat! Motorboat! Ruadan tua i nur zur Noat!"- Übersetzen
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Alles möglich. Nur ist das keine Begründung für "zu viel" Arbeit. Eigentlich auch nicht für Monotonie. Wem nach vierzehn Tagen bzw vier Wochen schon fad ist, der hat andere Probleme.
Und ich denke ja auch nicht, dass die Langeweile das eigentlich Problem war, eher schon das Resultat.
Dagegen sagte ich auch keine Silbe.Aus meiner Sicht hat Elvis seine Pflicht recht gut erfüllt."Motorboat! Motorboat! Ruadan tua i nur zur Noat!"- Übersetzen
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"Motorboat! Motorboat! Ruadan tua i nur zur Noat!"- Übersetzen
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Elvis' älteste Aufnahmen waren damals kaum 20 Jahre alt. Die Klassiker von Paul McCartney und Elton John haben da wohl ein bisserl mehr auf der Uhr. Gleiches gilt für Recken a'la Neil Diamond, Billy Joel oder U2. Keine von denen leistet sich die Frechheit lustlos zusammengenuscheltem Bockmist.- Übersetzen
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Dumm nur, dass im Showgeschäft das Gesamtpaket zählt und die Präsentation eine wesentliche Rolle spielt. Elvis war auch gut in diesem Bereich, nur in den letzten paar Jahren liefen die Dinge schief. Mag ja sein, dass Dich persönlich sowas nicht interessiert, einem neutralen Beobachter (oder auch einem Fan, der seine rosarote Brille seit Jahren verlegt hat) fällt das aber auf.
Zum Thema Langeweile: Niemand hat Elvis davon abgehalten, sein Bühnenprogramm häufiger zu überarbeiten. Er hatte so viele Hits, dass er auf ALL SHOOK UP, TEDDY BEAR und HOUND DOG hätte verzichten können, ohne das Publikum zu verärgern.
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Dein Grundproblem, das Du damit zu haben scheinst, ist mir schon klar, und auch ich wünschte mir, Elvis hätte in der Weisheit, dass so gut wie jedes seiner Konzerte einmal der Öffentlichkeit "zum Fraß vorgeworfen" werden würde, auch Love Me, Teddy Bear & Co. mit dem nötigen Ernst gesungen wie bspw. 1969/70 In The Ghetto.
Ja, das wäre - zumindest für uns Fans - schon prima gewesen.
Während Du aber Elvis' "Frechheit", dies nicht zu tun, in der Sache kritisierst (was im übrigen auch Dein Recht ist), versuche ich, die Gründe dafür in Erfahrung zu bringen und gegebenenfalls Verständnis dafür aufzubringen. Denn ich versuche stets und in jeder Lage, auch die Sicht- bzw. Handlungsweise meines Gegenüber zu verstehen. Wer das nicht tut, lebt unbeschwerter, ist mir klar, aber man kommt eben nur schwer aus seiner Haut heraus, das ist nun mal so.
Ich selbst sage von mir, dass ich ein Fan von Elvis Presley bin, und das setzt eine gewisse Grundsympathie voraus, meine ich. Welche Veranlassung sollte ich daher haben, jetzt (wo es eh nichts mehr ändert) lauthals Kritik an dieser oder jener Live-Performance zu üben, wo ich selbst überhaupt nicht mitreden kann, da ich nie auf einer Bühne stand, um Tausende von fremden Menschen zu unterhalten.
Als Fan muss man zwar nicht alles schön reden, aber auch nicht um jeden Preis etwas in den Schmutz ziehen.
Dass Elvis von (spätestens) '56 bis '58 der "Größte" war (Ali kam erst später
), von 1960bis ca. 1963/64 erneut berechtigten Anspruch auf den Thron erhob, von '68 bis etwa '73 ein beeindruckendes Comeback zelebrierte und ab ca. 1974 nicht mehr ganz so energiegeladene Shows ablieferte und schlank war wie bspw. noch 1969/70, sehe ich als Tatsachen an. Um dies zu erkennen bzw. anzuerkennen, muss man nicht zwingend ein Elvis-Fan sein.
Aber die Konzerte ab '74 genüsslich zu filetieren und sich auf deren Schwachpunkte zu stürzen, muss ich jetzt nicht zwingend haben.
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