"The Last Farewell" 5er Box

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  • elvis56
    Stammuser

    • 19.04.2015
    • 199

    #166
    Wenn man nur Produkte kritisieren dürfte die man kaufen muss dann dürfte man gar nichts mehr kritisieren. Auch nicht gerade der Bringer.

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    • Ciscoking
      Board-Legende

      • 19.05.2006
      • 11755

      #167
      Zitat von Dark Moon
      Wieso ist das bedenklich?

      Es wird doch niemand gezwungen sich diese VÖ zuzulegen!
      Soll doch jeder sammeln was er möchte und was er sich finanziell erlauben kann!
      Ich hab das jetzt nicht negativ gemeint. Mir geht es nur um die Feststellung und den Trend. Kauf, was du für dich für richtig häst, kein Problem.
      Thanks to Ernst Joergensen, Roger Semon and Erik Rasmussen for the great work. Keep the spirit alive !

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      • Gast

        #168
        Der, der dieses Set noch einmal kauft, obwohl er dieses Material, die Venus 5 CDs, schon zu Hause hat, und es wegen dem Booklet oder Büchlein noch einmal braucht, ist halt ein größerer Fan, als wir, Cisco; denn wir begnügen uns mit den Venus CDs.


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        • Dark Moon
          Posting-Legende

          • 18.08.2012
          • 6288

          #169
          ...du kommst mir gerade recht, Glen!


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          • Ciscoking
            Board-Legende

            • 19.05.2006
            • 11755

            #170
            Zitat von Glen D.
            Der, der dieses Set noch einmal kauft, obwohl er dieses Material, die Venus 5 CDs, schon zu Hause hat, und es wegen dem Booklet oder Büchlein noch einmal braucht, ist halt ein größerer Fan, als wir, Cisco; denn wir begnügen uns mit den Venus CDs.


            Ist mit Sicherheit ein schönes Produkt und gibt für die Sammlung was her, keine Frage.
            Doch NUR wegen des Buches würd ich's mir nicht zulegen..da sind wir uns einig, Glen.
            Thanks to Ernst Joergensen, Roger Semon and Erik Rasmussen for the great work. Keep the spirit alive !

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            • Tafka S.
              Posting-Legende

              • 22.06.2005
              • 9755

              #171
              Zitat von Dark Moon
              So kann es weitergehen!



              Ganz rechts ist übrigens Ed Parker zu sehen (hat in Sachen Karate einen sehr großen Namen!), daneben Dick Grob. Der Typ links kommt mir auch irgendwie bekannt vor...

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              • Tafka S.
                Posting-Legende

                • 22.06.2005
                • 9755

                #172
                Zitat von Glen D.
                Es handelt sich für mich um die Lieblingssessions aus den 70ern.
                Geht mir auch so, Glen.
                Danach kommen gleich die STAX-Sessions und der erste Nashville-Marathon (Juni '70).

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                • elvis56
                  Stammuser

                  • 19.04.2015
                  • 199

                  #173
                  Ich finde es ist stimmlich eine seiner schwächsten Sessions überhaupt. Die Power früherer Jahre hat er nicht mehr, die Leichtigkeit ist ebenfalls futsch. Konnte Elvis in seinen besten Jahren auch aus mäßigen Nummern noch echte Höhepunkte zaubern, fährt er hier auch stärkere Nummern vor die Wand und stinkt mMn gegen andere Interpreten welche die gleichen Nummern aufgenommen haben, wie z.B. Tom Jones, deutlich ab.
                  Auch vom Material her ist die Session relativ arm an Höhepunkten, aber das ist eben Geschmackssache.
                  Sogar das von mir ungeliebte Jahr 71 finde ich besser, auch wenn er mir da stimmlich zu angestrengt klingt.
                  Ganz am unteren Ende würde ich die erste Stax Session ansiedeln. Das vollgedröhnte Genuschel kann ich mir nicht anhören, gerade bei den Up Tempo Tracks kackt er 76 und in der ersten Stax Session voll ab.

                  Immerhin, in der ersten Stax Session gibt es mit For Ol Time Sake einen echten Knaller, und der ist auch 76 zu finden. Danny Boy, eigentlich eine total abgenudelte Nummer, beschert mir aber bei Elvis echt Gänsehaut!

                  Die Juni 70 Sessions sind bei mir dagegen ganz oben angesiedelt
                  Dahinter kommen bei mir die 72er Sessions.
                  Aus der, leider sehr kurzen, Studiosession gefällt mir alles.
                  Zuletzt geändert von elvis56; 26.05.2015, 14:31

                  Kommentar

                  • Tafka S.
                    Posting-Legende

                    • 22.06.2005
                    • 9755

                    #174
                    Interessante Einschätzungen, doch alle kann ich nicht teilen.

                    Dass Du die Jungle Room Sessions vom Februar '76 als schlechteste überhaupt einstufst, kann ich nur hinsichtlich Deiner persönlichen Meinung gelten lassen, nicht aber als sachlich richtig. Man sollte bei der Bewertung von Stimme, Stimmung und Material auch immer Elvis' persönliche Lebenssituation berücksichtigen - das wäre zumindest mein Vorschlag.
                    Wenn ich mir also vor Augen führe, wie krank Elvis 1976 bereits war (also die ganzen Geschichten, wegen derer er bereits stationär behandelt werden musste) und wie - mental - unbefriedigend er sich womöglich gefühlt hat mit seiner Gesamtsituation, dann ist das Ergebnis, wie wir es von der BOULEVARD-LP kennen, ein ganz und gar positives.
                    Ich persönlich finde ja, dass sich in Elvis' Stimmfärbung seine Lebenserfahrung (von inzwischen über 40 Jahren) sehr gut widerspiegelt. Das ganze Album ist zwar im Grundton eher melancholisch, doch durch Elvis' geradezu hypnotisch wirkende Stimme (ist keineswegs ironisch gemeint ) wird es zu einem Hörerlebnis. Für mich auf jeden Fall!

                    die Leichtigkeit ist ebenfalls futsch
                    Bei all dem, was Elvis bis dahin durch hatte, wäre diese "Leichtigkeit" auch ziemlich abstrakt gewesen, glaube ich.

                    Auch vom Material her ist die Session relativ arm an Höhepunkten, aber das ist eben Geschmackssache.
                    Hierbei hast Du nicht unrecht. Da es - bis auf For The Heart und Moody Blue - keine wirklichen Up-Tempo-Nummern gibt (und Moody Blue auf der BOULEVARD-LP bekanntlich ausgespart wurde), bietet eine fast ausschließliche Ansammlung von Balladen vergleichsweise wenig Spannung, wenig stilistische Abwechselung. Der Blues Blue Eyes Crying In The Rain ist für mich persönlich sehr wohl ein Höhepunkt, doch insgesamt hebt er sich zu wenig ab, da eben auch eine Herz-Schmerz-Nummer.

                    ...die erste Stax Session ... Das vollgedröhnte Genuschel kann ich mir nicht anhören
                    Zu Deinem Glück musst Du es Dir auch nicht anhören - niemand zwingt Dich dazu.
                    Ich selbst mag die Sessions im Stax Studio in Memphis sehr, wobei es für mich natürlich auch hier Schwachpunkte gibt. Der Großteil aber kann sich sehen lassen, behaupte ich.

                    gerade die Up Tempo Tracks fährt er 76 ... voll vor die Wand.
                    Elvis fährt - Deiner Meinung nach - For The Heart und Moody Blue vor die Wand?
                    Also das sehe ich ganz anders. Es sind die beiden stärksten Tracks vom Februar '76; For The Heart würde ich sogar als außerordentlich zeitgemäß bezeichnen, als ein sehr gelungenes Comeback in gewisser Weise.

                    Danny Boy, eigentlich eine total abgenudelte Nummer, beschert mir aber bei Elvis echt Gänsehaut!
                    Hätte ich nicht besser sagen können, doch die Overdubbs auf der LP von '76 sind nach meinem Geschmack beinahe unerträglich. Wer sich im Vergleich dazu die Undubbed Versions/Alternate Takes anhört, wird sofort erkennen, was ich meine. Dort kommt nämlich die Magie von Elvis' Stimme pur und unverfälscht zur Geltung - einfach grandios!

                    Die Juni 70 Sessions sind bei mir dagegen ganz oben angesiedelt
                    Dahinter kommen bei mir die 72er Sessions.
                    Aus der, leider sehr kurzen, Studiosession gefällt mir alles.
                    Bis auf For The Good Times gehe ich mit.

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                    • elvis56
                      Stammuser

                      • 19.04.2015
                      • 199

                      #175
                      Ich muss aber auch sagen das ich ganz klar ein Mann der 50er und 60er bin.

                      Abgesehen von dem einen oder anderen Soundtracktiefpunkt der 60er und einigen damals aus gutem Grund unter Verschluß gehaltenen Nummern wie Harbor Lights und ähnlichen Kalibern wackelt da für mich kein Sackhaar.

                      Sieht man von einigen wirklich ganz üblem Soundtrackmüll ab, also von so Zeugs wie Yoga ... oder Old Mc Donald, finde ich Elvis Discographie der Jahre 54-Anfang 71 geradezu makellos. Natürlich gibt es Nummern die mir besser gefallen als andere, aber das ist ja nicht der Punkt.

                      In den 70ern wirkt dagegen vieles schwerfällig, und oft auch schlampig produziert, auf mich. Dennoch gibt es auch aus den 70ern ne Menge Material das ich nicht missen möchte, keine Frage.

                      Dennoch wundert es mich immer ein bisschen das dieses Jahrzehnt heute von vielen Fans so favorisiert wird, oder täuscht das?

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                      • Tafka S.
                        Posting-Legende

                        • 22.06.2005
                        • 9755

                        #176
                        Zitat von elvis56
                        Dennoch wundert es mich immer ein bisschen das dieses Jahrzehnt heute von vielen Fans so favorisiert wird, oder täuscht das?
                        Ich kenne sowohl solche als auch solche Fans, das kann man schlecht auf eine bestimmte Dekade beschränken. Ich selbst höre mir die Sachen aus den 70ern am häufigsten an, das ist bestimmt bekannt, doch viele andere halten es mit der Zeit, in der Elvis sich als "Revolutionär" betätigte. Ausgesprochene Fans des Film-Elvis aus den 60ern kenne ich eher wenige, wobei diese oftmals genau jene Filme als besonders unterhaltsam empfinden, die qualitativ eher im unteren Bereich angesiedelt sind.
                        Dass Elvis aber auch was "Richtiges" gemacht hat inmitten der ganzen Soundtracks, wurde so richtig erst Anfang der 90er deutlich, als man das sehr lobenswerte Box Set FROM NASHVILLE TO MEMPHIS - THE ESSENTIAL 60s MASTERS zusammen gestellt hat. Das beinhaltete mMn den wahren 60er-Jahre-Elvis abseits von Hollywood, wobei ich das Fehlen der Burbank-Highlights damals als sehr schmerzlich empfand. :traurig:
                        Lisa Marie hat jedenfalls mal in einem Interview geäußert, dass auch sie eine besondere Affinität zu den Songs ihres Vaters empfindet, die er in den 70ern aufgenommen hat. Genau erklären konnte sie das auch nicht.
                        Diese Songs wirken womöglich einfach authentisch, weil Elvis spätestens ab 1972 über Dinge sang, die er selbst erlebt hat - ohne sie selbst zu Papier bringen zu müssen. Ich weiß aber nicht, ob das jeder so sieht, der vor allem auf die 70er-Elvis-Jahre steht.
                        Fest steht nur eins:

                        das ist eben Geschmackssache.
                        So ist es!

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                        • elvis56
                          Stammuser

                          • 19.04.2015
                          • 199

                          #177
                          Zitat von Tafka S.
                          Dass Du die Jungle Room Sessions vom Februar '76 als schlechteste überhaupt einstufst, kann ich nur hinsichtlich Deiner persönlichen Meinung gelten lassen, nicht aber als sachlich richtig. Man sollte bei der Bewertung von Stimme, Stimmung und Material auch immer Elvis' persönliche Lebenssituation berücksichtigen - das wäre zumindest mein Vorschlag.
                          :
                          Schlechteste überhaupt habe ich so nicht geschrieben. Bitte richtig lesen.

                          Ich finde das Elvis persönliche Lebensumstände überhaupt keine Rolle spielen bei der Beurteilung seiner Leistung.

                          Ob es Elvis gut, schlecht oder so mittel ging, ob er die Aufnahmen selber für Großartig oder für einen Haufen Schrott hielt das alles hilft mir beim Anhören überhaupt nicht weiter. Entweder eine Nummer ist gut gesungen oder eben nicht. Und Elvis hat in früheren Jahren bedeutend besser gesungen, mit mehr Sicherheit und bedeutend variabler, als er das 76 getan hat.

                          Und Krank, das ist nicht als Provokation gemeint, war Elvis vor allem weil er sich permanent abgeschossen hat. Das ist bzw. war sein Bier. Aber seiner Stimme hat es sicherlich nicht weitergeholfen.

                          Moody Blue, den Song mag ich sowieso überhaupt nicht, für mich persönlich ganz übler Rentnerschlager, ist einfach total Scheiße gesungen. Er hat hörbare Mühe die Töne zu kriegen und Knödelt ohne Ende. Das mir der Song nicht gefällt ist mein Pech, aber vom Gesang her ist das nicht gerade eine Glanzleistung.

                          Und noch was: Anhören muss ich mir das nicht, das stimmt schon. Aber mit dem Argument macht man von vornherein jede Diskussion unmöglich.

                          Ich habe mir den Bettel oft genug angehört um mir ein Urteil erlauben zu können. Und Elvis hat in der ersten Stax Session, um auch darauf noch einmal zurückzukommen, einige wirklich starke Songs aufgeommen. Das Problem ist nur das er die Dinger nicht ordentlich singt. Gerade bei den schnelleren Nummern merkt man das er erhebliche Probleme mit dem Timing und der klaren Artikulation hat. Das konnte Elvis normalerweise besser als jeder andere, dieses perfekte rhythmische Singen. Hier aber baut er nur Mist. Ich persönlich finde es ein Unding vollgedröhnt zur Arbeit zu gehen und etwas abzuliefern das so weit unter den eigenen Möglichkeiten liegt. Gerade wenn man weis was der Mann eigentlich auf dem Kasten hatte ist das doch kaum auszuhalten sich diesen Verfall mit anzuhören.

                          Aber naja, mir ist schon klar das meine Meinung von keiner Sau geteilt wird.
                          Zuletzt geändert von elvis56; 26.05.2015, 14:57

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                          • elvis56
                            Stammuser

                            • 19.04.2015
                            • 199

                            #178
                            Zitat von Tafka S.
                            Diese Songs wirken womöglich einfach authentisch, weil Elvis spätestens ab 1972 über Dinge sang, die er selbst erlebt hat - ohne sie selbst zu Papier bringen zu müssen.
                            Ich denke man neigt dazu da viel zuviel heutiges Wissen über sein Privatleben hineinzuinterpretieren.

                            Und zudem, wie ich schon mal schrub, im Endeffekt ist mir der biographische Hintergrund einer Aufnahme egal. Entweder die Musik ist gut oder eben nicht. Was jetzt nicht bedeutet das sie nicht gut ist, bitte nicht Missverstehen.
                            Aber: Ein mieser Film, von einem schlechten Regisseur mit grottigen Darstellern in 5 Tagen zusammengekloppt wird nicht besser weil er auf einer wahren Begebenheit basiert.
                            Und ein toller Film ist keinen Deut weniger Sehenswert wenn die erzählte Geschichte völlig frei erfunden wurde.

                            Genauso sehe ich das auch bei Elvis Aufnahmen. Was gut ist ist gut, was schlecht ist ist schlecht. Die Hintergründe mögen einiges Erklären, ändern aber nichts an der Qualität.

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                            • Tafka S.
                              Posting-Legende

                              • 22.06.2005
                              • 9755

                              #179
                              Zitat von elvis56
                              Schlechteste überhaupt habe ich so nicht geschrieben. Bitte richtig lesen.
                              Stimmt, dieser Hinweis kann nie schaden.

                              Ich finde das Elvis persönliche Lebensumstände überhaupt keine Rolle spielen bei der Beurteilung seiner Leistung.
                              Sehe ich anders, weil man z.B. einen kerngesunden jungen Mann mit Anfang 20 nicht mit einem 40-jährigen vergleichen kann, der an z.T. schweren Krankheiten litt. So etwas schlägt auf die Psyche, und man ist schon deshalb ein anderer.

                              Ob es Elvis gut, schlecht oder so mittel ging, ob er die Aufnahmen selber für Großartig oder für einen Haufen Schrott hielt das alles hilft mir beim Anhören überhaupt nicht weiter. Entweder eine Nummer ist gut gesungen oder eben nicht.
                              Ist mir zu einfach gedacht. Nehmen wir doch zum Vergleich mal die Konzerte aus den 70ern, wo er einfach funktionieren musste - auch wenn er gesundheitlich angeschlagen war. Da wurde selten Rücksicht drauf genommen, ob er an dem Abend wirklich fit war oder nicht. Und einen Termin im Plattenstudio abzusagen, wäre sicher auch nicht so ohne weiteres gegangen, wobei das Thema 1976 (Session im "Wohnzimmer") sicher isoliert zu betrachten ist.

                              Und Elvis hat in früheren Jahren bedeutend besser gesungen, mit mehr Sicherheit und bedeutend variabler, als er das 76 getan hat.
                              Das Geheimnis, das Du darin vermutest, lässt sich mit wenigen Worten erklären: ein Mensch wird eben älter...

                              Und Krank, das ist nicht als Provokation gemeint, war Elvis vor allem weil er sich permanent abgeschossen hat. Das ist bzw. war sein Bier.
                              Du bedienst hier ein (Negativ-)Klischee, das so nicht stimmt. Lies Dir beispielsweise mal die Erinnerungen seines Hausarztes durch, dort erfährst Du, dass Elvis sich nicht "permanent abgeschossen" hat, sondern an ernsthaften Erkrankungen litt, die mit entsprechenden Medikamenten behandelt wurden. Diese Medikamente hatten gewisse Nebenwirkungen, die Elvis in seiner persönlichen Lebenssituation - mutmaßlich wider besseren Wissens - zu schätzen wusste, und deshalb gab es einen schleichenden Prozess vom Gebrauch der selbigen zum Missbrauch. Das ist für mich etwas anderes als ein "permanentes Abschießen".

                              Moody Blue, den Song mag ich sowieso überhaupt nicht, für mich persönlich ganz übler Rentnerschlager, ist einfach total Scheiße gesungen. Er hat hörbare Mühe die Töne zu kriegen und Knödelt ohne Ende. Das mir der Song nicht gefällt ist mein Pech, aber vom Gesang her ist das nicht gerade eine Glanzleistung.
                              Müssen es denn beim King immer nur Glanzleistungen sein? Kein Künstler auf der Welt (und auch keiner, der diese bereits wieder verlassen musste) liefert(e) ausschließlich Glanzleistungen ab - das einzufordern, wäre weltfremd. Denn Kunst ist immer auch ein Spiegel der jeweiligen Lebenssituation. Es gibt einfach Prozesse/Ereignisse/Erfahrungen, welche die Wertigkeit von Kunst variieren lassen; das ist praktisch unvermeidbar, und deshalb haben alle Künstler auch mal Schwächeperioden. Da war Elvis keine Ausnahme.

                              Und noch was: Anhören muss ich mir das nicht, das stimmt schon. Aber mit dem Argument macht man von vornherein jede Diskussion unmöglich.
                              Da hast Du recht, das werde ich beim nächsten mal hoffentlich besser hinbekommen...

                              Hier aber baut er nur Mist. Ich persönlich finde es ein Unding vollgedröhnt zur Arbeit zu gehen .
                              Wäre wohl sehr "lebhaft" zugegangen, wenn Du so etwas Elvis ins Gesicht gesagt hättest...
                              Vielleicht muss man sich so etwas vorstellen wie... oder... oder...
                              Aber vielleicht hätte Elvis auch verständnisvoll reagiert. "Was? Du sagst, ich habe nur Mist gebaut? Bin völlig zugedröhnt zur Arbeit gegangen?
                              Stimmt, genau so war es."


                              Aber naja, mir ist schon klar das meine Meinung von keiner Sau geteilt wird
                              Das ist nicht das Problem. Platz für konstruktive Kritik sollte immer sein, und in aller Regel wird Dir auch niemand den Kopf runter reißen, wenn Du mal aus dem Chor der Lobessänger ausbrichst. Doch sollte man schon darauf achten, mit seiner Kritik keine Grenzen zu verletzen und herabwürdigende Formulierungen zu vermeiden.
                              Wenn die Kritik sachlich begründet ist und fair vorgetragen wird, sehe ich nichts Verwerfliches daran. Nur ist es auch in diesem Punkt wie im richtigen Leben: der Ton macht die Musik!


                              Ich denke man neigt dazu da viel zuviel heutiges Wissen über sein Privatleben hineinzuinterpretieren.
                              Auch das spielt eine Rolle, keine Frage.

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                              • Gast

                                #180
                                Was mir im Vergleich zu den TODAY-Sessions auffällt, ist die stark gealterte Stimme des Kings. Er hat so einen nasalen Unterton und klingt ein wenig müde. Würde ich ihn nicht kennen, so hielte ich ihn für einen Sänger jenseits der 60.

                                In den Konzerten fiel dieser Umstand ebenfalls auf. Hört man sich zum Beispiel die DINNER AT EIGHT (13.12.1975) von FTD an, so kann man bei AND I LOVE YOU SO ganz deutlich den Unterschied zur Studioaufnahme vom März erkennen. Elvis' Stimme klingt weniger geschmeidig und zittert bei den leisen, lang gezogenen Passagen ein wenig. Im Sommer 1976 (zum Beispiel auf der TUCSON 76) ist das Problem noch deutlicher auszumachen.

                                Bei den Jungle Room Sessions spielt Elvis das Material natürlich in die Hände. Seine stimmliche Verfassung lässt die Interpretationen noch trauriger und gebrochener wirken und verleiht den Songs, wenn auch ungewollt, mehr Tiefe.

                                Ich persönlich mag die Aufnahmen, insbesondere DANNY BOY, Solitaire und She Thinks I Still Care gehören zu meinen Favoriten.

                                Die Box selbst halte ich für überteuert, insbesondere da FTD nun schon weite Teile des Materials auf den Classic Albums FROM ELVIS PRESLEY BOULEVARD, MEMPHIS, TENNESSEE und MOODY BLUE sowie auf THE JUNGLE ROOM SESSIONS veröffentlicht hat.

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