Filmsongs / Soundtracks

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  • JackWarner

    #91
    Zitat von Gilla
    Aber alles hat Parker eben nicht richtig gemacht, Elvis diese miesen Filme drehen zu lassen. Ein Manager ist zwar kein Kindermädchen seines Klienten, aber er wusste doch, wie Elvis gestrickt war und zunehmend drunter litt. Das war in meinen Augen ein großes Manko vom Colonel.
    Ja, aber fairerweise muss man doch sagen, dass Elvis, als erwachsener Mann, Herr seiner Entscheidungen war. Aber du hast schon Recht. Irgendwie denkt man auch, wenn man sich solange kennt, gibt es eine freundschaftliche Zuneigung, oder vielleicht ein väterliches Empfinden. Und das war eindeutig nicht, oder nicht genügend vorhanden. Jemand mit Verantwortung für seinen Schützling hätte öfter mal die Bremse gezogen. Er hat durchaus immer nur die Kohle gesehen.

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    • Gilla
      Board-Legende

      • 05.02.2007
      • 14776

      #92
      Es gibt ja Stimmen, die sagen, nichts anderes ist die Aufgabe eines Managers.
      Aber Parker sprach immer von "seinem Jungen" und da denkt man eben, dass es mehr als eine nüchterne Geschäftsverbindung war. Aber da hat man sich eben getäuscht.
      Aber gut, selbst Parker hat dann doch eingesehen, als die Filme nicht mehr so erfolgreich waren und es Elvis sichtbar schlechter ging, nun dringend eine Veränderung für Elvis kommen musste, siehe 68 er Comeback Special.
      *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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      • Ciscoking
        Board-Legende

        • 19.05.2006
        • 11755

        #93
        Zitat von Gilla
        Aber gut, selbst Parker hat dann doch eingesehen, als die Filme nicht mehr so erfolgreich waren, nun dringend eine Veränderung für Elvis kommen musste, siehe 68 er Comeback Special.
        Wäre es nach A.C Van Gurk gegangen, hätte er Elvis als Weihnachtsmann auftreten lassen..
        Thanks to Ernst Joergensen, Roger Semon and Erik Rasmussen for the great work. Keep the spirit alive !

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        • Sniper

          #94
          Ich hab' aber auch schon gehört bzw. gelesen, solche Christmas TV Specials waren und sind (?) in den USA eine bombensichere Sache...
          Und die " '68 Comeback Show" in der Form, wie wir es heute kennen und ggf. schätzen, ein Glücksfall, es hätte auch in die Hose gehen können...

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          • allerteuerste
            Gehört zum Inventar

            • 27.06.2004
            • 3088

            #95
            Stimmt, allerdings sind es eben die Risiken, die einen weiterbringen.
            "Motorboat! Motorboat! Ruadan tua i nur zur Noat!"

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            • Sniper

              #96
              Kommt drauf an... HEUTE wissen wir natürlich, was (dokumentierte) Sache ist, aber ein Selbstläufer war Elvis nicht mehr, zwar immer noch gut im Geschäft, aber eben auch nicht mehr unangefochten an der Spitze dabei.

              Wenn ich darüber nachdenke, wie schnell ein gestern angesagter Act beim kleinsten Misserfolg morgen schon wieder weg vom Fenster ist, da kann man, trotz so mancher einem vielleicht nicht selbst in den Kram passender Dinge, doch auch anerkennen und respektieren, wie lange Elvis sich zu Lebzeiten und erst recht über den Tod hinaus hält - da gibt es nichts klein zu reden oder zu relativieren.

              Für mich ist ein Mensch immer ein Produkt seiner Umwelt, seiner Erziehung und Sozialisation - die zutiefst gerade bei uns Deutschen verankerte Annahme/Unterstellung eines immer funktionierenden, stets souveränen, niemals schnöde Alltagsprobleme habenden, und dazu in allen Belangen coolen Prototypen der ihn/sie umgebenden Gesellschaft, stets nützlich und profitabel, ist bar aller Vernunft.

              Es ist mehr als "Hätte er sich mal so kluuuuuuuuuuuug, wie ich es nun mal bin, verhalten!" - mehr als "Tja, er konnte zwar nichts, aber er hatte eine schöne Stimme, doch ja!"
              Es ist dieses latent immer mitschwingende Abwertende/Geringschätzende/diese Was-hat-der-was-ich-nicht-habe Denken, welches einen ermüdet, zumindest für mich gesprochen, sich hier immer wieder im Kreise zu drehen.

              Man muss weder alles von Elvis grenzenlos bejubeln, noch alles grenzenlos in den Dreck ziehen - und es würde mich auch arg wunder nehmen, wenn dies, bis auf Ausnahmen, so gehandhabt wird, denn auch wenn es angeblich zum guten Ton gehört, Elvis immer so ein wenig von oben herab als HansimGlück ohne eigenes Talent/ohne eigene Arbeit abzukanzeln:

              Elvis zu hören, Kern aller Dinge, Grund sich überhaupt hier zusammengefunden zu haben, macht die unauslöschliche Begeisterung aus - nicht aber kleingeistiges Genöle und Geranze.
              "Ja aber, man darf dies doch wohl so sagen - ansonsten ab in den Bilderthread!"
              Fuck this shit.
              Zuletzt geändert von Gast; 28.10.2013, 22:39

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              • sapperlot
                Foren-Profi

                • 18.09.2013
                • 215

                #97
                Lieber @jack,
                deine Texte lese ich (unter anderen) sehr gerne und stimme dir häufig zu.
                Doch nicht, was eine "erfolgreiche Symbiose" angeht. Jenseits der frühkindlichen Entwicklung ist eine symbiotische Beziehung immer ungut, weil sie schmarotzerhaft und dadurch nicht fruchtbar, auch wenn sie zunächst "erfolgreich zu funktionieren" scheint. Das Wesen der symb. Beziehung ist, nicht mehr ohne großten Kraftakt voneinander los zu kommen, weil eben das Gefühl da ist, einander zu brauchen, ohne einander nicht (erfolgreich) existieren zu können.

                Genau das haben wir bei EAP-CP erleben müssen.

                Dabei meine ich, hatte der junge, aufstrebende Elvis den Colonel für einen schnellen Ruhmeszug durchaus gebrauchen können, später dann -nach der gelungenen Wiederaufnahme nach der Militärzeit- nicht mehr. Aber har Elvis Parker tatsächlich auch in den Anfängen g e b r a u c h t ?
                Vielleicht wäre es sogar gut gewesen, seine Karriere wäre nicht so steil verlaufen. Elvis hatte ja -nach den Überlieferungen- die Fähigkeit "gute Leute" (Musiker, Backgroundsänger) für sich zu gewinnen. Darunter waren vermutlich schon einige in der Musikszene erfahrene Leute, die ihm zudem freundschaftlich und väterlich zugeneigt waren.
                Mir scheint, dieser Weg wäre gesünder gewesen ...

                Soweit ich informiert bin, hatte sich Parker Elvis aufgedrängt, und es bedurfte einiger Überzeugungsarbeit der beiden (E. war natürlich voller Bewunderung für den Ersatzpappa, der -anderes als sein eigener Vater- an ihn und seine Künste glaubte), Elvis' Mutter zur Zustimmung einer Zusammenarbeit zu bewegen (diese Zögerlichkeit war allerdings eigennützig, narzisstisch motiviert).

                Diese -verkürzt skizzierte- Dynamik könnte bei dem Faktum mitwirken, dass E. sich -trotz einiger Anläufe- nicht von ihm trennen konnte.

                Für mich eine ganz ganz ungute Arbeitsbeziehung, bereits im Stadium des Entstehens.

                Du schreibst des öfteren, dass es für menschliches Handeln viele bewusste und unbewusste biografisch bedingte Beweggründe gibt. Ja, so denke ich auch. Daher verstehe ich nicht, wenn du hier äußerst: "Einfach selbst Entscheidungen treffen."

                Es ist nicht einfach, sich aus Verstrickungen zu lösen. Ich denke, E.A.P. war ein zutiefst verunsichertes und unsicheres Geschöpf. Seine Tagträume von einem Heldendasein kompensierten das. Und Parker realisierte es ... Wie sollte er sich da von ihm abwenden können? Er hat es nicht geschafft, aus dem i.w.S.d.W. für ihn "unglaublichen" Erfolgen Sicherheit zu verinnerlichen. So tief verwundet muss er in seinem Kompetenzerleben gewesen sein.

                Parker konnte ihm das nicht vermitteln, weil es ihm darum nicht ging. Er hatte nicht die menschlich stärkende Kraft für Elvis, die er gebraucht hätte, um von ihm tatsächlich unabhängig zu werden.

                So schade.

                Allen eine gute Nacht und ein Extrawinker zu @burroughs (sicher total falsch geschrieben) für die dieses Mal reizende Abfuhr

                sure like a rope~dancer {sl.}
                ~ ~ ~~~ ~~ ~~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~~

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                • TheKing
                  Board-Legende

                  • 19.06.2006
                  • 20721

                  #98
                  Zitat von sapperlot
                  Dieser Alleinanspruch eines ökonomischen Maximierungsstrebens hat einen zu hohen Preis. Das, was den Menschen ausmacht, nämlich nicht nur zu funktionieren, sondern auch sinnstiftend tätig zu sein, bleibt dabei auf der Strecke.
                  Das ist ungefähr das, was ich mit weniger gut gewählten Worten seit gefühlten 100 Postings ausdrücken wollte. Danke!
                  Zuletzt geändert von TheKing; 28.10.2013, 23:00
                  Ohne Worte!

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                  • sapperlot
                    Foren-Profi

                    • 18.09.2013
                    • 215

                    #99
                    aber gerne, lieber @king
                    dich lese ich (unter anderen) auch sehr gerne, und es kommt a l l e s gut rüber.

                    by the way, was mir auf dem herzen liegt:
                    warum nimmst du dir diesen königlichen nick-name, obwohl du sicher weißt, dass Elvis Aaron Presley sich in der King-Attitüde gar nicht so arg wohl fühlte? mir fällt es wirklich schwer, deinen nick zu schreiben.

                    jetzt aber tatsächlich gute nacht allen

                    sure like a rope~dancer {sl.}
                    ~ ~ ~~~ ~~ ~~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~~

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                    • TheKing
                      Board-Legende

                      • 19.06.2006
                      • 20721

                      #100
                      Zitat von sapperlot
                      So tief verwundet muss er in seinem Kompetenzerleben gewesen sein.
                      Liebe(r) Sapperlot,

                      kannst Du mir diesen Satz etwas erläutern? Kann das durch die Überbehütung der Mutter entstanden sein? Den Rest des Postings habe ich genossen. Äußerst intelligent und wahr. Das erklärt meine lang gehegte Frage nach dem "Warum" Elvis sich in diese Lage hat bringen lassen. Ich finde es äußerst schlüssig und denke, dass darin die psychische Dynamik der Konstellation Parker/Presley auf einer wichtigen Ebene richtig getroffen wurde.

                      Ohne Worte!

                      Kommentar

                      • TheKing
                        Board-Legende

                        • 19.06.2006
                        • 20721

                        #101
                        Zitat von sapperlot
                        by the way, was mir auf dem herzen liegt:
                        warum nimmst du dir diesen königlichen nick-name, obwohl du sicher weißt, dass Elvis Aaron Presley sich in der King-Attitüde gar nicht so arg wohl fühlte? mir fällt es wirklich schwer, deinen nick zu schreiben.

                        jetzt aber tatsächlich gute nacht allen
                        Als ich mich im Jahr 2005 in dem Ur-forum (Tschabo) anmeldete, war das der erste Schritt zurück in die Elviswelt nach vielen Jahren. In irgendeiner Nacht kam mir mein altes Kindheitsidol wieder in den Sinn und ich begann im Internet nach ihm zu forschen. Wahrscheinlich wollte ich einen Artikel in diesem Forum lesen oder so und ich musste mich dazu registrieren, also suchte ich ohne großen Bedacht ein, so dachte ich gehört es sich, themenbezogenes Pseudonym aus. Ich habe mir nie etwas dabei gedacht. Übrigens wurde ich nach dem ersten absetzen eines zaghaften Postings (meines ersten Postings in einem Internetforum überhaupt) direkt von Burroughs angeblafft. Ich hatte meine schüchternen Erstworte in einen falschen Bereich geschrieben, weil mir noch die Orientierung fehlte. Er ist halt ein Kläffer. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt nicht eine Elvisplatte oder CD, nichts mehr. Kein Buch, keine DVD. Ich habe allen Löcher in den Bauch gefragt. In den folgenden Jahren sog ich Elvis auf wie ein Schwamm. Und erfuhr auch, dass er sich selbst nicht als "King" sah, aber ich denke in seiner emotionalen Intelligenz verstand er schon, dass die Fans ihm zum Ausdruck bringen wollten, dass sie ihn hoch schätzten. Er war bescheiden und lehnte ein solches Attribut für sich ab, was ich gut finde, aber ich sehe ihn auch ganz da oben, zumindest als Kunstfigur und Entertainer. Da kommt lange nichts, was mich so berührt, fasziniert und beeindruckt. Von daher bitte ich, diesen Usernamen nicht zu schwer zu nehmen!
                        Zuletzt geändert von TheKing; 29.10.2013, 00:30
                        Ohne Worte!

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                        • Winston

                          #102
                          Zitat von Ciscoking
                          (...) hätte er Elvis als Weihnachtsmann auftreten lassen (...)
                          Ich habe nie gelesen, dass Tom geplant hatte, Elvis als Weihnachtsmann auftreten zu lassen. Der Erfolg eines Christmas-Specials kann aus heutiger Sicht auch nicht beurteilt werde. Daher finden ich deinen Beitrag doch etwas befremdlich.

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                          • Charles Hardin
                            Foren-Profi

                            • 10.09.2013
                            • 365

                            #103
                            Sind wir jetzt wieder dort angelangt dass Parker der Böse war und Elvis die Opferrolle hatte?

                            Dann klinke ich mich jetzt aus dem Thema aus, denn diese einfach gestrickte Argumentation ermüdet mich nur noch, da tausende Male gelesen.

                            Hat die Seele Angst vorm Tode,
                            hat sie lieben nie gelernt.....

                            Kommentar

                            • Gast

                              #104
                              Zitat von Gilla
                              Ich finde, man darf Elvis eigene Aussagen schon ernst nehmen, wenigstens ab Mitte der 60er, dass diese Filme für ihn nichts wert waren und er viele davon mistig fand und er sie am liebsten ungeschehen gemacht hätte.
                              Warum hat er dann nochmal bei MGM (4 Filme) und PARAMOUNT (1 Film) unterschrieben? Warum unterschrieb er bei UNITED ARTISTS (2 Filme), NATIONAL GENERAL (1 Film) und NBC/UNIVERSAL (1 Film und eine Weihnachs-Show fürs Fernsehen)?

                              Kommentar

                              • cos
                                Board-Legende

                                • 11.01.2004
                                • 26466

                                #105
                                Zitat von Charles Hardin
                                Sind wir jetzt wieder dort angelangt dass Parker der Böse war und Elvis die Opferrolle hatte?
                                Zudem diese Einteilung absolute Spekulation ist. Denn wenn wir etwas überhaupt nicht wissen, dann sind es die Inhalte der Gespräche von Elvis und Parker unter 4 Augen. Das, was beide untereinander besprochen, ausgehandelt haben ist nie an die Öffentlichkeit gekommen. Deswegen sollte man eben auch nicht jemanden den schwarzen Peter zuschustern, denn dafür gibt es KEINE Belege.

                                *Spekulation an* Vielleicht hat Elvis ihm unter 4 Augen gesagt, was er gerne machen möchte. Aus der Sicht des Künstlers.
                                Parker wird ihm unter 4 Augen gesagt haben, was dabei rausspringt und wieviel er dann verdient. Aus der Sicht des Kaufmanns.
                                Elvis war so schlau, auf Parker zu hören. *Spekulation aus*

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