Filmsongs / Soundtracks

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  • JackWarner

    #46
    Zitat von TheKing
    Ja, das verstehe ich auch nicht richtig. Warum hat er nicht mehr gemacht? Uninspiriert, faul, unsicher?
    Ich denke, von Allem etwas. Wobei ich nicht glaube, dass es Faulheit war.
    Eher fehlende Motivation und das Erstarren des Rehs im Lichtkegel. Er hatte wohl auch die Befürchtung, Fehler zu machen. Parker hat ihm zum großen Erfolg verholfen, warum sollte er diesmal falsch liegen. Dann kamen soviele neue Bands, neue musikalische Strömungen, wo er sich erst einmal von vorgestern fühlen musste mit seinem Rock'n Roll. Es wäre zu einfach, das Alles auf eine einfache Formel herunterbrechen zu wollen. Auch ist es zu leicht, dies mit einer heutigen Distanz zu betrachten. In den frühen 60ern war Elvis' Karriere auch erst ein paar Jahre her. Wenn ich mir Bands, oder Sänger anschaue, die vor ein paar Jahren mit irgendeinem Musikhype sehr erfolgreich waren, dann ist es auch nicht gesagt, dass sie jetzt alles ausprobieren können und der Meinung sein müssen, dass es schon funktionieren wird. Wieviele davon waren ein Produkt einer bestimmten Musikrichtung. Wenn die vorbei ist, ist für viele auch die Karriere vorbei.
    Wenn ich da z. B. an Terence Trend D'Arby, oder Rick Astly denke. Das waren sehr talentierte Sänger.
    Wenn man dann plötzlich die Möglichkeit hat, ein paar Filme zu machen, die auch noch tierisch erfolgreich sind, dann nimmt man das gerne mit.
    Wer will denn da noch Lastwagen fahren ? Würde doch von uns jeder so machen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto plausibler erscheint mir das. Leider gab es auch in den letzten Jahren sehr talentierte Leute, von denen man auch nichts mehr gehört hat.
    Man macht halt immer wieder den Fehler, dass man alles aus der Gesamtperspektive sieht - von '77 rückblickend. Aber genau das ist der Fehler. .

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    • Mike McCoy
      Foren-Profi

      • 09.12.2012
      • 209

      #47
      Zitat von TheKing
      Die Produktionsbedingungen für die Filme wurden so billig wie möglich gehalten.
      Sollte man hier nicht etwas mehr differenzieren ? Über seine ersten 10 Filme ( bis einschließliche Kid Galahad) kann man doch nicht meckern.
      Erst ab Girls, Girls, Girls werden die Drehbücher schwächer, aber immer noch gut gemachte Unterhaltungsfilme. Viva Las Vegas gilt auch bei vielen außerhalb der Elvis-Szene als Kultfilm. Girl Happy gilt zumindest im Genre der 60er Jahre Teenagerstrandfilme als eine der besten Streifen.
      Als wirkliche low-budget Produktionen kann man doch nur Kissin Cousin, Harum Scarum, Tickle Me und vielleicht noch Paradise, Hawaiian Style und Frankie and Johnny einordnen. Ab Spinout wird die Qualität wieder zunehmend besser und es wurde auch wieder mit höheren Produktionskosten produziert. Seine letzten Filme insbesondere Change of Habit und Live a little, love a little werden vielfach total unterbewertet. Tolle 60er Jahre Produktionen wie ich finde..
      Natürlich werden die meisten seiner Rollen ihm als Schauspieler nicht gerecht und es wäre schön gewesen, falls man
      mehr damals gewagt hätte. Aber es ist nicht müßig sich heute noch darüber zu ärgern ? Vermutlich hätte es
      kein grandioses Bühnencomeback 69 und auch keine 68 TV Show gegeben, falls sich Elvis damals voher stärker als ernster Schauspieler durchgesetzt hätte? Fänden wir das gut ?
      "When we go seeking Elvis we most often find ourselves" - Dave Marsh

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      • JackWarner

        #48
        Wie gesagt: Elvis ist ein Gesamtkunstwerk und alles gehört zusammen.
        Ich bin mir nicht so sicher, dass wir das hätten, was wir haben, wenn ein paar Puzzle-Teile fehlen würden. Das klingt seltsam, aber zeigt auch, dass wir gerne tragische Figuren verehren. Sowas liegt in unserer Natur. Stars, die sich zerstören, obwonl sie keinen ersichtlichen Grund haben, üben eine magische Anziehungskraft auf uns aus. Und Elvis eben noch mehr: Weil er einfach ALLES hatte. Die Frage ist, ob Elvis tatsächlich dieser Mythos heute wäre, wenn nicht alles haargenau gelaufen wäre, wie es nunmal lief.

        Für mich gehören seine Filme, vom ersten bis zum letzten, zu ihm, wie der Rock'n Roll. This Is Elvis !

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        • TheKing
          Board-Legende

          • 19.06.2006
          • 20721

          #49
          Ja, ich finde die Differenzierung stimmt. Viva Las Vegas war ja sehr teuer geraten und da hat der alte Colonel fast die Zigarre verschluckt. 2,5 Millionen oder so, das war damals richtig viel Asche, sowas sollte nicht mehr vorkommen. Die ersten Filme waren super, das stimmt. Dann ab G.I. Blues haben wir es sofort mit dem Imagewechsel zu tun, der wahrscheinlich auch der Plan hinter der Armysache war, um ihn für die breite Masse konform zu machen (Entrockifizierung quasi). Nun gut diesen Weg ging man und Elvis war gerne dazu bereit, glaube ich, war doch sein Ziel Schauspieler zu sein wie manche seiner Idole. Als Flaming Star und Wild in The Country nicht so erfolgreich waren, war die Nummer mit dem ernsthaften Schauspieler für die Bosse gegessen. Der Erfolg von Blue Hawaii setzte die Richtung fest. Girl Happy kann ich auch ganz gut kucken, das stimmt schon. Aber in der Auflistung der Mega-Mörder-Enten fehlt noch Easy Come, Easy Go oder ganz schlimm: Double Trouble. Parker stellte sich breitbeinig vor die Presse hin und sagte:"Diese Filme sind nur für eines gut: Kohle machen!" Ich habe diese Dinge hier schon oft geschrieben, es steht auch alles im Guralnick, ihr wisst es ja auch. Da ist oft schon Fremdschämen angesagt, wenn man die Filme ansieht und ihr könnt mir glauben: Ich bin ein großer, glühender Elvis-Verehrer und versuche es so gnädig wie möglich zu sehen. Teilweise wurde er erbärmlich vorgeführt, schade! Aber ansonsten bin ich voll auf Eurer Seite: Kein Lebensweg ist ne grade Autobahn, Irren ist menschlich und in seinen guten Momenten (und davon gab es einige!) hat der Junge alles weit überstrahlt, was es gibt und gab.

          Also ich möchte da nicht undankbar klingen! Ich bin dankbar für unzählige, wunderbare Stunden, die er mich erfreut und unterhalten hat. Da gibt es nichts zu meckern!


          Meine Faszination verführt mich jedoch des öfteren immer nachzudenken und zu fragen: "Wie, wieso und warum hat er wohl dies und das?"

          Seht es mir einfach nach! Eure Einschätzungen sind da oft recht interesant für mich!
          Zuletzt geändert von TheKing; 27.10.2013, 22:34
          Ohne Worte!

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          • Gast

            #50
            Für Elvis stand halt nicht die Kunst, sondern der Kommerz im Vordergrund. Wenn MGM - wie bei "It Happened At The World's Fair" - darauf bestand, die Tonspuren des Soundtracks hart zu trennen, dann wurde das halt so gemacht. Natürlich hätte Elvis einfach zwei Versionen der Songs aufnehmen können (einmal für die VÖ auf der Schallplatte, einmal für den Film), doch das war ihm dann wohl der Mühe zu viel.

            Auch bei den Spielfilmen selbst achtete er nicht auf die Qualität. Wenn ein Studio die geforderte Gage bezahlte, ging Elvis hin und machte seinen Job. Das mag man nun beklagen oder nicht, für den King war es schnell verdientes Geld und größere Ambitionen schien er nicht zu hegen.

            Musikalisch war bei ihm zur Mitte der 1960er nicht viel los. Als RCA Victor ein Anniversary-Album auf den Markt bringen wollte, nutzte er nicht etwa die Chance und spielte eine ordentliche Studio-LP ein. Vielmehr beschränkte er sich darauf, das Archiv nach unveröffentlichten Aufnahmen durchsuchen zu lassen und das Resultat durchzuwinken. Dabei akzeptierte er auch so manchen Song, den er noch ein paar Jahre zuvor aussortiert hatte.

            Über die Qualität seiner Filme und Lieder mag er sich im privaten Rahmen ausgelassen haben, etwas unternommen hat er nicht. Da siegte am Ende wohl doch die Bequemlichkeit.

            Off-Topic:

            PS: Das alles hat mit Zerpflücken des Gesamtwerkes nichts zu tun. Wer Elvis einfach nur toll findet und sich von Details in seinem Fan-Dasein gestört fühlt, möge sich doch einfach ein paar hübsche Fotos anschauen und "This Is My Heaven" hören

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            • tyrone
              Gehört zum Inventar

              • 30.11.2008
              • 1845

              #51
              also wenn es hier darum geht das der king selbst nicht begeistert von dem material war - habe jetzt nicht alles noch mal gelesen - dann ist das ja wohl hinlänglich belegt.

              die aussagen seiner mitmusiker, das 72èr on tour interview des königs selbst, aussagen von memphis mafia mitglieder, seiner frau, seinen freundinen darüber das er sich immer wieder mal ausgekotzt hat über die qualität des materials sind ja keine einzelfälle.

              wenn es um die das geld war im wichtiger als die kunst aussage geht, das ist ein durchaus logischer rückschluss, da er ja mitte der 60èr allerspätestens gewusst haben muss wie der hase läuft und die blockverträge trotzdem unterschrieben hat.

              hat ihn ja keiner dazu gezwungen.

              daher glaube ich schon das er unzufrieden - aber eben auch recht letargisch und am geld interessiert - war.

              künstlerische gründe für das drehen von harum scarum und clambake fallen mir nämlich nicht viele ein.

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              • JackWarner

                #52
                Zitat von A. C. van Kuijk
                Für Elvis stand halt nicht die Kunst, sondern der Kommerz im Vordergrund.
                Sobald man einen Thread beginnt, der Elvis von dieser Seite beleuchtet, bist Du auch nicht mehr fern.
                Du bist wie eine alte Schallplatte, die nicht über die Spieldauer von 0:33 hinaus kommt. Deine Ausführungen sind eindimensional, unreflektiert und wirken intellektuell nicht sehr anspruchsvoll.

                Wenn man selbst mal ein gewisses Alter erreicht hat, kapiert sogar der Dümmste, dass Lebensumstände, oder die Frage danach, warum man dieses und jenes gemacht, oder nicht gemacht hat, vielleicht nicht machen konnte, zu komplex sind, um sie mit Faulheit, Geldgier, oder was auch immer, zu erklären. Das ist so ein bisschen, wie die Frage eines Kindes an den Vater: "Vati, warum bist Du denn nicht Millionär und fährst einen Ferrari ?". "Tja Kind, weil Vati sehr faul und sehr dumm ist". So in etwa sehen doch Deine Theorien aus, oder ?

                Wenn Du mal 30, oder 40 bist, wirst Du vielleicht auch begreifen, dass man manchmal einer Arbeit nachgehen muss, weil "Kommerz" im Vordergrund steht und dass man nicht selten, falsche Entscheidungen aus Unsicherheit, oder Angst trifft und nicht, weil man eine faule Sau ist. Manche neigen dazu, einem Prominenten menschliche Eigenschaften absprechen zu wollen. Und das ist wirklich absurd. Vielleicht bist es genau du, der Elvis in seiner Vorstellung auf ein Heiligen-Podest gestellt hat und Dinge erwartet, geradezu verlangt, zu denen er selbst vielleicht nie fähig wäre. Du musst Dich ein bisschen mehr mit Menschen umgeben, die ein wenig mehr Lebenserfahrung haben, als du, dann verstehst du vielleicht auch das Leben von Elvis etwas besser. Das kapierst doch sicherlich auch du - so unverstellbar das auch sein mag - dass letztlich jeder nur ein Mensch ist und für die Entwicklung eines jeden Lebens ganz viele Umstände verantwortlich sind. Es macht jedenfalls wenig Sinn, auf so einer Basis, tiefgründig und differenziert zu diskutieren. Warum etwas so, oder anders läuft im Leben ist eine Kombination von zig kleinen Mosaiksteinchen, die man vermutlich auch gar nicht wirklich ergründen kann. Und dann kommst du in regelmäßigen Abständen und willst uns nicht nur das Leben eines Elvis Presley erklären, sondern die Geschichte der ganzen Menschheit ? Ich glaube, Du übernimmst dich da ein wenig.

                Es ist nie NUR eine Sache für das Scheitern, oder den Erfolg verantwortlich. Das wäre ja primitiv einfach.

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                • tyrone
                  Gehört zum Inventar

                  • 30.11.2008
                  • 1845

                  #53
                  hm, aber ist nicht dieses verhalten - ob man es faulheit nennen will oder lethargie oder lustlosigkeit oder sicherheitsdenken oder whatever - das sich sicherlich aus unzähligen mosaiksteinen zusammensetzt wie du ganz richtig schreibst dennoch die diskussionsgrundlage hier?

                  wenn wir alles ohne diskussion hinnehmen, ändern können wir es nicht mehr, brauchen wir kein forum.

                  braucht man ja eigentlich auch nichtaber trotzdem-

                  Kommentar

                  • JackWarner

                    #54
                    Zitat von tyrone
                    daher glaube ich schon das er unzufrieden - aber eben auch recht letargisch und am geld interessiert - war.
                    künstlerische gründe für das drehen von harum scarum und clambake fallen mir nämlich nicht viele ein.
                    Man kann doch letztlich in keinen Menschen rein schauen. Es fließen da vermutlich viele Dinge ein. Es gibt doch nie nur schwarz und weiß.
                    Vielleicht hat er sich dann auch irgendwann in einem Teufelskreis gefühlt, aus dem er es nicht schaffte, sich zu befreien. Das ist doch aber nicht immer auf "Faulheit" oder "Desinteresse an künstlerischer Entwicklung", oder was auch immer zu reduzieren. Kein Mensch entscheidet sowas bewusst. Und dann nicht zu vergessen: Das war ein jahrelanger Prozess, bei dem sich eine grobe Tendenz dann einfach irgendwann eingeschlichen hat.
                    Gut vorstellen kann ich mir schon, dass Elvis zur Lethargie geneigt hat. Das könnte zumindest diese Lebensphasen erklären und auch die, die letztlich für seinen Tod mitverantwortlich war. Ihn dafür zu kritisieren, finde ich aber mehr als unangebracht.
                    Warum man auf den Filmen so herumreitet, versteh ich auch nicht. Es ist ja nicht so, dass er während, oder kurz danach gestorben wäre und die Hinterlassenschaft in erster Linie aus diesen Filmen bestünde. Es gab danach ja einige Highlights und Elvis ist, wenn auch nicht dauerhaft, aus dieser Starre aufgewacht. Aber künstlerisch verwerflich empfinde ich viel mehr die schlechten Konzerte, die er gegeben hat, als die Filme. Da sind wenigstens noch Songperlen dabei, was ich von einigen Konzerten nicht behaupten kann. Aber auch das will ich ihm nicht permanent zur Last legen.
                    Der Mann hat uns alle mit seiner Musik und seinem Werk bereichert und viele Glücksmomente geschaffen, da gehören für mich auch die Filmtitel dazu.

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                    • Charles Hardin
                      Foren-Profi

                      • 10.09.2013
                      • 365

                      #55
                      Bei vielen Themen werden Filme oder Songs, die kein künstlerisch hohes Niveau haben, sowie die Frage nach dem Warum der Entstehung mit Faulheit, Lustlosigkeit, mangelnden Ehrgeiz und Geldgeilheit erklärt.

                      Mittlerweile haben eh alle User es bis zum Erbrechen vorgekaut bekommen, dass Elvis bei manchen Usern ein fauler, geldgieriger, hinterwäldlerischer Einfaltspinsel war.

                      Vielleicht würde es nicht schaden den Menschen Elvis Presley bei derlei Betrachtungen etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
                      Denn Presley war auch nur ein Mensch mit Schwächen und Fehlern.

                      Klar beklagte er sich oft über das Material dass ihm zur Verfügung stand, wissen wir alle, und so wie es aussieht hatte er nicht unbedingt den Willen zur Veränderung.
                      Die 60er waren auch Lernprozess bis Elvis wieder zurück zu seinen Wurzeln, der Musik, fand. Er brauchte eben Jahre um aus der Sackgasse Film zu entkommen.

                      Ihn aber ständig als faul und geldgeil hinzustellen kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
                      Dafür brauche ich keinen selbsternannten Elvis Forscher!
                      Hat die Seele Angst vorm Tode,
                      hat sie lieben nie gelernt.....

                      Kommentar

                      • JackWarner

                        #56
                        Zitat von tyrone
                        hm, aber ist nicht dieses verhalten - ob man es faulheit nennen will oder lethargie oder lustlosigkeit oder sicherheitsdenken oder whatever - das sich sicherlich aus unzähligen mosaiksteinen zusammensetzt wie du ganz richtig schreibst dennoch die diskussionsgrundlage hier?wenn wir alles ohne diskussion hinnehmen, ändern können wir es nicht mehr, brauchen wir kein forum. braucht man ja eigentlich auch nichtaber trotzdem-
                        Da hast du Recht. Mir mißfällt nur dieses Eindimensionale, "Elvis war dumm, fett,faul und gefräßig". Und ja, ich mag dieses respektlose und primitive Stammtischniveau auch nicht. Denn diese Formulierungen beinhalten ja nicht nur eine Feststellung, wie so gerne behauptet, sondern gleichzeitig die Herabsetzung seiner Person, die von A. C. gezielt eingesetzt wird, damit nur jeder wieder auf das schreiende Kind reagiert. Das hat ein bisschen was Sensationsgeiles in Verbindung mit ADS.
                        Ich habe kein Problem damit, wen man sagt, Elvis wirkte lustlos, demotiviert oder was auch immer. Es muss ja so gewesen, sonst wäre ja Vieles anders gewesen. Aber es war halt nicht nur das. Die Gründe waren vielschichtig.
                        Es wird immer als verwerflich hingestellt. Hast du jeden Tag Bock in die Arbeit zu gehen, oder hast du schon mal falsche und idiotische Entscheidungen getroffen ? Ich denke halt, diese Keulen, die da ausgeteilt werden, sind schon teilweise übertrieben. Mir geht es nicht um den Inhalt, sondern die Art und die Intensität, wie da oft darauf herumgeritten wird.
                        Die Diskussion wird ja auch langweilig, es immer nur gebetsmühlenartig zu erwähnen. Man will ja schon VERSUCHEN, es zu ergründen und besser verstehen. Und das verstehe ich eigentlich als Diskussion und nicht, mir ständig die primitiven Aussagen reinziehen zu müssen, was Elvis eigentlich für ein Versager war.

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                        • Lakota
                          Posting-Legende

                          • 05.09.2007
                          • 9018

                          #57
                          Seinen Fleiß und die damit einhergehenden Filme wurden hier tatsächlich schon oft diskutiert. Ich für meinen Teil möchte auf ein paar Filme wirklich nicht verzichten. Und obwohl er in Wahrheit von keiner hohen Klippe gehüpft ist, mag ich z.B. FUN IN ACAPULCO ganz gerne. Der Soundtrack dazu auch. Das hat doch Schmiß. Wer sonst sang schon Lieder über liebeskranke Stiere? Passende Liedchen für unaufgeregte Filmchen, in einer Zeit, wo genau danach verlangt wurde. Ich für meinen Teil hätte gern den ein oder anderen "Fehler" begangen und damit mein Konto aufgefüllt.
                          Jeder Schauspieler, jeder Sänger, Künstler, Maler etc. hat ein paar Gurken für die er sich im Nachhinein geschämt hat. Na und? Zu der Zeit waren sie richtig oder finanziell einträglich und haben somit wieder eine Berechtigung.
                          Viele Songs aus den Filmen sind gute Laune Lieder, die man gerne immer mal wieder hört. (Und wie gerne hätte ich mich in einer Co-Rolle von ihm anschmachten lassen und wenn er nur das Telefonbuch runter gesungen hätte.)
                          Du bist zeitlebends für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.

                          * Antoine De Saint-Exupéry *

                          Kommentar

                          • cos
                            Board-Legende

                            • 11.01.2004
                            • 26466

                            #58
                            Zitat von Lakota
                            Zu der Zeit waren sie richtig oder finanziell einträglich und haben somit wieder eine Berechtigung.
                            Eben. Zu der Zeit waren diese Filme modern, es wimmelte von solchen Filmen in den Kinos. Ob sie im Jahre 2013 anspruchsvoll sind, interessierte damals niemanden, denn sie haben das aktuelle, damals lebende Volk bedient und sonst niemanden.

                            Kommentar

                            • Gast

                              #59
                              Entertainer wie Peter Alexander haben damals sogar bis zu vier solcher Filme im Jahr abgeliefert. Sowas war Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre völlig normal - in Europa wie in Amerika. Colonel Parker hat mit Hilfe der Filmfirmen und RCA Victor diese Masche "lediglich" perfektioniert und die optimale Verwertungskette aus Single, Album und Film geschaffen.

                              Kommentar

                              • TheKing
                                Board-Legende

                                • 19.06.2006
                                • 20721

                                #60
                                Zitat von cos
                                Eben. Zu der Zeit waren diese Filme modern, es wimmelte von solchen Filmen in den Kinos. Ob sie im Jahre 2013 anspruchsvoll sind, interessierte damals niemanden, denn sie haben das aktuelle, damals lebende Volk bedient und sonst niemanden.

                                Das ist kein Argument, finde ich, denn auch in dieser Zeit wurden sehr gute Filme gemacht, auch in dem Genre, die man besser ansehen kann, weil man sich mehr Mühe gegeben hat. Also auch gemessen an den filmischen Werken der Zeit, sind viele Filme einfach zu gnadenlos billig und schlecht gemacht, ohne Inspiration, Idee, Witz...wie anspruchslos muss man sein, um das nicht zu bemerken?
                                Ohne Worte!

                                Kommentar

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