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Da war Tigerman schneller. Ich habe das Buch hier liegen und wollte gerade den Ausschnitt schreiben
Aber vielleicht interessiert sich jemand, was auf dem Weg zum Stützpunkt noch passiert ist:
....Allerdings sei er davon überzeugt, dass sie es bei dem Schneesturm nicht bis zum Stützpunkt schaffen würden.
Elvis stellte den Jeep an einer geschützten Stelle zwischen Bäumen und Felsbrocken ab und ließ den Motor laufen, weil ein eiskalter Wind die Temperatur auf minus zwanzig Grad fallen ließ. Innerhalb einer Stunde lag der Schnee höher als die Wagentür, und Elvis musste wiederholt den Motor aufheulen lassen, um den Schnee am Auspuff zu schmelzen.
Elvis und Jones nahmen ihre vorgeschriebenen Ponchos, hockten sich hin und schliefen sofort ein, was teilweise auf die Kälte zurückzuführen war. Da Presley die Ponchos wie ein Zelt befestigt hatte, konnten die beiden Soldaten ein Höchstmaß an Körperwärme bewahren, doch drang wegen des laufenden Motors auch eine große Menge an Kohlenmonoxid in die behelfsmäßigen Zelte.
"Ich war in wenigen Sekunden eingeschlafen", erzählte Elvis Charlie Hodge einige Tage darauf. "Ich wusste nicht, wieviel Zeit vergangen war. Das einzige, was ich bemerkt habe, war ein Windstoß, der den Poncho von meinem Gesicht weggeblasen hat. Frische Luft wehte mir entgegen, als hätte mir jemand Eiswasser ins Gesicht gekippt. Die Luft roch irgendwie süßlich."
Elvis versuchte die Hände zu heben, doch er konnte sie nicht bewegen. Er schloss die Augen und konzentrierte sich darauf, so wie er in Hunderten von Spionagefilmen gesehen hatte, die Hände über den Kopf zu heben. "Das fühlte sich an, als wäen sie aus Blei."
Schließlich bewegte sich Elvis auf dem Vordersitz hin und her, bis err in den Schnee fiel. "Ich bin in den Schnee gerollt und habe mich gezwungen, immer wieder tief ein- und auszuatmen. Endlich konnte ich meine Arme und Beine spüren. Und was noch wichtiger war: Ich konnte kriechen."
Presley schleppte sich zum Jeep zurück, stellte die Zündung ab, zog Jones heraus und ließ ihn mit dem Gesicht voran in den Schnee fallen. Dann musste sich Presley mehrmals übergeben. Als es ihm wieder besser ging, kroch er zu Jones herüber.
"Der Feldwebel sah aus, als wäre er tot. Er war richtig steif." Elvis massierte, schüttelte und rieb Jones überall mit Schnee ein und versuchte damit, ihn wieder zu Bewusstsein zu bringen. Schließlich versetzte Elvis ihm einen Tritt, so fest er nur konnte. Jones hustete, bäumte sich im Schnee auf und erhob sich schwankend. Dann verlor Presely das Bewusstsein - eine Nachwirkung des Sauerstoffmangels. Diesmal kroch Jones durch den Schnee, hielt sich an Steinen und niedrigem Gestrüpp fest, das unter Schnee und Eis zum Vorschein kam, und versetzte Presley einige Tritte, ded wieder zu Bewusstsein kam und zu husten anfing..
Auf dem langen Weg zum Stützpunkt vereinbarten beide, niemandem wegen der möglichen Konsequenzen den Vorfall zu melden. Jones meinte zu Presley: "Die Medien würden, weil Sie so prominent sind, einen Heidenzirkus veranstalten."
Mir ist, als ob die Geschichte mit dem zufälligen Grenzübertritt auch in Bad Nauheim von irgendwem erzählt wurde. Leider bekomme ich nicht mehr zusammen wer das war und ob derjenige es vielleicht auch nur aus dem Buch oder vom Hörensagen kannte. Ob sich jemand, der letztes oder vorletztes Jahr dabei war noch daran erinnern kann?
Jesse
Until the twelfth of never, I'll still be loving you ...
Da war Tigerman schneller. Ich habe das Buch hier liegen und wollte gerade den Ausschnitt schreiben
Aber vielleicht interessiert sich jemand, was auf dem Weg zum Stützpunkt noch passiert ist:
....Allerdings sei er davon überzeugt, dass sie es bei dem Schneesturm nicht bis zum Stützpunkt schaffen würden.
Elvis stellte den Jeep an einer geschützten Stelle zwischen Bäumen und Felsbrocken ab und ließ den Motor laufen, weil ein eiskalter Wind die Temperatur auf minus zwanzig Grad fallen ließ. Innerhalb einer Stunde lag der Schnee höher als die Wagentür, und Elvis musste wiederholt den Motor aufheulen lassen, um den Schnee am Auspuff zu schmelzen.
Elvis und Jones nahmen ihre vorgeschriebenen Ponchos, hockten sich hin und schliefen sofort ein, was teilweise auf die Kälte zurückzuführen war. Da Presley die Ponchos wie ein Zelt befestigt hatte, konnten die beiden Soldaten ein Höchstmaß an Körperwärme bewahren, doch drang wegen des laufenden Motors auch eine große Menge an Kohlenmonoxid in die behelfsmäßigen Zelte.
"Ich war in wenigen Sekunden eingeschlafen", erzählte Elvis Charlie Hodge einige Tage darauf. "Ich wusste nicht, wieviel Zeit vergangen war. Das einzige, was ich bemerkt habe, war ein Windstoß, der den Poncho von meinem Gesicht weggeblasen hat. Frische Luft wehte mir entgegen, als hätte mir jemand Eiswasser ins Gesicht gekippt. Die Luft roch irgendwie süßlich."
Elvis versuchte die Hände zu heben, doch er konnte sie nicht bewegen. Er schloss die Augen und konzentrierte sich darauf, so wie er in Hunderten von Spionagefilmen gesehen hatte, die Hände über den Kopf zu heben. "Das fühlte sich an, als wäen sie aus Blei."
Schließlich bewegte sich Elvis auf dem Vordersitz hin und her, bis err in den Schnee fiel. "Ich bin in den Schnee gerollt und habe mich gezwungen, immer wieder tief ein- und auszuatmen. Endlich konnte ich meine Arme und Beine spüren. Und was noch wichtiger war: Ich konnte kriechen."
Presley schleppte sich zum Jeep zurück, stellte die Zündung ab, zog Jones heraus und ließ ihn mit dem Gesicht voran in den Schnee fallen. Dann musste sich Presley mehrmals übergeben. Als es ihm wieder besser ging, kroch er zu Jones herüber.
"Der Feldwebel sah aus, als wäre er tot. Er war richtig steif." Elvis massierte, schüttelte und rieb Jones überall mit Schnee ein und versuchte damit, ihn wieder zu Bewusstsein zu bringen. Schließlich versetzte Elvis ihm einen Tritt, so fest er nur konnte. Jones hustete, bäumte sich im Schnee auf und erhob sich schwankend. Dann verlor Presely das Bewusstsein - eine Nachwirkung des Sauerstoffmangels. Diesmal kroch Jones durch den Schnee, hielt sich an Steinen und niedrigem Gestrüpp fest, das unter Schnee und Eis zum Vorschein kam, und versetzte Presley einige Tritte, ded wieder zu Bewusstsein kam und zu husten anfing..
Auf dem langen Weg zum Stützpunkt vereinbarten beide, niemandem wegen der möglichen Konsequenzen den Vorfall zu melden. Jones meinte zu Presley: "Die Medien würden, weil Sie so prominent sind, einen Heidenzirkus veranstalten."
Unter Seeleuten sagt man "Seemannsgarn".Wie man es hier nennt, weiß ich leider nicht.Für mich klingt diese Story zwar nett, aber das war es auch schon wieder. Ein Fünkchen Wahrheit ist vielleicht dran, aber die Story im ganzen als wahre Begebenheit zu titulieren wäre wohl doch etwas übertrieben.
Wieso haben die sich mit "Tritten" wieder ins Bewußtsein zurück geholt? Klingt irgendwie unglaubwürdig.Also wenn ich eine bewußtlose Person vor mir habe, verpasse ich ihm als erstes ein paar Ohrfeigen und gebe ihm keinen Tritt.Noch unglaubwürdiger finde ich, das Jones es Elvis gleich tut, als dieser das Bewußtsein verliert.
Die andere Geschichte mit dem Grenzübertritt erscheint mir auch sehr fragwürdig.Jeder, der sich mit Geschichte etwas beschäftigt hat weiß,dass das Überschreiten der Grenzanlagen zwischen Ost- und Westblock gegen ende der 50'er eine heikle Angelegenheit war. Und da soll es Elvis tatsächlich gelungen sein "...mehrere Kilometer" ins landesinnere der CSSR zu kommen und das auch noch unbemerkt.
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