ELVIS IM WRESTLING-RING? – EINE GESCHICHTE, DIE BEINAHE WAHR GEWORDEN WÄRE
Es klingt zunächst wie eine dieser Geschichten, die irgendwann in der Elvis-Welt entstanden sind und mit jedem Erzählen etwas größer wurden. Doch hinter der Geschichte von Elvis Presley und Jerry „The King“ Lawler steckt offenbar tatsächlich mehr als nur eine Fan-Legende.
Die wichtigste Quelle dafür ist Jerry Lawler selbst. In seiner 2002 erschienenen Autobiografie It’s Good to Be the King … Sometimes erzählt er, dass ihm 1977 die Idee zu einem außergewöhnlichen Aufeinandertreffen gekommen sei:
Karate gegen Wrestling – Elvis Presley gegen Jerry Lawler im Mid-South Coliseum in Memphis.
Die Idee entstand nicht völlig aus dem Nichts. Ein Jahr zuvor hatte der spektakuläre Kampf Muhammad Ali gegen Antonio Inoki weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Genau dieses Konzept – Kampfsportler gegen Wrestler – brachte Lawler nach eigener Aussage auf den Gedanken an Elvis.
Über seinen Fahrer Mickey Poole und dessen Bruder soll die Idee schließlich Vernon Presley erreicht haben.
Und dann wird die Geschichte wirklich interessant.
Nach Lawlers Erinnerung versuchte Vernon mehrfach, ihn telefonisch zu erreichen. Als die beiden schließlich miteinander sprachen, erklärte Vernon ihm sinngemäß, dass er die Sache mit Elvis besprochen habe – und dass Elvis die Idee gefallen würde.
Allerdings sei Elvis zu diesem Zeitpunkt körperlich nicht besonders gut in Form gewesen. Er wollte zunächst für seine bevorstehende Tour trainieren. Nach der Tour sollte Lawler erneut kontaktiert werden, um über Einzelheiten zu sprechen.
Dazu kam es nicht mehr.
Elvis starb am 16. August 1977.
Bemerkenswert ist dabei, dass Jerry Lawler diese Geschichte über viele Jahre hinweg immer wieder erzählt hat, ohne sie dabei zunehmend auszuschmücken. Der Kern seiner Schilderung blieb weitgehend derselbe. Aus einem geplanten weiteren Gespräch wurde bei ihm später nicht plötzlich ein unterschriebener Vertrag, ein bereits festgelegter Termin oder ein sicher vereinbartes Match. Gerade das macht seine Erzählung zumindest glaubwürdiger.
Von einem bereits fest vereinbarten Wrestling-Match kann man deshalb trotzdem nicht sprechen. Es gab offenbar weder einen Termin noch einen Vertrag oder ein fertig ausgearbeitetes Konzept. Aber die Idee scheint tatsächlich bis nach Graceland gelangt zu sein – und sie wurde offenbar ernst genug genommen, dass Vernon Presley persönlich mit Lawler darüber sprach.
Dass Elvis sich überhaupt auf so etwas hätte einlassen können, ist gar nicht so abwegig.
Elvis war Wrestling-Fan.
Der Memphis-Promoter Jerry Jarrett erinnerte sich unabhängig von Lawlers Geschichte daran, dass Elvis Veranstaltungen im Ellis Auditorium besuchte. Er soll dort drei- oder viermal gewesen sein und von einem abgeschirmten Bereich in Bühnennähe aus zugesehen haben, damit er nicht von Zuschauern bedrängt wurde.
Und dann war da natürlich Elvis’ große Leidenschaft für Karate, die ihn bereits seit seiner Militärzeit begleitete.
Ein inszeniertes „Karate versus Wrestling“-Spektakel in Memphis hätte also durchaus zu ihm gepasst.
Auch der Titel „King“ hätte genügend Stoff für eine großartige Wrestling-Story geliefert. Elvis war der „King of Rock ’n’ Roll“, während Jerry Lawler sich in Memphis zunehmend als „The King“ des Wrestlings etablierte. Lawler behauptete sogar, das Mid-South Coliseum häufiger ausverkauft zu haben als Elvis.
Ob man daraus tatsächlich einen Kampf um den Titel „King of Memphis“ gemacht hätte, wissen wir allerdings nicht. Dafür gibt es bislang keinen sicheren Beleg.
Was bleibt, ist eine dieser faszinierenden Geschichten aus Elvis’ letztem Lebensjahr:
Die Idee war da. Sie erreichte Graceland. Vernon sprach mit Lawler. Elvis soll Interesse gehabt haben.
Was daraus geworden wäre, wenn Elvis seine Tour beendet hätte?
Das werden wir wohl nie erfahren.
Aber stellt Euch das einmal vor:
Elvis Presley im Mid-South Coliseum – Karate gegen Jerry „The King“ Lawler.
Was für ein Abend das geworden wäre …
Es klingt zunächst wie eine dieser Geschichten, die irgendwann in der Elvis-Welt entstanden sind und mit jedem Erzählen etwas größer wurden. Doch hinter der Geschichte von Elvis Presley und Jerry „The King“ Lawler steckt offenbar tatsächlich mehr als nur eine Fan-Legende.
Die wichtigste Quelle dafür ist Jerry Lawler selbst. In seiner 2002 erschienenen Autobiografie It’s Good to Be the King … Sometimes erzählt er, dass ihm 1977 die Idee zu einem außergewöhnlichen Aufeinandertreffen gekommen sei:
Karate gegen Wrestling – Elvis Presley gegen Jerry Lawler im Mid-South Coliseum in Memphis.
Die Idee entstand nicht völlig aus dem Nichts. Ein Jahr zuvor hatte der spektakuläre Kampf Muhammad Ali gegen Antonio Inoki weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Genau dieses Konzept – Kampfsportler gegen Wrestler – brachte Lawler nach eigener Aussage auf den Gedanken an Elvis.
Über seinen Fahrer Mickey Poole und dessen Bruder soll die Idee schließlich Vernon Presley erreicht haben.
Und dann wird die Geschichte wirklich interessant.
Nach Lawlers Erinnerung versuchte Vernon mehrfach, ihn telefonisch zu erreichen. Als die beiden schließlich miteinander sprachen, erklärte Vernon ihm sinngemäß, dass er die Sache mit Elvis besprochen habe – und dass Elvis die Idee gefallen würde.
Allerdings sei Elvis zu diesem Zeitpunkt körperlich nicht besonders gut in Form gewesen. Er wollte zunächst für seine bevorstehende Tour trainieren. Nach der Tour sollte Lawler erneut kontaktiert werden, um über Einzelheiten zu sprechen.
Dazu kam es nicht mehr.
Elvis starb am 16. August 1977.
Bemerkenswert ist dabei, dass Jerry Lawler diese Geschichte über viele Jahre hinweg immer wieder erzählt hat, ohne sie dabei zunehmend auszuschmücken. Der Kern seiner Schilderung blieb weitgehend derselbe. Aus einem geplanten weiteren Gespräch wurde bei ihm später nicht plötzlich ein unterschriebener Vertrag, ein bereits festgelegter Termin oder ein sicher vereinbartes Match. Gerade das macht seine Erzählung zumindest glaubwürdiger.
Von einem bereits fest vereinbarten Wrestling-Match kann man deshalb trotzdem nicht sprechen. Es gab offenbar weder einen Termin noch einen Vertrag oder ein fertig ausgearbeitetes Konzept. Aber die Idee scheint tatsächlich bis nach Graceland gelangt zu sein – und sie wurde offenbar ernst genug genommen, dass Vernon Presley persönlich mit Lawler darüber sprach.
Dass Elvis sich überhaupt auf so etwas hätte einlassen können, ist gar nicht so abwegig.
Elvis war Wrestling-Fan.
Der Memphis-Promoter Jerry Jarrett erinnerte sich unabhängig von Lawlers Geschichte daran, dass Elvis Veranstaltungen im Ellis Auditorium besuchte. Er soll dort drei- oder viermal gewesen sein und von einem abgeschirmten Bereich in Bühnennähe aus zugesehen haben, damit er nicht von Zuschauern bedrängt wurde.
Und dann war da natürlich Elvis’ große Leidenschaft für Karate, die ihn bereits seit seiner Militärzeit begleitete.
Ein inszeniertes „Karate versus Wrestling“-Spektakel in Memphis hätte also durchaus zu ihm gepasst.
Auch der Titel „King“ hätte genügend Stoff für eine großartige Wrestling-Story geliefert. Elvis war der „King of Rock ’n’ Roll“, während Jerry Lawler sich in Memphis zunehmend als „The King“ des Wrestlings etablierte. Lawler behauptete sogar, das Mid-South Coliseum häufiger ausverkauft zu haben als Elvis.
Ob man daraus tatsächlich einen Kampf um den Titel „King of Memphis“ gemacht hätte, wissen wir allerdings nicht. Dafür gibt es bislang keinen sicheren Beleg.
Was bleibt, ist eine dieser faszinierenden Geschichten aus Elvis’ letztem Lebensjahr:
Die Idee war da. Sie erreichte Graceland. Vernon sprach mit Lawler. Elvis soll Interesse gehabt haben.
Was daraus geworden wäre, wenn Elvis seine Tour beendet hätte?
Das werden wir wohl nie erfahren.
Aber stellt Euch das einmal vor:
Elvis Presley im Mid-South Coliseum – Karate gegen Jerry „The King“ Lawler.
Was für ein Abend das geworden wäre …


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