Jetzt muss ich mich aber sehr wundern, denn das ist ja wohl eine recht haltlose Argumentation.
Ich will hier ganz sicher keine erneute Parker-Diskussion anzetteln, aber ihm seine Leistung abzusprechen und ihn damit für ersetzbar zu halten, kann und möchte ich so nicht stehen lassen.
Schon möglich, dass ihn auch ein anderer Manager entdeckt und groß rausgebracht hätte (übrigens war es Elvis selber, der dafür gesorgt hat, dass Parker ihn entdeckte, denn er wollte unbedingt von ihm entdeckt werden!), aber hätte es auch ein anderer fertig gebracht, ihn so lange an der Spitze zu halten? Einen Künstler 22 Jahre in der obersten Liga spielen zu lassen, bedarf schon eines besonderen Geschicks. Dass da auch mal mit harten Bandagen gekämpft wird, bringt die Branche wohl mit sich. Parker war jedoch stets ein fairer Geschäftsmann und hat Elvis eben nie unter Wert verkauft. Von Halsabschneiderei kann man da beim besten Willen nicht reden. Elvis wollte es doch so. Er wollte Kohle scheffeln, und dass anscheinend auch, wenn der künstlerische Aspekt – hier beziehe ich mich hauptsächlich auf die Filme – dafür auf der Strecke blieb. Wäre es Elvis immer nur um die „Kunst“ und um Selbstverwirklichung gegangen, hätte er sich irgendwann auf gewisse Deals nicht mehr eingelassen. Natürlich hat auch Parker den großen Reibach dabei gemacht, aber das steht ihm auch zu, denn er hat ja die Verträge ausgehandelt, die ohne seine genialen Taktiken nie in dieser Höhe ausgefallen wären. Ein Geben und Nehmen. Der Colonel sorgte für überdimensionale Gagen usw., die Elvis zu einem extrem reichen Mann werden ließen und schnitt sich dafür auch ein entsprechendes Stück vom Kuchen ab. Wo ist das Problem?
Etwas befremdlich ist es, dass diese Vorwürfe gegenüber Parker immer nur von den Fans und Leuten kommen, die keine Ahnung von der Materie haben. Jeder Manager versucht seinen Künstler bestmöglich zu vermarkten. Das ist nämlich sein Job – und genau dafür hat Elvis den Colonel haben wollen. Und weil er diesen Job extrem gut gemacht hat, hat Elvis auch bis zum Schluss an Parker fest gehalten. Da gibt es ganz andere Kandidaten, die tatsächlich mit miesen Methoden schaffen. Dennoch hat es vor Parker niemand geschafft, einen Künstler derart gewinnbringend und erfolgreich zu vermarkten. Noch heute reden andere Menschen aus dieser Branche und auch Leute aus Parkers geschäftlichem Umfeld voller Respekt davon, was der Colonel seinerzeit geleistet hat. Ich habe erst kürzlich eine Doku darüber gesehen. Keiner derjenigen, die geschäftlich mit ihm zu tun hatten, warf ihm Halsabschneiderei oder Unfairness vor. Er war knallhart, wenn’s um Vertäge u.ä. ging, aber immer fair. Ein Ehrenmann sozusagen.
Bei aller Liebe zu Elvis, seinem Talent, seiner Stimme, seinem Charisma ... aber all das reicht leider nicht aus, um zwei Jahrzehnte ganz oben mitzumischen. Dazu braucht es jemanden, der die Stimme, dieses Talent usw. unter die Leute bringt und für die Menschen langfristig interessant und zugänglich macht. Und dieser Jemand war nunmal der Colonel und kein anderer.
Ich will hier ganz sicher keine erneute Parker-Diskussion anzetteln, aber ihm seine Leistung abzusprechen und ihn damit für ersetzbar zu halten, kann und möchte ich so nicht stehen lassen.
Schon möglich, dass ihn auch ein anderer Manager entdeckt und groß rausgebracht hätte (übrigens war es Elvis selber, der dafür gesorgt hat, dass Parker ihn entdeckte, denn er wollte unbedingt von ihm entdeckt werden!), aber hätte es auch ein anderer fertig gebracht, ihn so lange an der Spitze zu halten? Einen Künstler 22 Jahre in der obersten Liga spielen zu lassen, bedarf schon eines besonderen Geschicks. Dass da auch mal mit harten Bandagen gekämpft wird, bringt die Branche wohl mit sich. Parker war jedoch stets ein fairer Geschäftsmann und hat Elvis eben nie unter Wert verkauft. Von Halsabschneiderei kann man da beim besten Willen nicht reden. Elvis wollte es doch so. Er wollte Kohle scheffeln, und dass anscheinend auch, wenn der künstlerische Aspekt – hier beziehe ich mich hauptsächlich auf die Filme – dafür auf der Strecke blieb. Wäre es Elvis immer nur um die „Kunst“ und um Selbstverwirklichung gegangen, hätte er sich irgendwann auf gewisse Deals nicht mehr eingelassen. Natürlich hat auch Parker den großen Reibach dabei gemacht, aber das steht ihm auch zu, denn er hat ja die Verträge ausgehandelt, die ohne seine genialen Taktiken nie in dieser Höhe ausgefallen wären. Ein Geben und Nehmen. Der Colonel sorgte für überdimensionale Gagen usw., die Elvis zu einem extrem reichen Mann werden ließen und schnitt sich dafür auch ein entsprechendes Stück vom Kuchen ab. Wo ist das Problem?
Etwas befremdlich ist es, dass diese Vorwürfe gegenüber Parker immer nur von den Fans und Leuten kommen, die keine Ahnung von der Materie haben. Jeder Manager versucht seinen Künstler bestmöglich zu vermarkten. Das ist nämlich sein Job – und genau dafür hat Elvis den Colonel haben wollen. Und weil er diesen Job extrem gut gemacht hat, hat Elvis auch bis zum Schluss an Parker fest gehalten. Da gibt es ganz andere Kandidaten, die tatsächlich mit miesen Methoden schaffen. Dennoch hat es vor Parker niemand geschafft, einen Künstler derart gewinnbringend und erfolgreich zu vermarkten. Noch heute reden andere Menschen aus dieser Branche und auch Leute aus Parkers geschäftlichem Umfeld voller Respekt davon, was der Colonel seinerzeit geleistet hat. Ich habe erst kürzlich eine Doku darüber gesehen. Keiner derjenigen, die geschäftlich mit ihm zu tun hatten, warf ihm Halsabschneiderei oder Unfairness vor. Er war knallhart, wenn’s um Vertäge u.ä. ging, aber immer fair. Ein Ehrenmann sozusagen.
Bei aller Liebe zu Elvis, seinem Talent, seiner Stimme, seinem Charisma ... aber all das reicht leider nicht aus, um zwei Jahrzehnte ganz oben mitzumischen. Dazu braucht es jemanden, der die Stimme, dieses Talent usw. unter die Leute bringt und für die Menschen langfristig interessant und zugänglich macht. Und dieser Jemand war nunmal der Colonel und kein anderer.








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