Elvis in der DDR

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • gast-20090715

    #151
    DDR- Presse


    FREIE PRESSE
    (1979)

    "Das Geschäft mit den Sklaven in goldenen Fesseln."

    "Elvis Presley, jahrelanges Idol der westlichen Jugend und einer der bekanntesten Sänger von Rockmusik starb an Rauschgift."

    "Als der amerikanische Rockkönig Elvis Presley starb, fand man zehn Arten von Rauschgift in seinem Blut."

    "Presley, der zweifelsfrei über großes Talent und Musikalität verfügte, war eines der unzähligen Opfer des kapitalistischen Unterhaltungsmarktes geworden."


    Kommentar

    • TheKing
      Board-Legende

      • 19.06.2006
      • 20721

      #152
      Zitat von Laser- Freak
      FREIE PRESSE (1979)

      "Das Geschäft mit den Sklaven in goldenen Fesseln."

      "Elvis Presley, jahrelanges Idol der westlichen Jugend und einer der bekanntesten Sänger von Rockmusik starb an Rauschgift."

      "Als der amerikanische Rockkönig Elvis Presley starb, fand man zehn Arten von Rauschgift in seinem Blut."

      "Presley, der zweifelsfrei über großes Talent und Musikalität verfügte, war eines der unzähligen Opfer des kapitalistischen Unterhaltungsmarktes geworden."


      Danke. So kann an das auch sehen...:traurig:
      Ohne Worte!

      Kommentar

      • Elvispankow
        Gehört zum Inventar

        • 20.06.2008
        • 3157

        #153
        Zitat von TheKing
        Danke. So kann an das auch sehen...:traurig:
        ABER...,so wurde es in der ehemaligen DDR "gesehen"...Wir wurden in der Schule "aufgefordert" zu unterschreiben, dass wir kein West- Fernsehen bzw. Radio hören und sehen...:traurig:

        Kommentar

        • TheKing
          Board-Legende

          • 19.06.2006
          • 20721

          #154
          Zitat von Elvispankow
          ABER...,so wurde es in der ehemaligen DDR "gesehen"...Wir wurden in der Schule "aufgefordert" zu unterschreiben, dass wir kein West- Fernsehen bzw. Radio hören und sehen...:traurig:
          Ich meinte, das ich diese Sichtweise nachvollziehen kann und dass es auch etwas wahres daran ist...es macht einen schon traurig, wenn man es einmal so betrachtet, deswegen ist der Thread auch so interessant. Irgendwo ist Elvis als Mensch ja wirklich kaputtgegangen..und die DDR-Medien sehen und beschreiben das eben durch die systemkritische Brille und ich gebe zu: Da ist was dran. Elvis lebte den amerikanischen Traum, welcher besagt, dass jeder es schaffen kann, wo ganz unten, aus der armut heraus, nach ganz oben zu kommen. Das ist Amerika, diese Vision beflügelt das ganze System, deswegen streben die Menschen, arbeiten und leisten etwas, um nach oben zu kommen, etwas Wohlstand für sich zu erkämpfen, denn jeder hat die Chance...Elvis hat es vorgemacht, er war der Beweis...so und nun geht dieser Mann zugrunde, elendig. Was war also schlecht an dem amerikanischen Traum? Wieso kein Happy End, wie im Kino? Ich finde diese Sichtweise sehr erhellend. Ungebremster Turbokapitalismus ist für die Mesnchen anscheinend genauso tötlich, wie die totalitären Systeme der Komunisten. Elvis hat es vorgemacht. Fame and Fortune, how empty they can be...
          Ohne Worte!

          Kommentar

          • gast-20090715

            #155
            Zitat von Elvispankow
            ...Wir wurden in der Schule "aufgefordert" zu unterschreiben, dass wir kein West- Fernsehen bzw. Radio hören und sehen...:traurig:
            Diese "Maßnahme" war aber nun nicht gerade in der Schulordnung verankert oder durch das Ministerium für Volksbildung angeordnet...

            Ich kann mich an (zumindest) zwei Unterschriften erinnern, die für die Freilassungsbekundung einer Angela Davis und einem Luis Corvalan.

            Für wen bitte?....Genau. Und nur darin lag wohl ein gewisser Mißbrauch, da man es uns in der Schule zu einem Zeitpunkt abverlangte, dem das Schreibenlernen und erst recht das Verständnis für dererlei politische Dinge erst noch folgen sollte.

            Kommentar

            • gast-20090715

              #156
              DDR- Presse


              King of Rock`n`Roll- Die Vermarktung eines Toten
              >


              Das Magazin
              (Heft 7) Juli 1980



              Das 16 x 23 cm große Heft hatte gleich mehrere Seiten zum Thema.
              Der Fototeil enthielt Impressionen von Maurice Kennel, einem malenden Reporter aus Zürich (links oben), ein Bild des belgischen Malers Guy Peellaert "Gebet vor der Mutter-Gottes-Statue", 3 Fotos aus dem Comic >Elvis The King< (Kurt Russell) und "Mund-Variationen" + Portrait von Betty Harper.







              >>>

              Kommentar

              • gast-20090715

                #157






                >>>

                Kommentar

                • gast-20090715

                  #158







                  Anmerkung:

                  Das Magazin wurde bereits 1924 gegründet und ist damit eine der ältesten, noch erscheinenden Zeitschriften Deutschlands. 1941 zunächst eingestellt, erlebte es erst nach dem Volksaufstand vom 17.Juni 1953 seine Wiedergeburt beim Berliner Verlag. Es erschien fortan monatlich und bot inhaltlich einen Mix aus Reiseberichten, Mode, Erzählungen, Rätseln und etwas Erotik. Kurz vor dem Mauerfall erschien das Heft mit einer Druckauflage von 568.500 Exemplaren.
                  Zu DDR-Zeiten sehr begehrt und schwer zu bekommen, erfreut sich Das Magazin als eine der wenigen die Wende überlebenden Zeitschriften, zumindest im Osten noch immer ausreichender Beliebtheit.

                  Kommentar

                  • Gilla
                    Board-Legende

                    • 05.02.2007
                    • 14776

                    #159
                    Vielen Dank, Laser-Freak, ganz klasse
                    *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

                    Kommentar

                    • Jesse
                      Board-Legende

                      • 03.01.2007
                      • 21508

                      #160
                      Zitat von Laser- Freak

                      Zu DDR-Zeiten sehr begehrt und schwer zu bekommen, erfreut sich Das Magazin als eine der wenigen die Wende überlebenden Zeitschriften, zumindest im Osten noch immer ausreichender Beliebtheit.

                      Danke Laser, dass es das Magazin noch heute gibt, wusste ich gar nicht. Irgendwie hatte ich immer Glück eines zu ergattern.

                      Es enthielt unter anderem auch einen Anzeigenteil, den ich als Teenager einmal nutzte, um Elvis-Freunde zu finden. Ich bekam fünzig Zuschriften, was mein Vater zu dem Zeitpunkt völlig daneben fand, da ich gerade in den Vorbereitungen zu meinen Abschlussprüfungen stand. Also hielt er die Post zurück und ich wunderte mich, dass niemand antwortete. Mit vierwöchiger Verspätung konnte ich den Leuten dann endlich schreiben. Vom Jugendlichen in meinem Alter bis zu, für mich damals, älteren Herren von 38 Jahren, war alles vertreten. Beantwortet habe ich alle. Zehn Briefpartner behielt ich, um feste Freundschaften zu pflegen, einige von ihnen traf ich auch. Zu dreien von damals habe ich noch heute Kontakt, einer davon ist mein Freund Uwe aus Memphis, von dem ich schon öfter erzählte.


                      Jesse

                      Until the twelfth of never, I'll still be loving you ...




                      Kommentar

                      • gast-20090715

                        #161
                        Zitat von Jesse
                        ... dass es das Magazin noch heute gibt, wusste ich gar nicht....
                        ...Hätte wohl für dies Posting erneut recherchieren sollen, übernahm es (nur leicht abgeändert) aus einem früheren Beitrag von mir in einem anderen Forum.

                        Die (anfängliche) Begeisterung für das Magazin ließ bald nach. Es wechselte den Besitzer und vermeldete Ende 2002 gar Insolvenz. Danach ging es in einen (wiederum) Berliner Verlag über. Wie es derzeit um diese Zeitschrift steht, kann ich nicht sagen.


                        Zitat von Jesse
                        ....Es enthielt unter anderem auch einen Anzeigenteil, den ich als Teenager einmal nutzte, um Elvis-Freunde zu finden...
                        Das käme wohl einigen damaligen DDR-Fans bekannt vor. Der Mitbegründer (1989) und langjährige Vorsitzende des ELVIS-CLUB-BERLIN (ECB) wüsste eine ähnliche Geschichte zu erzählen.
                        Für das Inserieren derartiger Anliegen kamen wohl auch nur bestimmte Zeitungen/Zeitschriften in Frage. Auf ihn stieß ich so erstmals durch eine ähnliche Anzeige in der Wochenpost.

                        Kommentar

                        • gast-20090708

                          #162
                          Zitat von Laser- Freak
                          Das käme wohl einigen damaligen DDR-Fans bekannt vor. Der Mitbegründer (1989) und langjährige Vorsitzende des ELVIS-CLUB-BERLIN (ECB) wüsste eine ähnliche Geschichte zu erzählen.
                          http://www.tvbvideo.de/video/iLyROoaftA8a.html

                          Kommentar

                          • Kirsten
                            Foren-Experte

                            • 01.04.2007
                            • 505

                            #163
                            Vielen Dank für eure Recherchen, ganz große Klasse, was ihr so alles ausgrabt!

                            Kommentar

                            • gast-20090715

                              #164
                              DDR- Presse

                              Hier mal eine Ausgabe (1982) einer Zeitschrift, die sich in Sachen ELVIS doch recht verdient gemacht hat. Das Heft 1-82 war nicht das erste, welches über den KING berichtete, aber anders als andere zuvor ihn schon auf der Titelseite ankündigte.

                              melodie und rhythmus (1-82)




                              > Seite 16




                              Und diesmal war es kein Poster, welches man sich für 5- 20 DDR-Mark von irgendwo her erkaufen musste. Dieses -33x 44cm groß- gab es mit dem Rest des Heftes zusammen theoretisch für nur (damals) reguläre 1,25 Mark am Zeitungsstand...Aber da waren sie wieder, die üblichen Probleme jener Marktwirtschaft bzw. in dem Fall die der ELVIS-Fans.






                              Anmerkung:

                              "Die Melodie und Rhythmus erschien seit 1957 monatlich als Fachblatt für Tanz- und Unterhaltungsmusik. Zunächst im Miniformat, gab es die m&r später in A4, wurde aber weiterhin, mal abgesehen von den farbigen Cover und Poster, in schwarz/weiß gedruckt.
                              Zu Beginn war der Inhalt der Zeitschrift streng nach der kulturpolitischen Linie von Partei und Regierung ausgerichtet, später lockerte sich das etwas auf. So gab es in der m&r Nachrichten und Porträts von nationalen und internationalen Künstlern, sowie Berichte von Amiga-Neuerscheinungen. In der Mitte des Heftes war ein Poster in Farbe zu finden, welches im Gegensatz zum Rest der Zeitung auf hochwertigem Papier abgedruckt wurde.

                              Nach dem Mauerfall übernahm der Henschel Verlag Berlin, die Herausgabe der Zeitschrift. 1990 wurde die Melodie und Rhythmus wegen zu geringer Nachfrage eingestellt.

                              Das Comeback >
                              2004 wagen drei frühere Fans des Magazins nach 14 Jahren ein Comeback. Die neue Melodie & Rhythmus erscheint nun vierteljährig und widmet sich wieder dem Jazz, Rock, Pop, Folk und Folklore. Neu sind Beiträge über Hörbücher. Es gibt Artikel über Künstler, Interviews und Plattenkritik. Hauptaugenmerk legen die rund 20 Musikjournalisten dabei vor allem auf Musiker aus den einstigen sozialistischen Ostblock-Staaten."


                              ((Quelle: Made in GDR- Die DDR (N)Ostalgie-Webseite))

                              .

                              Kommentar

                              • Jesse
                                Board-Legende

                                • 03.01.2007
                                • 21508

                                #165
                                Danke Laser, dass Du das alles so fein recherchiert hast, achja dieses Poster, das hing auch an meiner Wand. Sag' hast Du auch das Poster aus dem Mittelteil des "Magazins" Das war eines meiner Lieblingsbilder damals.

                                Jesse

                                Until the twelfth of never, I'll still be loving you ...




                                Kommentar

                                Lädt...