Interview with Ronnie Tutt
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Nun, er gehört schon zu den deutlich schwächeren Filmen, aber im ganzen sind die Dinger weitaus besser als ihr Ruf.
Früher habe ich auch den Rock'n'Roll-Jehovas (
) nach dem Mund geplappert und die Filme verdammt, aber dann habe ich mich mal damit beschäftigt und sehe es seitdem anders. Die Filme haben ihren Zweck erfüllt: Das Publikum wurde gut unterhalten, Elvis hat's als einziger 50's-Rocker unbeschadet durch die 60er geschafft, hat sich obendrein eine goldenen Nase daran verdient - und wir haben jetzt jede Menge schöner Songs, von denen ich die meisten nicht missen will.
Dem gegenüber auf der Minus-Seite steht ein irgendwann einsetzender Frust über die Routine. Doch machen wir uns nichts vor, das lag nicht an den Filmen, sondern an Elvis, denn den gleichen Frust wegen der Routine hatte er später auch in Las Vegas und auf Tour. Demnach können wir mit Sicherheit davon ausgehen, dass er ihn auch bei "anspruchsvollen" Filmen bekommen hätte.
Wer mal auf einem Filmset war, wird auch verstehen, dass es nicht wirklich einen Unterschied macht, ob man "Blue Hawaii" oder "Früchte des Zorns" dreht: Man sitzt am Set rum und wartet stundenlang, um mal einen einzigen Satz in die Kamera zu sprechen. Ob dieser Satz dann von Hal Kanter oder von John Steinbeck ist, macht den Kohl auch nicht mehr fett. Die Routine ist die gleiche.- Übersetzen
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Das kann sein, muss aber nicht sein. Wir wissen es nicht.
Witzigerweise war es Parker selber, der mal gesagt hat, dass sein Verdienst gar nicht so groß war, denn Elvis hätte so viel Talent gehabt, dass jeder ihn zu einem Superstar hätte machen können.
Fest steht: Scotty Moore und Bob Neal haben es nicht geschafft.
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Heute, 14:00
Rev.Gerhard
Heute, 14:12
Rev.Gerhard
Off-Topic:
auf die idee, mehr als ein zitat in ein posting zu packen, bist du scheinbar auch noch nicht gekommen.. nein?
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Möglich ist alles, aber ich denke nie in dieser Form und diesem Ausmaß. Dass wir uns heute noch so intensiv mit Elvis beschäftigen, liegt sicher zum Großteil auch an Parker und seinen damaligen Geschäftsgebahren ... die ihn im Endeffekt so unsterblich gemacht haben.
Off-Topic:
Ich wollte eigentlich nichts mehr dazu sagen, weil man mir hier ständig vorwirft, ich würde MM nach dem Mund reden, obwohl man eigentlich wissen müsste, dass ich diese Ansichten schon vertrete, seit ich in diesem Forum bin. Ich habe hier bereits ellenlange Parker-Postings verfasst, da war an Michael noch gar nicht zu denken, was den "alten Hasen" eigentlich bekannt sein müsste. Inzwischen habe ich nur keine Lust mehr auf diese Diskussionen und da ist es eigentlich ganz praktisch, dass MM sich mit einer Mordsgeduld und Hingabe immer wieder dem Thema widmet und aufgrund zahlreicher Gegenwehr alles hundertmal erklärt. Dass ich ihm in Form eine DANKES oder auch einer kleinen Spitze meine Zustimmung zum Ausdruck bringe, wird ja wohl gestattet sein. Andere haben schließlich zu gar nichts ne Meinung, poltern aber auch in jeden x-beliebigen Thread und geben ihren Senf ab. Aber vielleicht darf man sich ja auch hier nur zu Wort melden, wenn man MMs gegenteilige Meinung vertritt, schließlich würde das weniger an Elvis' Image kratzen. Komischerweise wird da niemandem Vetternwirtschaft vorgeworfen. Sehr bedenklich ...
Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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Genau zu diesem Thema habe ich übrigens erst kürzlich eine hochinteressante Reportage gesehen, in der sich Leute vom Fach und einige der Menschen, die mit Parker vertragliche Verbindungen eingingen, äußerten. Alle waren durchweg begeistert und halten ihn für einen wahren Ehrenmann. Ich denke, das sagt schon einiges ...Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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Aber Ronnies Meinung ist doch nicht wegzudiskutieren. Parker hatte keine Achtung vor Elvis' Stammmusikern, und grüßte diese meist noch nicht mal. So dass man jokte, dass Parker der Meinung sei, Elvis hätte sogar Erfolg, wenn Affen die Instrumente bedienten.- Übersetzen
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Das ist korrekt. Ich hätte mir von der menschlichen Seite her auch gewünscht, Parker hätte Elvis' Musikern (von Scotty und Bill bis hin zur TCB-Band) etwas mehr verdiente Achtung entgegengebracht. Tutt hat aus seiner Sicht hier auch völlig Recht.
Vielleicht wusste Parker die Musiker tief in seinem Inneren auch zu schätzen. Er hat es ihnen auf jeden Fall nicht gezeigt. Und das ist - was seinen Job anbetrifft - auch richtig so. Wenn man Begleitmusikern das Gefühl gibt, dazu zu gehören oder gar unersetzlich zu sein, ist das geschäftlich gesehen dumm. Sie fangen dann nämlich an, Forderungen zu stellen, höhere Gagen, bessere Konditionen usw. (Falls jetzt wieder behauptet wird, ich hätte keine Ahnung, was ich hier erzähle: Ich habe jahrelang als Begleitmusiker für einige bekannte Stars gearbeitet, außerdem war ich lange Zeit Manager einer Band und kenne daher die Gepflogenheiten dieses Geschäfts nur zu gut - und zwar von beiden Seiten.)
Colonel Tom Parker war der Manager von Elvis Presley und hatte einzig und allein dessen Interessen zu vertreten, und nicht die von Scotty, Bill, James, Ronnie oder sonst wem. Mag für einige sanfte Gemüter vielleicht hart klingen, ist aber die nackte, kalte Realität der Musikbranche.
Der Spruch soll sogar von Parker selber so gekommen sein. Und wenn man sich den Großteil der Fans so anguckt, hatte er damit gar nicht mal so Unrecht. Die meisten interessieren sich doch für nichts anderes als nur für Elvis. Welcher Fan hört denn schon bei den Songs mal genau hin, wie genial die Musiker spielen?So dass man jokte, dass Parker der Meinung sei, Elvis hätte sogar Erfolg, wenn Affen die Instrumente bedienten.Zuletzt geändert von Gast; 11.11.2008, 15:50- Übersetzen
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Das sehe ich auch so. Parker war wohl der Meinung, er hätte die größte Zirkusattraktion unter Vertrag - die, die eben alle sehen wollen. Der Haupttreffer, den sich jeder Manager wünscht! Und als solchen schätzte er Elvis sicher enorm. Aber alles andere war leider komplett nebensächlich, daher zu ignorieren und notfalls aus dem Weg zu räumen. Letzteres vor allen Dingen dann, wenn angebliche Statisten ihn daran zu hindern schienen, die Zirkusattraktion noch ertragreicher unters Volk zu bringen. Er mag ein guter Geschäftsmann gewesen sein, aber für mich gehört zu einem guten Manger mehr, zumal wenn eine langfristige Karriere angestrebt wird.- Übersetzen
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Hm - Elvis hatte doch eine langfristige Karriere! Wer macht es schon 22 Jahre in dem Geschäft, und dann noch mal 31 postum?
Summa summarum kann da nicht allzu viel falsch gemacht worden sein, das muss man doch mal feststellen. Erfolg ist nämlich immer die Summe der richtigen Entscheidungen, und davon hat es offensichtlich mehr gegeben als falsche.- Übersetzen
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Man mag es geschäftspsychologisch zu deuten versuchen. Ich persönlich glaube, dass er nur so handeln konnte wie er konnte. Man kann nicht geben, was man nicht hat. Und Freundlichkeit war ihm wohl nicht naturgegeben. Dabei hätte es sich geschäftspsychologisch durchaus rentieren können, wenn er zu Elvis' Stammmusikern eine normal-herzliche Beziehung gehabt hätte. Oder auch mal ein anerkennendes Wort hätte rüberwachsen lassen. Da wurden die so oft von Elvis auf der Bühne vorgestellt, und der Manager tut so, als existierten sie gar nicht. Das ist merkwürdig. Somit konnte er ihnen also auch nicht kameradschaftlich mal nen musikalischen oder psychosozialen Tip geben oder so. Aber beides ja wohl Bereiche, von denen er wenig Ahnung hatte. Wieviel mehr muss sich der Kopf des Ganzen anstrengen ein einigermaßen gutes feeling zu vermitteln, wenn seine engsten musikalischen Mitarbeiter erstmal durch des Colonels Eiswasser waten mussten.- Übersetzen
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Das sagen Leute, die ihn persönlich näher kannten, anders. Ebenso viele Fans, die bestätigen, dass er sich rührend um sie gekümmert hat und immer sehr nett war. Nur wird Nettigkeit im Geschäft manchmal mit Schwäche verwechselt. Wenn er sie hatte, hat er sie wohldosiert eingesetzt.
Das ist nicht merkwürdig, sondern branchenüblich. Nett zu den Musikern zu sein, ist Aufgabe des Künstlers. Der Manager hat darauf zu achten, dass sie nicht übermütig werden. Die alte Taktik "guter Bulle, böser Bulle".Da wurden die so oft von Elvis auf der Bühne vorgestellt, und der Manager tut so, als existierten sie gar nicht. Das ist merkwürdig.
Sie haben es überlebt, kannten es sicher schon vorher von anderen Jobs so. Die Musiker, die die Gruppe verlassen haben, sind auf jeden Fall nicht wegen des Colonels gegangen.Wieviel mehr muss sich der Kopf des Ganzen anstrengen ein einigermaßen gutes feeling zu vermitteln, wenn seine engsten musikalischen Mitarbeiter erstmal durch des Colonels Eiswasser waten mussten.
Abgesehen davon sollte man mal nicht überschätzen, wieviel Kontakt sie überhaupt zu ihm hatten. Selbst Elvis sahen sie doch fast nur auf der Bühne. Der Colonel wird ihnen dann nur alle sieben Pfingsten mal über'n Weg gelaufen sein. Wenn es dann keine freundliche Umarmung gab, werden sie das überlebt haben- Übersetzen
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