Warum Elvis?

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  • Gilla
    Board-Legende

    • 05.02.2007
    • 14776

    #136
    Schön beschrieben, Lakota.

    Aber es wird gern übersehen, dass es im menschlichen System etwas gibt, was nicht messbar ist: Stimmen und Klänge bewegen die Moleküle, um die Seele zu erreichen.
    *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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    • Jesse
      Board-Legende

      • 03.01.2007
      • 21508

      #137
      Zitat von Gilla

      Es gibt nur wenige Sänger, die mich emotional so erreichen und etwas zum Schwingen bringen...

      Genauso geht es mir auch Gilla.

      Es gibt Musik und Stimmen, die ziehen an mir vorbei, die nehme ich kaum wahr oder kann sie im schlimmsten Fall so gar nicht leiden. Dann gibt es solche, die ich schön finde und sehr gerne höre. Das aber liegt dann an der schönen Melodie oder dem guten Text. Am intensivsten aber empfinde ich Stimme und Musik, die mich innerlich berühren, es muss eine Seele geben, denn was sonst soll eine solche Stimme anrühren? Eine tiefe klare Stimme, getragen von einer guten eingehenden Melodie, das ist es, was mich emotional bewegt und mir Gänsehaut macht. Einige wenige davon könnte ich hier aufzählen, Elvis steht auf dieser Liste an erster Stelle.


      Jesse

      Until the twelfth of never, I'll still be loving you ...




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      • Beetle
        Fühlt sich hier wohl

        • 23.01.2008
        • 92

        #138
        Jeder hat sein eigenen Geschmack, so wie es mit den Autos ist.Geschmäcker sind halt verschieden, sagte der affe und biss in die seife.

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        • burroughs
          Board-Legende

          • 09.02.2004
          • 56243

          #139
          Off-Topic:

          bist du ganz von allein zu dieser hoch-philosophischen erkenntnis gekommen oder hat wikipedia einfach nicht mehr zu dem thema ausgespuckt?

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          • gast-20110615

            #140
            Egal wo man liest --> OFF-TOPIC von burroughs ! Warum machste nicht nen Thread dafür auf??? 3/4 Deiner Postings beruhen ja darauf. Ist mir nur mal so aufgefallen und wollte es mal verkünden...ohne dafür jetzt nen THREAD zu eröffnen.

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            • burroughs
              Board-Legende

              • 09.02.2004
              • 56243

              #141
              Off-Topic:

              wenn ich mir deine 13 beiträge so ansehe, seh ich da nicht allzuviele fachpostings.. aber das täuscht sicher nur, gelle

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              • gast-20090609

                #142
                Was mich an der Stimme so wahnsinnig fasziniert, warum sie mir so durch und durch geht (fast komplett unabhängig von dem jeweiligen Song), kann ich gar nicht so richtig fassen. Ich kann es jedenfalls nicht festmachen an rationalen Gesichtspunkten wie 2 bis 3 Oktaven Stimmumfang o.ä. Klass. Sänger haben doch meist ein größeres Stimmvolumen... und klingen doch oftmals - finde ich - zwar technisch rein, aber irgendwie auch kalt.

                Elvis transportiert mit seiner Stimme Emotion extrem gut, klar. Er legt seine Seele rein - so oft gesagt, fast schon ein Gemeinplatz. Aber reicht das wirklich um die Faszination und Einzigartigkeit der Stimme zu erklären, von der heute immer noch so viele und vor allem auch jüngere Leute der Post-Elvis- Ära gefangen sind? Leute also, die nicht mit der Musik aufgewachsen sind und zwangsläufig wenig mit den soziokulturellen Auswirkungen anfangen können, die Elvis Erscheinen auf der Bildfläche vor über 50 Jahren hatte. Ich finde keine wirkliche Antwort darauf.

                Und dennoch, wenn's um die Frage "Warum und warum heute immer noch Elvis" geht, steht für mich die Stimme als Erklärung ganz weit oben. Denn nur des legendären Status, des guten Aussehens, der clever geführten Marke "Elvis" wegen, würde sich in 2008 doch kaum einer noch die CDs kaufen, geschweige denn gäbe es ein eigenes Sammler-Label, oder? Die Stimme muss also doch der Kern des Ganzen sein.

                Dafür wiederum bekommt die Stimme - von unserem Forum mal abgesehen - nur recht wenig Anerkennung. Wenn's um Elvis geht, wird alles Mögliche als Ursache für den Mythos angeführt, die Stimme oft nur unter "ferner liefen". Scheint zu Lebzeiten auch nicht viel anders gewesen zu sein. 3 Grammys finde ich ganz schön wenig, wenn man sich das Gesamtwerk anschaut. Und noch weniger, wenn ich bedenke, dass Amy Winehouse (die ich ganz gerne höre) gleich 5 auf einen Schlag einheimst.

                Habe den Eindruck, dass gerade seine anhaltende Popularität, das "der Typ ist einfach nicht tot zu kriegen" eine wirkliche Wertschätzung der Stimme verhindert.

                Oder bin ich mit dieser Haltung einfach nur ein hoffnungsloser (aber glücklicher) Elvis-Fan?

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                • gast-20111607

                  #143
                  Zitat von ReconsiderBaby
                  3 Grammys finde ich ganz schön wenig, wenn man sich das Gesamtwerk anschaut. Und noch weniger, wenn ich bedenke, dass Amy Winehouse (die ich ganz gerne höre) gleich 5 auf einen Schlag einheimst.
                  So wie ich das verstehe, hatte dieser "Musik Oscar" zu Elvis' Lebzeiten nicht den Stellenwert, den er heute intus hat...
                  Abgesehen davon, wäre sein (also Elvis) künstlerischer Stellenwert auch mit 10 Grammys weder höher, noch niedriger anzusetzen.

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                  • charro
                    Posting-Legende

                    • 02.09.2005
                    • 8583

                    #144
                    Immerhin sprechen wir hier von 14. Grammy-Nominierungen!
                    Bei den leer ausgegangenen Verleihungen hat er gegen absolute Top-Kandidaten verloren und nicht gerade gegen musikalische Orgelpfeifen!

                    1959
                    A Fool Such As I - Record of the Year - verloren gegen Mack The Knife von Bobby Darin
                    A Big Hunk of Love - Best Performance by A Top 40 Artist - verloren gegen Midnight Flyer von Nat King Cole
                    A Big Hunk of Love - Best R&B Performance - verloren gegen What A Difference Day Makes von Dinah Washington

                    1960
                    Are You Lonesome Tonight - Record of the Year - verloren gegen Theme From A Summer Place von Percy Faith
                    Are You Lonesome Tonight - Best Vocal Performance, Male - verloren gegen Georgia On My Mind von Ray Charles
                    Are You Lonesome Tonight - Best Performance by a Pop Singles Artist - verloren gegen Georgia On My Mind von Ray Charles

                    G.I. Blues (Album) - Best Vocal Performance, Male - verloren gegen The Genius of Ray Charles von Ray Charles
                    G.I.Blues (Album) - The Best Soundtrack Album - verloren gegen Exodus von Ernest Gold

                    1961
                    Blue Hawaii (Album) - Best Soundtrack Album - verloren gegen Breakfast At Tiffany’s von Henry Mancini

                    1968
                    You'll Never Walkt Alone - Best Sacred Performance - verloren gegen Beautiful Isle Of Somewhere von Jake Hess

                    1971 gabs den "Lifetime Achievement Award" da der Grammy bekanntlich erst ab 1958 eingeführt wurde und die Jahre 1956 und 1957 nicht gewertet werden konnten.

                    Zuletzt geändert von charro; 27.03.2008, 14:13

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                    • gast-20090609

                      #145
                      Zitat von Richard Burton
                      So wie ich das verstehe, hatte dieser "Musik Oscar" zu Elvis' Lebzeiten nicht den Stellenwert, den er heute intus hat...
                      Abgesehen davon, wäre sein (also Elvis) künstlerischer Stellenwert auch mit 10 Grammys weder höher, noch niedriger anzusetzen.
                      Ersteres würde es in der Tat erklären, wenn nicht jemand wie Frank Sinatra (glaube ich) 8 Grammys eingeheimst hat. Weiß allerdings nicht zu welchem Zeitpunkt die vergeben wurden.

                      Ich finde schon, das Grammys zumindest eine Anerkennung des künstlerischen Stellenwertes darstellen sollten, sonst machen sie ja überhaupt keinen Sinn. Und da kommt er mit 3en im Vergleich einfach schlecht weg.

                      Ich sehe die Grammys als ein (nur ein) Zeichen für eine immer noch vorhandene Unterbewertung des Künstlers Elvis Presley, evtl. mit hervorgerufen durch die Popularität und teilweise ins Abstruse abrutschende Mythisierung bis hin zur Verkitschung.

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                      • Gilla
                        Board-Legende

                        • 05.02.2007
                        • 14776

                        #146

                        2 Die Stimme. Oft imitiert und trotzdem absolut charakteristisch, perfekt fürs Radio, in dem Künstler in den 1950er und '60er gemacht und erledigt wurden, technisch superb mit einem Umfang von mindestens drei Oktaven und einer Vielseitigkeit - er gewann Grammys für seine Gospel-Aufnahmen, brach Herzen mit seinen Balladen und veränderte die Welt mit seinem Rock 'n' Roll -,

                        Ich lese im Zusammenhang mit Elvis' Stimme immer wieder von "der Körnung seiner Stimme". Was bedeutet das? Soll hier auf die besondere Eigenart, das charakteristische der Stimme, hingewiesen werden oder , was man aus ihr individuell "heraushört"?
                        *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                        • gast-20080904

                          #147
                          Zitat von Gilla
                          Ich lese im Zusammenhang mit Elvis' Stimme immer wieder von "der Körnung seiner Stimme". Was bedeutet das?
                          Mir persönlich sagt das auf Anhieb erst einmal nichts. Könntest du nicht einmal ein paar Zitate (vielleicht mit ein bisschen Zusammenhang drum herum) einstellen?

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                          • Gilla
                            Board-Legende

                            • 05.02.2007
                            • 14776

                            #148
                            Dieser Begriff ist mir einige Male begegnet.
                            Zuletzt bei Greil Marcus, wo er ein Zitat von Simon Frith(engl.Musikkritiker) gebraucht:

                            Wenn wir freudig auf Musik reagieren, dann reagieren wir nicht auf Bedeutungen, sondern auf die Erzeugung von Bedeutungen.

                            Denken sie an Elvis Presley! Letzten Endes ist dies die einzige Methode, mit der wir uns seine Anziehungskraft erklären können: nicht durch eine Bezugnahme auf das, wofür er stand, gesellschaftlich oder persönlich, sondern durch die Konzentration auf die "Körnung seiner Stimme".


                            Ich habe mich erkundigt, da ist wohl die Reibung in der Stimme gemeint, je nachdem, was der Sänger empfindet bei einem Song, gibt es eine grobe oder feine Körnung. So verändert sich entsprechend der Klangkörper.

                            Will man das auf Elvis' Gesang beziehen, dann kann man teilweise erklären, warum ein Song so verschiedene Gefühle in uns auslösen kann.

                            Da gibts viele Beispiele in Elvis' Laufbahn, wo man verschiedene Körnungen beobachten kann. Mal klang seine Stimme weich und samt oder sehr rauh (1968) oder tief und dunkel (76/77)
                            *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                            • gast-20080904

                              #149
                              Zitat von Gilla
                              Dieser Begriff ist mir einige Male begegnet.
                              Zuletzt bei Greil Marcus, wo er ein Zitat von Simon Frith(engl.Musikkritiker) gebraucht:

                              Wenn wir freudig auf Musik reagieren, dann reagieren wir nicht auf Bedeutungen, sondern auf die Erzeugung von Bedeutungen.

                              Denken sie an Elvis Presley! Letzten Endes ist dies die einzige Methode, mit der wir uns seine Anziehungskraft erklären können: nicht durch eine Bezugnahme auf das, wofür er stand, gesellschaftlich oder persönlich, sondern durch die Konzentration auf die "Körnung seiner Stimme".

                              Hmmh, man müsste am besten wissen, welches Wort dort im Orignal Verwendung findet, meine Liebe!

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                              • Gilla
                                Board-Legende

                                • 05.02.2007
                                • 14776

                                #150
                                Zitat von gast-20080904
                                Hmmh, man müsste am besten wissen, welches Wort dort im Orignal Verwendung findet, meine Liebe!
                                Ich frag mal etwas verdutzt, wie du deine Antwort gemeint hast?
                                *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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