Fullquote, weil nötig.
Diese ganze freud'sche Projektionsgeschichte, also die Annahme, u. a. unbewusste Wünsche, Interessen und/oder nicht bewältigte innere Konflikte würden auf eine andere Person projiziert, ist für meine Begriffe ziemlich dürftig und ungeeignet, immer dann als Allzweckwaffe herzuhalten, wenn einem gerade einmal nicht passt, was der andere da sagt. Denn es lässt sich beliebig fortspinnen: Wenn du TheKing unterstellst, er würde das Versagen im eigenen Leben auf Elvis Presley projizieren, könnte jemand anders (beispielsweise ich) dein Verhalten dahingehend hinstellen, dass du wiederum dein Unvermögen mit Momenten des Versagens in deinem Leben auf TheKing projiziert, indem du bei ihm analysiert, er würde projizieren.
Das Ganze ließe sich beliebig fortführen. Jemand könnte wiederum mir attestieren, dass ich mit meinem Leben nicht klar komme, weil ich dich anraunzen muss (und meine Probleme auf dich projiziere), indem ich dir klarmache, dass dein Unbewusstes von dir auf TheKing projiziert wird, wenn du ihm Projektion auf Elvis unerstellst. Es ist ein schönes Totschlagargument der "Generation Freud", aber es ist auch hirnrissig.
Eine zweite Sache ist die: Warum wird jemandem wie TheKing Projektion von eigenem Versagen auf Elvis bescheinigt, indem er ihn schlecht macht, nicht aber der großen Masse an Elvis-Fans, die ihn schön- und besserreden als er war? Das muss mir mal jemand erklären. Denn wenn man sich die Masse der Elvis-Fans einmal anschaut, dann entstammt der allergrößte Teil dem sozialen Milieu, das man gemeinhin "Unterschicht" nennt. Damit möchte ich niemanden schlecht machen, aber es ist Fakt, dass Elvis im Großen und Ganzen ein Unterschichten-Phänomen ist. Bevor Stutz wieder mit seinem Akademiker-Argument kommt: Dieses Forum ist ungeeignet, das Gegenteil zu beweisen, da Mitglieder der Unterschicht vielfach keinen Zugang zum Internet haben - und damit ist nicht einmal der technische gemeint.
Also: Warum projiziert man, wenn man sich kritisch äußert, nicht aber, wenn man sich unkritisch äußert? Warum ist Elvis für einen ganz großen Teil seiner Fans, die es nie aus einem gewissen Milieu herausgebracht haben, der "King" und darf als Projektionsfläche gelten, indem sie ihn hochjubeln und über alle Maßen und jede verstandesmäßig nachvollziehbare Grenze hinweg als Lichtsymbol darstellen, für diejenige Sorte Fans, die auf die schlechten Seiten hinweisen aber nicht? Vielleicht wird auf diese Sorte Mensch ja tatsächlich etwas projiziert von der eigenen Unfähigkeit, mit Konflikten umgehen zu können ...?
Diese ganze freud'sche Projektionsgeschichte, also die Annahme, u. a. unbewusste Wünsche, Interessen und/oder nicht bewältigte innere Konflikte würden auf eine andere Person projiziert, ist für meine Begriffe ziemlich dürftig und ungeeignet, immer dann als Allzweckwaffe herzuhalten, wenn einem gerade einmal nicht passt, was der andere da sagt. Denn es lässt sich beliebig fortspinnen: Wenn du TheKing unterstellst, er würde das Versagen im eigenen Leben auf Elvis Presley projizieren, könnte jemand anders (beispielsweise ich) dein Verhalten dahingehend hinstellen, dass du wiederum dein Unvermögen mit Momenten des Versagens in deinem Leben auf TheKing projiziert, indem du bei ihm analysiert, er würde projizieren.
Das Ganze ließe sich beliebig fortführen. Jemand könnte wiederum mir attestieren, dass ich mit meinem Leben nicht klar komme, weil ich dich anraunzen muss (und meine Probleme auf dich projiziere), indem ich dir klarmache, dass dein Unbewusstes von dir auf TheKing projiziert wird, wenn du ihm Projektion auf Elvis unerstellst. Es ist ein schönes Totschlagargument der "Generation Freud", aber es ist auch hirnrissig.
Eine zweite Sache ist die: Warum wird jemandem wie TheKing Projektion von eigenem Versagen auf Elvis bescheinigt, indem er ihn schlecht macht, nicht aber der großen Masse an Elvis-Fans, die ihn schön- und besserreden als er war? Das muss mir mal jemand erklären. Denn wenn man sich die Masse der Elvis-Fans einmal anschaut, dann entstammt der allergrößte Teil dem sozialen Milieu, das man gemeinhin "Unterschicht" nennt. Damit möchte ich niemanden schlecht machen, aber es ist Fakt, dass Elvis im Großen und Ganzen ein Unterschichten-Phänomen ist. Bevor Stutz wieder mit seinem Akademiker-Argument kommt: Dieses Forum ist ungeeignet, das Gegenteil zu beweisen, da Mitglieder der Unterschicht vielfach keinen Zugang zum Internet haben - und damit ist nicht einmal der technische gemeint.
Also: Warum projiziert man, wenn man sich kritisch äußert, nicht aber, wenn man sich unkritisch äußert? Warum ist Elvis für einen ganz großen Teil seiner Fans, die es nie aus einem gewissen Milieu herausgebracht haben, der "King" und darf als Projektionsfläche gelten, indem sie ihn hochjubeln und über alle Maßen und jede verstandesmäßig nachvollziehbare Grenze hinweg als Lichtsymbol darstellen, für diejenige Sorte Fans, die auf die schlechten Seiten hinweisen aber nicht? Vielleicht wird auf diese Sorte Mensch ja tatsächlich etwas projiziert von der eigenen Unfähigkeit, mit Konflikten umgehen zu können ...?




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