Colonel Tom Parker

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  • gast-20080904

    #76
    Zitat von Rev.Gerhard
    Bei aller Liebe. Ich denke, das eigene defizitäre Leben und die eigenen Ängste kulminieren in dem Zwang nem Promi immer wieder seine Schwachstellen nachtragen zu wollen. Es ist ja nicht primär ein Beklagen der Schwachstellen im Sinne der moralischen Entrüstung, sondern eine anscheinend nicht zu stillende Trauer ("Aber er litt auch unter seinem Lebensstil und ging sehr traurig unter. This is the story and it`s breaking my heart."). Es ist also das gebrochene Herz, dass im Beklagen vermeintlicher Schwächen sich immer wieder bemüht Luft zu verschaffen. Das ist etwas ergreifend Liebenswertes. Da leidet jemand maßlos um einen anderen. Nur wenn man beider Leben miteinander vergleicht, leuchtet es nicht unbedingt ein, dass diese Trauer um den anderen wirklich in der Weise notwendig wäre, dass sie das gegenwärtige Leben spürbar beschattet. Auch die in den Verstorbenen verzweifelt hineinprojizierten Schwächen und Leiden lindern in täglicher Neuauflage nicht den eigenen Schmerz, dessen Ursache wohl eher individuelle Leiden sind, die dann aber in den Großen aus Übersee hineinprojiziert nicht von jedem verständnisvoll gewürdigt werden können, was dann eine regelmäßige Empörung zur Folge hat ("Ich kann nur den Kopf schütteln vor soviel naiver Eierkuchenwelt"). Dabei wäre es doch leichter, sich zur eigenen Situation zu bekennen, und viele helfende Seelen zu erfahren, als sein Befinden in jemand anderes zu projizieren und nur im Beklagen zu verharren.
    Fullquote, weil nötig.

    Diese ganze freud'sche Projektionsgeschichte, also die Annahme, u. a. unbewusste Wünsche, Interessen und/oder nicht bewältigte innere Konflikte würden auf eine andere Person projiziert, ist für meine Begriffe ziemlich dürftig und ungeeignet, immer dann als Allzweckwaffe herzuhalten, wenn einem gerade einmal nicht passt, was der andere da sagt. Denn es lässt sich beliebig fortspinnen: Wenn du TheKing unterstellst, er würde das Versagen im eigenen Leben auf Elvis Presley projizieren, könnte jemand anders (beispielsweise ich) dein Verhalten dahingehend hinstellen, dass du wiederum dein Unvermögen mit Momenten des Versagens in deinem Leben auf TheKing projiziert, indem du bei ihm analysiert, er würde projizieren.

    Das Ganze ließe sich beliebig fortführen. Jemand könnte wiederum mir attestieren, dass ich mit meinem Leben nicht klar komme, weil ich dich anraunzen muss (und meine Probleme auf dich projiziere), indem ich dir klarmache, dass dein Unbewusstes von dir auf TheKing projiziert wird, wenn du ihm Projektion auf Elvis unerstellst. Es ist ein schönes Totschlagargument der "Generation Freud", aber es ist auch hirnrissig.

    Eine zweite Sache ist die: Warum wird jemandem wie TheKing Projektion von eigenem Versagen auf Elvis bescheinigt, indem er ihn schlecht macht, nicht aber der großen Masse an Elvis-Fans, die ihn schön- und besserreden als er war? Das muss mir mal jemand erklären. Denn wenn man sich die Masse der Elvis-Fans einmal anschaut, dann entstammt der allergrößte Teil dem sozialen Milieu, das man gemeinhin "Unterschicht" nennt. Damit möchte ich niemanden schlecht machen, aber es ist Fakt, dass Elvis im Großen und Ganzen ein Unterschichten-Phänomen ist. Bevor Stutz wieder mit seinem Akademiker-Argument kommt: Dieses Forum ist ungeeignet, das Gegenteil zu beweisen, da Mitglieder der Unterschicht vielfach keinen Zugang zum Internet haben - und damit ist nicht einmal der technische gemeint.

    Also: Warum projiziert man, wenn man sich kritisch äußert, nicht aber, wenn man sich unkritisch äußert? Warum ist Elvis für einen ganz großen Teil seiner Fans, die es nie aus einem gewissen Milieu herausgebracht haben, der "King" und darf als Projektionsfläche gelten, indem sie ihn hochjubeln und über alle Maßen und jede verstandesmäßig nachvollziehbare Grenze hinweg als Lichtsymbol darstellen, für diejenige Sorte Fans, die auf die schlechten Seiten hinweisen aber nicht? Vielleicht wird auf diese Sorte Mensch ja tatsächlich etwas projiziert von der eigenen Unfähigkeit, mit Konflikten umgehen zu können ...?

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    • Divine
      Gehört zum Inventar

      • 23.02.2008
      • 1110

      #77
      Wie hat der Colonel eigentlich auf Elvis' Tod reagiert? Ich hab mal gelesen, dass es ihm gleichgültig war - stimmt das?

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      • gast-20081107

        #78
        Kann mir nicht ganz vorstellen, dass es ihm Wurscht war, immerhin hat der Colonel eine gewisse Zeit mit Elvis verbracht.
        Keine Ahnung, is nur ne Vermutung, aber wissen würd ich es auch gerne.

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        • Pawnee
          Kennt sich hier aus

          • 06.02.2008
          • 66

          #79
          Parker

          Also ich kann das hier alles nicht glauben. Music Man, tut mir leid, aber das ist absoluter Non-Fug, den Du hier verbreitest.

          Sicherlich wird Elvis gesehen haben, dass der Colonel ne gewisse Fähigkeit besitzt, Vermarktung zu betreiben.
          Aber es steht außer Frage, dass der Colonel an Elvis's körperlichem Zustand Mitschuld trägt. Die Mega-Konzerttouren hat nicht Elvis organisiert, sondern nachweislich (und für Dich nochmal extra: nachweislich) der Colonel. Und dieses in Verbindung mit dem familiär vorbelastetem Elvis (Mutter Drogenabhängig) war eine gefährliche, explosive Mischung.

          Sicherlich gebe ich Dir Recht, dass man nicht jeden Unsinn glauben soll, der verbreitet wird, aber an Gerüchten und Spekulationen ist auch immer etwas dran. Woher nimmst Du denn Deine sogenannten "Beweise"? Ich habe hier von Dir noch nichts gelesen, was Deine Behauptungen beweiskräftig macht.

          Bezüglich Deiner Thesen was den illegalen Aufenthalt des Colonel angeht, da gibt es Beweise von Behörden, dass eine Ausweisung des Colonel bevorstand und diese nur dadurch verhindert werden konnte, indem er den Militärdienst versieht (Big Brother is catching you-Slogan.) Und dies auch nur unter dem Namen den er trug. Nicht als Tom Parker. (Übrigens, leben heute ca. 1,5 Milionen Menschen jeglicher Herkunft illegal in den Staaten, gehen Berufen nach, sind bei den Behörden gemeldet und können nicht in ihr Heimatland zurück und könne auch nicht die USA verlassen, woher ich das weiß?, das ist Bestandteil meines Berufes und Ergebnis aus Informationsaustausch mit den US Behörden)

          Und ein 25% Anteil des Managers am Umsatz/Beteiligung der Einnahmen eines Künstlers ist nicht immer üblich. Schon gar nicht 50%. Wen Du da mehr wissen willst, lies Dir das Buch: A Gangster of Rock, Hard Fighst in the Musicindustrie von Prof. Elmar Cohn durch, da wirst auch Du schlauer und behauptest nicht solchen unfundierten Cobald.

          Es ist unbestritten, dass Elvis für sich allein verantwortlich war. Es ist aber auch fakt, dass er ohne Hilfe nie hätte geheilt werden können. Und dafür ist ein gewissenhafter Manager auch da. Und das war der Colonel nie.
          Und die Behauptung, die Du aufstellst, dass das ein Dreamteam war, halte ich für Apologie deinerseits.
          Jeder andere Manager hätte das genauso führen können, aber der Verlauf der Zeit hat dieses nicht zugelassen. Man kann (ich betone für Dich Music Man: man kann) aber davon ausgehen, dass Elvis heute nicht annähernd so berühmt (besser: würde nicht annähernd so verehrt werden, genauso berühmt wäre er wohl trotzdem; man muß ja aufpassen, was man bei Dir so schreibt) wäre, würde er heute noch leben. Jetzt muß sich jeder selber die Frage stellen, was ihm lieber ist: Der Zustand der heute existiert oder das Elvis noch lebt und wir in unregelmäßigen Zeitabständen neues um die Ohren gehauen bekommen würden, vom King.

          Ich ,als ein Mensch, der bescheiden ist, würde mich über Variante 2 mehr freuen und nicht Partei ergreifen für einen Menschen, der, nachweislich, spielsüchtig und Dollar-horny war. Daher auch sein Spitzname bei Casinospielern und den amerikanischen Steuerbehörden: Snorky (Übrigens in Anlehnung an Al Capone, der aufgrund von Steuerhinterziehung nach Alcatraz kam, zu seiner Zeit wurden Snobs, Gangster und Steuerflüchtige snorky genannt).

          Gruß Pawnee

          Kommentar

          • MARIE
            Gehört zum Inventar

            • 11.01.2005
            • 4961

            #80
            Zitat von Pawnee
            Also ich kann das hier alles nicht glauben. Music Man, tut mir leid, aber das ist absoluter Non-Fug, den Du hier verbreitest.

            Sicherlich wird Elvis gesehen haben, dass der Colonel ne gewisse Fähigkeit besitzt, Vermarktung zu betreiben.
            Aber es steht außer Frage, dass der Colonel an Elvis´s körperlichem Zustand Mitschuld trägt. Die Mega-Konzerttouren hat nicht Elvis organisiert, sondern nachweislich (und für Dich nochmal extra: nachweislich) der Colonel. Und dieses in Verbindung mit dem familiär vorbelastetem Elvis (Mutter Drogenabhängig) war eine gefährliche, explosive Mischung.

            Sicherlich gebe ich Dir Recht, dass man nicht jeden Unsinn glauben soll, der verbreitet wird, aber an Gerüchten und Spekulationen ist auch immer etwas dran. Woher nimmst Du denn Deine sogenannten "Beweise"? Ich habe hier von Dir noch nichts gelesen, was Deine Behauptungen beweiskräftig macht.

            Bezüglich Deiner Thesen was den illegalen Aufenthalt des Colonel angeht, da gibt es Beweise von Behörden, dass eine Ausweisung des Colonel bevorstand und diese nur dadurch verhindert werden konnte, indem er den Militärdienst versieht (Big Brother is catching you-Slogan.) Und dies auch nur unter dem Namen den er trug. Nicht als Tom Parker. (Übrigens, leben heute ca. 1,5 Milionen Menschen jeglicher Herkunft illegal in den Staaten, gehen Berufen nach, sind bei den Behörden gemeldet und können nicht in ihr Heimatland zurück und könne auch nicht die USA verlassen, woher ich das weiß?, das ist Bestandteil meines Berufes und Ergebnis aus Informationsaustausch mit den US Behörden)

            Und ein 25% Anteil des Managers am Umsatz/Beteiligung der Einnahmen eines Künstlers ist nicht immer üblich. Schon gar nicht 50%. Wen Du da mehr wissen willst, lies Dir das Buch: A Gangster of Rock, Hard Fighst in the Musicindustrie von Prof. Elmar Cohn durch, da wirst auch Du schlauer und behauptest nicht solchen unfundierten Cobald.

            Es ist unbestritten, dass Elvis für sich allein verantwortlich war. Es ist aber auch fakt, dass er ohne Hilfe nie hätte geheilt werden können. Und dafür ist ein gewissenhafter Manager auch da. Und das war der Colonel nie.
            Und die Behauptung, die Du aufstellst, dass das ein Dreamteam war, halte ich für Apologie deinerseits.
            Jeder andere Manager hätte das genauso führen können, aber der Verlauf der Zeit hat dieses nicht zugelassen. Man kann (ich betone für Dich Music Man: man kann) aber davon ausgehen, dass Elvis heute nicht annähernd so berühmt (besser: würde nicht annähernd so verehrt werden, genauso berühmt wäre er wohl trotzdem; man muß ja aufpassen, was man bei Dir so schreibt) wäre, würde er heute noch leben. Jetzt muß sich jeder selber die Frage stellen, was ihm lieber ist: Der Zustand der heute existiert oder das Elvis noch lebt und wir in unregelmäßigen Zeitabständen neues um die Ohren gehauen bekommen würden, vom King.

            Ich ,als ein Mensch, der bescheiden ist, würde mich über Variante 2 mehr freuen und nicht Partei ergreifen für einen Menschen, der, nachweislich, spielsüchtig und Dollar-horny war. Daher auch sein Spitzname bei Casinospielern und den amerikanischen Steuerbehörden: Snorky (Übrigens in Anlehnung an Al Capone, der aufgrund von Steuerhinterziehung nach Alcatraz kam, zu seiner Zeit wurden Snobs, Gangster und Steuerflüchtige snorky genannt).

            Gruß Pawnee
            Hier in forum wird die geschichte neu geschrieben

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            • TheKing
              Board-Legende

              • 19.06.2006
              • 20721

              #81
              Ich finde manch Standpunkte in dem Posting aus meiner Sicht zutreffend dargelegt. Parker war strikt nur finanziell orientiert und das gab er auch offen zu. Um künstlerische Qualität ging es ihm nie. Deswegen glaube ich auch, dass Parker sich nicht dafür interessiert hat, was Elvis als Künstler oder Mensch gut tat, sondern was sich schnell zu Geld machen ließ. Nimmt man nur das Geld als Maßstab für die Güte einer Karriere, dann hat Parker einen starken Job gemacht. Seine Leistungen muss man ihm auch attestieren, er hat hart verhandelt und ist mit vielen Dingen durchgekommen, das war seine Stärke, ungenommen.

              Wie gierig er sich selbser die Taschen voll gemacht hat und durch welche monotonen und unbefriedigenden Situationen er seinen Künstler gehetzt hat, steht auf dem gleichen Blatt. Der Colonel hatte diese derbe Persönlichkeit und ist ein Fluch und Segen zur selben Zeit. Ich sehe keinen Grund ein hohes Lied auf Tom Parker zu singen, er war ein abgebrühter, knallharter Ganove.
              Ohne Worte!

              Kommentar

              • gast-20081107

                #82
                Zitat von TheKing
                Ich finde manch Standpunkte in dem Posting aus meiner Sicht zutreffend dargelegt. Parker war strikt nur finanziell orientiert und das gab er auch offen zu. Um künstlerische Qualität ging es ihm nie. Deswegen glaube ich auch, dass Parker sich nicht dafür interessiert hat, was Elvis als Künstler oder Mensch gut tat, sondern was sich schnell zu Geld machen ließ. Nimmt man nur das Geld als Maßstab für die Güte einer Karriere, dann hat Parker einen starken Job gemacht. Seine Leistungen muss man ihm auch attestieren, er hat hart verhandelt und ist mit vielen Dingen durchgekommen, das war seine Stärke, ungenommen.

                Wie gierig er sich selbser die Taschen voll gemacht hat und durch welche monotonen und unbefriedigenden Situationen er seinen Künstler gehetzt hat, steht auf dem gleichen Blatt. Der Colonel hatte diese derbe Persönlichkeit und ist ein Fluch und Segen zur selben Zeit. Ich sehe keinen Grund ein hohes Lied auf Tom Parker zu singen, er war ein abgebrühter, knallharter Ganove.

                Wie recht du hast.

                Kommentar

                • gast-20090521

                  #83
                  Zitat von Pawnee
                  Sicherlich wird Elvis gesehen haben, dass der Colonel ne gewisse Fähigkeit besitzt, Vermarktung zu betreiben.
                  Eine "gewisse" Fähigkeit, aha. Er war mit Elvis mal eben das erfolgreichste Team der Musikgeschichte, und Du meinst, er hatte eine "gewisse Fähigleit". Na dann...

                  Aber es steht außer Frage, dass der Colonel an Elvis's körperlichem Zustand Mitschuld trägt.
                  An Elvis' körperlichen Zustand und Verfall trägt kein Colonel, keine Priscilla, kein Arzt oder sonstwer auch nur den Hauch einer Mitschuld. Die Verantwortung dafür trägt nur einer ganz alleine: Elvis selber.

                  Die Mega-Konzerttouren hat nicht Elvis organisiert, sondern nachweislich (und für Dich nochmal extra: nachweislich) der Colonel. Und dieses in Verbindung mit dem familiär vorbelastetem Elvis (Mutter Drogenabhängig) war eine gefährliche, explosive Mischung.
                  Mega-Konzerttourneen? Ich lache mich weg. Das waren alles Kurz-Tourneen, wo Elvis gerade mal 50-60 Minuten auf der Bühne stand, wobei am Ende die Bandvorstellung alleine schon eine Viertelstunde gedauert hat. Überarbeitet hat der Mann sich gewiss nie. Und verglichen mit dem Pensum, das andere Künstler runterreißen müssen, war Elvis ein Müßiggänger.

                  Sicherlich gebe ich Dir Recht, dass man nicht jeden Unsinn glauben soll, der verbreitet wird, aber an Gerüchten und Spekulationen ist auch immer etwas dran. Woher nimmst Du denn Deine sogenannten "Beweise"? Ich habe hier von Dir noch nichts gelesen, was Deine Behauptungen beweiskräftig macht.
                  Ich habe alles, was ich gesagt habe, ausführlich und logisch begründet. Vielmehr ist es so, dass bei den Gerüchten jeglicher Beweis fehlt - im Gegenteil, die halten noch nicht einmal der Überprüfung durch den gesunden Menschenverstand stand.

                  Bezüglich Deiner Thesen was den illegalen Aufenthalt des Colonel angeht, da gibt es Beweise von Behörden, dass eine Ausweisung des Colonel bevorstand und diese nur dadurch verhindert werden konnte, indem er den Militärdienst versieht (Big Brother is catching you-Slogan.) Und dies auch nur unter dem Namen den er trug. Nicht als Tom Parker. (Übrigens, leben heute ca. 1,5 Milionen Menschen jeglicher Herkunft illegal in den Staaten, gehen Berufen nach, sind bei den Behörden gemeldet und können nicht in ihr Heimatland zurück und könne auch nicht die USA verlassen, woher ich das weiß?, das ist Bestandteil meines Berufes und Ergebnis aus Informationsaustausch mit den US Behörden)
                  Dass Parker ursprünglich illegal in die USA eingereist sein mag, habe ich nie bestritten. Du vergisst aber folgendes: Erstens sind die USA ein Einwanderungsland, und vor hundert Jahren noch war es das Normalste auf der Welt, dass man auf diese Weise dort einreiste und sogar seinen Namen änderte. Zweitens ist der Status "Illegaler" sofort beendet, wenn man mit einer amerikanischen Staatsbürgerin verheiratet ist. Und Parker war mit einer Amerikanerin verheiratet. Damit war er ein "Legaler", und zwar lange bevor er anfing, mit Elvis zu arbeiten. Wenn Du Dich mit den amerikanischen Gesetzen so gut auskennst, dann wirst Du ja wissen, dass das so ist. Soviel zum Punkt "Beweise".

                  Und ein 25% Anteil des Managers am Umsatz/Beteiligung der Einnahmen eines Künstlers ist nicht immer üblich. Schon gar nicht 50%. Wen Du da mehr wissen willst, lies Dir das Buch: A Gangster of Rock, Hard Fighst in the Musicindustrie von Prof. Elmar Cohn durch, da wirst auch Du schlauer und behauptest nicht solchen unfundierten Cobald.
                  Mich interessiert nicht, was in irgendwelchen reißerischen Büchern steht, denn ich weiß es aus der Praxis, da ich seit fast 20 Jahren in der Branche arbeite. 25% sind durchaus im Rahmen des Normalen. Die 50% hat Parker nie verlangt, die hat Elvis ihm freiwillig angeboten, aus Dankbarkeit für die gute Arbeit, die Parker geleistet hat. Und Du wirst lachen: Ich kenne international erfolgreiche Künstler, die 50% abdrücken müssen, aber im Gegensatz zu Elvis nicht annähernd so freiwillig bzw. gewollt.

                  Es ist unbestritten, dass Elvis für sich allein verantwortlich war.
                  Na endlich!

                  Es ist aber auch fakt, dass er ohne Hilfe nie hätte geheilt werden können. Und dafür ist ein gewissenhafter Manager auch da. Und das war der Colonel nie.
                  Der Erfolg, den die beiden eingefahren haben, beweist, dass der Colonel ein gewissenhafter Manager war. Er hat Elvis selbst in den Durststrecken seiner Karriere noch höchst gewinnbringend vermarktet. Mehr kann man von einem Manager nicht verlangen, das ist sein Job.

                  Elvis hätte bzgl. seiner Tablettensucht durchaus Hilfe gebraucht. Aber diese hätte nur etwas gebracht, wenn er selber eingesehen hätte, dass er ein Problem hat, und sich auch hätte helfen lassen wollen. Das war aber leider nicht der Fall.

                  Ein Mann, der noch nicht einmal für sich selber, für seinen Vater oder aus Liebe und Verantwortungsgefühl seiner kleinen Tochter gegenüber sein desaströses Leben ändert, der tut das noch viel weniger für seinen Manager. Kein Manager der Welt hätte etwas dagegen tun können.

                  Und die Behauptung, die Du aufstellst, dass das ein Dreamteam war, halte ich für Apologie deinerseits.
                  Jeder andere Manager hätte das genauso führen können, aber der Verlauf der Zeit hat dieses nicht zugelassen. Man kann (ich betone für Dich Music Man: man kann) aber davon ausgehen, dass Elvis heute nicht annähernd so berühmt (besser: würde nicht annähernd so verehrt werden, genauso berühmt wäre er wohl trotzdem; man muß ja aufpassen, was man bei Dir so schreibt) wäre, würde er heute noch leben. Jetzt muß sich jeder selber die Frage stellen, was ihm lieber ist: Der Zustand der heute existiert oder das Elvis noch lebt und wir in unregelmäßigen Zeitabständen neues um die Ohren gehauen bekommen würden, vom King.
                  Tut mir Leid, aber auf der Basis von Kaffeesatzleserei und Hokuspokus will ich diese Diskussion nicht führen. Dein "hätte", "kann" und "wäre" ist nicht haltbar, das sind reine Vermutungen. Wir müssen uns an die Fakten halten, und Fakt ist - wie ich bereits erwähnte - dass sie das erfolgreichste Gespann der Musikgeschichte waren. Das kann man nicht wegdiskutieren, und damit ist jedes Gegenargument hinfällig.

                  Ich ,als ein Mensch, der bescheiden ist, würde mich über Variante 2 mehr freuen und nicht Partei ergreifen für einen Menschen, der, nachweislich, spielsüchtig und Dollar-horny war.
                  Elvis war genauso dollar-horny, schließlich hat er die letzten Scheißfilme gedreht, wenn nur die Kohle stimme. Er hat kaum jemals in seiner Karriere die Kunst über den Kommerz gestellt. Da war er sich mit Parker also auf wundersame Weise völlig einig.

                  Parker hat gerne im Casino gespielt. Aber wie kannst Du daraus schließen, dass er "nachweislich spielsüchtig" war? Gibt es darüber ein psychologisches Gutachten, oder betreibst Du wieder Kaffeesatzleserei und Fernanalyse auf der Basis von Hobbypsychologie? Wenn jemand gerne mal einen saufen geht, ist er dann gleich nachweislich ein Alkoholiker?

                  Elvis war eher den Süchten zugeneigt. Er war tablettensüchtig und verschwendungssüchtig. Die eine Sucht hat ihn umgebracht, und die andere hat dafür gesorgt, dass er zum Zeitpunkt seines Todes trotz des enormen Vermögens, das er im Laufe seiner Karriere eingespeilt hatte, nahezu bankrott war. Parker hingegen ist als alter, reicher Mann gestorben. Das sollte man sich hier mal vor Augen halten, wenn man von Fakten redet.

                  Daher auch sein Spitzname bei Casinospielern und den amerikanischen Steuerbehörden: Snorky (Übrigens in Anlehnung an Al Capone, der aufgrund von Steuerhinterziehung nach Alcatraz kam, zu seiner Zeit wurden Snobs, Gangster und Steuerflüchtige snorky genannt).
                  Und selbst wenn Parker tatsächlich spielsüchtig gewesen wäre: Das ist seine Privatsache. Jeder kann mit dem Geld, das er sich selber erarbeitet hat, machen, was er will. Die einen verjubeln es für Frauen und dicke Autos, andere verspielen es, wiederum andere legen es gewinnbrigend an. Jedem das Seine.

                  Kommentar

                  • Pawnee
                    Kennt sich hier aus

                    • 06.02.2008
                    • 66

                    #84
                    Parker

                    Tja, Marie, wie Du siehst, lernst auch Du nie aus.

                    Falls Du das mit dem Militär meinst, hier die Erklärung.

                    Dort, beim Militär, gab es einen Menschen, der heute 98 Jahre alt ist, ein ehemaliger Angehöriger der Taucher war und noch immer den Musterungsbericht und den Abmahnbefehl in den Händen hält, in dem ein gewisser Andreas Cornelius van Kujik aufgeführt ist, der aus den Niederlanden stammt. Es kursiert ein Gerücht, (dieses hebe ich hier besonders hervor, dass es sich um den nächsten Punkt um ein Gerücht handelt), dass der Colonel diesem Mann hohe Geldsummen geboten hat, damit sich dieser von den Dokumenten trennt.

                    Sollte der Zufall es wollen, dass es zu dieser Zeit einen weiteren Mann mit diesem Namen zufällig aus Holland dorthin verschlagen haben sollte, dann nehme ich alles zurück.
                    Wenn Du mir nur ein Buch zeigst, wo man dieses findet, spendiere ich Dir eine Kiste Jim Beam.

                    Bezüglich meiner Ausführungen was seinen negativ gemeinten Spitznamen angeht. Da kann ich nur das Buch Al Capone- Die Biographie von Robert J. Schoenberg anbieten. Den Querverweis auf seinen Spitznamen gibt ein Dossier aus dem Jahre 1973, indem ein Beamter des Immigration and Naturalization Service, der heutigen CBP (United States Customs and Border Protection) in einem laufenden Verfahren gegen Mr. Colonel Tom Parker Angaben zu laufenden Maßnahmen der Kenntnisserlangung und Informationsgewinnung (kurz gesagt: Observation) machen mußte: Dort wird von diesem Beamten beschrieben, wie sehr der gute Colonel darauf aus war, diesen Spitznamen loszuwerden. Doch auch die liebsten Gesten konnten keinen Sinneswandel seiner Leidenschafts-Genossen erzwingen. Er war und blieb der Snorky hinter vorgehaltener Hand. Dieser Beamte berichtet weiter, das der Colonel teilweise bis zu 20.000 USD Dollar absichtlich verlor, mit den Worten: " My man will start next week. It doens't matter how long he sings, how long it will take, i'll be back with more money.", da er wußte, dass die Finanzbehörden ein sehr großes Auge auf ihn geworfen hatten.
                    Ich denke mal, wer dieser "Man" war, ist klar.
                    Das ist wohl das beste Abbild seines Charakters. Eben Snorky.

                    Gruß Pawnee

                    Kommentar

                    • MARIE
                      Gehört zum Inventar

                      • 11.01.2005
                      • 4961

                      #85
                      Falls Du das mit dem Militär meinst,

                      Das habe ich nicht gemeint .Auch nicht das du die geschichte neuschreibst.Das wird von anderen gemacht hier ins forum

                      Kommentar

                      • Pawnee
                        Kennt sich hier aus

                        • 06.02.2008
                        • 66

                        #86
                        Hilfe!

                        Ich geb's auf, Music Man!

                        Anhand Deiner Ausführungen merkt man, dass Du in Deiner eigenen Welt lebst. Du gibst die Begründung für Deine Argumente selbst.

                        "Ich habe alles logisch begründet". Eben. Du, aber keine Quellen. Damit ist gar nix belegt, wenn Richter so urteilen würden, wäre jeder Angeklagte schuldig.

                        Alleine schon die Behauptung, der Colonel hätte das Musikgeschäft, so wie es in den letzten Jahren gelaufen wäre, quasi erfunden. Der hat gar nix. Er wußte, wie man nix zu Geld macht. Zum Beispiel Zahnstocher, die aus Fähnchenstäbchen hergestellt wurden.

                        Und was hat Elvis gemacht? Kurztourneen? Wie kommen dann die Zahlen von weit über tausend Auftritten zustande? Teilweise drei Shows am Abend.

                        Ich glaube, jeder der Deine Ausführungen hier liest, kann sie selber gut genug beurteilen. Also bei einem Elvis quiz wärst Du nicht der Gewinner, es sei denn, Du bestimmst was richtig und falsch ist.

                        Pawnee

                        Kommentar

                        • gast-20090521

                          #87
                          Pawnee, hast Du eigentlich auch ein paar Gegenargumente für Deine Aussagen, außer mir zu bescheinigen, dass ich in meiner eigenen Welt lebe?

                          Von Dir kamen bisher nur Gerüchte und Verschwörungstheorien, oder Sachen, die nichts mit dem Thema zu tun haben. Welchen Spitznamen irgendwer Colonel Parker gibt, oder was er mit seinem selber erarbeiteten Geld gemacht hat, tut nichts zur Sache.

                          Dann der Unfug vom überarbeiteten Elvis, der manchmal bis zu 3 Shows am Tag geben musste. Dass die Tage mit den 3 Shows absolute Einzelfälle waren (ich glaube, nur ein- oder zweimal kam das vor), und dass jeder andere Las-Vegas-Entertainer auch 2 Shows am Tag gibt, ohne daran zu sterben, hast Du dabei völlig außer Acht gelassen. Zähl mal die effektive Arbeitszeit von Elvis zusammen, dann wirst Du schnell feststellen, dass jede Kassiererin im Supermarkt mehr arbeitet.

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                          • gast-20090521

                            #88
                            Zitat von Pawnee
                            Er wußte, wie man nix zu Geld macht.
                            Soso, Elvis war als "nix".

                            Und überhaupt, was ist daran so verwerflich, "nichts" zu Geld zu machen? Guck Dir doch mal unsere heutige Medienlandschaft mit ihren sogenannten "Superstars" an - dagegen ist Parker mit seinen ganzen Taschenspielertricks aus seiner Zeit beim Zirkus eine kleine Nummer.

                            Diese Räuberpistolen, die da über ihn erzählt werden (bzw. die er sogar selber immer wieder stolz erzählte), z.B. die gelb angemalten Spatzen usw., spiegeln doch nur eine typische "vom-Tellerwäscher-zum-Millionär"-Geschichte wider, wie es sie aus dieser Zeit vor knapp 100 Jahren massenhaft gibt. Man kam abgebrannt und mit nichts in der Tasche in den Staaten an, und dann musste man halt Einfallsreichtum beweisen, um zu was zu kommen. Parker hat bereits lange vor Elvis mit Hank Snow und Eddy Arnold zwei sehr erfolgreiche Künstler gemanagt, und mit Elvis hat er sein Miesterstück hingelegt. Das ist die Leistung, die zählt. Bisher konnte ihm das noch keiner nachmachen.

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                            • TheKing
                              Board-Legende

                              • 19.06.2006
                              • 20721

                              #89
                              Take a break, ich hab keine Lust später wieder alles zu löschen. Bis hier war es doch recht unterhaltsam.
                              Ohne Worte!

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                              • Pawnee
                                Kennt sich hier aus

                                • 06.02.2008
                                • 66

                                #90
                                Danke, The King!

                                Danke, The King.
                                War auch irgendwie nicht mehr zu glauben.

                                Music Man, Du hast Recht. Du weißt alles, nur Du hast hier Sachen bewiesen, alle Quellenverweise auf nachweislich festgehaltene Vorgänge sind von den Forumsmitgliedern frei erfunden, Du bist der Mann, der 20 Jahre im Musikgeschäft ist (oder über 20?, ist auch egal, lese den Kram nicht nochmal durch), alle anderen haben deshalb keine Ahnung und und und.

                                Ich gebe Dir nur einen Tip. Schaue Dir mal das Interview mit Barron Hilton über den Colonel an und dem, was er über Elvis stets geäußert hat. Vielleicht tut sich ja dann was bei Dir.

                                Pawnee

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