Rebell und Reggae-Ikone: Bob Marley wäre heute 65

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  • Loverdoll
    Gehört zum Inventar

    • 16.01.2010
    • 3945

    #1

    Rebell und Reggae-Ikone: Bob Marley wäre heute 65

    Rebell und Reggae-Ikone: Bob Marley wäre 65


    Buenos Aires (dpa) - Der jung gestorbene Reggae-Star Bob Marley ist so etwas wie ein Selbstbedienungsladen geworden: Rebellische Jugendliche, ergraute Spontis, esoterische Sinnsucher, Weltverbesserer oder auch einfach nur die unpolitischen Mitglieder der Spaßgesellschaft - für jeden ist etwas dabei.
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    Aber auch außerhalb der westlichen Kultur muss Marley, der an diesem Samstag 65 geworden wäre, für alles Mögliche herhalten. Für die Hopi-Indianer ist der Jamaikaner die Erfüllung einer jahrhundertealten Prophezeiung. Nepalesen halten ihn für die Inkarnation des Hindu-Gottes Vishnu. Australiens Aborigines verehren die Reggae-Legende als Prediger für Frieden und das Recht der Unterdrückten. Marley hat seiner Kritik an sozialen und politischen Missständen durch die Verknüpfung mit dem mitreißenden Reggae eine Schlagkraft verliehen, die bis heute wirkt.
    Zum Rhythmus des Reggae erhob er seine Stimme ebenso poetisch wie kämpferisch gegen das Elend in den Slums von Kingston und die Menschenfeindlichkeit der weißen Oberschicht. «Them belly full, but we hungry» (Ihr Bauch ist voll, aber wir haben Hunger) begehrte er in «War» auf. «So lange es noch Menschen gibt, die alles haben, und welche, die nichts haben, so lange sich noch eine Rasse der anderen überlegen fühlt, so lange wird es Krieg geben in dieser Welt», heißt es weiter in dem Song. Lieder wie «Get Up, Stand Up» oder «One Love» wurden dabei vom weißen Publikum gerne als Aufruf an die gesamte Menschheit missverstanden. Tatsächlich richteten sie sich an die von Weißen unterdrückten Schwarzen.
    «Meine Musik wird ewig weiterleben», prophezeite Marley, bevor er 1981 gerade 36-jährig in einem Krankenhaus von Miami an Krebs starb. Das mit der Ewigkeit muss sich noch erweisen, aber in der Hit-Liste der am besten verdienenden Toten ist Marley ganz vorne neben Größen wie Elvis Presley und Kurt Cobain dabei. Marley machte auch die filzigen «Dread Locks» (Schreckenslocken) und die rot-grün-gelben Häkelmützen weltbekannt. Die stammen aus der Religionsgemeinschaft der Rastafaris, deren wichtigster «Prophet» er war. Diese aus Jamaika stammende Bewegung glaubt, dass Jesus ein Schwarzer war, der von den Römern entführt wurde. Das auserwählte schwarze Volk muss demnach von der weißen Herrschaft befreit werden.
    Robert Nesta Marley kam am 6. Februar 1945 in Rhoden Hall auf Jamaika zur Welt. Er war das Kind einer kurzen Beziehung. Ein britischer Marineoffizier machte einer jungen Einheimischen ein Kind und verschwand dann bald aus ihrem Leben. Der kleine Bob verließ das Dorf, als er 14 war und arbeitete in der Hauptstadt Kingston als Schweißer. 1964 gründete er mit Peter Tosh die Gruppe «The Wailers».
    Zehn Jahre beschränkten sich seine musikalischen Erfolge auf Jamaika. Die ersten Songs waren eher Liebeslieder, erst später entwickelte er mit verschiedenen Musikerkollegen den Reggae. Der Welterfolg kam dann erst in den 1970er Jahren mit einer für westliche Ohren gefälligeren, manche sagen weichgespülten, Version des Reggae. Ab da verkaufte Marley Millionen Platten in aller Welt.
    Im Dezember 1976 wurde er bei einem vermutlich politisch motivierten Attentat in seinem Haus in Kingston angeschossen. Im Jahr darauf ließ er sich wegen einer Krebserkrankung in Miami operieren. Schon schwer krebskrank suchte er 1981 ein halbes Jahr in einer Krebsklinik am oberbayerischen Tegernsee alternative Hilfe und wurde mit Kräutertees und Körnern behandelt. Als der Tod nahte, wollte Marley zum Sterben in seine Heimat. Aber auf dem Rückweg in die Karibik konnte er bei einem Zwischenstopp in Miami nicht mehr weiterfliegen und starb kurz darauf in einem Krankenhaus.

    Marley hinterließ eine größere und nicht genau bekannte Zahl von Kindern mit mindestens acht verschiedenen Frauen, die Rechte an Hunderten von Songs aus seiner kurzen Karriere und ein bis heute ständig wachsendes Millionen-Dollar-Vermögen. Seine Heimatinsel in der Karibik setzte ihm 1990 ein Denkmal: Marleys Geburtstag, der 6. Februar, wird als Nationalfeiertag begangen.

    Quelle zeit.de
    Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß
    Johann Seume, 1763 - 1810, dt. Schriftsteller

  • Heiko1964
    Foren-Experte

    • 03.02.2010
    • 600

    #2
    Ein ganz ganz GROSSER
    [ame="http://www.youtube.com/watch?v=iMBDYOVYZRQ"]YouTube- Bob Marley Is This Love[/ame]
    manchmal ist ein Kampf der einzige Weg zum Ziel

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    • Take 1
      Gehört zum Inventar

      • 24.08.2009
      • 1448

      #3
      Marley war einer der größten Musikbotschafter aller Zeiten.
      Einzigartig wie er es verstanden hat, durch Verwendung verschiedener Musikelemente,
      den Reggae in den letzten Winkel des Planeten gebracht hat.

      Kommentar

      • Take 1
        Gehört zum Inventar

        • 24.08.2009
        • 1448

        #4
        [ame="http://www.youtube.com/watch?v=O2Jd90wanJM"]http://www.youtube.com/watch?v=O2Jd90wanJM[/ame]

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        • Linchen
          Gehört zum Inventar

          • 14.09.2008
          • 2846

          #5
          ich mag die Musik auch sehr gern.....einfach klasse und macht immer gute Laune
          Glücklich wie noch nie

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          • burroughs
            Board-Legende

            • 09.02.2004
            • 56243

            #6
            Zitat von Linchen
            ..einfach klasse
            und macht immer gute Laune
            dann sollte man sich auch mal die zeit nehmen,
            sich mit den texten auseinanderzusetzen

            redemption song
            [ame="http://www.youtube.com/watch?v=OFGgbT_VasI"]YouTube- Bob Marley - redemption song acustic[/ame]

            one love
            [ame="http://www.youtube.com/watch?v=8onbDZmAwhE"]YouTube- Bob Marley - One Love[/ame]

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            • onkelfritz
              Gehört zum Inventar

              • 15.08.2007
              • 2540

              #7
              einer meiner lieblinge von bob

              [ame="http://www.youtube.com/watch?v=7JUm_Y0R6Og"]YouTube- Bob Marley - Kaya[/ame]
              show the world your SEKSIPIL!

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              • onkelfritz
                Gehört zum Inventar

                • 15.08.2007
                • 2540

                #8
                oder auch dieser hier....

                [ame="http://www.youtube.com/watch?v=okFznac7Lts"]YouTube- Bob Marley- Soul Rebel[/ame]
                show the world your SEKSIPIL!

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                • Elvislover76
                  Posting-Legende

                  • 18.02.2005
                  • 9215

                  #9
                  Einer meiner Liebsten ist der hier... und wie Mr.B schon sagte: Der Text ist wichtig!
                  [ame="http://www.youtube.com/watch?v=LhMJN3wwc4c"]YouTube- Bob Marley - Buffalo Soldier[/ame]

                  Und natürlich noch:

                  [ame="http://www.youtube.com/watch?v=RntL-2uwt_g&feature=fvw"]YouTube- Bob Marley-"three little birds"[/ame]
                  If it's illegal to Rock and Roll, throw my ass in jail!~Kurt Cobain~

                  Kommentar

                  • Tigerman
                    Foren-Profi

                    • 18.09.2005
                    • 287

                    #10
                    Träume sind Antworten auf Fragen, die man nicht weiß, wie man sie stellen soll.

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                    • gast-20110818

                      #11
                      Zitat von Loverdoll
                      Zum Rhythmus des Reggae erhob er seine Stimme ebenso poetisch wie kämpferisch gegen das Elend in den Slums von Kingston und die Menschenfeindlichkeit der weißen Oberschicht. «Them belly full, but we hungry» (Ihr Bauch ist voll, aber wir haben Hunger) begehrte er in «War» auf. «So lange es noch Menschen gibt, die alles haben, und welche, die nichts haben, so lange sich noch eine Rasse der anderen überlegen fühlt, so lange wird es Krieg geben in dieser Welt», heißt es weiter in dem Song.
                      Marley machte auch die filzigen «Dread Locks» (Schreckenslocken) und die rot-grün-gelben Häkelmützen weltbekannt. Die stammen aus der Religionsgemeinschaft der Rastafaris, deren wichtigster «Prophet» er war. Diese aus Jamaika stammende Bewegung glaubt, dass Jesus ein Schwarzer war, der von den Römern entführt wurde. Das auserwählte schwarze Volk muss demnach von der weißen Herrschaft befreit werden.


                      Trotzdem: Happy Birthday, Bob!

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