Pin-Up-Ikone Bettie Page ist tot
Sie war die Dita von Teese der 1950er Jahre, ihre lasziven Fotos fehlten in kaum einem Soldaten-, Schüler- oder Sportlerspind, gleichzeitig aber sandte sie mit ihren freizügigen Posen Schockwellen durch die prüden USA: Bettie Page, Pin-up-Ikone für mindestens zwei Generationen von Männern, ist tot.
Sie starb am Donnerstagabend (Ortszeit) im Alter von 85 Jahren in einem Krankenhaus von Los Angeles, wie ihr Manager Mark Roesler mitteilte. Nach seinen Angaben erlitt sie neun Tage zuvor einen Herzanfall, von dem sie sich nicht mehr erholte.
„Mit ihrem unabhängigen Geist und ihrer Sinnlichkeit eroberte sie die Fantasien einer ganzen Generation von Frauen und Männern“, erklärte Roesler. In den 50er Jahren gehörte Page zu den meist fotografierten Frauen der Welt. Der kurvenreiche Akt-Star posierte als eines der ersten Models in Hugh Heffners neu gegründetem Männermagazin „Playboy“.
Nach heutigem Geschmack waren ihre mit einem naiven Lächeln gepaarten verführerischen Posen eher harmlos, doch ihre sinnliche Nacktheit und vor allem einige leicht sado-masochistisch angehauchten Aufnahmen - immer wieder mal ließ sie sich gefesselt ablichten - sorgten im prüden Amerika der 50er Jahre für Empörung. US-Senatoren ermittelten gegen Page wegen Pornographie. Für die sexuelle Revolution der 60er Jahre war sie dagegen ein Vorbild. Der Playboy kürte sie zum „Model des Jahrhunderts“.
Trotz ihrer freizügigen Fotos hatte Page eher konventionelle Vorstellungen von Liebe und Sex. Ihr Traum von einer Hollywood-Karriere scheiterte unter anderem daran, dass sie auf das heftige Werben eines Produzenten bei 20th Century Fox nicht eingehen wollte. Auch die Avancen des Filmemachers und Fliegerhelden Howard Hughes ließen sie kalt. „Ich habe nie auf seine Anrufe reagiert“, erinnerte sie sich später. „Ich glaube, viele würden sagen, das war ein Fehler. Aber Sex gehört zur Liebe, und wer nicht verliebt ist, sollte auch nicht herumrennen und Sex haben. Ich jedenfalls habe das nie gemacht“. Ihre Fessel-Fotos hielt sie für harmlos: „Wer kann das denn ernst nehmen? Ich konnte nie verstehen, wie jemand sowas sexy finden konnte.“
Geboren wurde Bettie Page 1923 in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee. Sie kam aus einer verarmten Familie und hatte fünf Geschwister. Nach ihrem Universitätsabschluss arbeitete sie zunächst als Sekretärin. Da ihre Schauspielerkunst wenig ankam, sattelte sie rasch um: Schon 1947 posierte sie für ihre ersten Pin-Up-Aufnahmen. Der Erfolg kam fast über Nacht - und hielt auch noch an, als sie selbst sich bereits aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen hatte.
1958, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, verschwand sie plötzlich von der Bildfläche. Sie schloss sich den wiedergeborenen Christen an, hatte Eheprobleme, psychische Probleme. Ärzte diagnostizierten später bei ihr Schizophrenie, verbunden mit Verfolgsungswahn. Jahrelang musste sie behandelt werden.
Während sie selbst sich nicht mehr fotografieren ließ, erlebten ihre alten Aufnahmen in den 90er Jahren unerwartet ein Comeback. Um ihr aus finanziellen Schwierigkeiten zu helfen, vermarktete Roesler sie erneut, und das mit einigem Erfolg. „Eigentlich scheute sie stets die Öffentlichkeit, lebte sehr zurückgezogen. Und trotzdem - ohne es zu wollen, ohne es ganz zu verstehen, wurde sie durch ihre Arbeit zur Vorreiterin der sexuellen Revolution“, sagt er.
Sie war die Dita von Teese der 1950er Jahre, ihre lasziven Fotos fehlten in kaum einem Soldaten-, Schüler- oder Sportlerspind, gleichzeitig aber sandte sie mit ihren freizügigen Posen Schockwellen durch die prüden USA: Bettie Page, Pin-up-Ikone für mindestens zwei Generationen von Männern, ist tot.
Sie starb am Donnerstagabend (Ortszeit) im Alter von 85 Jahren in einem Krankenhaus von Los Angeles, wie ihr Manager Mark Roesler mitteilte. Nach seinen Angaben erlitt sie neun Tage zuvor einen Herzanfall, von dem sie sich nicht mehr erholte.
„Mit ihrem unabhängigen Geist und ihrer Sinnlichkeit eroberte sie die Fantasien einer ganzen Generation von Frauen und Männern“, erklärte Roesler. In den 50er Jahren gehörte Page zu den meist fotografierten Frauen der Welt. Der kurvenreiche Akt-Star posierte als eines der ersten Models in Hugh Heffners neu gegründetem Männermagazin „Playboy“.
Nach heutigem Geschmack waren ihre mit einem naiven Lächeln gepaarten verführerischen Posen eher harmlos, doch ihre sinnliche Nacktheit und vor allem einige leicht sado-masochistisch angehauchten Aufnahmen - immer wieder mal ließ sie sich gefesselt ablichten - sorgten im prüden Amerika der 50er Jahre für Empörung. US-Senatoren ermittelten gegen Page wegen Pornographie. Für die sexuelle Revolution der 60er Jahre war sie dagegen ein Vorbild. Der Playboy kürte sie zum „Model des Jahrhunderts“.
Trotz ihrer freizügigen Fotos hatte Page eher konventionelle Vorstellungen von Liebe und Sex. Ihr Traum von einer Hollywood-Karriere scheiterte unter anderem daran, dass sie auf das heftige Werben eines Produzenten bei 20th Century Fox nicht eingehen wollte. Auch die Avancen des Filmemachers und Fliegerhelden Howard Hughes ließen sie kalt. „Ich habe nie auf seine Anrufe reagiert“, erinnerte sie sich später. „Ich glaube, viele würden sagen, das war ein Fehler. Aber Sex gehört zur Liebe, und wer nicht verliebt ist, sollte auch nicht herumrennen und Sex haben. Ich jedenfalls habe das nie gemacht“. Ihre Fessel-Fotos hielt sie für harmlos: „Wer kann das denn ernst nehmen? Ich konnte nie verstehen, wie jemand sowas sexy finden konnte.“
Geboren wurde Bettie Page 1923 in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee. Sie kam aus einer verarmten Familie und hatte fünf Geschwister. Nach ihrem Universitätsabschluss arbeitete sie zunächst als Sekretärin. Da ihre Schauspielerkunst wenig ankam, sattelte sie rasch um: Schon 1947 posierte sie für ihre ersten Pin-Up-Aufnahmen. Der Erfolg kam fast über Nacht - und hielt auch noch an, als sie selbst sich bereits aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen hatte.
1958, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, verschwand sie plötzlich von der Bildfläche. Sie schloss sich den wiedergeborenen Christen an, hatte Eheprobleme, psychische Probleme. Ärzte diagnostizierten später bei ihr Schizophrenie, verbunden mit Verfolgsungswahn. Jahrelang musste sie behandelt werden.
Während sie selbst sich nicht mehr fotografieren ließ, erlebten ihre alten Aufnahmen in den 90er Jahren unerwartet ein Comeback. Um ihr aus finanziellen Schwierigkeiten zu helfen, vermarktete Roesler sie erneut, und das mit einigem Erfolg. „Eigentlich scheute sie stets die Öffentlichkeit, lebte sehr zurückgezogen. Und trotzdem - ohne es zu wollen, ohne es ganz zu verstehen, wurde sie durch ihre Arbeit zur Vorreiterin der sexuellen Revolution“, sagt er.





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