Graceland 176
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Wenn du die pseudoreligiösen Züge der Elvis-Verehrung bedenklich findest, dann habe ich unter uns Pastorentöchtern einen Tipp: Verzichte auf den Spruch von Mick Tosches: "Elvis was the last great mystery" - denn die Aussage geht genau in diese Richtung.
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Es mag sein, dass du mit dem Stimmumfang recht hast, aber überzeugt bin ich noch nicht. Es gibt Leute, die das anders einschätzen als du. Gelesen habe ich dazu etwas von Kathy Westmoreland, von der ich annehme, dass sie sich auskennt. Von ihr stammt auch eine Aussage, die das von dir so genannte "Tricks, Pressen, Quetschen, Drücken, also mit Mühe und Not" durchaus positiver bewertet.Den Beweis wirst Du auch schuldig bleiben.
Elvis sang - zumindest am Anfang - teilweise im Stil eines Schwarzen, aber er hatte nicht die Stimme eines Schwarzen, oder gar eine "tiefschwarze Stimme", wie es in dem Artikel steht. Das ist hanebüchener Unfug, und jeder, der sich mit schwarzer Musik, Gesangsstilen und Stimmfärbungen auskennt, lacht sich schlapp über solche Volksmärchen.
Elvis' "funktionierender" Stimmumfang betrug etwas über anderthalb Oktaven. Mit allerlei Tricks, Pressen, Quetschen, Drücken, also mit Mühe und Not schaffte er zwei Oktaven, aber das klang meist jenseits von gut. Daher wird es auch nicht mitgezählt.
Und selbst wenn wir ihm die zwei Oktaven gnädig zugestehen, ist das immer noch zwei Drittel dessen, was Eike Hahn da behauptet. Ich mache niemandem einen Vorwurf, wenn er die Tonleiter nicht kennt und kein entsprechend geschultes Gehör hat, aber wenn musikalische Laien sich solcher Fachtermini bedienen, sollten sie sich vorher informieren, was Fakt ist. Da reicht es nicht, wenn man lediglich gerne Musik hört und Elvis gut findet.
Die Behauptung mit den drei Oktaven ist hochnotpeinlich.
Dass Elvis keine schwarze Stimme hatte, ist klar, denn er war ja Weißer
. Aber diese seit mehr als 50 Jahren geäußerte Einschätzung meint ja letztlich nichts anderes als: Für die Ohren eines Weißen, der sich bis Mitte der 50er Jahre für nichts anderes als weiße Musik interessiert hat, klang Elvis wie ein Schwarzer. Es lag an der Musik, es lag an seiner Originalität - und es lag eindeutig am schwarzen Klang seiner Stimme.
Wollen wir es wie Ehrenleute austragen?
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Es ist völlig egal, was wer dazu sagt. Wir haben die Aufnahmen von Elvis, und die sind der Beweis: Nimm Dir ein Klavier und such den höchsten Ton, den Elvis je gesungen hat, und dann den tiefsten, und dann siehst Du selber, dass es bei weitem keine zwei Oktaven waren.Es mag sein, dass du mit dem Stimmumfang recht hast, aber überzeugt bin ich noch nicht. Es gibt Leute, die das anders einschätzen als du. Gelesen habe ich dazu etwas von Kathy Westmoreland, von der ich annehme, dass sie sich auskennt. Von ihr stammt auch eine Aussage, die das von dir so genannte "Tricks, Pressen, Quetschen, Drücken, also mit Mühe und Not" durchaus positiver bewertet.
Nichts gegen Kathy Westmoreland, aber man kann doch dran fühlen, dass sie bei einem Interview für Elvis-Fans, für das sie von Elvis-Fans bezahlt wird, genau das sagt, was sie sagt.
Es ist ein Unterschied, ob man sagt, er singt wie ein Schwarzer (das bezieht sich auf die Stilistik) oder er hat eine schwarze Stimme. Ersterer Aussage kann man bedingt zustimmen (letztendlich war sein Gesangsstil eine Mischung aus "schwarz" und "weiß"), zweitere ist blanker Unsinn.Dass Elvis keine schwarze Stimme hatte, ist klar, denn er war ja Weißer
. Aber diese seit mehr als 50 Jahren geäußerte Einschätzung meint ja letztlich nichts anderes als: Für die Ohren eines Weißen, der sich bis Mitte der 50er Jahre für nichts anderes als weiße Musik interessiert hat, klang Elvis wie ein Schwarzer. Es lag an der Musik, es lag an seiner Originalität - und es lag eindeutig am schwarzen Klang seiner Stimme.
Tun wir doch! Wir diskutieren doch sehr sachlich, ich finde das äußerst angenehm mit Dir.Wollen wir es wie Ehrenleute austragen?
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Okay, ein Klavier habe ich nicht, aber einen Synthesizer - der tut's vermutlich auch. Brauchen wir noch den höchsten und den tiefsten Ton. Kannst du die Stücke denn nennen, in denen sie vorkommen?Es ist völlig egal, was wer dazu sagt. Wir haben die Aufnahmen von Elvis, und die sind der Beweis: Nimm Dir ein Klavier und such den höchsten Ton, den Elvis je gesungen hat, und dann den tiefsten, und dann siehst Du selber, dass es bei weitem keine zwei Oktaven waren.
Es ist ein Unterschied, ob man sagt, er singt wie ein Schwarzer (das bezieht sich auf die Stilistik) oder er hat eine schwarze Stimme. Ersterer Aussage kann man bedingt zustimmen (letztendlich war sein Gesangsstil eine Mischung aus "schwarz" und "weiß"), zweitere ist blanker Unsinn.
Als Freund der deutschen Sprache gebe ich dir für den zitierten Absatz gerne recht - die Feinheit macht den Unterschied. Aber ich glaube, hier erwartest du zu viel von uns gestressten Normalsterblichen, denen oft die Zeit für ausgefeilte Formulierungen fehlen - ich glaube, Eike Hahn meinte genau das, was dir vorschwebt.- Übersetzen
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Falls Du auch im grünen Forum bist, da gibt es einen Thread dazu, wo der User Big Hunk das alles mal anhand von konkreten Songs erläutert hat. Ich habe die Songs nicht auswendig auf der Pfanne. Ich kenne nur Elvis' höchsten gequetschten Ton: Das ist das "h" unterhalb des hohen Tenor-C. Das singt er z.B. bei "Padre" (klingt da entsetzlich schief) und bei den 77er Live-Versionen von "Hurt", "It's now or never" und "How great thou art" (da klingt es gepresst). Wirklich schön klingt bei ihm noch das g, und unten das C. Damit haben wir die anderthalb Oktaven. Wenn er tiefer als C geht (z.B. bei "Early morning rain"), klingt er dünn, oder treffender ausgedrückt stimmlos.
Nichts für ungut, aber als Chefredakteurin eines angeblichen Elvis-Fachmagazins sollte man im Editorial schon darauf achten, so etwas präzise auszudrücken, oder sich mal informieren, bevor man einfach mit solchen Termini achtlos um sich wirft. Im gleichen Artikel beschwert sie sich, dass über Elvis so viel Mist geschrieben wird - dann sollte man selber mit gutem Beispiel vorangehen. Das Magazin hat immerhin ca. 1.500 Leser, worunter sicher auch einige musikalisch bewanderte sind, da ist eine gewisse Sorgfalt durchaus angebracht.Als Freund der deutschen Sprache gebe ich dir für den zitierten Absatz gerne recht - die Feinheit macht den Unterschied. Aber ich glaube, hier erwartest du zu viel von uns gestressten Normalsterblichen, denen oft die Zeit für ausgefeilte Formulierungen fehlen - ich glaube, Eike Hahn meinte genau das, was dir vorschwebt.- Übersetzen
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Ich bin an der Sache ernsthaft interessiert und werde im Grünen suchen. Da du dich anscheinend gut auskennst, wäre ich aber für einen Tipp zum Titel des Threads dankbar.Falls Du auch im grünen Forum bist, da gibt es einen Thread dazu, wo der User Big Hunk das alles mal anhand von konkreten Songs erläutert hat. Ich habe die Songs nicht auswendig auf der Pfanne. Ich kenne nur Elvis' höchsten gequetschten Ton: Das ist das "h" unterhalb des hohen Tenor-C. Das singt er z.B. bei "Padre" (klingt da entsetzlich schief) und bei den 77er Live-Versionen von "Hurt", "It's now or never" und "How great thou art" (da klingt es gepresst). Wirklich schön klingt bei ihm noch das g, und unten das C. Damit haben wir die anderthalb Oktaven. Wenn er tiefer als C geht (z.B. bei "Early morning rain"), klingt er dünn, oder treffender ausgedrückt stimmlos.
Ich habe meine Lanze für die Redaktion von Graceland gebrochen. Das war's dazu.- Übersetzen
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Die Aufzählung der Lieder mit den höchsten und tiefsten Tönen findest Du hier: http://www.elvisclub.de/forum/index.php?showtopic=2388
Allerdings sind die Darstellungen mit den zweieinhalb bis drei Oktaven hier gleichermaßen falsch, denn er war bezüglich der wirklich gut klingenden Töne toleranter als ich, hat bei den zweieinhalb Oktaven die extrem gequetschten und getricksten Töne mitgezählt (was nicht gilt) und bei den drei Oktaven sogar die Kopfstimme, die nie mitgezählt wird (sonst hat jeder Mensch quasi drei Oktaven) und die Elvis vor allem nie sauber gesungen hat, zumindest auf keinem mir bekannten Tonträger. (Es geht um das Ende von "Unchained Melody", wo er mit Kopfstimme bis zum "e" über dem Tenor-C geht, was aber nie wirklich geklappt hat.)
Der User Big Hunk hat sich sehr viel Mühe gegeben und die Songs mit den jeweils höchsten und tiefsten Tönen korrekt benannt, allerdings ist er Hobbymusiker ohne Ausbildung und kannte daher nicht die Regeln, nach denen ein Stimmumfang korrekt definiert wird.- Übersetzen
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Vielen Dank! Ich werde es mir durchlesen und hoffentlich die Zeit finden, mir anhand der entsprechenden Aufnahmen eine eigene Meinung zu bilden. Ich gehe aber bereits jetzt davon aus, dass jene Leute, die Elvis einen deutlich breiteren Stimmumfang zugestehen als du, Kopfstimme und "Gejodel" (man verzeihe mir) einbezogen haben.
Ich meld' mich nächstes Jahr wieder.


Gibt es noch etwas Schönes über Graceland zu sagen?
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Offenbar. Das ändert aber nichts daran, dass es falsch ist. Wenn ein Auto 150 fährt, es aber mit Rückenwind der Berg runter auf 200 bringt, dann fährt es immer noch 150.- Übersetzen
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