Session 1974?
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Natürlich bin ich auch froh um das Album, das macht seine miese Produktion aber auch nicht besser. Für Fans, denen rauschende Audience Recordings wertvoll sind, ist das Album natürlich toll für uns, nur der Meilenstein in der Musikgeschichte oder in Elvis' Karriere war es doch wirklich nicht.- Übersetzen
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Das Album ist stimmungsmäßig m.E. überzeugender als Aloha, aber es wurde sicherlich deshalb veröffentlich, weil das Konzept "Live-Album" nunmal recht gut lief - und wie bereits gesagt leider besser als die Studioalben. Und natürlich wegen der vertraglichen Verpflichtungen. 1974 musste auf Material von früheren Sessions zurückgegriffen werden.
Schade, schade.- Übersetzen
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Schade ist es schon. Aber unser guter Junge hat ja wirklich viel geackert und eine Menge gemacht in seinen 23 Jahren Showbiz. Ich bedaure es aber auch sehr, das wir kein 1974èr Studioalbum haben. Aus heutiger Sicht, wäre es ein Schmankerl.Ohne Worte!- Übersetzen
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Wenn dieses für 1974 angekündigte Easter Special realisiert worden wäre, hätte es ja vielleicht auch Studioaufnahmen gegeben, vielleicht nicht in dem Umfang wie zu TTWII, aber vielleicht in etwa wie bei On Tour. Ein Bereits auf Plattencovern angekündigtes Projekt wieder abzublasen ist höchst unprofessionell.- Übersetzen
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Der Anlass war sicher "20 Jahre Elvis". 20 Jahre vorher startete er seine Karriere in Memphis und das Live-Album wurde erneut in Memphis aufgenommen. Damit schließt sich der Kreis.
Gut, man muss aber auch sagen, dass "Aloha" den wesentlich größeren Medien-Hype hatte und nicht gegen erfolgreiche Konkurrenz-Alben wie z.B. "Elvis Forever" oder "40 Greatest Hits", die ja im gleichen Jahr veröffentlicht wurden, ankämpfen musste.Aloha: #1 der US Album Charts
Memphis: #33 der US Album Charts
so viel dazu ...
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Okay, du nennst hier zwei Zahlen, die (unkommentiert) nicht nur wenig aussagekräftig, sondern tatsächlich irreführend sind, was das Zitat, auf das sich dein Posting bezieht, betrifft:
Die Chart-Platzierungen, die du anführst, um den vermeintlich geringen Erfolg des Memphis-Konzert zu belegen, sind - wie alle auf Charts basierenden Zahlen - lediglich relativ, d. h. sie geben die Position einer Platte in Relation zu allen anderen gleichzeitig veröffentlichten Platten an. Beide Alben, Aloha From Hawaii Via Satellite und Recorded Live On Stage In Memphis, verkauften sich aber (absolut gesehen) annähernd gleich oft, nämlich ca. 500.000 Mal (Quelle: Guralnick/Jørgensen: Elvis - Day By Day).
Seine Platzierung an der Spitze der US-Albums-Charts hat "Aloha" zum einen der Tatsache zu verdanken, dass es ein Doppel-Album war (und auch dementsprechend gewertet wurde, nämich so, als hätte ein reguläres Album eine Million Einheiten verkauft), zum anderen der, dass es in der "Saure-Gurken-Zeit" der Monate Januar/Februar veröffentlicht wurde. Unmittelbar nach dem Weihnachtsgeschäft werden generell bedeutend weniger Platten verkauft als im Rest des Jahres. Wäre "Aloha" beispielsweise in der Zeit von Oktober bis Dezember veröffentlich worden, hätte es vermutlich nie die erste Position der Album-Charts eingenommen (in diesem Zusammenhang kann man auch davon ausgehen, dass der Termin für das mediale "Ereignis", das Aloha From Hawaii darstellte, entsprechend gewählt war).
Die von dir angeführten Zahlen eignen sich also nicht, das mangelnde Interesse an Recorded Live On Stage In Memphis zu belegen. 500.000 Käufer interessierten sich für "Aloha" (und "lechzten", wie der Reverend schrieb, möglicherweise "nach mehr"), und 500.000 kauften das Memphis-Konzert. Wo ist also der Haken in Reverends Ansicht, der sich durch die beiden Chart-Platzierungen "beweisen" ließe? Absolut betrachtet, und nicht realtiv, wie Chart-Platzierungen es ausdrücken, verkaufte sie "Memphis" ähnlich gut wie "Aloha". Dass ersteres keine Doppel-LP war, kann man ihm wohl kaum zum Vorwurf machen.
Ansonsten teile ich deine Meinung zu "Memphis" in keinem Punkt. Abgesehen davon, dass In Person und On Stage beide ebenfalls nicht "vollständig" waren (seit wann ist das von Bedeutung für die Qualität eines Live-Albums? The Who's Live At Leeds [1970], das für gewöhnlich als das eines der großartigsten Live-Alben aller Zeiten gehandelt wird, bestand aus sechs Tracks - erst die DeLuxe Edition [2001| brachte alle 33[!] Tracks des Konzerts), waren auch diese - wie eigentlich so gut wie jedes Live-Album, das auf den Markt kommt - nachträglich bearbeitet. Entgegen der landläufgen (und mir persönlich unerklärlichen) Ansicht, war das bei "Memphis" nicht der Fall.
Was die Soundqualität betrifft, rangiert "Memphis" bei mir direkt hinter On Stage und lässt sowohl As Recorded At Madison Square Garden als auch Aloha From Hawaii Via Satellite deutlich hinter sich. Aber das ist möglicherweise (bzw. ganz sicher, so meine Erfahrung) eine Frage des persönlichen Geschmacks. Die LP jedenfalls klingt für diese Ohren außerordentlich gut. Auch bin ich nicht der Ansicht, dass die Wiederveröffentlichung auf dem "Collector's Label" FTD irgendetwas "ausgebügelt" hätte, was die Original-Version nicht schon geliefert hätte.
Zurück zum eigentlichen Thema des Threads: Warum gab es 1974 (der Ausnahme von der Regel, dass Elvis in jedem [kompletten] Jahr seiner Karriere [außer 1959] mind. einmal im Studio war) keine Studio-Aufnahmen? Antwort: Keine Ahnung. Ist das für das Verständnis der einmaligen Karriere Elvis Presleys wirklich von Bedeutung? Wohl kaum.
"Live on Stage in Memphis" ist mit Ausnahme von "Elvis in Concert" die mieseste Liveproduktion, die RCA fabriziert hat. Das Konzert ist nicht vollständig, Schnitte und Overdubbs sind schlampig gemacht, vom Sound wollen wir erst gar nicht reden. Dazu kommt noch, dass es für dieses Livealbum keinerlei besonderen Anlass gab. Las Vegas, Madison Square Garden und Aloha hatten noch irgendwas Spektakuläres, aber Memphis '74 ? Der Abschluss einer stinknormalen Tour. Die Show im Houston Astrodome aus dieser Tour, DAS wäre ein Highlight gewesen, jedoch wegen der Hallengröße soundtechnisch kaum umsetzbar (die Bootleg davon hört sich wie eine Studioaufnahme an, da man kein Publikum, keine Hallenatmosphäre mitbekommt).
Nun gut, mit der FTD Wiederveröffentlichung von "Recorded On Stage in Memphis" haben sie einige Patzer von damals ausgebügelt und die Show komplett gemacht. SO kann man sie durchgehen lassen. Die LP von 74 aber niemals.Zuletzt geändert von Gast; 30.11.2006, 23:18- Übersetzen
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Sorry Mr. SeitenlockeAloha From Hawaii Via Satellite und Recorded Live On Stage In Memphis, verkauften sich aber (absolut gesehen) annähernd gleich oft, nämlich ca. 500.000 Mal (Quelle: Guralnick/Jørgensen: Elvis - Day By Day).
Aber Aloha hatte schon vor der Veröffentlichung die Grenze von 1 Mio. alleine durch Vorbestellungen überschritten
Nicht zu vergessen das Double-Album blieb dann auch 52 Weeks in den Charts, da ging sicher noch die eine oder andere über die Theke
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