Ob sie wohl wahr ist???

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  • prosine1977
    Foren-Experte

    • 30.04.2006
    • 500

    #1

    Ob sie wohl wahr ist???

    Hallo !
    Ich Habe die Geschichte auf der Seite: www.hafengeschichten.de... gefunden
    Gruß PROSINE1977
    Jan Schmietwech: Hafengeschichten
    Elvis in Bremerhaven:


    Es war der 1. Oktober 1958 als Elvis Presley deutschen Boden betrat. Der Truppentransporter „General G.M. Randall“ hatte an der Columbuskaje in Bremerhaven festgemacht und neue US-Truppen an Land gesetzt.

    Als der wehrpflichtige King Elvis in Uniform mit seinem geschulterten Seesack die Gangway hinabschritt, wurde er nicht nur von hunderten jubelnder Fans, sondern auch vom Duft unseres Fischereihafens empfangen. Ich sah deutlich, wie er kurz seine Nase rümpfte. Als auch noch das Geschrei der Möwen die immer wieder aufbrandenden „Elvis“-Rufe übertönte, schien er einen Augenblick lang milde zu lächeln.

    Er hielt sich nur knapp zwei Stunden in Bremerhaven auf, aber diese zwei Stunden werden die Stadt und ich nie vergessen.



    Wieso dieser Schmietwech wieder – werden meine Kritiker einwerfen. Natürlich weil ich hautnah dabeigewesen bin. Der alte Zausel spinnt wieder!
    Ich höre es wohl. Aber es stimmt.

    Ich war damals nämlich als Zivilangestellter bei der US- Army beschäftigt. Denn nicht nur die Truppentransporter, sondern auch der ganze Nachschub per Schiff kam über Bremerhaven nach Deutschland. Ich gehörte zu der Einheit, die sich um die ankommenden Truppen und deren Weitertransport zu kümmern hatte. Bevor Elvis mit dem Zug zu seiner Einheit dem 1. Bataillon der Dritten Panzerdivision nach Friedberg in Hessen fuhr, hatte ich „Eine heimliche Begegnung der Dritten Art“.

    Elvis, der bis auf einige Lächler, das Winken in Kameras und wenige Autogramme für Bremerhaven und seine Fans keine Zeit hatte, stand in meiner Nähe am Zug, als das Unfaßliche geschah. Ein Rüde mittlerer Bauart fand Elvis linkes Bein wohl irgendwie anziehend und hob sein eigenes. Ich, der alles genau beobachtet hatte, schob den King in letzter Sekunde mit aller Kraft zur Seite. Der Hundestrahl verfehlte Elvis und traf statt dessen mich. Kameraden von Elvis, die meine Aktion auf ihren berühmten Landsmann beobachtet hatten, attackierten mich vehement, da sie wohl an ein Attentat auf den großen Meister des Rock'n'Roll glaubten. Schon hatten sie mich in der Mangel, aber glücklicherweise konnte ich sie dank meines leidlichen Englisch davon überzeugen, daß ich ein Freund war. Spätestens als die US-Soldaten meine nasse, stinkende Hose wahrnahmen. Elvis war gerührt. Er fragte nach meinem Namen und stieg winkend in den Zug.

    Wenige Tage später – Elvis hatte zwischenzeitlich die Ray Barracks in Friedberg erreicht – erhielt ich die Nachricht, ob ich nicht Lust hätte als einer von Elvis' Leibwächtern zu arbeiten. Trotz meines hohen Alters – was man mir natürlich nicht ansah – sagte ich zu. Ich wurde von meiner Einheit in Bremerhaven freigestellt und fuhr nach Bad Nauheim, wo Elvis im Hilpert's Park Hotel abgestiegen war. Wie alle Soldaten, die Angehörige in der Nähe des Standortes hatten, konnten sie auch außerhalb der Kaserne wohnen. Und in dem Hotel in Bad Nauheim waren bereits Elvis' Vater Vernon, seine Großmutter und seine beiden Leibwächter – also meine Kollegen – Lamar Fike und Red West eingezogen.

    Später erfolgte ein Umzug in das Hotel Grunewald unweit der Ray Barracks. Und schließlich mietete er ein ganzes Haus für sich und seine Begleiter.

    Gerüchte, daß ich der Grund für die Umzüge war, entsprechen nicht der Wahrheit. Auch das ich mit Papa Vernon oft Streit hatte, entbehren jeder Grundlage. Mit Elvis' Großmutter gab es in den ganzen Monaten nur einmal Ärger, als ich beim Bügeln – gut, ja, ich habe des öfteren für Elvis gebügelt – eine seiner Lieblingshosen verbrannt hatte. Ich hatte so wenig zu tun, daß ich sogar Arbeiten verrichtete, die nicht zu meinem Aufgabengebiet gehörten. Auch saß ich oft mit Oma Presley zusammen und stopfte die Strümpfe des King – als ehemaliger Seemann kein Problem. Sie erzählte von ihrer Jugend, von ihrem Enkel und von Memphis, und ich gab meine Hafengeschichten zu Gehör. Denn die eigentlichen Leibwächtertätigkeiten nahmen Lamar und Red wahr, die mit den zahlreichen weiblichen Fans gut umzugehen verstanden. Elvis traf während seiner Militärzeit in Deutschland auch berühmte und schöne Frauen wie Vera Tschechowa und die Kessler-Zwillinge, an die ich mich noch gut erinnern kann. Eine willkommene Abwechslung waren die Urlaubsreisen meines Chefs nach München und besonders nach Paris.

    Vielleicht spürte Elvis meine Langeweile, und er kaufte sich einen Pudel mit dem Namen „Cherry von der Mainkur“. Ich, der Pferde eigentlich lieber mochte, wie ihr alle wißt, hatte nun die Aufgabe diesen kleinen Pudel zu betreuen. Der King spielte gerne mit dem kleinen Hund. Als Cherry aber einmal das Bein gegen ihn hob, gab Elvis den Hund vor Schreck wieder weg. Nur etwas über 2 Monate war ich als Hundebetreuer im Einsatz, und das Gefühl der Nutzlosigkeit nahm mich wieder gefangen.

    Aber etwas außergewöhnliches habe ich nun doch noch erlebt. Elvis probierte – neben seinen militärischen Aufgaben – ständig neue Songs aus. Als ich eines Abends – für einen Norddeutschen in Hessen sicherlich ungewöhnlich – „Muß i denn, muß i denn zum Städtele hinaus“ beim Kartoffelschälen, als meine einzig wirklich sinnvolle Tätigkeit, trällerte, man möge mir diesen Ausdruck verzeihen, denn ich kenne die Wirkung meiner Gesangsstimme auf andere, kam Elvis in die Küche, der mit mir oft hier saß und schon eine gewisse Meisterschaft im Schälen von Kartoffeln erreicht hatte – aber nach Hessen importierten Grünkohl hat er nie probiert, obwohl ich ihm in höchsten Tönen davon vorschwärmte, und begeisterte sich sogleich an diesem Lied und ließ daraus sein bekanntes „Wooden Heart“ komponieren.

    Im Text heißt es u.a.:
    Treat me nice
    treat me good
    treat me like you really should
    'cause I'm not made of wood
    and I don't have a wooden heart“

    Ursprünglich hieß es aber so:
    Treat me nice
    treat me good
    treat me like you really should
    Skidwick, I'm not made of wood
    and I don't have a wooden heart”



    Mit Skidwick bin natürlich ich gemeint. Schmietwech konnte er einfach nicht richtig aussprechen. Aber meistens nannte er mich Klaus, weil ich ihn an einen Mops namens Klaus aus Memphis erinnerte, mit dem er oft „Hol Stöckchen“ gespielt hatte, wie er mir einmal sagte. Ein Kompliment? Ja, ja, lacht man! Immerhin war ich und nicht Ihr bei King Elvis als Faktotum im Einsatz.

    Mit dem Lied wollte er sich bei mir entschuldigen, daß er mir Cherry genommen hatte. Sein Management hielt dies alles für sentimentalen Quatsch und änderte den Text.

    Ich könnte nun angeben und Euch erzählen, daß der Ursprungstext:

    „Klaus, I'm not made of wood“ hieß, und das aus Klaus 'cause wurde, weil es sich besser anhört, aber lügen werde ich nicht. Das werdet Ihr bei mir nie erleben.

    Als Elvis seinen Wehrdienst absolviert hatte und am 2.3.1960 in der Rhein-Main-Air Base ein Flugzeug bestieg, endete meine Dienstzeit bei Elvis Presley. Ich sah ihn, Papa Vernon und die Oma nie wieder.

    So entstand der Elvis-Hit Wooden Heart, und ich überstand die arbeitsärmsten Monate meines Lebens. Unabhängig davon, daß ich dem größten Rock'n'Roller einige Zeit als Faktotum dienen durfte.

    Oder so ähnlich.

    Nicht wahr?

  • TheKing

    #2
    Also zumindest kennt er die Fakten gut. Wenn es nicht stimmt, was ich irgendwie so annehme, dann hat er gut gearbeitet. Die Wooden Heart Geschichte, ist mir zu heavy...

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    • prosine1977
      Foren-Experte

      • 30.04.2006
      • 500

      #3
      HALLO !
      DAS IST WOHL AUCH NUR EINE GESCHICHTE !
      FÜR MICH IST DAS NUR GROSS MACHEN UND MEHER NICHT !! DAS KÖNNTE AUCH MEIN ONKEL SCHREIBEN !
      GRUSS PROSINE1977

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      • burroughs
        Board-Legende

        • 09.02.2004
        • 56243

        #4
        @king: die fakten findest du so aber auch in Mansfield's *als Elvis in Deutschland war* und/oder in Guralnicks *Careless love*

        Das Ganze klingt für mich eher nach Wichtigtuerei :nee:

        Kommentar

        • TheKing

          #5
          Zitat von burroughs
          @king: die fakten findest du so aber auch in Mansfield's *als Elvis in Deutschland war* und/oder in Guralnicks *Careless love*

          Das Ganze klingt für mich eher nach Wichtigtuerei :nee:
          Ja ich hab Guralnik auch gelesen und fand deswegen, dass es ja alles hinkommt, aber wenn ich mir das jetzt nochmal überlege.....beim Kartoffelschälen "Muss I denn.."..da lachen ja die Hühner....und die Hund pisst Elvis ans Bein...neeeee.....der macht sich nen Spaß.....

          Kommentar

          • prosine1977
            Foren-Experte

            • 30.04.2006
            • 500

            #6
            HY !
            HIER IST NOCH EINE , DIE IST HABER GUT !!

            Text: MAITREYA
            Ich war 11, als ich meinen ersten Elvis-Film sah, »Jailhouse Rock«. Da war es um mich geschehen. Tagelang harrte ich in tiefer Verzweiflung aus. Schließlich hatte ich mich das erste Mal heftig verliebt! Problematisch jedoch: Elvis weilte nicht mehr unter den Lebenden und daher gab es nun wirklich keine Chance mehr für mich, mit ihm zusammenzukommen. Oder ihn wenigstens mal zu sehen. Oder zu wissen, dass er irgendwo ist – und atmet – gerade jetzt ...
            Der Herzschmerz ist mittlerweile überwunden. Aber der (zumindest in Jugendjahren) schmalhüftige Schönling mit der schwarzen Haartolle hält mich immer noch in Bann, wenn ich Fotos oder (frühe)Filme von ihm sehe, vor allem aber wenn ich Songs von ihm höre: »Love me tender« zum Beispiel ... Mehr als nachvollziehbar, dass die Jugend der 50er ob des Sängers in Ekstase geriet. Seine Ausstrahlung war und ist einfach einzigartig.http://jubal.westnet.com/hyperdiscor..._of_elvis.jpeg

            Anmerkung von Tschabo:
            Das Bild wurde in einen Link umgewandelt, weil es durch die Größe die Ladezeit erheblich vermindert hat. ich bitte um verständniss!
            Zuletzt geändert von Gast; 19.05.2006, 21:22

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            • burroughs
              Board-Legende

              • 09.02.2004
              • 56243

              #7
              Hätte es diese Art von Fotos bzw Bildern damals (zu Lebzeiten des King) schon gegeben.. Elvis hätte den Künstlern (bzw den Erzeugern) gehörig in den Allerwertesten getreten

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              • prosine1977
                Foren-Experte

                • 30.04.2006
                • 500

                #8


                DAR HAST DU RECHT !!! !! !

                Kommentar

                • gast-20110321

                  #9
                  hi,
                  zu der ersten geschichte: "stopfte die Strümpfe des King"!

                  ich glaube kaum,dass der am bestbezahltester künstler der welt,gestopfte strümpfe anzog

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                  • Eves
                    Foren-Experte

                    • 25.01.2006
                    • 977

                    #10
                    Ob sie wohl wahr ist

                    Das mit wooden heart läßt sich nur beantworten ob hier ein Mann oder eine Frau berichtet.Mein Mann zappte vor c.a einem guten halben Jahr durch den Fernseher und ich hörte nur das Zauberwort Elvis.Da mußte mein Mann pflichtbewußt ausharren.Herr Jauch hatte eine alte Dame zu Besuch,die berichtete,daß Elvis ein netter höflicher junger Mann gewesen sei und von ihr das Muss ich denn gelernt hat,weil ihm die Melody so gefiel.Leider war dann Werbung.Eine heute alte Dame,damals natürlich jung hat ihm das Lied beigebracht und ich glaube kaum,daß die es nötig hatte sich interessant zu machen.
                    Without a song,the day would never end.
                    Without a song,a man ain t got a friend.
                    Without a song,the road would never bend,
                    so I keep singing a song. Elvis Presley

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