If I Can Dream - Sony CD

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  • Tafka S.
    Posting-Legende

    • 22.06.2005
    • 9755

    #256
    Zitat von Graves_bei_Nacht
    Mich sprach die farbliche Gestaltung an...
    Durchaus zum Thema passend: gestern Abend sah ich auf ZDFinfo eine außerordentlich interessante Doku zum Thema "Vinyl lebt! Die Rückkehr der Schallplatte". Scheint in großem Stil tatsächlich wieder in Mode zu kommen, das "alte" sperrige Dingens.

    Für mich verblüffend: während die Tonträger als solches (also LP/EP/Maxi/Single) ein spürbares Revival erleben, scheuen sich die Produzenten vor dem Herstellen moderner Pressgerätschaften. Die derzeit verwendeten Pressmaschinen stammen samt und sonders noch von anno dazumal (die jüngsten aus den Achtzigern!), so dass man praktisch auf Verschleiß fährt, wie man in der Wirtschaft dazu sagt. Ein Plattenproduzent, der im Film zu Wort kam, hat zwar Pläne in der Schublade, doch die Ungewissheit, wie lange der Vinyl-Revival-Trend noch andauern werde, ließe bezüglich sündhaft teurer Anschaffungskosten die Produzenten noch zögern.

    Hat jemand diese Sendung gesehen?

    Die Betreiberin eines Plattenladens hat sogar ohne Ironie das baldige Aussterben der CD vorher gesagt...

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    • Graves_bei_Nacht
      Gehört zum Inventar

      • 04.11.2014
      • 3877

      #257
      Zitat von Tafka S.
      Hat jemand diese Sendung gesehen?
      Ne.




      ....Aber Vinyl gekauft! Vorgestern, gestern.....wie so oft eigentlich. (Wenn auch dieses Jahr nicht bei Herrn Gordon aus Berlin. )


      Vinyl lebt!

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      • Tafka S.
        Posting-Legende

        • 22.06.2005
        • 9755

        #258
        Zitat von Graves_bei_Nacht
        Ne.
        ....Aber Vinyl gekauft! Vorgestern, gestern.....wie so oft eigentlich.
        Sollte sich die Kernaussage der Doku langfristig bestätigen, hast Du also nicht einfach nur Vinyl gekauft sondern eine Investition für die Zukunft getätigt: vorgestern, gestern...

        ...und wohl auch heute, morgen und übermorgen.



        Hätte ich nie für möglich gehalten, dass sich auf technischem Gebiet mal ein (eigentlich) rückwärtsgewandter Trend durchsetzen würde...

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        • Graves_bei_Nacht
          Gehört zum Inventar

          • 04.11.2014
          • 3877

          #259
          Zitat von Tafka S.
          ...und wohl auch heute, morgen und übermorgen.
          Without a (vinyl) record, the day would never end....

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          • Tafka S.
            Posting-Legende

            • 22.06.2005
            • 9755

            #260
            Without a (vinyl) record, the day would never end....
            Nett gesagt.

            Ich selbst habe leider nur noch ein paar Restposten meiner ursprünglich ohnehin nicht sehr großen Vinyl-Sammlung - als Grundstock für eine neu zu beginnende Vinylsammlung wohl nicht wirklich geeignet. Ich haute damals alles raus, als die Trendwende zur CD erkennbar wurde - womöglich eine Fehleinschätzung?!


            Ich muss heute Abend mal eine Bestandsaufnahme machen - dann kann ich morgen genauer sagen, was ich noch an Vinyl da habe...



            Übrigens: ein Buch-Autor (ich glaube, hauptberuflich ein Soziologe) sagte gestern in der TV-Doku etwas sehr Interessantes, weil sachlich nicht unrichtig:
            "Kein Mensch erinnert sich an sein erstes mp3-File - aber jeder an seine erste Platte!"
            Ich schätze, damit hat er recht...
            Zuletzt geändert von Tafka S.; 08.12.2015, 14:53

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            • Graves_bei_Nacht
              Gehört zum Inventar

              • 04.11.2014
              • 3877

              #261
              Zitat von Tafka S.
              Ich muss heute Abend mal eine Bestandsaufnahme machen....
              An einer solchen 'arbeite' ich seit zwei Jahren!


              Die einstigen Vorhersagen in Sachen CD waren ja nicht falsch, allenfalls die der physischen Überlebensdauer selbst. Nicht wenig verdient hat man ohnehin seit deren Einführung.
              Tatsächlich sind digitale Formate und entsprechende Angebotsformen seit Jahren so vielfältig wie auch zugleich individuell passend zugeschnitten (Single-Downloads beispielsweise), dass der Trend zum Herkömmlichen, also dem Kauf der physischen CD als solche, spürbar zurück geht.

              Allerdings: Wir und so auch die Dokus dieser Welt zu diesem Thema reden von offiziellen Zahlen, berücksichtigen also eher nicht das Hin- wie Hergereiche von Alt-Platten auf Börsen wie Flohmärkten. Und selbst wenn in Bezug auf Elvis nebst hauseigenem Label auch noch die in der Tat immer mehr werdenden Kleinstserien anderer Label per Lizenz aber auch als Bootleg hinzugezählt würden/werden könnten, fiel die entsprechende Gesamtabsatzzahl für Vinyl (für welchen Betrachtungszeitraum auch immer) wohl deutlich niedriger aus, als es die digitalen Formen hervorzubringen imstande sind.

              Elvis' vier umsatzstärkste Alben der USA aktuell sind alles CDs und nur mit Ausnahme der IF I CAN DREAM auch als Vinyl im Angebot. Seine bestplatzierte IT'S CHRISTMAS TIME (#59 Billboard's Top 200 Albums) verkaufte sich in letzter Woche 11.430 mal (Platz 47 unter den ALBUM SALES) und somit ganz sicher öfter als irgendwelche seiner Vinyls weltweit zusammen genommen.

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              • Graves_bei_Nacht
                Gehört zum Inventar

                • 04.11.2014
                • 3877

                #262
                Zitat von Tafka S.
                Übrigens: ein Buch-Autor (ich glaube, hauptberuflich ein Soziologe) sagte gestern in der TV-Doku etwas sehr Interessantes, weil sachlich nicht unrichtig:
                "Kein Mensch erinnert sich an sein erstes mp3-File - aber jeder an seine erste Platte!"
                Ich schätze, damit hat er recht...
                Das kommt nun aber wiederum nicht überraschend!

                Wer auch immer sich an besagtes "File" nicht erinnern kann bzw. mag, maß diesem ganz offensichtlich schon immer die Bedeutung bei, die jenem auch tatsächlich -und das von dessen Anbeginn- zukommt....

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                • Tafka S.
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                  • 22.06.2005
                  • 9755

                  #263
                  Das sind natürlich Argumente; allerdings wurde im Rahmen der TV-Reportage auch angemerkt, dass hinsichtlich des reinen Sounds die klassische Schallplatte konkurrenzlos sei. Nachteilig ist vor allem der Materialverschleiß als Ergebnis oftmaligen Anhörens/Abtastens, da alles analog/mechanisch erfolgt. Man müsste wohl einen unkaputtbaren neuen Werkstoff kreieren, dem das Durchziehen der Abtastnadel auch nach x-maligem Gebrauch nichts anhaben kann. So aber scheint mir eine CD deutlich langlebiger zu sein, und der Umstand, dass sich der Endverbraucher durch das digitale Handling seine Alben persönlich zusammen stellen kann, ist auch ein gewaltiger Pluspunkt für die CD, mehr noch für den digitalen Download.
                  Es ist im Grunde ein Teufelskreis: setzt man auf klangliche Qualität (also Vinyl), kommen die gerade genannten Nachteile zum Tragen; bevorzugt man die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten der digitalen Datei (mp3 file oder CD), muss man mit einem eingeschränkten Hörvergnügen leben.


                  Wenn es mir also gelänge, als Nachfolger der Schellacks und Vinyls einen wirklich die Jahrhunderte überdauernden neuartigen Werkstoff für Schallplatten zu erfinden, würde sich die Zahl meiner Probleme wohl drastisch nach unten korrigieren...

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                  • Tafka S.
                    Posting-Legende

                    • 22.06.2005
                    • 9755

                    #264
                    Off-Topic:

                    Hurra! Leichter Schneefall setzt gerade ein!
                    Danke, Herr Holle!

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                    • Graves_bei_Nacht
                      Gehört zum Inventar

                      • 04.11.2014
                      • 3877

                      #265
                      Zitat von Tafka S.
                      Man müsste wohl einen unkaputtbaren neuen Werkstoff kreieren, dem das Durchziehen der Abtastnadel auch nach x-maligem Gebrauch nichts anhaben kann.
                      Nun, Vinyl ist Vinyl und soll es ja wohl auch bleiben. "Kreiert" wurde darum u.a. wohl eher eine (mechanisch) berührungslose Abtastung mittels Laserplattenspieler. Und das schon vor etlichen Jahren.

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                      • Tafka S.
                        Posting-Legende

                        • 22.06.2005
                        • 9755

                        #266
                        Das ist richtig, Graves, doch hat sich diese Entwicklung in den Wohn- und Kinderzimmern dieser Welt durchgesetzt?
                        Vermutlich war diese doch recht interessant klingende technische Entwicklung für den massenkompatiblen Einsatz zu kostenintensiv...

                        Das, woran ich denke, wäre etwas, dass dann auch wirklich jeder Endverbraucher für erschwingbare Beträge erwerben könnte - und zwar ohne vorherige Kreditaufnahme...

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                        • Graves_bei_Nacht
                          Gehört zum Inventar

                          • 04.11.2014
                          • 3877

                          #267
                          Zitat von Tafka S.
                          Das, woran ich denke, wäre etwas, dass dann auch wirklich jeder Endverbraucher für erschwingbare Beträge erwerben könnte - und zwar ohne vorherige Kreditaufnahme...
                          Weiße Handschuhe wären beispielsweise erschwinglich (und ein guter Anfang), sind aber wohl bei kaum einem Vinylsammler vorzufinden.

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                          • Tafka S.
                            Posting-Legende

                            • 22.06.2005
                            • 9755

                            #268
                            Das glaube ich allerdings auch (ich selbst hatte ja früher auch keine - lediglich ein antistatisches Tuch zum Entstauben). Darum war ich um so verblüffter, als sie gestern in dieser Sendung eine "Schallplatten-Waschmaschine" vorstellten (kein Scherz).
                            Dabei handelt es sich um eine Apparatur, bei dem die Vinylplatte quasi wie ein Stück Brot von oben in eine Art Toaster eingelegt wird, aber nur bis zur Unterkante des Labels. Dann dreht sich die Platte vertikal und wird buchstäblich gewaschen (den Reinigungsschaum konnte man bei der Vorführung tatsächlich sehen), wobei ich mir sage, dass die Gefahr des Heruntertropfens auf das Papierlabel durchaus bestehen sollte. Ergo würde sich alsbald das Label abnutzen, was den Wiederveräußerungswert der Platten wohl etwas reduzieren würde, nehme ich an.

                            Originell war das aber schon irgendwie...

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                            • Graves_bei_Nacht
                              Gehört zum Inventar

                              • 04.11.2014
                              • 3877

                              #269
                              Zitat von Tafka S.
                              Das glaube ich allerdings auch (ich selbst hatte ja früher auch keine - lediglich ein antistatisches Tuch zum Entstauben).
                              Die ersten unschönen wie oft bleibenden "Eindrücke" entstehen schon am Cover, somit längst vor dem Abspielen eigentlicher Platte.


                              Zitat von Tafka S.
                              "Schallplatten-Waschmaschine" ....wobei ich mir sage, dass die Gefahr des Heruntertropfens auf das Papierlabel durchaus bestehen sollte. ....
                              Auch hier (in Sachen "Waschmaschine") fänden sich diverse Gerätschaften.

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                              • Tafka S.
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                                • 22.06.2005
                                • 9755

                                #270
                                Zitat von Graves_bei_Nacht
                                Die ersten unschönen wie oft bleibenden "Eindrücke" entstehen schon am Cover, somit längst vor dem Abspielen eigentlicher Platte.
                                Ja, allerdings. Ich weiß noch, dass man sich über mein pingeliges Verhalten beim Plattenauflegen stets amüsiert hat, da der ganze Prozess wohl an eine Zeremonie erinnerte:
                                das vorsichtige Zur-Hand-Nehmen des Klangkörpers,
                                das noch vorsichtigere Herausholen aus der Papphülle und Schutzfolie, das vorsichtige "Justieren" der Vinylscheibe zwischen linker Handinnenseite und Bauch, um mit der rechten Hand den Staublappen vorsichtig in Laufrichtung zu führen,
                                das Auflegen der Scheibe selbst, wobei sie nur Kontakt mit den Handinnenseiten hatte,
                                das fast schon andächtige Betätigen des Abtastarms...

                                Ach ja, das fehlt schon etwas, muss ich gestehen. Heute ist das Besondere irgendwie abhanden gekommen bzw. verloren gegangen. Das CD-Einschieben oder das Öffnen einer mp3-File ist nicht annähernd so ein intensives Gefühl...

                                Viele in meinem Bekanntenkreis waren da deutlich sachlicher/grobschlächtiger im Gebrauch von Schallplatten, sprich:
                                die Platte zwischen Daumen und übrigen Fingern greifen
                                das Gleiche beim Herausziehen aus der Hülle
                                ein flüchtiges Entstauben am Pullover/Hemd
                                etc.

                                Naja, ist alles ziemlich lange her bei mir...


                                Auch hier (in Sachen "Waschmaschine") fänden sich diverse Gerätschaften.
                                Einigermaßen erschwinglich?

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