Ich finde es amüsant, dass Elvis auf seinem ersten Album als Sänger von kommerzieller Folk-Musik bezeichnet wird. Anscheinend war sich RCA nicht sicher, wofür sie $40.000 gezahlt hatten. Ich muss jedes Mal lächeln, wenn ich das lese.
Sicherlich beeinflusste Folk Elvis bedeutend weniger als Country, Blues und Gospel. Er kannte sich in diesem Genre nicht aus. Es ist aber bekannt, dass Elvis durchaus einige Künstler dieser Musikrichtung mochte. Er kaufte sich Alben von Peter, Paul und Mary. Er mochte besonders ihr Live-Album. Ohne diese Gruppe hätte Elvis den Folk-Boom der 60ger wohl nicht wahrgenommen.
Sein Freund Charlie Hodge schenkte Elvis ein Album der afroamerikanischen Blues- und Folk-Sängerin Odetta mit ihren Cover-Versionen von Bob Dylan. Elvis war so beeindruckt, dass er Dylans Tomorrow Is A Long Time aufnahm.

Es ist für mich nicht einfach über ein Folk-Album von Elvis nachzudenken. Auf den VÖs In A Private Moment, Elvis At Home und Platinum sind einige Beiträge von Elvis zu hören, die der Folk-Musik zuzurechnen sind. Hätte Elvis diese Lieder im Studio eingespielt, so wären wir einem Folk-Album sicherlich sehr nahe.
Wir wollen mal schauen, was wir für ein fiktives Folk-Album so haben:
Early Mornin‘ Rain – Elvis singt eine nette Version dieses Klassikers von Gordon Lightfoot nach dem Aloha from Hawaii Konzert. Meiner Ansicht nach, kommt Elvis hiermit Peter, Paul und Mary ziemlich nahe.
Beyond The Reef – Eine weitere Annäherung an Peter, Paul und Mary. Elvis, Charlie Hodge und Red West harmonieren wunderbar in dieser privaten Aufnahme von 1966.
The First Time Ever I Saw Your Face - Elvis versuchte sich an diesem Cover von Ewan MacColl in einem Duett. Es ist schade, dass Elvis dieses Lied in einem schnelleren Tempo singt. Ein Vergleich mit der wunderschönen langsamen Version von Roberta Flack ist hilfreich um zu verstehen, was ich meine. Es wird böswillig kolportiert, dass der schottische Folk-Sänger MacColl und seine Tochter die Version von Elvis auflegten, wenn sie mal herzlich lachen wollten [Rough Guide]. Im Dezember 1976 singt Elvis eine großartige langsame Version auf der Bühne in Birmingham. Erstaunlich ist, dass er dabei sogar die dritte Strophe im Gepäck hat.
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=hOFrGbuUqnQ"]Roberta Flack "The First Time Ever I Saw Your Face" (1969) - YouTube[/ame]
500 Miles – Ich kann mich nicht satthören an dieser privaten Aufnahme der alten Folk-Ballade. Elvis bemüht sich so außerordentlich wie ein richtiger Bass-Sänger zu klingen. Es ist ja allgemein bekannt, dass Elvis Bass-Gesang sehr mochte.
I Shall Be Released – Die vielleicht fürchterlichsten 48 Sekunden von Elvis im Studio hat jemand geschrieben. Ich finde die zwei Verse des großen Klassikers von Bob Dylan interessant. Schade, dass er kein Dylan-Album aufgenommen hat.
Blowin‘ In The Wind – Elvis singt zu einer Instrumentalaufnahme. Es macht Spaß einen weiteren Versuch zu hören, in dem Elvis wie ein Bass-Sänger klingen möchte.
Loving Arms – Dies ist meiner Ansicht nach eine atemberaubend schöne Version des Liedes von Tom Jans. Elvis Stimme ist so klar und kraftvoll. Besonders die zweite Hälfte ist erstaunlich. Für mich ist es kein Wunder, dass Tom Jans Elvis‘ Version als einen Höhepunkt seines Lebens bezeichnete [Rough Guide].
Until It’s Time For You To Go – Eine Cover-Version von Buffy Sainte Marie. Lassen wir den Autoren Charles Shaar Murray in einem Auszug des New Musical Express zu Wort kommen: " … Elvis sollte mit den Seiten der Geigen erwürgt werden … Allerdings geht er mit der Romantik und dem Fatalismus des Liedes recht gut um … !"
Tja, leider beinhaltet Elvis Output recht wenig pure Folk-Musik. Aber es ist viel wichtiger, dass Elvis Folk-Sänger wie Rodger McGuinn von den Byrds oder Phil Ochs mit seiner Musik nicht unwesentlich beeinflusste.
Sicherlich beeinflusste Folk Elvis bedeutend weniger als Country, Blues und Gospel. Er kannte sich in diesem Genre nicht aus. Es ist aber bekannt, dass Elvis durchaus einige Künstler dieser Musikrichtung mochte. Er kaufte sich Alben von Peter, Paul und Mary. Er mochte besonders ihr Live-Album. Ohne diese Gruppe hätte Elvis den Folk-Boom der 60ger wohl nicht wahrgenommen.
Sein Freund Charlie Hodge schenkte Elvis ein Album der afroamerikanischen Blues- und Folk-Sängerin Odetta mit ihren Cover-Versionen von Bob Dylan. Elvis war so beeindruckt, dass er Dylans Tomorrow Is A Long Time aufnahm.

Es ist für mich nicht einfach über ein Folk-Album von Elvis nachzudenken. Auf den VÖs In A Private Moment, Elvis At Home und Platinum sind einige Beiträge von Elvis zu hören, die der Folk-Musik zuzurechnen sind. Hätte Elvis diese Lieder im Studio eingespielt, so wären wir einem Folk-Album sicherlich sehr nahe.
Wir wollen mal schauen, was wir für ein fiktives Folk-Album so haben:
Early Mornin‘ Rain – Elvis singt eine nette Version dieses Klassikers von Gordon Lightfoot nach dem Aloha from Hawaii Konzert. Meiner Ansicht nach, kommt Elvis hiermit Peter, Paul und Mary ziemlich nahe.
Beyond The Reef – Eine weitere Annäherung an Peter, Paul und Mary. Elvis, Charlie Hodge und Red West harmonieren wunderbar in dieser privaten Aufnahme von 1966.
The First Time Ever I Saw Your Face - Elvis versuchte sich an diesem Cover von Ewan MacColl in einem Duett. Es ist schade, dass Elvis dieses Lied in einem schnelleren Tempo singt. Ein Vergleich mit der wunderschönen langsamen Version von Roberta Flack ist hilfreich um zu verstehen, was ich meine. Es wird böswillig kolportiert, dass der schottische Folk-Sänger MacColl und seine Tochter die Version von Elvis auflegten, wenn sie mal herzlich lachen wollten [Rough Guide]. Im Dezember 1976 singt Elvis eine großartige langsame Version auf der Bühne in Birmingham. Erstaunlich ist, dass er dabei sogar die dritte Strophe im Gepäck hat.
[ame="http://www.youtube.com/watch?v=hOFrGbuUqnQ"]Roberta Flack "The First Time Ever I Saw Your Face" (1969) - YouTube[/ame]
500 Miles – Ich kann mich nicht satthören an dieser privaten Aufnahme der alten Folk-Ballade. Elvis bemüht sich so außerordentlich wie ein richtiger Bass-Sänger zu klingen. Es ist ja allgemein bekannt, dass Elvis Bass-Gesang sehr mochte.
I Shall Be Released – Die vielleicht fürchterlichsten 48 Sekunden von Elvis im Studio hat jemand geschrieben. Ich finde die zwei Verse des großen Klassikers von Bob Dylan interessant. Schade, dass er kein Dylan-Album aufgenommen hat.
Blowin‘ In The Wind – Elvis singt zu einer Instrumentalaufnahme. Es macht Spaß einen weiteren Versuch zu hören, in dem Elvis wie ein Bass-Sänger klingen möchte.
Loving Arms – Dies ist meiner Ansicht nach eine atemberaubend schöne Version des Liedes von Tom Jans. Elvis Stimme ist so klar und kraftvoll. Besonders die zweite Hälfte ist erstaunlich. Für mich ist es kein Wunder, dass Tom Jans Elvis‘ Version als einen Höhepunkt seines Lebens bezeichnete [Rough Guide].
Until It’s Time For You To Go – Eine Cover-Version von Buffy Sainte Marie. Lassen wir den Autoren Charles Shaar Murray in einem Auszug des New Musical Express zu Wort kommen: " … Elvis sollte mit den Seiten der Geigen erwürgt werden … Allerdings geht er mit der Romantik und dem Fatalismus des Liedes recht gut um … !"
Tja, leider beinhaltet Elvis Output recht wenig pure Folk-Musik. Aber es ist viel wichtiger, dass Elvis Folk-Sänger wie Rodger McGuinn von den Byrds oder Phil Ochs mit seiner Musik nicht unwesentlich beeinflusste.







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