Review „On A Jet To The Promised Land“ (VENUS VP-EP 2011-02)
Die neueste Veröffentlichung von VENUS ist erschienen. Da die CD am 1. April angekündigt wurde, könnte man annehmen, dass es sich um einen April-Scherz der besonderen Güte handelt. Dem ist nicht so, denn die CD ist defintiv kein Scherz und verdient es absolut besprochen zu werden.
Die CD startet mit dem ersten Take (2:32) von ‚Promised Land‘, der bisher unveröffentlicht gewesen ist. Eine bisherigen Veröffentlichung stand möglicherweise die “kleinen” Textänderung der Zeile von „and the poor boy is on the line“ in „and the mother fucker is on the line“ im Wege. Die Version ist sehr stark gesungen. Die Tatsache, dass Elvis mitten im Song herzhaft lacht und den letzten Vers mit verstellter Stimme singt, verdeutlicht die allgemein gute Stimmung, die bei den Sessions geherrscht haben soll. Die Soundqualität – insbesondere die Bass-Linie - sorgt dafür, dass man das Gefühl bekommt bei der Aufnahme zwischen den Musikern und Elvis zu sitzen.
Der nächste Song ist der erste Take (3:22) von „There’s A Honky Tonk Angel“. Zunächst hört man, wie Elvis versucht sich den Text einzuprägen, indem er für sich die erste Textzeile rezitiert. Bevor die Aufnahme startet flucht Elvis vernehmlich - „Son of a bitch! I get mad at it!“. Anschließend startet der Take, der bereits 1998 auf der 5. CD der ‚Essentail Serie“ veröffentlicht wurde. Auf der CD ist die Aufnahme jedoch editiert, d.h. der Fluch wurde rausgeschnitten.
Der dritte Track (1:41) auf der CD ist Take 2 von „There’s A Honky Tonk Angel“. Dabei handelt es sich um Studiobanter und einen Fehlstart des Songs. Felton Jarvis unterbricht die Aufnahme, was wiederum von Elvis mit „Fu*k! I liked that one. It was the first time I got that son of a bitch right. Oh well, shit!” Der Take ist bislang unveröffentlicht.
Track 4 (3:35) der CD ist der dritte Take von „There’s A Honky Tonk Angel“, der bisher ebenfalls unveröffentlicht ist. Die Version ist fast komplett durchgesungen. Beim letzten Vers versingt sich Elvis und veralbert das Ende. Elvis lautes Lachen und der gutgelaunte klingende Kommentar „We’re going to the next piece! I get carried away… and they carry me away if I keep it! ... Shut up and keep it rollin’!” Letztlich hat Elvis noch fünf weitere Takes eingesungen. Take 8 wurde dann später für die Overdubs verwendet und damit der Master.
Track 4 endet mit der Ansage für Take 1(3:37) von „My Boy“, der auch schon auf der FTD-Veröffentlichung des Albums „Good Times“ Verwendung gefunden hat. Das Gleiche gilt für den sechsten Track auf der CD, der Take 2 (3:54) von „My Boy“ beinhaltet. Auch dieser Take wurde schon auf der FTD-Veröffentlichung des Albums „Good Times“ verwendet. Hinzu kommt, dass man über den Song an sich denken kann, was man möchte – und die Meinungen sind sehr konträr – aber Elvis singt den Song mit soviel Kraft, Überzeugung und Leidenschaft, dass es eine Wonne ist.
Track 7 ist der erste Take (3:35) von „Love Song Of The Year“, der bisher komplett unveröffentlicht ist. Der Song wird praktisch vollständig durchgesungen. Das Piano gespielt von Per Eric „Pete“ Hallin ist so detailliert herauszuhören, wie man es sich nur wünschen kann. Ein absolutes Highlight!
Track 8 ist der vierte Take (3:25) von „Your Love’s Been A Long Time Coming“. Der Track ist nicht - wie auf der bereits angesprochenen CD “Essential 5 – Rhythm and Country“ - editiert. Zudem hört man wie Elvis die Textzeile „…a little less conversation, a little more action…” zum Besten gibt.
Der letzten Track auf der CD ist der dritte Take von „Thinking About You“. Zu Beginn hört man einige Anweisungen von Felton Jarvis, der mit der Vergabe der Mikrofone unzufrieden gewesen scheint, weil wohl irgendjemand ein Mikrofon der Sängerinnen verwenden wollte. Danach startet Take 3. Der Track ist nicht editiert und läuft daher eine halbe Minute länger, als auf der bereits mehrfach erwähnten CD der Essential Reihe.
Die CD stellt scheinbar so etwas wie eine VENUS Spezialveröffentlichung dar. Verpackt ist die CD in einem schlichten Cardsleeve (s. Fotoattachment), was dem Inhalt meines Erachtens in keiner Weise gerecht wird. Mit Superlativen soll man bekanntermaßen vorsichtig sein, aber was da aus den Boxen kommt, klingt schlicht spektakulär. Bislang fand ich die Soundqualität der fünften CD der „Essential“-Reihe ausgesprochen gut, aber im Vergleich mit der Soundqualität dieser Venus-Produktion belegt sie mit einigem Abstand den zweiten Platz.
Diese Veröffentlichung ist für mich schon jetzt das Understatement des Jahres 2011. Die knapp 31 Minuten dieser CD (von denen etwa 15 Minuten unveröffentlicht sind) haben es in sich. Man darf sehr gespannt sein, wie die FTD-Veröffentlichung von „Promised Land“ eines Tages im Vergleich klingen wird. Dem geneigten Käufer wird hier für kleines Geld etwas Besonderes geboten!
Obendrein gibt es die Ankündigung der fünften CD „Welcome To The Jungle – Hurt“.
Jörn
Die neueste Veröffentlichung von VENUS ist erschienen. Da die CD am 1. April angekündigt wurde, könnte man annehmen, dass es sich um einen April-Scherz der besonderen Güte handelt. Dem ist nicht so, denn die CD ist defintiv kein Scherz und verdient es absolut besprochen zu werden.
Die CD startet mit dem ersten Take (2:32) von ‚Promised Land‘, der bisher unveröffentlicht gewesen ist. Eine bisherigen Veröffentlichung stand möglicherweise die “kleinen” Textänderung der Zeile von „and the poor boy is on the line“ in „and the mother fucker is on the line“ im Wege. Die Version ist sehr stark gesungen. Die Tatsache, dass Elvis mitten im Song herzhaft lacht und den letzten Vers mit verstellter Stimme singt, verdeutlicht die allgemein gute Stimmung, die bei den Sessions geherrscht haben soll. Die Soundqualität – insbesondere die Bass-Linie - sorgt dafür, dass man das Gefühl bekommt bei der Aufnahme zwischen den Musikern und Elvis zu sitzen.
Der nächste Song ist der erste Take (3:22) von „There’s A Honky Tonk Angel“. Zunächst hört man, wie Elvis versucht sich den Text einzuprägen, indem er für sich die erste Textzeile rezitiert. Bevor die Aufnahme startet flucht Elvis vernehmlich - „Son of a bitch! I get mad at it!“. Anschließend startet der Take, der bereits 1998 auf der 5. CD der ‚Essentail Serie“ veröffentlicht wurde. Auf der CD ist die Aufnahme jedoch editiert, d.h. der Fluch wurde rausgeschnitten.
Der dritte Track (1:41) auf der CD ist Take 2 von „There’s A Honky Tonk Angel“. Dabei handelt es sich um Studiobanter und einen Fehlstart des Songs. Felton Jarvis unterbricht die Aufnahme, was wiederum von Elvis mit „Fu*k! I liked that one. It was the first time I got that son of a bitch right. Oh well, shit!” Der Take ist bislang unveröffentlicht.
Track 4 (3:35) der CD ist der dritte Take von „There’s A Honky Tonk Angel“, der bisher ebenfalls unveröffentlicht ist. Die Version ist fast komplett durchgesungen. Beim letzten Vers versingt sich Elvis und veralbert das Ende. Elvis lautes Lachen und der gutgelaunte klingende Kommentar „We’re going to the next piece! I get carried away… and they carry me away if I keep it! ... Shut up and keep it rollin’!” Letztlich hat Elvis noch fünf weitere Takes eingesungen. Take 8 wurde dann später für die Overdubs verwendet und damit der Master.
Track 4 endet mit der Ansage für Take 1(3:37) von „My Boy“, der auch schon auf der FTD-Veröffentlichung des Albums „Good Times“ Verwendung gefunden hat. Das Gleiche gilt für den sechsten Track auf der CD, der Take 2 (3:54) von „My Boy“ beinhaltet. Auch dieser Take wurde schon auf der FTD-Veröffentlichung des Albums „Good Times“ verwendet. Hinzu kommt, dass man über den Song an sich denken kann, was man möchte – und die Meinungen sind sehr konträr – aber Elvis singt den Song mit soviel Kraft, Überzeugung und Leidenschaft, dass es eine Wonne ist.
Track 7 ist der erste Take (3:35) von „Love Song Of The Year“, der bisher komplett unveröffentlicht ist. Der Song wird praktisch vollständig durchgesungen. Das Piano gespielt von Per Eric „Pete“ Hallin ist so detailliert herauszuhören, wie man es sich nur wünschen kann. Ein absolutes Highlight!
Track 8 ist der vierte Take (3:25) von „Your Love’s Been A Long Time Coming“. Der Track ist nicht - wie auf der bereits angesprochenen CD “Essential 5 – Rhythm and Country“ - editiert. Zudem hört man wie Elvis die Textzeile „…a little less conversation, a little more action…” zum Besten gibt.
Der letzten Track auf der CD ist der dritte Take von „Thinking About You“. Zu Beginn hört man einige Anweisungen von Felton Jarvis, der mit der Vergabe der Mikrofone unzufrieden gewesen scheint, weil wohl irgendjemand ein Mikrofon der Sängerinnen verwenden wollte. Danach startet Take 3. Der Track ist nicht editiert und läuft daher eine halbe Minute länger, als auf der bereits mehrfach erwähnten CD der Essential Reihe.
Die CD stellt scheinbar so etwas wie eine VENUS Spezialveröffentlichung dar. Verpackt ist die CD in einem schlichten Cardsleeve (s. Fotoattachment), was dem Inhalt meines Erachtens in keiner Weise gerecht wird. Mit Superlativen soll man bekanntermaßen vorsichtig sein, aber was da aus den Boxen kommt, klingt schlicht spektakulär. Bislang fand ich die Soundqualität der fünften CD der „Essential“-Reihe ausgesprochen gut, aber im Vergleich mit der Soundqualität dieser Venus-Produktion belegt sie mit einigem Abstand den zweiten Platz.
Diese Veröffentlichung ist für mich schon jetzt das Understatement des Jahres 2011. Die knapp 31 Minuten dieser CD (von denen etwa 15 Minuten unveröffentlicht sind) haben es in sich. Man darf sehr gespannt sein, wie die FTD-Veröffentlichung von „Promised Land“ eines Tages im Vergleich klingen wird. Dem geneigten Käufer wird hier für kleines Geld etwas Besonderes geboten!
Obendrein gibt es die Ankündigung der fünften CD „Welcome To The Jungle – Hurt“.
Jörn




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