Australien-Tour für 1960 geplant?

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  • MysteryTrain
    Posting-Legende

    • 12.07.2008
    • 7260

    #1

    Frage: Australien-Tour für 1960 geplant?

    Im Zuge meiner Zeitungsrecherchen bzgl. Elvis bin ich auf eine interessante, mir bisher nicht bekannte Information gestoßen. Demnach hat Elvis 1959 einem 240.000 $ Deal zugestimmt für eine 5-6tägige Australien-Tour


    ELVIS ACCEPTS $240,000 OFFER

    Pay-Per-View - Los Angeles Times - ProQuest Archiver - Aug 20, 1959
    SYDNEY Australia Aug 19ReutersElvis Presley has accepted a $240000 offer for a five or sixday tour of Australia next year Australian promoter Lee Gordon ...
    Der Artikel ist leider kostenpflichtig und ich kann ihn jetzt im Moment nicht lesen. Aber generell meine Frage dazu: War das eine Zeitungsente oder war so etwas wirklich im Gespräch und gibt es andere Quellen dazu? Soweit ich sehen kann, war es eine Agenturmeldung von Reuters, die auch andere Zeitungen abgedruckt haben.


    Zum genannten Promoter Lee Gordon gibt es diese Infos:
    Zuletzt geändert von MysteryTrain; 20.08.2010, 08:41
  • MysteryTrain
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    • 12.07.2008
    • 7260

    #2
    Es scheint wirklich KEINE Zeitungsente zu sein:

    http://www.elvis.com.au/presley/arti...ecolonel.shtml

    Lee Gordon promotete nämlich auch die Kurztour nach Kanada und eine durch die USA. Er wollte Elvis unbedingt nach Australien holen. WARUM ist es also nicht dazu gekommen? Hier glaube ich nun wirklich, dass der Colonel und nicht Elvis der Bremser war. Die Tour wäre im Juni 1960 vorgesehen gewesen. Doch was tat Elvis zu dieser Zeit? Er drehte "G.I. Blues".
    Ich will dem Colonel jetzt nichts unterstellen, aber einfach mit den Filmproduzenten die Dreharbeiten "rein zufällig" in den Juni 1960 zu verlegen, um ein Argument gegen die Australien-Tour zu haben, würde ich ihm zutrauen. Wenn Gordon also bereits 1957 2 Tourneen für Elvis promoted hat, wird er also schon länger wegen der Australien-Tour beim Colonel gebohrt haben. Dieser hatte sich allerdings inzwischen ganz auf Hollywood eingestellt und vielleicht keine Lust auf ein solches internationales Experiment. Mit 3 Filmverträgen für 1960/61 (denen ja weitere folgen sollten) war Elvis dann terminlich zu sehr verplant für solch aufwändige Dinge Schade!

    Und noch etwas: 1959, als das alles ausgehandelt wurde, war Elvis in Deutschland. Parker konnte also ungehindert Dinge verhandeln, ab- und zusagen, ohne dass Elvis sofort eingreifen konnte.
    Nicht falsch verstehen - ich halte viel von Parker. Er war mit Sicherheit der beste Manager für Elvis (zumindest in den ersten Jahren) den man sich vorstellen konnte. Jedoch war er auch ein Schlitzohr ...
    Zuletzt geändert von MysteryTrain; 20.08.2010, 17:48

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    • MysteryTrain
      Posting-Legende

      • 12.07.2008
      • 7260

      #3


      Noch weitere Infos ... In der Tat war also Lee Gordon bereits seit 1957 am Ball, Elvis nach Australien zu holen. Auf der Seite oben ist auch ein Foto von ihm zusammen mit Colonel Parker und Tom Diskin.

      Warum ist das alles geplatzt?

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      • Tiger.Man
        Foren-Experte

        • 20.02.2006
        • 881

        #4
        Zitat von MysteryTrain
        Warum ist das alles geplatzt?
        Erst einmal Danke für deine Recherche!

        Vielleicht eine Antwort auf deine Frage: In Hollywood ließ sich leichter und mit weniger Risiko Geld verdienen als mit einer Tournee auf einem anderen Kontinent. Vor allem, da Parker Elvis nach seiner Rückkehr vom Militär ja sowieso - bis auf zwei Ausnahmen - aus dem Konzertgeschäft heraushielt. Ich meine mich sogar zu erinnern, dass es Exklusivverträgt gab, die Elvis keine Tournee erlaubten, da die Filmgesellschaften dadurch den kommerziellen Erfolg ihrer Produktionen gefährdeten sahen.

        Von Parker war das, direkt nach Elvis' Rückkehr aus Deutschland, auch gar nicht mal so unklug. Die Filme waren sicheres Geld, egal ob erfolgreich oder nicht. Die Tourneen wären ein deutlich höheres Risiko gewesen - hätten diese doch bei schlechtem Kartenverkauf abgesagt werden können. Natürlich trägt in eine solchen Fall der Tourneeveranstalter das finanzielle Risiko, aber auch der Imageschaden wäre deutlich größer gewesen als bei einem Misserfolg an den Kinokassen.

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        • MysteryTrain
          Posting-Legende

          • 12.07.2008
          • 7260

          #5
          Naja, Elvis war in Australien nicht weniger beliebt als anderswo. Gerade deswegen wäre das Risiko nicht besonders hoch gewesen. Bei den geplanten 5-6 Konzerten schon mal gar nicht. Diese wären wohl bereits am 1. Tag ausverkauft gewesen. Lee Gordon war ja nicht irgendjemand. Er hatte bereits Frank Sinatra und andere erfolgreich nach Australien gebracht. Wäre er kein vertrauenwürdiger Partner gewesen, hätte Parker ja 1957 kaum mit ihm zusammengearbeitet. Ich kann es mir wirklich nur damit erklären, dass Parker keine Lust dazu hatte, da es finanziell nicht lukrativ genug war. Das mag sein, aber für Elvis' Entwicklung wäre es sehr gut gewesen und manche Dinge wären wohlmöglich anders verlaufen.

          Im Elvis Sails Interview 1958 redet Elvis auch von einer Tour nach Europa. Da scheint also vieles im Gespräch gewesen zu sein und nichts davon realisiert.
          Weil es immer heißt, Elvis konnte tun was er wollte und Parker tat nur was Elvis ihm anschaffte - hier habe ich z.B. den Eindruck, dass es eben nicht so war. Ich kann mir nämlich kaum vorstellen, warum Elvis kein Interesse daran gehabt haben sollte, nach Europa oder Australien zu gehen.
          Bis 1961 versuchte Gordon, Parker zu überreden - erfolglos. 1963 starb er dann.

          Dieses Beispiel zeigt aber, dass es Angebote gab, und scheinbar nicht wenige. Ähnlich muss es Anfang der 70er gewesen sein und dann nochmal nach der Aloha Show. Es tut mir weh, wenn ich daran denke, welche Chancen da für Elvis verspielt wurden.

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          • burroughs
            Board-Legende

            • 09.02.2004
            • 56243

            #6
            ich glaube auch, dass man sich 1960 keine sorgen um ticket-verkäufe hätte machen brauchen
            hmm.. mal joe fragen, ob er was davon wusste..

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            • Tiger.Man
              Foren-Experte

              • 20.02.2006
              • 881

              #7
              Rückblickend habt ihr 100%ig Recht. Aber die Entscheidung hätte im Jahr 1958 oder 1959 getroffen werden müssen. Zu einem Zeitpunkt, wo niemand wusste, wie sich die Musik weiterentwickelt; wo niemand wusste, ob Elvis beim Publikum noch ankommt. Schau dir mal an, wie viele prägende Rock'n'Roll-Stars der späten 50er Jahre noch eine entscheidende Rolle Anfang der 60er Jahre gespielt haben...

              Natürlich ist es rückblickend auch immer leicht, über Chancen zu sprechen, die nicht genutzt wurden. Aber 1960, 1970 musste man ohne das Wissen, das wir heute haben, entscheiden. Und in den 60er Jahren lag das Augenmerk nun mal auf den Filmen. Dort hat Parker auch aus der damaligen Sicht sichere Verträge abgeschlossen.

              Wobei ich dir Recht gebe, besonders in den 70er Jahren wäre das Risiko einer Europa-/Australien/Südamerika- oder Asientournee zumindest aus finanzieller Sicht sehr gering gewesen.

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              • Franz Nübel
                Foren-Experte

                • 24.01.2004
                • 780

                #8
                Ich habe bei Elvis den Eindruck, dass er eigentlich am liebsten im eigenen Land geblieben ist, weil er sich da am Wohlsten fühlt. Also warum in die Ferne schweifen, wenn das Geld "zu Hause" auf der Strasse liegt. Elvis kommt mir auch sehr bequem rüber - er konnte mit geringstem Aufwand das Optimum herausholen, was geschäftlich gesehen absolut perfekt ist. Wir dürfen unsere Wünsche nicht auf ihn übertragen. Wenn Elvis absolut wirklich was wollte (z.B. Peace In The Valley singen in der Ed Sullivan Show) hat er sich dafür eingesetzt. Hätte er wirklich von Herzen die Tour gewollt hätte er sie mit Sicherheit gemacht. Und wie Tiger.Man schon sagte - hinterher kann man viel schlaueres erzählen. Elvis war aber nun mal Elvis und deswegen sind wir doch seine Fans.
                http://elvis-online.weebly.com/uploads/2/1/1/6/21166738/1420284737.png
                https://elvis-presley.jimdofree.com

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                • MysteryTrain
                  Posting-Legende

                  • 12.07.2008
                  • 7260

                  #9
                  Es gibt mehrere Quellen darüber, dass Elvis ins Ausland wollte. Wie bereits gesagt, spricht er es sogar 1958 selbst an. Was hätte in England, Australien oder Japan anders sein sollen als in Amerika (außer ein mehrstündiger Flug dorthin)?
                  Es würde nicht zu Elvis' Mentalität passen, nicht auch mal zu seinen Fans in Übersee gehen zu wollen, um ihnen ganz einfach mal Danke zu sagen für ihre Unterstützung und Anerkennung. Dass er auch außerhalb der USA beliebt und erfolgreich war, zeigten doch die fast täglich eintrudelnden Auszeichnungen für seine Plattenverkäufe aus aller Welt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Elvis dies alles ignorierte. Hingegegen kann ich mir sehr wohl vorstellen, dass Parker nicht das ganz große Geschäft in solchen Unternehmungen sah und sie deshalb nie realisiert worden sind.

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                  • burroughs
                    Board-Legende

                    • 09.02.2004
                    • 56243

                    #10
                    wieviel hatte ihm dieser englische veranstalter noch mal für eine einzige show geboten

                    auch joe und jerry sagen ja unisono, dass sie zusammen in europa waren um sich wg einer eventuell geplanten tournee nach auftritts-möglichkeiten umzusehen (damals war ja noch nix mit google earth ).

                    aber vielleicht war parker auch nur mit den logistischen anforderungen für so eine tournee überfordert.. wer weiss

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                    • Loverdoll
                      Gehört zum Inventar

                      • 16.01.2010
                      • 3945

                      #11
                      Wenn war ist was geschrieben steht,war es screaming lord sutch, ein extravaganter britischer rock'n roller, der für das englische parlament kandidierte.
                      Er bot 1 million pfund sterling für einen auftritt ( 2 konzerte) in england im wembley empire stadion. Die summe wurde für die aufnahme der beiden konzerte für einen doku film beinhalten und nicht mehr als 24 stunden von elvis' zeit erfordern.
                      Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß
                      Johann Seume, 1763 - 1810, dt. Schriftsteller

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                      • burroughs
                        Board-Legende

                        • 09.02.2004
                        • 56243

                        #12
                        wieviel war das zu der zeit (wann genau war das) in us-dollar

                        weiss man genaueres, WER die doku hätte drehen sollen?
                        ein britischer tv-sender oder eine film-firma

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                        • Harty
                          Gehört zum Inventar

                          • 27.07.2003
                          • 1074

                          #13
                          Es gab auch wohl für Ende 1961 den Gedanken für ein US - Tournee. Ein nicht unwichtiger Aspekt, warum einiges nicht passierte: Elvis litt , besonders nach dem Absturz von Buddy Holly, an Flugangst. Erst Anfang der 70er Jahre benutzte Elvis mehr und mehr Flugzeuge und vertraute auch hier seinem Privatpiloten an. In der Regel legte Elvis in den 60er Jahren die Strecken nach Hollywood mit dem Zug zurück.

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                          • MysteryTrain
                            Posting-Legende

                            • 12.07.2008
                            • 7260

                            #14
                            Zitat von Harty
                            In der Regel legte Elvis in den 60er Jahren die Strecken nach Hollywood mit dem Zug zurück.
                            Es gibt aber irgendwo Fotos, die Elvis in den 60ern in einem Flugzeug zeigen. Er trägt da glaube ich ein schwarz-rotes Hemd und gibt Autogramme. Das muss so ca. 1967 gewesen sein.
                            Ich denke, dass das mit der Flugangst ein für die öffentlichkeit bewusst gestreutes Gerücht war, z.B. um zu verhindern, dass der Eindruck entsteht, Elvis könne für alle und jeden innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung stehen. Nach Hollywood fuhr er meist mit seinem eigenen Tourbus (siehe Home Movies von Joe Esposito). Der Grund war denke ich weniger Flugangst, sondern ganz einfach weil Elvis dabei Spaß hatte, mit den Jungs unterwegs zu sein.
                            Zuletzt geändert von MysteryTrain; 27.08.2010, 07:59

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                            • Harty
                              Gehört zum Inventar

                              • 27.07.2003
                              • 1074

                              #15
                              ja und ?

                              Kommentar

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