die septemberausgabe des englischen jäger-und-sammler-magazins record collector hat mal wieder interessanten lesestoff für uns elvis-aficionados zu bieten:
ein zweiseiter widmet sich dem berühmten "my happiness" azetat, das elvis 1953 aufgenommen hat. anlass ist der tod eines gewissen ED LEEK im juni dieses jahres. na, habt ihr den namen schon mal gehört? ich muss gestehen, mir war dieser herr bisher völlig unbekannt.
ed leek war es, der seinem kumpel elvis damals die 4 dollar vorgestreckt hat, um die aufnahme im "memphis recording service" zu bezahlen. als das azetat fertig war, marschierten die beiden damit zu eds großmutter, die betucht genug war einen modernen plattenspieler zu besitzen. nachdem sie die songs (die b-seite war "that's when your heartaches begin") gehört hatten, ließ elvis das azetat einfach bei eds oma liegen. ein paar jahre später trafen sich die beiden wieder, und auf eds nachfrage meinte elvis nur: "you keep it"...
ein lesenswerter artikel, der auch über die wiederentdeckung der aufnahmen im jahre 1988 berichtet und mit dem hinweis schließt, dass das azetat bis heute keinen käufer gefunden hat (der wert wird auf 200.000 dollar geschätzt).
blättert man um, findet sich ein interview mit dem legendären englischen musikjournalisten roy carr, der für den "new musical express" (vulgo NME)fast alle großen der musikszene interviewt hat. fast alle.
ich übersetze mal gleich den schluss des interviews mit carr:
- gibt es jemanden, bei dem Sie bereuen ihn nicht interviewt zu haben?
- elvis presley, obwohl ich ihm mal kurz begegnet bin. man hatte gemeinsam mit RCA geplant ihn für eine spezialausgabe des NME zu interviewen. das ganze wollte man dann weltweit lizensieren, womit er sich weitere interviews erspart hätte. ich flog also nach las vegas und sah mir seine beiden allnächtlichen shows an, aber der ganze irrsinn, der ihn umgab, verhinderte, dass man etwas konkretes organisieren konnte.
ich war über eine woche lang da, fragte mich ob es wohl gelingen würde etwas auszuhandeln. er war umgeben von lauter leuten, die ihn alle nur ausnahmen. die kerle sahen allesamt aus wie burt reynolds, die frauen wie tammy wynette. es gab dort so viel polyester, bei einer plötzlichen bewegung wäre alles in flammen aufgegangen.
schließlich wurde ich ihm vorgestellt, aber es war ein fall von "lichter an aber keiner zuhause". er sprach so undeutlich, man konnte ihn kaum verstehen. da wusste ich, ich konnte die sache vergessen. schließlich zog ich einen kuli aus der tasche, holte mir ein autogramm, und das wars dann.
[...]
eine andere verpasste gelegenheit war das treffen von led zeppelin und elvis. sie waren riesenfans und boten ihm sogar an, ein album mit ihm aufzunehmen, wofür sie entweder die songs schreiben wollten oder auch nur als backingband agieren. wie toll wäre das denn gewesen? ich denke, elvis sprang durchaus auf die idee an, aber die leute, die ihn umschwirrten, sorgten dafür, dass nichts daraus wurde.
ein zweiseiter widmet sich dem berühmten "my happiness" azetat, das elvis 1953 aufgenommen hat. anlass ist der tod eines gewissen ED LEEK im juni dieses jahres. na, habt ihr den namen schon mal gehört? ich muss gestehen, mir war dieser herr bisher völlig unbekannt.
ed leek war es, der seinem kumpel elvis damals die 4 dollar vorgestreckt hat, um die aufnahme im "memphis recording service" zu bezahlen. als das azetat fertig war, marschierten die beiden damit zu eds großmutter, die betucht genug war einen modernen plattenspieler zu besitzen. nachdem sie die songs (die b-seite war "that's when your heartaches begin") gehört hatten, ließ elvis das azetat einfach bei eds oma liegen. ein paar jahre später trafen sich die beiden wieder, und auf eds nachfrage meinte elvis nur: "you keep it"...
ein lesenswerter artikel, der auch über die wiederentdeckung der aufnahmen im jahre 1988 berichtet und mit dem hinweis schließt, dass das azetat bis heute keinen käufer gefunden hat (der wert wird auf 200.000 dollar geschätzt).
blättert man um, findet sich ein interview mit dem legendären englischen musikjournalisten roy carr, der für den "new musical express" (vulgo NME)fast alle großen der musikszene interviewt hat. fast alle.
ich übersetze mal gleich den schluss des interviews mit carr:
- gibt es jemanden, bei dem Sie bereuen ihn nicht interviewt zu haben?
- elvis presley, obwohl ich ihm mal kurz begegnet bin. man hatte gemeinsam mit RCA geplant ihn für eine spezialausgabe des NME zu interviewen. das ganze wollte man dann weltweit lizensieren, womit er sich weitere interviews erspart hätte. ich flog also nach las vegas und sah mir seine beiden allnächtlichen shows an, aber der ganze irrsinn, der ihn umgab, verhinderte, dass man etwas konkretes organisieren konnte.
ich war über eine woche lang da, fragte mich ob es wohl gelingen würde etwas auszuhandeln. er war umgeben von lauter leuten, die ihn alle nur ausnahmen. die kerle sahen allesamt aus wie burt reynolds, die frauen wie tammy wynette. es gab dort so viel polyester, bei einer plötzlichen bewegung wäre alles in flammen aufgegangen.
schließlich wurde ich ihm vorgestellt, aber es war ein fall von "lichter an aber keiner zuhause". er sprach so undeutlich, man konnte ihn kaum verstehen. da wusste ich, ich konnte die sache vergessen. schließlich zog ich einen kuli aus der tasche, holte mir ein autogramm, und das wars dann.
[...]
eine andere verpasste gelegenheit war das treffen von led zeppelin und elvis. sie waren riesenfans und boten ihm sogar an, ein album mit ihm aufzunehmen, wofür sie entweder die songs schreiben wollten oder auch nur als backingband agieren. wie toll wäre das denn gewesen? ich denke, elvis sprang durchaus auf die idee an, aber die leute, die ihn umschwirrten, sorgten dafür, dass nichts daraus wurde.




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