Elvis' Filme ... und die Probleme der Fans :)

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  • burroughs
    Board-Legende

    • 09.02.2004
    • 56243

    #106
    das fehlte noch
    nein nein, die buchbesprechung im graceland-heft hat gereicht

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    • MysteryTrain
      Posting-Legende

      • 12.07.2008
      • 7260

      #107
      Zitat von Circle G

      Ich werde nämlich das Gefühl nicht los, dass das ständige Gemecker über - und die andauernden negativen Bewertungen der - Elvis-Filme eher daher rührt, dass einige Fans ihre ganz subjektiven Träume und Vorstellungen auf Elvis projizieren.
      Sehr richtig Das passiert v.a. dann, wenn sich jemand auf einzelne Schaffensphasen oder -Aspekte von Elvis spezialisiert hat. Bei vielen hier ist das die 68-ca. 71 Comeback und beginnende LV-Phase. So jemand betrachtet dann auch alle anderen Phasen durch diese "Brille". Man darf jedoch bei Elvis diese Phasen nicht miteinander vergleichen, da sie nicht vergleichbar sind. Jede hatte ihre Berechtigung und ihre Gründe, warum sie so und nicht anders verlaufen ist.

      Meiner Meinung nach hätte es die so hochgelobte spät-60er/früh-70er Phase so nie gegeben, wenn zuvor nicht die Hollywood-Jahre gewesen wären. Und zwar genau so, mit belanglosen Unterhaltungsfilmen. Das war die beste Strategie, um weiterhin "da" zu sein, ein breites Publikum anzusprechen, ohne aber in der damals sehr explosiven Zeit irgendwo anzuecken.

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      • gast-20110818

        #108
        Zitat von MysteryTrain
        Meiner Meinung nach hätte es die so hochgelobte spät-60er/früh-70er Phase so nie gegeben, wenn zuvor nicht die Hollywood-Jahre gewesen wären.
        Um die Logik mal fortzuführen: Ohne die Filme hätte es auch nicht den Niedergang mit dem viel zu frühen Tod gegeben.

        Und zwar genau so, mit belanglosen Unterhaltungsfilmen. Das war die beste Strategie, um weiterhin "da" zu sein, ein breites Publikum anzusprechen, ohne aber in der damals sehr explosiven Zeit irgendwo anzuecken.
        Super Strategie: "Hey Elvis, wir drehen miese Filme, sind dabei präsent und ecken nirgendwo an. Hahaaaa, und dann schlagen wir wieder im großen Stil zu!" Klar, der detaillierte Plan lag schon 1958 in Parkers Schublade.

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        • burroughs
          Board-Legende

          • 09.02.2004
          • 56243

          #109
          zumindest hätte es die 68er show nicht in dieser art und weise ohne die filme gegeben.. schon gar nicht mit diesem erfolg

          aber das rechtfertigt die filme nicht und macht sie auch nicht besser..

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          • Monday
            Gehört zum Inventar

            • 17.04.2009
            • 1381

            #110
            ...wie ich finde recht interessant,wie einige weggefährten seine karriere in hollywood erlebten.


            Stan Brosette,Pressemann für elf-presley filme.

            wann immer elvis in hollywood gearbeitet hat,wurde die aufnahmebühnen abgeriegelt und wachen an den türen postiert.scharen von fans verbrachten tag und nacht vor den toren der studios.wenn er in hollywood war wurde seinetwegen das sicherheitspersonal erhöht.selbst die filmemacher kamen niemals näher an ihn heran als seine fans.elvis war immer ein gast in hollywood,er war niemals bestandteil von hollywood,er kam einfach ins studio,tat seine arbeit und ging wieder.die produzenten haben mich zeitweise sehr unter druck gesetzt,ihn zu partys mitzubringen,aber er ist niemals gegangen.er brachte seine eigene party aus memphis mit.

            don siegel,regisseur (Flaming Star) berichtet " ich bin sicher,er hat die sache nur mitgemacht,weil er so erfolgreich war und sie so viel geld einbrachten.es war nie einfach für mich,einem ELVIS PRESLEY,der millionen und aber millionen dollar macht,ratschläge zu geben und ihm etwa zu sagen "sieh mal,du machst das ganz falsch,du solltest nur ernsthafte rollen spielen und eine ganz neue eigenständige karriere aufbauen".
            zudem kam das siegel elvis als sehr empfindsamen menschen bezeichnet,er glaubte daran mehr zu können,allerdings wurde er durch die ratschläge des
            colonels immer wieder gehemmt.er setzte sich nicht durch.
            der colonel unterhielt sich mit don siegel über diverse rollen die elvis spielen könnte.siegel beschreibt : der colonel meinte er solle genau solche rollen spielen,nichts mit anspruch. Colonel parker :" warum sollte man einen sieger aus dem rennen nehmen".wenn es nach dem colonel gegangen wäre hätte elvis den ganzen film nur gesungen,der schauspielerische aspekt wurde von ihm komplett ausgeblendet.
            siegel erinnert sich :" es gab wenige kostbare augenblicke die ich mit ihm verbrachte,aber nur wenn ich mit ihm alleine war.er brauchte seine leute um sich herum,es entstand so gut wie nie eine gelegenheit mit ihm allein zu sprechen.entweder der colonel war am set und beobachtete genau was vor sich ging,oder seine zahlreichen begleiter der mm machten einen zugang zum schauspieler elvis presley unmöglich.er beklagte sich nie in anwesenheit des colonels,wenn dieser das set verliess dann regte er sich über die drehbücher auf.


            der regisseur norman taurog :" elvis hat niemals seinen gipfel erreicht,der grund liegt darin das in erster linie der finanzielle aspekt im vordergrund stand.
            A las malas lenguas, tijeras.

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            • gast-20110818

              #111
              Zitat von Linda JnB
              Obwohl Elvis Mitte bis Ende der 60-iger einige schlechte und wenig inspirierende Filme drehte, ist diese Phase seiner Karriere m. E. von Biographen und Filmhistorikern negativ übertrieben worden.
              Unfairerweise überschattet dieser Abschnitt Elvis gesamte Filmographie, da einige der Biographen und Autoren Darstellungen u. Inhalt der Filme ungenau beschrieben oder mißinterpretiert haben, wahrscheinlich aus Mangel an Verständnis der Filmgeschichte und den Produktionspraktiken dieser Zeitperiode .
              Elvis, der unverstandene Künstler. Herrje.
              "Mangel an Verständnis der Filmgeschichte und den Produktionspraktiken dieser Zeitperiode"? Könntest Du das näher erläutern?

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              • gast-20110818

                #112
                Zitat von Monday
                zudem kam das siegel elvis als sehr empfindsamen menschen bezeichnet,er glaubte daran mehr zu können,allerdings wurde er durch die ratschläge des
                colonels immer wieder gehemmt.er setzte sich nicht durch.
                der colonel unterhielt sich mit don siegel über diverse rollen die elvis spielen könnte.siegel beschreibt : der colonel meinte er solle genau solche rollen spielen,nichts mit anspruch. Colonel parker :" warum sollte man einen sieger aus dem rennen nehmen".wenn es nach dem colonel gegangen wäre hätte elvis den ganzen film nur gesungen,der schauspielerische aspekt wurde von ihm komplett ausgeblendet.
                siegel erinnert sich :" es gab wenige kostbare augenblicke die ich mit ihm verbrachte,aber nur wenn ich mit ihm alleine war.er brauchte seine leute um sich herum,es entstand so gut wie nie eine gelegenheit mit ihm allein zu sprechen.entweder der colonel war am set und beobachtete genau was vor sich ging,oder seine zahlreichen begleiter der mm machten einen zugang zum schauspieler elvis presley unmöglich.er beklagte sich nie in anwesenheit des colonels,wenn dieser das set verliess dann regte er sich über die drehbücher auf.
                Da sieht man doch wieder mal deutlich, dass der Col. nicht der untertänige Dienstleister für Elvis war, wie einige es gerne hätten, sondern ein knallharter Lenker, der Elvis wahrscheinlich als eine von ihm geschaffene Marke im Unterhaltungsgeschäft ansah. :traurig:

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                • cos
                  Board-Legende

                  • 11.01.2004
                  • 26466

                  #113
                  Zitat von Blues Boy
                  Da sieht man doch wieder mal deutlich, dass der Col. nicht der untertänige Dienstleister für Elvis war, wie einige es gerne hätten, sondern ein knallharter Lenker, der Elvis wahrscheinlich als eine von ihm geschaffene Marke im Unterhaltungsgeschäft ansah. :traurig:
                  Was man ihm aber nicht als Vorwurf machen kann. Es gibt nunmal keine Infos über die Gespräche zwischen Elvis und Parker, so dass wir auch nicht 100%ig sagen können, ob es beiden NUR ums Geld verdienen geht. Vielleicht hat Parker Elvis ja gesagt: "Hey, wir können Dich gerne in seriösen Filmen unterbringen, aber das Risiko, dass dann wenig Geld rausspringt ist dabei sehr gross. Die Leute wollen Dich halt "nur" singen sehen." Aber keiner kann sagen, was hier der grössere Antrieb war. Geld oder seriöse Filme. Für mich persönlich ist es das Geldverdienen.

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                  • marquardt72
                    Posting-Legende

                    • 19.08.2006
                    • 5713

                    #114
                    Zitat von burroughs
                    . den haben die filme von ed wood auch.
                    Off-Topic:

                    Die Filme von Jess Franco auch.

                    Dessen Filme gelten als so durchgeknallt und mies,daß sie eine besondere Art von Unterhaltungswert besitzen sollen.

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                    • burroughs
                      Board-Legende

                      • 09.02.2004
                      • 56243

                      #115
                      Off-Topic:

                      *der hexentöter von blackmoor* find ich sogar, für seine verhältnisse, sehr gut.
                      was man etwa von *mansion of the living dead* so gar nicht behaupten kann

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                      • gast-20110818

                        #116
                        Zitat von cos
                        Was man ihm aber nicht als Vorwurf machen kann. Es gibt nunmal keine Infos über die Gespräche zwischen Elvis und Parker, so dass wir auch nicht 100%ig sagen können, ob es beiden NUR ums Geld verdienen geht.
                        Ich finde, es wird immer deutlicher, dass Parker Elvis in erster Linie als "Schachfigur" in seinem "Moneymaker game"© gesehen hat. Und Elvis hat es zugelassen. :traurig:

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                        • cos
                          Board-Legende

                          • 11.01.2004
                          • 26466

                          #117
                          Zitat von Blues Boy
                          Und Elvis hat es zugelassen. :traurig:
                          Zugelassen, mitgespielt, akzeptiert, ebenso auf Geld aus. Nenn es wie Du willst, er hat mit gemacht und somit ist er zu gleichen Teilen wie Parker an seinem Erfolg beteiligt.

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                          • gast-20110818

                            #118
                            Zitat von cos
                            Zugelassen, mitgespielt, akzeptiert, ebenso auf Geld aus.
                            Aber, im Gegensatz zu Parker, dabei unzufrieden und frustriert. :traurig:

                            Kommentar

                            • cos
                              Board-Legende

                              • 11.01.2004
                              • 26466

                              #119
                              Zitat von Blues Boy
                              Aber, im Gegensatz zu Parker, dabei unzufrieden und frustriert. :traurig:
                              Sieht mir bei seinem Lebensstil aber nicht so aus. Elvis wollte möglichst viel Geld verdienen und Parker hat ihm dies auf leichte Art und Weise ermöglicht. UNTERSCHRIEBEN hat Elvis doch wohl selbst, oder nicht? Dann hätte er sein Leben etwas runterschrauben müssen und hätte dann als erfolgloser Schauspieler halt weniger verdient.

                              Warum wird eigentlich für alles ein schuldige Person gesucht, um etwas, was damals erfolgreich war und aus heutiger Sicht für einige Kitsch, zu entschuldigen?

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                              • Monday
                                Gehört zum Inventar

                                • 17.04.2009
                                • 1381

                                #120
                                Zitat von Blues Boy
                                ...... der Elvis wahrscheinlich als eine von ihm geschaffene Marke im Unterhaltungsgeschäft ansah. :traurig:

                                absolut

                                don siegel fügt hinzu :" ...aber als es mir gelang diesen unruhigen geist von elvis presley zur ruhe zu bringen,da hat er einige szenen gespielt (flaming star),die wie ich finde wunderbar waren.er konnte es,aber es gelang uns nur selten.die geplante imageumformung des colonels stand im vordergrund,elvis presley wurde zu einer marke einem künstlichen produkt.
                                nach flaming star war ich an elvis nicht mehr interessiert,weil......er war so entfernt! ich sah keinen sinn ihm ernsthaftere rollen und dramatische stoffe anzubieten.ich meine die planung des colonels lag darin,furchtbare filme zu drehen,in denen elvis seine 12 songs sang.das hatte für mich nicht viel mit film und schauspielerei zu tun.ich wusste das elvis sich nicht durchsetzten konnte und wollte".


                                meiner meinung nach waren es seichte unterhaltungsfilme,wie so viele derartig in den 60s gedreht wurden.es entsprach aber auch der art von unterhaltung wie sie gerne angenommen wurde.
                                übrigens die grosse kohle in sachen film,hat der asiatische markt eingespielt.thailand z.b. hat unglaubliche summen für elvis kinofilme eingespielt.man muss sich mal vorstellen,der film "flaming star" war nonstop 22 monate in den thailändischen kinos.der damalige kultusminister von thailand meinte das elvis filme genau den nerv asiatischer kinobesucher traf.genau diese art von musik-film ist/war den asiaten am liebsten.immer ein happy end,nette musik,nicht zu anspruchsvoll,einfach 90 minuten nette unterhaltung.
                                A las malas lenguas, tijeras.

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