Gedanken zu Elvis Lebenszeit

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  • charro
    Posting-Legende

    • 02.09.2005
    • 8583

    #31
    Zitat von Divine
    Eigentlich ist es mir egal wie alt/jung ich sterbe, wenn ich das erreicht habe, was ich erreichen wollte, bevor ich sterbe...
    Nur wie willst Du das wissen? Das hieße ja, Deine Träume stünden nunmehr fest, es kommen keine neuen dazu, die sich vielleicht aus bereits erreichten Zielen weiterentwickelt haben. Du würdest ja dann quasi nur Deinen feststehenden Träumen und Zielen hinterher laufen ohne weiter nach rechts und links zu schauen.
    Die Unvorhersehbarkeit der Ereignisse hatten schon Goethes Faust grandios scheitern lassen.

    "Werd ich zum Augenblicke sagen:
    Verweile doch! du bist so schön!
    Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
    Dann will ich gern zugrunde gehn!
    Dann mag die Totenglocke schallen,
    Dann bist du deines Dienstes frei,
    Die Uhr mag stehn, der Zeiger fallen,
    Es sei die Zeit für mich vorbei!"

    Das es dann doch recht schnell im Falle von Gretchen ging, hatte er sich sicherlich zu Beginn nicht denken können und sein kühnes Versprechen hätte er sich wohl verkniffen.

    Zudem würde das ja heißen, Elvis hatte irgendwann keine Ziele, Träume Wünsche mehr. Bei der Karriere wäre das wohl einem recht frühen Zeitpunkt gewesen, denn irgendwann hatte er sicherlich jede Party gefeiert, jede Tortenschlacht gewonnen, jeden weiblichen Fan geküsst, jedes Konzert gesungen, jeden Cadi gefahren, jeden Anzug gekauft, usw. usw. usw.


    Mit anderen Worten, dass Elvis keinerlei Wünsche mehr hatte und eigentlich beruhigt hätte abtreten können, kann ich mir nicht vorstellen....

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    • Carly
      Gehört zum Inventar

      • 21.11.2008
      • 1647

      #32
      Sagt das mal einen Johannes Heesters...... ....es ist immer "zu früh" wenn man stirbt...... außer man bekommt nichts mehr mit, hat unvorstellbare Schmerzen-die nie wieder aufhören; oder stirbt im hohen Alter an der sogenannten Altersschwäche.....

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      • Divine
        Gehört zum Inventar

        • 23.02.2008
        • 1110

        #33
        Zitat von charro
        Nur wie willst Du das wissen? Das hieße ja, Deine Träume stünden nunmehr fest, es kommen keine neuen dazu, die sich vielleicht aus bereits erreichten Zielen weiterentwickelt haben. Du würdest ja dann quasi nur Deinen feststehenden Träumen und Zielen hinterher laufen ohne weiter nach rechts und links zu schauen.


        Du sagst es ja: Ich weiß es nicht.
        Wenn ich das erreicht habe, wovon ich MOMENTAN Träume und dann sterbe, kann ich sagen, mein Leben war erfüllt, weil ich ja gar nicht erst wusste, was danach noch hätte folgen können.

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        • annmargrethistruelove
          Gehört zum Inventar

          • 02.07.2008
          • 3480

          #34
          Ist man jemals dauerhaft glücklich ?
          Ich denke es ist eher phasenweise, das Alles gut läuft und passt und man sich rundum wohl fühlt - wenn man in einer solchen Phase stirbt, am besten in einem Moment höchsten Glücks - das ist dann ein Segen.
          Aber egal wie gut es einem geht, egal ob man vordergründig Alles erreicht gesehen, erlebt hat - meiner Meinung nach wird es auch immer Phasen geben, in denen es einem nicht so gut geht, in denen man sich trotz Allem leer fühlt, und evtl. noch nicht einmal weiss, nach was man sich sehnt.
          Sind Menschen denn überhaupt jemals völlig zufrieden? Können sie das sein? Bekommt nicht jeder Traum der sich erfüllt, augenblicklich Junge ? Gerade nachdem man Großes erreicht hat, evtl. etwas auf das man lange hingearbeitet hat, kann man sich furchtbar leer fühlen .

          Elvis hat die klassische Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Geschichte erlebt, er hat den amerikanischen Traum wahr gemacht. Er wurde ein weltbekannter Sänger, ein Schauspieler, er konnte jede Frau haben die er wollte, Alles kaufen was ihm gefiel. Er wurde von Millionen verehrt, geliebt, angebetet! Er wurde reicher und bekannter als er es sich jemals erträumt hatte. Er war eine lebende Ikone mit all den Sonnen- und Schattenseiten, die das mit sich bringt.

          Und ich bin sicher Elvis hatte in seinem Leben jede Menge glücklicher zufriedener und stolzer Momente, in denen er völlig mit sich und der Welt im Reinen war - dennoch kann ich mir nicht vorstellen,dass er auch nur einmal gedacht hat: "Jetzt könnte ich eigentlich sterben weil Alles genau so ist, wie es sein sollte."
          Ich bin sicher er wollte seine Tochter aufwachsen sehen, seine Enkelkinder im Arm halten, evtl. sogar noch den ersehnten Sohn zeugen und die Frau finden, mit der er hätte alt werden können. Und ganz sicher wollte er weiter singen!

          Dass er mit 42 gestorben ist bleibt eine Tragödie und für mich gibt's keine Frage darüber, dass das zu früh war.
          Natürlich für uns, die wir noch so gerne so viel mehr von ihm gehört hätten - aber vor Allem für ihn!
          Kein Mensch sollte mit 42 sterben und man sollte keinem 42 Jährigen jemals absprechen, noch Träume und Wünsche zu haben
          Zuletzt geändert von annmargrethistruelove; 06.08.2009, 01:02
          The sun never sets on a legend...

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          • TheKing
            Board-Legende

            • 19.06.2006
            • 20721

            #35
            ICh hab mal was ausgerechnet...wenn man ein Leben in einem Tag abbilden würde...also in 24 Stunden...dann wären es...wenn wir der Einfachheit halber 72 Jahre als Lebensspanne nehmen (Ist glaub ich ein guter Durchschnitt) 3 Jahre in einer Stunde...Nehmen wir also an, das wir um 0.00 Uhr geboren werden, dann sind wir um 06:00 Uhr morgens 18 Jahre alt und um 12:00 Uhr mittags 36 Jahre alt....ich bin jetzt 39 also bin ich bei 13:00 Uhr....also da liegt noch der ganze Tag vor Einem...Elvis starb um 14:00 Uhr (42)....um die Zeit stand er vielleicht gerade mal auf...das ist auf jeden Fall zu kurz...
            Ohne Worte!

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            • Noraasivle
              Foren-Experte

              • 25.06.2009
              • 686

              #36
              Und ich bin sicher Elvis hatte in seinem Leben jede Menge glücklicher zufriedener und stolzer Momente, in denen er völlig mit sich und der Welt im Reinen war - dennoch kann ich mir nicht vorstellen,dass er auch nur einmal gedacht hat: "Jetzt könnte ich eigentlich sterben weil Alles genau so ist, wie es sein sollte."
              Ich bin sicher er wollte seine Tochter aufwachsen sehen, seine Enkelkinder im Arm halten, evtl. sogar noch den ersehnten Sohn zeugen und die Frau finden, mit der er hätte alt werden können. Und ganz sicher wollte er weiter singen!

              Dass er mit 42 gestorben ist bleibt eine Tragödie und für mich gibt's keine Frage darüber, dass das zu früh war.
              Natürlich für uns, die wir noch so gerne so viel mehr von ihm gehört hätten - aber vor Allem für ihn!
              Kein Mensch sollte mit 42 sterben und man sollte keinem 42 Jährigen jemals absprechen, noch Träume und Wünsche zu haben [/QUOTE]

              Klasse geschrieben, das sagt eigentlich alles. :traurig:

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              • gast-20100118

                #37
                frueher war es ueblich, dass ein Deutscher drei Wochen in den Urlaub faehrt. Heute ist die Ueblichkeit auf eine Woche gesunken. Und man stellt fest: es reicht.

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                • marquardt72
                  Posting-Legende

                  • 19.08.2006
                  • 5713

                  #38
                  Welches Deutschland meinst Du?

                  In dem Deutschland,in dem ich lebe,sind 2-3 Wochen Urlaub Minimum noch die Norm.

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                  • Gilla
                    Board-Legende

                    • 05.02.2007
                    • 14776

                    #39
                    Zitat von annmargrethistruelove
                    Kein Mensch sollte mit 42 sterben und man sollte keinem 42 Jährigen jemals absprechen, noch Träume und Wünsche zu haben
                    Der Normalo-Mensch mit 42 Jahren steckt voll im Berufsleben. Er mag sich bis dahin ein paar Wünsche erfüllt haben und die Karriereleiter hochgeklettert sein oder er geht einfach so zur Arbeit, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen und lebt ein Leben, was so vor sich hin läuft.

                    Er steckt fest in einer straffen Maschinerie, sprich Arbeit, Familie, Freunde, so dass er gar nicht richtig zur Ruhe kommt und über seine wirklichen Wünsche, die innersten Träume, nachdenken kann.

                    Die Gelegenheit dazu hat er nochmal ganz deutlich, wenn ein anderer Lebensabschnitt kommt, nämlich das Alter. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, alle Verpflichtungen etwas weniger gestrafft sind, plötzlich kannst du diese Wünsche spüren, deine Träume benennen. Und du hast die Zeit, diese mit großer Intensität zu erfüllen.

                    Das kann dir mit 20 passieren, mit 40 oder mit 60 und noch darüber hinaus.
                    *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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                    • Lakota
                      Posting-Legende

                      • 05.09.2007
                      • 9018

                      #40
                      42 Jahre ist definitiv zu jung um in die Ewigen Jagdgründe zu ziehen. Man kann sicherlich darüber streiten, ob ein kurzes aber heftiges Leben erfüllender ist, als ein langes dahin plätscherndes? Fakt ist, jeder Mensch wird von Höhen und Tiefen begleitet, welche ihn formen oder verzweifeln lassen. Wenn mich einer fragen würde, wann ist ein Leben erfüllt oder lang genug, so könnte ich keine Antwort darauf geben. Ich denke wenn man Mutter oder Vater ist, dann hofft man, solange zu leben, bis die eigenen Kinder gut zurecht kommen. Ansonsten ist der Mensch wohl bestrebt, sich soviele Ziele und Wünsche zu erfüllen, wie es nur geht. Wann ist man eigentlich mal wirklich zufrieden? Wenn ein neuer Wagen in der Einfahrt steht oder an einem lauen Sommerabend draußen zu sitzen und einfach den Augenblick genießt? Glück bedeutet wohl für jeden etwas anderes und oftmals ist es ungerecht verteilt. Gestern laß ich die Todesanzeige von der Tochter unseres Heizöl-Lieferanten. Das Kind wurde nur 15 Jahre alt und hatte seit Jahren Krebs. Solche Nachrichten bringen einen wieder ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück und man muss sich eigentlich dafür schämen, dass man Nichtigkeiten oftmals einen so großen Raum im eigenen Leben zur Verfügung stellt.

                      Ich mache gerne einen Scherz (manche finden ihn weniger witzig) mit meinem Geburtsdatum dem 08.01. und bemerke dann:"Mal sehen, ob ich das mit dem Todestag auch so gut hinbekomme."
                      Du bist zeitlebends für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.

                      * Antoine De Saint-Exupéry *

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                      • burroughs
                        Board-Legende

                        • 09.02.2004
                        • 56243

                        #41
                        Zitat von Noraasivle
                        Ich bin sicher er wollte noch den ersehnten Sohn zeugen und die Frau finden, mit der er hätte alt werden können.
                        quelle

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                        • gast-20110724

                          #42
                          Zu diesem Thema fällt mir ein Buch ein, was ich vor einiger Zeit gelesen habe, mit dem Titel "Oskar und die Dame in Rosa" von Eric Emmanuel Schmitt.
                          Eine Geschichte die unter die Haut geht, und einem zu Tränen rührt.
                          Hier ein kleiner Auszug:

                          Oskar ist erst zehn, aber er weiß, dass er sterben wird. "Eierkopf" nennen ihn die anderen Kinder im Krankenhaus. Doch das ist nur ein Spitzname und tut nicht weiter weh. Schlimmer ist, dass seine Eltern Angst haben, mit ihm über die Wahrheit zu reden.
                          Weder Chemotherapie noch Knochenmarkstranplantation können sein Leben retten. Nur die ehemalige Catcherin Oma Rosa hat den Mut, zusammen mit Oskar über seine Fragen nachzudenken. Sie rät ihm, jeden Tag einen Brief zu schreiben- an den Lieben Gott- und ihm alles zu sagen, was ihn bewegt.
                          Oskar, der nicht mal an den Weihnachtsmann geglaubt hat, findet die Idee nicht wirklich prima. Doch die pragmatische Oma Rosa entgegenet ihm: "Sorg dafür, dass es ihn gibt. Du würdest dich weniger einsam fühlen". Und sie bringt ihm dazu, sich jeden noch verbleibenden Tag wie zehn Jahre seines Lebens vorzustellen. Auf wundersame Weise durchlebt Oskar ein ganzes Menschenleben: erste Liebe, Eifersucht, Midlife-Crisis und das Alter. Glücklich, erschöpft und manchmal auch enttäuscht erzählt er dem lieben Gott davon. Bis zu jenem Augenblick, in dem er zu müde ist, um noch ein wenig älter zu werden.
                          Wie relativ, das Leben doch ist.
                          Zuletzt geändert von Gast; 06.08.2009, 16:59

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                          • Girlhappy
                            Gehört zum Inventar

                            • 24.09.2003
                            • 1098

                            #43
                            Oh Gott, wie traurig.:traurig:

                            Um auf das Anfangs-Posting zurückzukommen. Ich kenne solche Gedanken. Als mein Sohn vor zwei Jahren 42 wurde und ich ihn mir so betrachtet habe, da dachte ich: Mein Gott, so jung ist Elvis von uns gegangen.

                            Es war zu früh, ganz klar. Aber seine Zeit war eben gekommen. Alles hat seine Zeit - auch der Tod. Und und wir fragen immer nach dem Warum. Es gibt keine Antwort.

                            Kommentar

                            • gast-20110321

                              #44
                              eigendlich ist die philosophie mit "gott und den leben" ganz einfach:

                              "wenn es einen gott gäbe wären wir alle unsterblich und würden ein glückliches leben führen"

                              was wäre es für ein gott,der aussortiert,wer früh und wer spät stirbt ?!

                              elvis ist "jung" gestorben,weil er ungesund gelebt hat und das wusste er auch! auch ich werde nicht 100 jahre,weil ich genauso wie elvis nicht gesund lebe!
                              ein ganz "normaler" weg des lebens

                              möchte aber natürlich keine zu nahe tretten,wer einen anderen glauben hat!
                              Zuletzt geändert von Gast; 08.08.2009, 01:01

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                              • gast-20110321

                                #45
                                -t ......

                                Kommentar

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