War Elvis Perfektionist?

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  • Gilla
    Board-Legende

    • 05.02.2007
    • 14776

    #61
    Das ist ja auch richtig, Lakotali

    Es ist nicht dieses Posting allein, sondern der Tenor aller Postings von ihr. Ich glaube, da würde sie mir selber auch zustimmen.

    Was gegen Elvis zu verwenden ist, wird "mutig und kräftig" angesprochen. Einer muss ja schließlich einen klaren Kopf behalten hier im Elvis Forum, aber der Colonel bleibt die heilige Jungfrau...unantastbar.

    Da wir hier aber nicht im Colonel Parker Fan Club sind sondern uns in einem Elvis Presley Forum befinden, darf ich das doch auch mal deutlich bemerken.
    *The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*

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    • gast-20100118

      #62
      Zitat von MysteryTrain
      Man würde an der geistigen Zurechnungsfähigkeit zweifeln und behaupten, man habe mit Sicherheit einen Elvisaltar zu Hause stehen, vor dem man täglich meditiert und Rauchopfer darbringt.
      ein Colonelaltar ist doch auch mal ganz nett.

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      • Circle G
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        • 04.11.2007
        • 11634

        #63
        Zitat von Gilla
        Es ist einfach erstaunlich, wie du für den Colonel in die Bresche springst.

        Warum, was hat der Mann dir getan? Du bringst einen Ehrgeiz auf, zu beweisen, dass der Colonel ein Supermann war, der seine Superkräfte an dem Hillbilly Elvis Presley ausprobierte.
        Nein. Es geht mir eher darum zu belegen, dass sich die Horrorgeschichten, die über ihn verbreitet werden, bei näherer Betrachtung deutlich anders darstellen. Dabei ist es allerdings viel eher erstaunlich, wie viel Energie andere aufbringen, um zu "beweisen", dass der Colonel ein mieser Typ oder zumindest ein schlechter Manager war, obwohl letzteres allein schon durch die mehr als erfolgreiche Karriere von Elvis widerlegt ist.

        Circle, ein paar Sätze hätten genügt, Parker aus dem Negativ-Image, welches er ohne Zweifel "genießt", herauszuholen.
        Leider nein, wie die letzten 200 Seiten zeigen, wo immer wieder der selbe alte Unsinn ausgepackt wird, obwohl nachweislich nicht wahr. Manche Elvis-Fans sind halt eher geneigt, abstruse Verschwörungstheorien zu glauben, die jeglichem gesunden Menschenverstand widersprechen.
        Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
        ____________________________

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        • Circle G
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          • 04.11.2007
          • 11634

          #64
          Zitat von Blues Boy
          Warum hat er sich dann von Parker getrennt?
          Das wissen wir nun mal nicht. Doch kann es durchaus vorkommen, dass zwei Menschen getrennte Wege gehen, weil es aus irgendeinem Grund nicht mehr funktioniert, ohne dass sie deswegen gleich eine schlechte Meinung voneinander haben oder sich gegenseitig mit Dreck bewerfen. Spricht eigentlich nur für ihren Charakter.
          Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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          • gast-201108181

            #65
            Ich mag langsam den Colonel.

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            • Circle G
              Board-Legende

              • 04.11.2007
              • 11634

              #66
              Zitat von MysteryTrain
              Nenne mir 1 einzige Aufnahme eines anderen Künstlers, die vom 1. bis zum letzten Ton nach allen Regeln der Kunst perfekt ist, dazu perfekt aufgenommen, perfekt abgemischt. Viel Spaß beim Suchen!
              Ich weiß, dass Fans von Michael Jackson oder Frank Sinatra das von ihrem Idol durchaus behaupten. Ob das in allen Feinheiten zutrifft, kann ich nicht beurteilen, dafür kenne ich deren Werk nicht gut genug und habe auch zu wenig Ahnung von solchen Dingen.

              Gegenfrage: Nenn mir einen anderen Künstler, bei dem auf diversen veröffentlichten Aufnahmen so heftige Patzer zu finden sind wie bei einigen (!) von Elvis.

              Es behauptet ja kein Mensch, dass alle Aufnahmen von Elvis grundsätzlich fehlerbehaftet sind. Doch gibt es einige, wo sich das nicht leugnen lässt. Dabei ist das unabhängig davon, ob diese Fehlerchen den einzelnen Zuhörer stören oder nicht – sie sind aber nun einmal da. Elvis war höchstens darin Perfektionist, dass er im Studio den Take mit dem besten "Feeling" auswählte. Dann war auch egal, wenn ein Fehlerchen darin war. Aber sorry, das hat mit Perfektionismus nichts zu tun. Ein echter Perfektionist arbeitet so lange weiter, bis das Feeling stimmt UND die Nummer fehlerfrei ist.
              • Ein Perfektionist würde niemals unvorbereitet ins Studio kommen und sich da erst Gedanken machen, welche der eingereichten Songs er vielleicht aufnimmt. Ein Perfektionist hat VORHER ein klares Konzept, hat die Lieder ausgewählt und sie bereits zuhause geübt, um im Studio nur an den Feinheiten zu arbeiten.
              • Ein Perfektionist würde niemals einen fehlerbehafteten Take zum Master erklären, nur weil das Feeling stimmt.
              • Ein Perfektionist würde niemals nach dem letzten gesungenen Ton die Studiotür hinter sich zufallen lassen und den fertigen Mix erstmalig dann hören, wenn die Plattenfirma ihm ein Belegexemplar ins Haus schickt. Ein Perfektionist ist vom ersten aufgenommenen Ton bis zum letzten Dreher am Mischpult selber anwesend und nimmt auf jede Kleinigkeit Einfluss.
              • Ein Perfektionist würde niemals mit halb geprobten Songs oder nicht vollständig gelernten Texten auf die Bühne gehen. Elvis tat das sogar bei "Aloha", seinem wichtigsten Konzert, wo er zwei komplette Songs von Papptafeln ablesen musste („Burning Love“ und „Welcome To My World“).
              • Ein Perfektionist würde niemals ohne klare Setliste auf die Bühne gehen und erst spontan entscheiden, was er singt.
              Und das zeigt, dass Elvis kein Perfektionist war. Ich weiß gar nicht, warum man das nicht verstehen will und sich derart wehement dagegen wehren muss. Es gibt nämlich eine klare Definition für das Wort "Perfektionist" und die trifft auf Elvis nunmal nicht zu. Da kann man noch so empört drüber sein; nur: Wo ist das Problem? Das ändert doch nichts an der Tatsache (jedenfalls nicht für mich!), dass er trotzdem genial und brillant war, aber eben kein Perfektionist. Was bitte ist daran so schlimm?
              Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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              • Circle G
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                • 04.11.2007
                • 11634

                #67
                Zitat von MysteryTrain
                Wie schon gesagt, man hätte diesen Thread in 2 Sätzen abhandeln können:
                Elvis und der Colonel waren jeder auf seine Art genial. Das Zusammenkommen dieser Genialitäten ergab das, weswegen wir alle hier sind.
                Volle Zustimmung!
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                • MysteryTrain
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                  • 12.07.2008
                  • 7260

                  #68
                  Zitat von Rev.Gerhard
                  ein Colonelaltar ist doch auch mal ganz nett.
                  Ich bin generell gegen Fanatismus, ganz gleich, ob es um Elvis oder den Colonel geht. "Rosarote Brille" auf der einen Seite bedeutet nämlich dann oft zwangsläufig "Schwarzmalerei" auf der anderen Seite. Und genau das passt eben nicht zum Verhältnis Elvis - Colonel, da das eine geniale Symbiose war, die als Team unschlagbar war.

                  Ich mag das, was aus dieser Zusammenarbeit entstanden ist und ich zerbreche mir nicht den Kopf darüber, was Elvis anders gemacht hätte, wenn er einen anderen Manager gehabt hätte.

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                  • Circle G
                    Board-Legende

                    • 04.11.2007
                    • 11634

                    #69
                    Zitat von Lakota
                    Ich sehe Circls Posting eher als Zusammenfassung, als eine Lobhudelei.
                    Danke!

                    Genau das sollte es sein. Ich hoffe, es haben sich alle, die hier mitdiskutieren,
                    auch die knappe Stunde Zeit genommen, sich die Dokumentation aufmerksam
                    anzugucken, damit sie wissen, worum es geht.
                    Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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                    • MysteryTrain
                      Posting-Legende

                      • 12.07.2008
                      • 7260

                      #70
                      Zitat von Circle G

                      Gegenfrage: Nenn mir einen anderen Künstler, bei dem auf diversen veröffentlichten Aufnahmen so heftige Patzer zu finden sind wie bei einigen (!) von Elvis.
                      Nochmal: wenn so etwas in 50 Jahren nur einer Handvoll Musikfanatiker auffällt, dann sind das keine Patzer. Eine Plattenaufnahme ist ein Produkt und wenn dieses Produkt von 99,999% der Plattenkäufer als OK betrachtet wird, dann ist doch das Ziel des Künstlers und das der Plattenfirma erreicht. Wenn man Fehler finden WILL, findet man sie überall und bei jedem!

                      Elvis entschied ja auch nicht allein, was schliesslich auf die Platte gepresst wurde. Letztes Wort hatte immer der jeweilige Produzent. Wenn dann letztendlich ein Mastertake aus 2 oder 3 verschiedenen Takes zusammengemixt wurde, dann geschah das doch erst später, als Elvis längst nicht mehr im Studio war. Auch auf manche Abmischung hatte Elvis selbst keinen Einfluss mehr und regte sich furchtbar auf, weil seine Stimme zu stark in den Vordergrund gestellt wurde u.v.a.
                      Wenn ich von Perfektionist spreche, dann meine ich die konkrete Arbeit im Studio mit den Musikern. Man bedenke dass Elvis da unkonventionell und altmodisch war, da er möglichst alles live mit den Musikern zusammen einspielte. Da gab es nicht die Möglichkeit, mit den Instrumentalspuren vorher schon zu üben und es ist wesentlich anspruchsvoller, als nur noch die Singstimme auf bereits bestehende Instrumentalspuren zu singen.
                      Zuletzt geändert von MysteryTrain; 31.03.2009, 14:46

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                      • Circle G
                        Board-Legende

                        • 04.11.2007
                        • 11634

                        #71
                        Zitat von MysteryTrain
                        Nochmal: wenn so etwas in 50 Jahren nur einer Handvoll Musikfanatiker auffällt, dann sind das keine Patzer. Eine Plattenaufnahme ist ein Produkt und wenn dieses Produkt von 99,999% der Plattenkäufer als OK betrachtet wird, dann ist doch das Ziel des Künstlers und das der Plattenfirma erreicht.
                        Nochmal: Es geht nicht darum, was 99,99% der Plattenkäufer als OK empfinden, nur weil sie solche "Patzer" nicht hören, nicht hören wollen oder sie sogar extrem charmant finden. Mag ja alles sein und es steht auch jedem frei. Mich stören sie doch auch nicht, obwohl ich sie inzwischen höre. Aber: Fehler bleiben es trotzdem. z.B. "Inherit The Wind", da hört man im Intro wie der Song eingezählt wird. Sowas hat auf einem Master einfach nichts zu suchen, ob es einen stört oder nicht, spielt da keine Rolle. Die Aufnahme ist somit nicht perfekt und der Mensch, der zulässt, dass solch eine Aufnahme veröffentlicht wird, kann kein Perfektionist sein. Fertig!

                        Wenn man Fehler finden WILL, findet man sie überall und bei jedem!
                        Nein eben nicht! Bei vielen Künstlern findet man solche Patzer nicht, auch nicht wenn man sie mit aller Gewalt sucht.

                        ... dann geschah das doch erst später, als Elvis längst nicht mehr im Studio war
                        Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Künstler wie z.B. Madonna, Michael Jackson, Neil Diamond und Frank Sinatra haben eben nicht das Studio verlassen (bzw. sie handhaben es noch heute so), nachdem sie den letzten Ton gesungen haben. Für die war die Arbeit da nämlich noch lange nicht beendet. Bei denen kann man tatsächlich von "Perfektionisten" sprechen. Und falls es Dich beruhigt, abgesehen von Sinatra, mag ich von den Vieren keinen besonders, auch wenn sie arbeitstechnisch perfekt waren.
                        Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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                        • gast-201108181

                          #72
                          Zitat von Circle G
                          Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Künstler wie z.B. Madonna, Michael Jackson, Neil Diamond und Frank Sinatra haben eben nicht das Studio verlassen (bzw. sie handhaben es noch heute so), nachdem sie den letzten Ton gesungen haben. Für die war die Arbeit da nämlich noch lange nicht beendet. Bei denen kann man tatsächlich von "Perfektionisten" sprechen.
                          Hast Du dafür eine Quelle?

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                          • gast-20100118

                            #73
                            Zitat von Circle G
                            durch die mehr als erfolgreiche Karriere von Elvis widerlegt ist.
                            genau wie der mehr als erfolgreiche Künstler es jahrzehntelang posthum schaffte, seine durch die Welt tingelnden 'Freunde' zu ernähren, hat er es auch geschafft, seinen Manager zur beachtlichen Reputation und vollen Konten zu verhelfen.

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                            • gast-20100118

                              #74
                              Zitat von Circle G
                              Mich stören sie doch auch nicht, obwohl ich sie inzwischen höre.
                              Aber die Deary tapes fandest Du doch ursprünglich auch gar nicht schlecht.

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                              • King77
                                Board-Legende

                                • 04.08.2007
                                • 14895

                                #75
                                Zitat von Paolo Pinkel
                                Hast Du dafür eine Quelle?
                                Kennst Du sämtliche Master-Takes von diesen Künstlern um dir so einen vergleich erlauben zu können.Die ersten 3 halten meiner Meinung nach für einen Vergleich nicht stand,weil sie in den Jahren 54-65 keine Aufnahmen machten.Zu dieser Zeit gab es noch kein OD und späteres abmischen der Aufnahmen.Das meiste wurde bereitz bei der Aufnahme abgemischt.

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