Diskussion Elvissongs

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  • annmargrethistruelove
    Gehört zum Inventar

    • 02.07.2008
    • 3480

    #1

    Diskussion Elvissongs

    Bei AOMM hab ich immer das Gefühl, dass E da wirklich Herzblut rein investiert hat. Daher hat er ihn (meiner Meinung nach) auch nie live gesungen - das ging ihm zu nahe (war irgendwie zu privat) das ging einfach garnich .

    Und kennen wir das nicht alle, diese eine Beziehung, der man immer irgendwie hinterhertrauert und genau weiss-da hat man nicht Alles gegeben was gegangen wäre-man hätte mehr tun können für diesen Menschen/diese Sache. Eine Person die immer einen Teil des Herzen besitzen wird irgendwie!

    Und dann doch die Hoffnung, dass sometime someday wieder eine Möglichkeit bestehen wird Alles besser zu machen, den anderen so glücklich zu machen wie er es verdient.......

    [ame="http://www.youtube.com/watch?v=VI94AsuvUUA"]YouTube - elvis presley - always on my mind[/ame]
    The sun never sets on a legend...
  • Circle G
    Board-Legende

    • 04.11.2007
    • 11634

    #2
    Ich weiß nicht. Ich habe das früher auch geglaubt, dass er bestimmte Songs gerade durch den persönlichen Hintergrund mit mehr Inbrunst und Ehrlichkeit gesungen hat. Inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher. Auch dass er bestimmte Songs gerade aus diesem Grund ausgewählt hat, wage ich inzwischen zu bezweifeln. Er hat einfach gesungen, was ihm gefallen hat. Den persönlichen Bezug würde ich mittlerweile ausschließen. Man kann ja hunderte von Songs, die man interpretiert, nicht alle auch wirklich fühlen. Mmhh ... schwierige Frage ...

    Ein gutes Beispiel wäre da auch "Separate Ways" ... passt ja auch in diese Zeit
    Zuletzt geändert von Circle G; 19.12.2008, 02:33
    Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
    ____________________________

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    • gast-20090521

      #3
      Zitat von annmargrethistruelove
      Bei AOMM hab ich immer das Gefühl, dass E da wirklich Herzblut rein investiert hat. Daher hat er ihn (meiner Meinung nach) auch nie live gesungen - das ging ihm zu nahe (war irgendwie zu privat) das ging einfach garnich .
      Sorry, aber das ist blanker Unsinn - er hat den Song nie live gesungen, weil er ihm zu nahe ging? Nun, etwa 600 andere Songs hat er auch nie live gesungen. Gingen die ihm auch alle zu nah?

      Warum hätte er den Song live singen sollen? Er war (zu seinen Lebzeiten) nie ein Hit, weder für ihn noch für andere. RCA veröffentlichte ihn als B-Seite (falls ich da richtig liege) und als Lückenfüller auf einem Billig-Album. Ergo war der Song dem breiten Publikum unbekannt und allein deshalb schon schwerlich nur ein Kandidat für Konzerte.

      Weiterhin hat er ihn nach der eigentlichen Aufnahme-Session in dieser Fake-Session für MGM nochnal eingesungen - davon ist auch das von Dir gepostete Video. Wenn ihm der Song zu nahe ging, ihn live zu singen, dann hätte er ihn wohl kaum aus Jux und Tollerei vor den Filmkameras nochmals eingespielt.

      Elvis hat Songs gesungen, weil sie ihm gefielen. Ich sehe zu keiner Zeit, das er jemals mit einem Song seine privaten Befindlichkeiten in die Öffentlichkeit tragen wollte. Es war reiner Zufall, dass der Text hier gerade zufällig auf sein Leben passte - wobei ich noch nicht einmal der Überzeugung bin, dass er wirklich passte, denn seine Frau war eben nicht immer in seinen Gedanken, sonst hätte die Ehe ja gehalten. Er hätte den Song genauso früher oder später gesungen, wenn er ihm zu einem anderen Zeitpunkt angeboten worden wäre.

      Das ist reines Frauen-Wunschdenken! Mann, da werde ich gleich wieder wach...

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      • annmargrethistruelove
        Gehört zum Inventar

        • 02.07.2008
        • 3480

        #4
        Geh schlafen MM !

        Nein ich schreibe ja, ich empfinde es so .
        Evtl. hat er ihn auch nie live gesungen weil er ihm zu schwer war ? Wer weiss...


        Off-Topic:

        Und nur weil die Gedanken bei einer Person sind, nur weil man sie/ihn liebt-reicht das absolut nicht aus damit eine Beziehung, eine Ehe hält, nene... . Liebe ist nicht genug! Ich komme immer mehr zu der Einsicht dass Passung wichtig ist! Dass man dasselbe will im Leben (langfristig), dass man auf dasselbe hinarbeitet
        !

        Nein ich denke auch nicht, dass E wenn er live gesungen hat irgendwelche persönlichen Em- und Befindlichkeiten eingebracht hat-dass er auf der Bühne geheult hat etc-das denke ich nicht.
        Aber wenn er einen Song eingespielt hat, wenn ihm ein Titel gefiel' und er sich überlegt hat wie er ihn jetzt singt-ich denke da hat er nicht umhin gekonnt auch persönliche Erfahrungen,Schmerz/Freude/whatever einzubringen. E hatte eine unglaubliche Empathie für Songs-welche Stimmung der Titel braucht um die Hörer mitten ins Herz zu treffen-was er in seine Stimme legen muss damit der Song berührt! Bei AOMM hat er's geschafft (zumindest für mich)-der Titel berührt mich sehr, ich liebe ihn !
        The sun never sets on a legend...

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        • gast-20110818

          #5
          Zitat von annmargrethistruelove
          ich denke da hat er nicht umhin gekonnt auch persönliche Erfahrungen,Schmerz/Freude/whatever einzubringen.
          Genauso wichtig - wenn ich nicht sogar wichtiger - ist es, was der Zuhörer mit einbringt. Das wird immer vergessen. Der kann dem Künstler einen großen Teil der Arbeit abnehmen.

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          • annmargrethistruelove
            Gehört zum Inventar

            • 02.07.2008
            • 3480

            #6
            Absolut! Nur ist AOMM schon immer mein Lieblingssong! Schon als 3Jährige hab' ich dazu getanzt ! Das ist absolut unabhängig von meiner aktuellen persönlichen Befindlichkeit und privaten Situation. Ich liebe einfach die Harmonien-das Zusammenspiel von Text und Musik-E's Stimme dazu !
            The sun never sets on a legend...

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            • gast-20090521

              #7
              Zitat von Blues Boy
              Genauso wichtig - wenn ich nicht sogar wichtiger - ist es, was der Zuhörer mit einbringt. Das wird immer vergessen. Der kann dem Künstler einen großen Teil der Arbeit abnehmen.
              Das sagte schon treffend der große Charles Aznavour: Jeder Song hat vier Autoren, nämlich den Komponisten, den Textdichter, den Interpreten und den Zuhörer, vor dessen geistigem Auge ein Bild dazu entsteht.

              Es ist völlig klar, dass ein Konzertbesucher, der gerade frisch und glücklich verliebt ist, einen Love-Song anders empfindet als jemand, der gerade eine schmerzhafte Trennung durchlebt.

              Elvis war ein großartiger musikalischer Kommunikator, weil er es eben schaffte, im Zuhörer Emotionen auszulösen. Dabei ist es nebensächlich, ob er das gerade selber so empfand oder beim Singen darüber nachdachte, welchen Cadillac er sich am nächsten Tag kaufen wollte.

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              • gast-20090521

                #8
                Zitat von annmargrethistruelove
                Aber wenn er einen Song eingespielt hat, wenn ihm ein Titel gefiel' und er sich überlegt hat wie er ihn jetzt singt-ich denke da hat er nicht umhin gekonnt auch persönliche Erfahrungen,Schmerz/Freude/whatever einzubringen.
                Dagegen spricht aber, dass er es schon geschafft hat, äußerst überzeugend von Trennungsschmerz und Einsamkeit zu singen, als ihm diese Erfahrungen in seinem Privatleben noch komplett fehlten. Ich erinnere nur mal an "I've Lost You", "Indescribably Blue" und "Where Did They Go, Lord".

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                • annmargrethistruelove
                  Gehört zum Inventar

                  • 02.07.2008
                  • 3480

                  #9
                  Zitat von MusicMan
                  Dagegen spricht aber, dass er es schon geschafft hat, äußerst überzeugend von Trennungsschmerz und Einsamkeit zu singen, als ihm diese Erfahrungen in seinem Privatleben noch komplett fehlten. Ich erinnere nur mal an "I've Lost You", "Indescribably Blue" und "Where Did They Go, Lord".
                  Wieso fehlten ihm da die Erfahrungen ? Ich denke z.B. June zu verlieren dürfte durchaus schmerzhaft gewesen sein für E - und das war vor diesen Songs! Oder auch seine Mutter etc etc... .
                  Cilla war ja nun weiss Gott nicht seine erste Liebe und das Schmerzhafteste an dieser Trennung dürfte a) die Trennung von seiner Tochter und b) der verletze Stolz gewesen sein
                  The sun never sets on a legend...

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                  • Circle G
                    Board-Legende

                    • 04.11.2007
                    • 11634

                    #10
                    Ich glaube ehrlich gesagt auch, dass das reines Wunschdenken ist. Es passt halt manchmal einfach so gut. Elvis hatte einfach das Talent seine Songs so rüberzubringen, dass man als Zuhörer das Gefühl hatte, er läge sein ganzes Herzblut da rein. Klar wird er die ein oder andere Situation kennen, aber wirkliche Emotionen da rein zu legen, dürfte u.U. auch nicht dienlich sein.

                    Ist das nicht auch vergleichbar mir ausgezeichneten Schauspielern? Dann müsste ja z.B. jeder Hitler-Darsteller irgendwann mal Mordgelüste empfunden haben, um seine Rolle perfekt darzustellen ... Nee, da stimmt was nicht ...
                    Ahnungslosigkeit ist die Objektivität der schlichten Gemüter - Harald Schmidt
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                    • gast-20090521

                      #11
                      Zitat von annmargrethistruelove
                      Wieso fehlten ihm da die Erfahrungen ? Ich denke z.B. June zu verlieren dürfte durchaus schmerzhaft gewesen sein für E - und das war vor diesen Songs!
                      Da hatte er doch schon parallel ein paar andere Pfeile im Köcher. So war es immer. Der hat nie eine (allein) geliebt. Ich wage sogar zu behaupten, er hat überhapt nie jemand anders wirklich geliebt, nur sich selber. Der einzige Grund, warum er unter Cillas Weggang so etwas wie "gelitten" hat, war, wie Du richtig sagst:

                      Cilla war ja nun weiss Gott nicht seine erste Liebe und das Schmerzhafteste an dieser Trennung dürfte a) die Trennung von seiner Tochter und b) der verletze Stolz gewesen sein
                      Wobei ich da auch mehr auf den verletzten Stolz tippe, denn er war genauso ein schlechter Vater wie Ehemann. Seine Tochter hat er sich ebenso "gehalten" wie seine Frauen.

                      Oder auch seine Mutter etc etc... .
                      Lass die Frau Mama mal aus dem Spiel. Er hat es ja auch geschafft, "Mama Liked The Roses" oder "Mama" einzusingen, ohne dabei ins Handtuch zu beißen.

                      Nein, man muss diese schmerzhaften Erfahrungen nicht selber gemacht haben, um glaubhaft darüber singen zu können. Es reicht eine gute Portion Einfühlungsvermögen. Ein Sänger ist wie ein Schauspieler - und ein solcher muss ja auch nicht erst mal jemanden umbringen, um überzeugend einen Killer zu spielen.

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                      • annmargrethistruelove
                        Gehört zum Inventar

                        • 02.07.2008
                        • 3480

                        #12
                        Zitat von MusicMan
                        Da hatte er doch schon parallel ein paar andere Pfeile im Köcher. So war es immer. Der hat nie eine (allein) geliebt. Ich wage sogar zu behaupten, er hat überhapt nie jemand anders wirklich geliebt, nur sich selber..
                        +

                        Sich selbst hat er am meisten geliebt, absolut ! Aber ich denke nur weil er mehrere Damen parallel hatte hieß das nicht, dass er die nicht wirklich geliebt hat. Man muss sich da mal von dieser Vorstellung der einzig wahren Liebe als zwangsläufig monogam lösen . Unser E hatte ein großes,großes Herz und da war Platz für ne Meeeenge Ladys . Ich denke er war verliebt in die Liebe an sich, in die Idee der Einen/Wahren, in das Neue&Aufregende! Er konnte nie nur einer gehören-so war er nicht veranlagt, es gibt solche Menschen! Das muss aber-meiner Meinung nach-nicht die Intensität schmälern mit der er an seinen diversen Chickas gehangen hat ! Treue ist nicht zwangsläufig DER Indikator für wahre Liebe !
                        The sun never sets on a legend...

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                        • gast-20090521

                          #13
                          Zitat von annmargrethistruelove
                          Aber ich denke nur weil er mehrere Damen parallel hatte hieß das nicht, dass er die nicht wirklich geliebt hat.
                          Nicht so, dass er ihnen merklich hinterhergetrauert oder sie nicht gleich durch drei neue ersetzt hätte.

                          Treue ist nicht zwangsläufig DER Indikator für wahre Liebe !
                          Sicher nicht. Aber Untreue und Promiskuität auch nicht.

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                          • annmargrethistruelove
                            Gehört zum Inventar

                            • 02.07.2008
                            • 3480

                            #14
                            Zitat von MusicMan

                            Nein, man muss diese schmerzhaften Erfahrungen nicht selber gemacht haben, um glaubhaft darüber singen zu können.
                            Das sag ich doch garnicht. Nur, dass WENN man sie gemacht hat sie sicher mit einfließen wenn man einen Song einspielt der gerade diese Erinnerung wachruft . Und vor Allem wenn man gerade in einer Situation ist in der ein Song passt wie Arsch auf Eimer-dann wird das einfließen. Ist ja auch vielfach dokumentiert ,dass E nach der Trennung von Cill mehr Bock auf Herzschmerz Balladen denn auf Uptemop-Nummern wie Burning Love hatte . Dementsprechend "beherzt" wird er die Titel dann eben auch gesungen haben oder nicht. Die aktuelle Bockigkeit war bei E ja immer ein wichtiges Kriterium für die Leistung, die er dann letztendlich ablieferte!
                            The sun never sets on a legend...

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                            • gast-20110818

                              #15
                              Zitat von annmargrethistruelove
                              Treue ist nicht zwangsläufig DER Indikator für wahre Liebe !
                              "Wahre Liebe" würde für mich aber auch die Bereitschaft bedeuten, Opfer zu bringen. Das hat er nie getan.

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