Ein Bericht von Peter Schnittler, erschienen im österreichischen Elvis- Fach- Magazin 'Bringin' It Back' März 1997
Elvis war im Sommer 1975 fast ausnahmslos in Konzertlaune; er sang sich kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten und in die Herzen zahlloser Konzertbesucher. Live-Mitschnitte aus dieser Zeit sind wegen Elvis' Vorstellungen, die sich im Rahmen von erfreulich bis begeisternd bewegen, nach wie vor äußerst begehrt.
Es war die Zeit, in der Elvis auf der Gerüchtebörse als Rudy Valentino-Darsteller in einem geplanten Film über die Legende mit dem Titel 'Ciao, Rudy' gehandelt wurde. Die Musical Vorlage lief zu dieser zeit in Rom und sollte 1976 für vier Wochen nach New York in die Radio City Music hall kommen, wonach als Abschluß eine Filmfassung geplant war. Elvis waren laut Produzent Bill Sargent 2,5 Millionen Dollar geboten worden, aber die Rolleerlitt ein ähnliches Schicksal wie viele andere derartige Angebote: Elvis sollte nach ON TOUR nie mehr mit einem neuen Film auf der Kinoleinwand zu sehen sein.
Ein weiters Gerücht-mit dem wir dem Schauplatz des vorliegenden Artikels im wahrsten Sinn des Wortes näherkommen - kursierte damals über einen geplanten Grundstückskauf von Elvis: Angeblich wollte er Beaumont, ein zweistöckiges Anwesen aus der Zeit des Bürgerkriegs als heimliches Versteckkaufen; ganz so heimlich wäre es dort nicht geworden, denn das Gebäude besaß 18 Räume und somit genug Platz für jede menge freunde - oder zumindest die leute, mit denen er sich umgeben hatte und sich Freunde nannten.
Die bloßen fakten zu den Shows sind schnell erläutert:
Von 22. bis 24. Juli 1975 trat Elvis dreimal im Civic center von Asheville, das mit jeweils 7437 Besuchern ausverkauft war, auf. Unter der Überschrift Asheville. N.C., Center Rolling In High Gear Into Second Year berichtete Variety im Sommer 1975, daß zwei Konzerte innerhalb von drei Stunden ausverkauft waren, noch ehe die Tickets überhaupt gedruckt werden konnten, Jim Evans, Manager der halle, Konnte Col. Parker dazu überreden, Elvis eine dritte Show anhängen zu lassen, die dann ebenfalls sofort ausverkauft war. Diese Serie stellte das Ende der Tournee dar, die am 8. juli in Oklahoma City begonnen und zahlreiche interessante Konzerte und Ereignisse mit sich gebracht hatte - unter anderem fällt der offene Zwist zwischen dem sehr launigen Elvis und den Sweet Inspirations in diese Zeit. Auch den Asheville Shows haftet seit jeher jener besondere Flair an, der alle fans wünschen läßt, sie in guter Qualität zu besitzen.
Um uns nun von der last jahrzehntelanger Spekulationen und Mythenbildung zu befrien, habe wir uns entschlossen, weder unsere eigenen Eindrücke von den Shows, noch spätere Dokumente anderer fans zu berücksichtigen; wir arbeiten einmal mehr ausschließlich Zeugnisse aus dem Sommer 1975 auf, um die Geschehnisse so nahe wie möglich zu kommen.
Die erwartungsvolle und durchaus positive Tendenzen zeigende Vorschau der lokalen Presse jedenfalls ließ nicht erahnen, daß die Konzerte einmal mit einer besonderen Aura umgeben sein sollten. Der Asheville Ctizen kündigte an:
"Willkommen Elvis! Nach 20 Jahren kehrt der King nach Asheville, wo er einen seiner frühen Erfolge in einer Country-Music-Show im alten City Auditorium gefeiert hatte, zurück. Die nächsten drei Abende wird er die massen im neuen Civic center unterhalten. Mir Ihm werden ein paar alte Asheville-Lieblinge sein: J.D. Sumner and The Stamps Quartet, die bei Elvis Backround singen. J.D. singt mit schöner Regelmäßigkeit hier, seit er im Jahr 1949 mit den Sunshine Boys das erste mal in Asheville war. Erinnern Sie sich noch an ihn? Er ist der Typ, der auch die Baßtöne am unteren Ende des Klaviers bringt. Eine tolle Kombination, Elvis und J.D. Willkommen Gentlemen!"
Aber nicht nur die Show selbst beschäftigte die Presse, auch Elvis' bloße Anwesenheit wurde entsprechend kommentiert. Bob Terell berichtete in seiner Kolumne über einige Begebenheiten, die zwar teilweise recht amüsant, aber zugegebenerweise für die Nicht-Fan-Welt in etwa so interessant waren wie mein letzter Lotto-Wettschein.
Wenn auch das Gerücht ausgestreut worden war, daß Elvis allabendlich nach Memphis zurückkehrte, so sprach die Anwesenheit der zahlreichen Sicherheitswachen vor dem Rodeway Inn doch Bände! The King was here to stay - 75 gemietete Räume waren doch ein paar zuviel, um Elvis' Präsenz verheimlichen zu können. Immerhin waren er und sein Troß mit vier Flugzeugen angekommen.
Bei seiner fahrt zum Hotel waren auf zahlreichen Anschlagtafeln von Lokalen Plakate mit dem Text 'Drop in and see us, Elvis!' angebracht. Die fans konnte man natürlich genausowenig täuschen, aber ihre Versuche, zu Elvis zu gelangen, waren nicht von Erfolg gekrönt.
Elvis war im Sommer 1975 fast ausnahmslos in Konzertlaune; er sang sich kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten und in die Herzen zahlloser Konzertbesucher. Live-Mitschnitte aus dieser Zeit sind wegen Elvis' Vorstellungen, die sich im Rahmen von erfreulich bis begeisternd bewegen, nach wie vor äußerst begehrt.
Es war die Zeit, in der Elvis auf der Gerüchtebörse als Rudy Valentino-Darsteller in einem geplanten Film über die Legende mit dem Titel 'Ciao, Rudy' gehandelt wurde. Die Musical Vorlage lief zu dieser zeit in Rom und sollte 1976 für vier Wochen nach New York in die Radio City Music hall kommen, wonach als Abschluß eine Filmfassung geplant war. Elvis waren laut Produzent Bill Sargent 2,5 Millionen Dollar geboten worden, aber die Rolleerlitt ein ähnliches Schicksal wie viele andere derartige Angebote: Elvis sollte nach ON TOUR nie mehr mit einem neuen Film auf der Kinoleinwand zu sehen sein.
Ein weiters Gerücht-mit dem wir dem Schauplatz des vorliegenden Artikels im wahrsten Sinn des Wortes näherkommen - kursierte damals über einen geplanten Grundstückskauf von Elvis: Angeblich wollte er Beaumont, ein zweistöckiges Anwesen aus der Zeit des Bürgerkriegs als heimliches Versteckkaufen; ganz so heimlich wäre es dort nicht geworden, denn das Gebäude besaß 18 Räume und somit genug Platz für jede menge freunde - oder zumindest die leute, mit denen er sich umgeben hatte und sich Freunde nannten.
Die bloßen fakten zu den Shows sind schnell erläutert:
Von 22. bis 24. Juli 1975 trat Elvis dreimal im Civic center von Asheville, das mit jeweils 7437 Besuchern ausverkauft war, auf. Unter der Überschrift Asheville. N.C., Center Rolling In High Gear Into Second Year berichtete Variety im Sommer 1975, daß zwei Konzerte innerhalb von drei Stunden ausverkauft waren, noch ehe die Tickets überhaupt gedruckt werden konnten, Jim Evans, Manager der halle, Konnte Col. Parker dazu überreden, Elvis eine dritte Show anhängen zu lassen, die dann ebenfalls sofort ausverkauft war. Diese Serie stellte das Ende der Tournee dar, die am 8. juli in Oklahoma City begonnen und zahlreiche interessante Konzerte und Ereignisse mit sich gebracht hatte - unter anderem fällt der offene Zwist zwischen dem sehr launigen Elvis und den Sweet Inspirations in diese Zeit. Auch den Asheville Shows haftet seit jeher jener besondere Flair an, der alle fans wünschen läßt, sie in guter Qualität zu besitzen.
Um uns nun von der last jahrzehntelanger Spekulationen und Mythenbildung zu befrien, habe wir uns entschlossen, weder unsere eigenen Eindrücke von den Shows, noch spätere Dokumente anderer fans zu berücksichtigen; wir arbeiten einmal mehr ausschließlich Zeugnisse aus dem Sommer 1975 auf, um die Geschehnisse so nahe wie möglich zu kommen.
Die erwartungsvolle und durchaus positive Tendenzen zeigende Vorschau der lokalen Presse jedenfalls ließ nicht erahnen, daß die Konzerte einmal mit einer besonderen Aura umgeben sein sollten. Der Asheville Ctizen kündigte an:
"Willkommen Elvis! Nach 20 Jahren kehrt der King nach Asheville, wo er einen seiner frühen Erfolge in einer Country-Music-Show im alten City Auditorium gefeiert hatte, zurück. Die nächsten drei Abende wird er die massen im neuen Civic center unterhalten. Mir Ihm werden ein paar alte Asheville-Lieblinge sein: J.D. Sumner and The Stamps Quartet, die bei Elvis Backround singen. J.D. singt mit schöner Regelmäßigkeit hier, seit er im Jahr 1949 mit den Sunshine Boys das erste mal in Asheville war. Erinnern Sie sich noch an ihn? Er ist der Typ, der auch die Baßtöne am unteren Ende des Klaviers bringt. Eine tolle Kombination, Elvis und J.D. Willkommen Gentlemen!"
Aber nicht nur die Show selbst beschäftigte die Presse, auch Elvis' bloße Anwesenheit wurde entsprechend kommentiert. Bob Terell berichtete in seiner Kolumne über einige Begebenheiten, die zwar teilweise recht amüsant, aber zugegebenerweise für die Nicht-Fan-Welt in etwa so interessant waren wie mein letzter Lotto-Wettschein.
Wenn auch das Gerücht ausgestreut worden war, daß Elvis allabendlich nach Memphis zurückkehrte, so sprach die Anwesenheit der zahlreichen Sicherheitswachen vor dem Rodeway Inn doch Bände! The King was here to stay - 75 gemietete Räume waren doch ein paar zuviel, um Elvis' Präsenz verheimlichen zu können. Immerhin waren er und sein Troß mit vier Flugzeugen angekommen.
Bei seiner fahrt zum Hotel waren auf zahlreichen Anschlagtafeln von Lokalen Plakate mit dem Text 'Drop in and see us, Elvis!' angebracht. Die fans konnte man natürlich genausowenig täuschen, aber ihre Versuche, zu Elvis zu gelangen, waren nicht von Erfolg gekrönt.





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