Der King und die Karren

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  • Didi
    Gehört zum Inventar

    • 11.02.2007
    • 4387

    #1

    Der King und die Karren

    Bei Motoren verstand er keinen Spaß: Elvis Presley war süchtig nach Autos - wenn ihm eines gefiel, musste er es sofort haben. Enttäuschte den King eine Karosse, griff er schon mal zum Revolver - und machte mit dem renitenten Blechkameraden kurzen Prozess.

    Elvis Aron Presley konsumierte Autos wie Drogen. Sah er eines, das ihm gefiel, wollte er es sofort. Lange Lieferzeiten waren ihm derart zuwider, dass er notfalls lieber Gebrauchte kaufte. Mitunter steigerte sich der King beim Carshopping in einen veritablen Kaufrausch hinein. Manchmal erwarb er mehrere an einem Tag.
    Kein Wunder, denn der King hatte Benzin im Blut: Seine Mutter Gladys ließ ihren Sprössling früh ans Lenkrad. Als sich Elvis mit zwölf das Gitarrespielen beibrachte, konnte er bereits Auto fahren. Mit seiner Mum hatte er Übungsstunden auf abgelegenen Straßen nahe East Tupelo eingelegt.

    Vom Autofahren konnte Elvis nie lassen. Vor seiner Musikerkarriere arbeitete er als Lastwagenfahrer, und während seines Wehrdienstes fuhr er Jeeps durch das hessische Friedberg. Historische Aufnahmen zeigen GI Presley in einem schnittigen BMW-507-Roadster. Auf dem weißen Lack des Autos hatten Verehrerinnen mit Schriftzügen wie "I love you" ihre Zuneigung bekundet.

    Ob ihm der BMW gehörte oder er nur eine Leihgabe war, ist ungeklärt, so wie vieles: Selbst das Elvis-Automuseum in Memphis kann nicht genau sagen, wie viele Autos der King in seinem Leben kaufte. Über Elvis' Hang zu US-Karossen sagte sein Manager und Freund Joe Esposito in einem Interview: "Bei Autos war er sehr patriotisch." Der Sänger fuhr mit Vorliebe Cadillacs, aber auch Lincolns und Fords. Autos provozierten oft starke Gefühlsregungen beim King of Rock'n'Roll. Einmal brachten ihn angeblich die defekten Speichenfelgen eines Thunderbirds derart in Rage, dass er versuchte, Ford-Chef Edsel Ford persönlich an den Hörer zu bekommen. Den heftigsten Wutausbruch des Kings musste ein 71er De Tomaso Pantera über sich ergehen lassen: Als der Wagen einmal Startprobleme hatte, griff der Waffenfreak Presley zum Revolver und verpasste dem Auto eine Ladung Blei. Der Flitzer steht heute im Peterson Automotive Museum in Los Angeles. Noch immer zeugen Einschusslöcher an Lenkrad und Fahrzeugboden von Elvis' Zorn.

    Nach Elvis' Tod am 16. August 1977 war eine Autokolonne aus weißen Cadillacs sein letztes Geleit, auch der Sarg wurde in einem weißen Cadillac befördert, jener Marke, die dem King wohl von allen die liebste war, und die er in "Baby, Let's Play House" besang: "You may go to college / you may go to school / you may have a pink cadillac / but don't be nobody's fool."


    Elvis Presley war süchtig nach Autos - wenn ihm eines gefiel, musste er es sofort haben. Enttäuschte den King eine Karosse, griff er schon mal zum Revolver - und machte mit dem renitenten Blechkameraden kurzen Prozess.
  • burroughs
    Board-Legende

    • 09.02.2004
    • 56243

    #2
    Zitat von Didi
    Elvis Aron Presley konsumierte Autos wie Drogen. Sah er eines, das ihm gefiel, wollte er es sofort.

    Seine Mutter Gladys ließ ihren Sprössling früh ans Lenkrad. Als sich Elvis mit zwölf das Gitarrespielen beibrachte, konnte er bereits Auto fahren. Mit seiner Mum hatte er Übungsstunden auf abgelegenen Straßen nahe East Tupelo eingelegt.
    a) schmarrn..

    b) interessant? hat jemand ne quellen-angabe dazu??

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    • gast-20110615

      #3
      Was für ein Scheiß!

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      • annmargrethistruelove
        Gehört zum Inventar

        • 02.07.2008
        • 3480

        #4
        Die konnten sich doch kein Auto leisten als E 12 war
        The sun never sets on a legend...

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        • burroughs
          Board-Legende

          • 09.02.2004
          • 56243

          #5
          und woher kam dann der plymouth, mit dem sie von tupelo nach memphis umgezogen sind

          Kommentar

          • annmargrethistruelove
            Gehört zum Inventar

            • 02.07.2008
            • 3480

            #6
            Zitat von burroughs
            und woher kam dann der plymouth, mit dem sie von tupelo nach memphis umgezogen sind
            Guter Punkt ! Aber zumindest theoretisch konnten sie sich kein Auto leisten !
            The sun never sets on a legend...

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            • gast-20100118

              #7
              Zitat von annmargrethistruelove
              Guter Punkt ! Aber zumindest theoretisch konnten sie sich kein Auto leisten !
              eventuell ausgeliehen.

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              • christian72
                Foren-Profi

                • 06.06.2008
                • 291

                #8
                Das Elvis ein Autonarr war, läßt sich wohl nicht bestreiten.
                Gruß

                Christian

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                • burroughs
                  Board-Legende

                  • 09.02.2004
                  • 56243

                  #9
                  diesen punkt der geschichte bestreitet ja auch niemand..

                  Kommentar

                  • King77
                    Board-Legende

                    • 04.08.2007
                    • 14925

                    #10
                    Heute können sich viele Leute auch kein Auto leisten und besitzen trotzdem die schönsten Schlitten.

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                    • gast-20100118

                      #11
                      und wenn man damals meinte unbedingt nen Wagen besitzen zu wollen, kaufte man nen Vorkriegsschlitten für 150 $ und hoffte, dass das Ding ein halbes Jahr hält.

                      Kommentar

                      • TheKing
                        Board-Legende

                        • 19.06.2006
                        • 20721

                        #12
                        Zitat von Rev.Gerhard
                        und wenn man damals meinte unbedingt nen Wagen besitzen zu wollen, kaufte man nen Vorkriegsschlitten für 150 $ und hoffte, dass das Ding ein halbes Jahr hält.
                        Dafür verdiente man auch nur ein paar Dollar in der Woche...ich wundere mich auch oft, wie man die Situation der Presleys einstufen soll, die Shotgunbox in der Elvis geboren wurde und die Sozialwohnung in den Lauderdale Courts sprechen ja eine klare Sprache, aber dann seh ich auch, dass Elvis immer alles bekam, was er brauchte...ob es Klamotten, Gitarre oder Auto war...auc gibt es ja unheimlich viele Fotos zum Beispiel von damals usw...ich glaube schon, dass die irgendeine Schrottkarre immer hatten und wie ich Gladys einschätze, hat sie Elvis auch lenken und fahren lassen...ich halte es für möglich..
                        Ohne Worte!

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                        • MysteryTrain
                          Posting-Legende

                          • 12.07.2008
                          • 7260

                          #13
                          Zitat von Didi
                          Mit seiner Mum hatte er Übungsstunden auf abgelegenen Straßen nahe East Tupelo eingelegt.
                          Wage ich stark zu bezweifeln. Es heißt doch, dass Elvis ihr den pinken Cadillac schenkte, obwohl sie keinen Führerschein besaß und ihn nie selbst gefahren ist

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                          • TheKing
                            Board-Legende

                            • 19.06.2006
                            • 20721

                            #14
                            Naja. ob die das so eng gesehen haben damals mit Führerschein und so? InAmerika bekommt man den Führerschein nachgeschmissen, da muss man nur einmal um den Block fahren und einparken, fertig...Ich meine ich hab jetzt eigentlich keine Information, ob Gladys Auto fuhr oder nicht...
                            Ohne Worte!

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                            • Johnny B.
                              Posting-Legende

                              • 17.07.2003
                              • 8581

                              #15
                              Zitat von TheKing
                              ich glaube schon, dass die irgendeine Schrottkarre immer hatten und wie ich Gladys einschätze, hat sie Elvis auch lenken und fahren lassen...ich halte es für möglich..
                              Gerade das halt ich für unmöglich, da Gladys eh schon bei jeder Kleinigkeit Angst hatte er könne sich verletzen. Da hätte sie wohl Magenkrämpfe bekommen wenn der kleine Elvis mit einem Auto gefahren wäre.
                              Wenn wenigstens da stünde Vernon hatte ihn fahren lassen, dann wäre es noch gerade so glaubhaft, aber Gladys konnte ein Auto wohl weder damals noch später überhaupt bedienen oder jemand erklären wie er fahren soll

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