Der Glaube.

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  • TheKing
    Board-Legende

    • 19.06.2006
    • 20721

    #1

    Der Glaube.

    Jetzt bekam ich die Inspiration ( der Geist fuhr in mich ein ) zu einem neuen Thread, der Erfolgsthreadreihen aus TheKIngs Qualitätsthreads.

    Nach: Dem tottraurigen: Der Grund. und dem dem hocherquikendem: Der Zauber. folgt nun der dritte große und heißersehnte Thread aus der Ideenschmiede des TheKing:

    Der Glaube.



    Elvis lernte die Musik in der Kirche kennen, vielleicht hat er hier das erste Mal gesungen. Elvis wurde im Leben reich beschenkt, er erlebte ein wahres Wunder. Elvis liebte die Gospelquartette und wäre gerne selber Teil eines solchen gewesen. Er nahm in seiner Karriere drei wunderbare Gospelalben auf, die in ihrer Schönheit einzartige Dokumente darüber sind, wie Elvis seinen Dank und seine Verbundenheit an Gott ausdrückt.

    selbst in den Siebziger Jahren, als er eine sehr zermürbende Konzertroutine lebt, geben ihn die privaten Gospelsessions viel Kraft und Erlösung. Elvis interessiert sich für spirituelle Dinge, liest in der Bibel und liest Menschen daraus vor.

    Ihr könnt selber Glauben oder nicht. Aber Elvis tat es. In diesem Thread können wir über seinen Glauben sprechen. Wie sah das aus? Sehr streng im katholischem Sinne hat er ja nicht gelebt, aber trotzdem nehme ich ihm den aufrichtigen Glauben an Gott ab...

    War Elvis von Gott gesegnet? Legte Gott ihm diese Stimme in die Kehle?
    Ohne Worte!
  • TheKing
    Board-Legende

    • 19.06.2006
    • 20721

    #2
    Ohne Worte!

    Kommentar

    • gast-20100118

      #3
      Zitat von TheKing

      War Elvis von Gott gesegnet? Legte Gott ihm diese Stimme in die Kehle?
      Liebe Idee, dieser thread.
      Aber wir müssen wirklich nicht versuchen Elvis mit dem Glauben zu interpretieren.
      Es gibt wirklich Menschen, die ihn nicht mögen.
      Und genug Fans, die nur partiell etwas an ihm mögen.
      Also ist Elvis so, wie ihn das Individuum betrachtet.
      Es müssen sehr viel Individuen gewesen sein, die ihm das Gefühl gaben, sehr geliebt zu sein. Wenn er es denn als Gottesgeschenk betrachten konnte, ist es schön. Denn natürlich hat das auch Schattenseiten, und wird bisweilen auch verflucht worden sein.
      Er hatte ne gute Stimme. Okay. Aber wie er sie füllte, was er daraus machte, war sagenhaft. Es offenbarte sich m.E. weniger Gott durch diese Stimme, als eher ein unglaubliches feeling und eine ungeheuere Empathie. Dies mag u.a. daher rühren, dass er sich auch von seinem Glauben getragen fühlte und ein starkes Gefühl für Freud und Leid der Schöpfung hatte.

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      • annmargrethistruelove
        Gehört zum Inventar

        • 02.07.2008
        • 3480

        #4
        Ich denke für Elvis war Religion immer irgendwo ein Anker und Trost - etwas auf das er sich zurückbesinnen konnte wenn alles wiedermal drunter und drüber ging. Das gab ihm Sicherheit und Geborgenheit was in seiner Kindheit verwurzelt ist. Auch "den Sinn" suchte er, nachdem ihm einfach nicht klar werden konnte "warum ich", in der Religion. Sie scheint ihm die Antwort auf Vieles enthalten zu haben.So soll die letzte Platte die Elvis gehört hat eine Gospelplatte gewesen sein (sie lag noch auf dem Plattenspieler).

        Durch die Kirchgänge und den Einfluss der Gospelsänger die Elvis frühmusikalische Phase geprägt haben hat sich ihm ein sehr gefühlvolles und leidenschaftliches Singen eingeprägt was sich in allen Songs ausdrückt wie ich finde.
        Ich empfehle hier das Buch "The gospel side of Elvis" .
        The sun never sets on a legend...

        Kommentar

        • TheKing
          Board-Legende

          • 19.06.2006
          • 20721

          #5
          Mir fällt auch gerade ein, dass er wie der Teufel angesehen wurde, als er den unkeuschen Rock`n Roll mit sexueler Energie vortrug...

          Aber selbst im Glauben waren sich die Menschen stets Uneins und offenbahrten ihre streitsüchtigen Eigenschaften...

          Ich denke schon, dass Elvis sich durch sein Talent und seine außerordentliche Karriere, die eben kaum fassbar ist, beschenkt fühlte...

          Fallen Euch Zitate dazu ein? Er hat doch bestimmt einmal etwas in der Richtung gesagt?
          Ohne Worte!

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          • TheKing
            Board-Legende

            • 19.06.2006
            • 20721

            #6
            Wenn man so beschenkt wird, dann kommt man vielleicht garnicht umhin, dankbar zu sein. Und wenn es eben so überirdisch und unfassbar ist, ist man schnell beim lieben Gott.

            Die Dinge, die sich um Elvis abgespielt haben wurden schnell so überwältigend, dass sich diese Gedanken bestimmt von Zeit zu Zeit stellten. "Ich empfange so viel. Warum gerade ich?"

            Diese Fragen sind bekannt von Elvis. Er nahm es nicht einfach hin und er wurde auch nie arrogant, er fragte sich lieber:" Warum ich?"
            Ohne Worte!

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            • gast-20111607

              #7
              Zitat von TheKing
              Fallen Euch Zitate dazu ein? Er hat doch bestimmt einmal etwas in der Richtung gesagt?
              " I ain't no saint, but I've tried never to do anything that would hurt my family or offend god ... I figure all any kid needs is hope and the feeling he or she belongs. If I could do or say anything that would give some kid that feeling, I would believe I had contributed something to the world."

              "...a lot of times we'll go upstairs and sing until daylight ... Gospel songs.
              We grew up with it. It more or less puts your mind at ease, It does mine."

              "I suppose the most important thing in a person's life is happiness. Not worldly things... You can have cars, you can have money, you can have a fabulous home, you can have everything... if you're not happy, what have you got? So I suppose if I can continue to make other people's lives enjoyable and my own life happy, well, that's all I can expect out of life."

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              • TheKing
                Board-Legende

                • 19.06.2006
                • 20721

                #8
                Wundervolle Worte.
                Ohne Worte!

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                • gast-20111607

                  #9
                  Ja... sie berühren einen, weil sie einen selbst zum Nachdenken anregen... in unserer schnelllebigen Gesellschaft, wo jeder den anderen zur Seite wegprügeln will, können solche Worte die Menschen vielleicht nicht von grundlegend verändern, aber möglicherweise können sie einen kurz innehalten lassen und erkennen, was im Leben wirklich wichtig ist...

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                  • gast-20100121

                    #10
                    Elvis hat selbst über dieses Thema gesagt:

                    "My voice is God's will, not mine."

                    und

                    "I believe in the Bible. I believe that all good things come from God. I don't believe I'd sing the way I do if God hadn't wanted me to."

                    "
                    I never believed that anything was a coincidence. There's a reason for everything that happens."

                    Er verstand sein Dasein schon als von Gott gegeben. Und auch sein Talent und seine ganze Ausnahmeerscheinung.
                    Daraus ergab sich sicher für ihn auch die Grundeinstellung, daß sein Leben und sein Talent dafür da sei Menschen glücklich zu machen. Etwas zurückzugeben an andere Menschen von dem, womit er sich so reichlich beschenkt fühlte.

                    "My songs are a way of caressing people with my voice."

                    Die Gospelmusik hat ihn zutiefst geprägt und ihm viel gegeben. Kann sein, diese Musik war so eine Art Maßstab.

                    "Gospel music is the purest thing there is on this earth."


                    In seinen Gospels, mit der Art, wie er sie sang und, daß er sie überhaupt immer wieder sang, gab und gibt er den Hörern auch eine ganze Menge von seinem Glauben.

                    Und dann verbindet Elvis in einem schönen Satz die Musik mit der Religion:

                    "Music should be something that makes you gotta move inside and outside. Music is like religion when you experience them both it should move you."

                    Ja und es bewegte ihn sein ganzes Leben lang, die Musik und auch die Religion, innerlich und äußerlich.

                    Elvis verstand sich selbst sehr als von Gott beschenkt. Ich möchte ihm da nicht widersprechen.
                    Er bemühte sich, sein Geschenk immer wieder unter den Menschen zu verteilen. Das Gefühl beschenkt zu werden, hat der Hörer heute noch ganz stark beim Hören der Musik.

                    Kommentar

                    • Derek
                      Gehört zum Inventar

                      • 02.06.2007
                      • 3185

                      #11
                      Elvis war ein gläubiger Mensch. Er ist aufgewachsen im Umfeld einer fundamentalistisch-christlichen Gemeinschaft, die durchaus typisch ist für die U.S.A. Der christliche Glaube war (dem Vernehmen nach) tief in ihm verwurzelt. Doch was genau er geglaubt hat, werden wir nicht in Erfahrung bringen, weil nur er selbst es uns weitgehend verlässlich sagen könnte. Und darüber hinaus habe ich meine Zweifel, ob jedes Individuum überhaupt von sich selbst bis ins Letzte weiß, was es glaubt. Vielleicht wusste Elvis das auch nicht umfassend. Zwei Details aus seiner Biografie führen zu diesem Gedanken:

                      Mitte der 50er Jahre wurde er heftig mit der Ansicht konfrontiert, dass sein Lebensstil und seine musikalische wie auch körperliche Botschaft unchristlich seien. Mit einem Mal stand er in Distanz zu seinem Glauben und musste sich seiner Position vergewissern. Deshalb hat er auch immer wieder betont, wie wichtig ihm der christliche Glaube sei. Er selbst glaubte, nach wie vor Teil der christlichen Gemeinschaft zu sein.

                      Mitte der 60er Jahre kam er in Kontakt mit populären religiösen Strömungen, die im Wesentlichen aus dem asiatischen Raum in den Westen schwappten. Wie er setzten sich auch die Beatles, Pete Townshend und viele andere damit auseinander. Was Elvis anbelangt, ist diese Auseinandersetzung mit dem Namen Larry Geller verbunden, der bestätigte, wie gläubig Elvis im christlichen Sinne war. Zugleich beschäftigte sich Elvis mit Gedanken, die ihn (nach meinem Dafürhalten) vom christlichen Glauben (wie er ihn seit seiner Kindheit kannte) wegführten. Und hier wird das Bild unscharf. Elvis' religiöse Musik blieb stets christliche Musik. Inwieweit er sich vom östlichen Glaubensgut überzeugen ließ, ist unklar. Weshalb auch Larry Geller ihn als "Suchenden" bezeichnete.

                      Festhalten kann man aber immerhin, dass Elvis weit davon entfernt war, diese Welt ohne Gott zu verstehen. Er war kein Atheist, er war ein gottgläubiger Mensch, bis zum Ende geprägt durch traditionelle Glaubenswerte. Alles weitere bleibt wohl ein Geheimnis zwischen ihm und Gott.

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                      • burroughs
                        Board-Legende

                        • 09.02.2004
                        • 56243

                        #12
                        Zitat von TheKing
                        Jetzt bekam ich die Inspiration (der Geist fuhr in mich ein) zu einem neuen Thread..

                        Nach: Dem tottraurigen: Der Grund. und dem dem hocherquikendem: Der Zauber. folgt nun der dritte große und heißersehnte Thread aus der Ideenschmiede des TheKing:
                        - dann lass ihn bloss mal schnell wieder raus
                        - und das lernen wir auch noch

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                        • Suskai
                          Gehört zum Inventar

                          • 23.06.2008
                          • 2312

                          #13
                          Elvis war ein sehr gläubiger Mensch, der sich jedoch nicht nur mit dem katholischen Glauben auseinandergesetzt hat, sondern befasste sich auch sehr stark mit der Buddhistischen Lehre. Er selbst soll mal gesagt haben, dass er Gott begegnet ist, jedenfalls wird dies von einem seiner Freunde behauptet. Außerdem hat er die Bibel sehr genau gelesen und sich Absätze, die er mochte sogar angestrichen und versucht diese zu interpretieren. Dies spricht wirklich für einen sehr starken Glauben.
                          "Before Elvis, there was nothing." John Lennon
                          "Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und nicht den Wert." Oscar Wilde

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                          • gast-20100125

                            #14
                            @ Burroughs - nicht so streng sein mit The King
                            Er schwimmt doch gerade auf einer Euphorie-Welle und im Überschwang seiner Gefühle.... sei nachsichtig

                            Kommentar

                            • Michaela Banisch
                              Ehrenmitglied
                              • 24.06.2008
                              • 157

                              #15
                              Zitat von TheKing
                              Mir fällt auch gerade ein, dass er wie der Teufel angesehen wurde, als er den unkeuschen Rock`n Roll mit sexueler Energie vortrug...

                              Aber selbst im Glauben waren sich die Menschen stets Uneins und offenbahrten ihre streitsüchtigen Eigenschaften...

                              Ich denke schon, dass Elvis sich durch sein Talent und seine außerordentliche Karriere, die eben kaum fassbar ist, beschenkt fühlte...

                              Fallen Euch Zitate dazu ein? Er hat doch bestimmt einmal etwas in der Richtung gesagt?
                              Elvis wollte ja mit seiner Rock'n'Roll-Musik nie einen öffentlichen Skandal erregen.Als strenggläubiger Christ muss es für ihn ein gewaltiger Schock gewesen sein,als ihm ein Kardinal in den 50ern wegen seines erotisierenden Hüftschwungs die ewige Verdammnis wünschte.

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