Genesis über Elvis
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aber vor elvis waren die weißen käufer schwarzer musik eine absolute (dafür umso coolere) minderheit.
anyway, mir tut es ein bisschen weh, wie schon wieder und noch immer schwarze und weiße musik gegeneinander ausgespielt werden. meinen plattenschrank füllen zu 90% schwarze künstler. für mich steht elvis in einer großen tradition (und dazu hat er sich auch immer bekannt), er war von zahllreichen schwarzen musikern beeinflusst, ABER sein eigener beitrag zu dieser tradition war so originär und genial, dass es mir lächerlich erscheint, ihm immer wieder vorzuwerfen, er habe eh nur geklaut von den schwarzen, und sein erfolg beruhe nur auf geschicktem marketing und seiner hautfarbe.
ich höre viel rhythm & blues aus den 40ern und frühen 50ern, aber NICHTS davor klang so wie elvis' sun-aufnahmen. im unterschied zwischen junior parker's original von "mystery train" und elvis' version des songs manifestiert sich für mich das revolutionäre an elvis, und ich muss sagen, es klingt auch nach 50 jahren noch genauso aufregend und elektrifizierend.
das ist das Posting des Tages !
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Das weiß man nicht. Ich glaube, ein Louis Jordan hatte in den 40ern mehr weiße Plattenkäufer als schwarze.
Dass Elvis ein erstklassiger Rock'n'Roller war und dass er mit seinen Jungs den Rockabilly kreierte oder vollendete, will ich gar nicht abstreiten.ich höre viel rhythm & blues aus den 40ern und frühen 50ern, aber NICHTS davor klang so wie elvis' sun-aufnahmen.
Logo, ich bin ja selbst großer Elvis-Fan.
Aber ich glaube nicht, dass DAS der ausschlaggebende Punkt für seinen großen Erfolg war.- Übersetzen
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Ja, aber die hat diese Musik davor auch nur von Schwarzen gehört, und nicht von Weißen, die sie nachgesungen haben. DAS war die Neuerung von Elvis. Er hat dieser Musik Käuferschichtem zugeführt, die sie sonst nie gehört hätten.
Den "geklaut"-Vorwurf lasse ich auch nicht zu. Man kann Musik nicht klauen, solange der Komponist seine Tantiemen bekommt. Und der war bei Elvis immer ordentlich auf dem Label gelistet.anyway, mir tut es ein bisschen weh, wie schon wieder und noch immer schwarze und weiße musik gegeneinander ausgespielt werden. meinen plattenschrank füllen zu 90% schwarze künstler. für mich steht elvis in einer großen tradition (und dazu hat er sich auch immer bekannt), er war von zahllreichen schwarzen musikern beeinflusst, ABER sein eigener beitrag zu dieser tradition war so originär und genial, dass es mir lächerlich erscheint, ihm immer wieder vorzuwerfen, er habe eh nur geklaut von den schwarzen, und sein erfolg beruhe nur auf geschicktem marketing und seiner hautfarbe.
Außerdem haben die Schwarzen zuvor ja auch bei den Weißen "geklaut", denn ihre ursprüngliche Musik kannte keine Melodik und Harmonik, sondern nur Rhythmik. Diese Rhythmik verbanden sie mit der Melodik und Harmonik, die sie von den Weißen lernten. Wirklich "schwarze" Musik wäre demnach reines Buschgetrommel mit rhythmischen Lauten gewesen. Sobald Dur- und Moll-Akkorde mit den entsprechenden Tonleitern hinzukamen, war es "weiße Musik". Wenn die Schwarzen diese Elemente der weißen Musik benutzen dürfen, dann dürfen die Weißen auch die Rhythmik der Schwarzen benutzen, ohne sich einen Vorwurf gefallen lassen zu müssen.
In einem Punkt möchte ich allerdings einhaken: Ich finde nicht, dass Elvis sehr von Schwarzen beeinflusst war. Es war ein Teil, aber kein sehr erheblicher Teil. Von seiner gesanglichen Stilistik war er irgenwo zwischen Pop-Crooner und Country anzusiedeln. Und je weiter er von SUN weg war, desto "weißer" wurde er, denn es entsprach seinem Naturell. Er beherrschte auch keinesfalls schwarze Gesangsstile wie Blues oder Gospel, sondern hat sie auf seine Weise interpretiert, und zwar äußerst weiß. Leute, die immer wieder behaupten, Elvis hätte eine "schwarze Stimme" gehabt, ernten unter Kennern schwarzer Stilistik regelmäßig schallendes Gelächter und outen damit nur, dass sie keine Ahnung haben, sondern nur den Unsinn nachplappern, den irgendwer mal in Unkenntnis der Sache in die Welt gesetzt hat.Zuletzt geändert von Gast; 04.06.2008, 16:40- Übersetzen
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Sie tun es aber nicht, sonst wären sie ja keine Punkrockbands, sondern Rock'n'Roll-Bands.
Von Klaus Lage habe ich seit fast 20 Jahren nichts mehr gehört, der spielt in der aktuellen Musikszene keine Rolle, aber die aktuelle CD von Udo Lindenberg befindet sich in meinem Besitz. Nenn mir einen Song darauf, der Rock'n'Roll ist, und Du hast gewonnen.Udo Lindenberg hält sich auch für'n Rock'n'Roller, ebenso wie Klaus Lage
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Jawoll, das wäre ne Waffe...
und weiter......die Kritiker, die Elvis vorwerfen, dass er keinen Song selber geschrieben hat, sind auch nicht zugänglich für die Argumentation, dass er Songs in genialster Weise so überarbeitet und interpretiert hat, dass daraus richtige Juwelen entstanden sind. Auch das ist Kunst.*The genius of Elvis Presley was in his music, but the magic was in his voice*
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Ich glaube hier wird der Rock 'n' Roll als Musik mit dem Rock 'n' Roll als Lebensgefühl verwechselt. Insoweit ist jeder Musiker, der sich einfach als etwas anders als die anderen bezeichnen möchte Rock 'n' Roller.
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Absolut. Diese Kritik konnte ich auch nie nachvollziehen. Frank Sinatra, Dean Martin, Jerry Lee Lewis, Tom Jones und etliche andere haben auch nie ihre Songs selber geschrieben, aber nur Elvis bekommt das immer kritisch auf's Butterbrot geschmiert.
Damals war es sogar so üblich: Da gab es Sänger, sprich Interpreten, und es gab Songwriter. Zwei verschiedene Baustellen. Dass Sänger ihr eigenes Material sangen, war eher die Ausnahme und wurde erst viel später Mode.- Übersetzen
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Noch mal was zum Thema "weiße" und "schwarze" Musik: Wenn hier Big Mama Thorntons Version von "Hound dog" als die Sternstunde schwarzer Musik abgefeiert wird, sollte man vielleicht nicht vergessen, dass der Song von zwei weißen jüdischen Jungs geschrieben wurde. Sehr originell, wirklich...- Übersetzen
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Übrigens sollte sich Herr Collins, dessen Statement wir diesen feinen Thread ja zu verdanken haben, mal fein an die eigene Nase packen: Einige seiner größten Hits ("You can't hurry love", "A groovy kind of love" und "True colors") waren auch nur ganz banale Covers, und noch nicht einmal sehr originelle.- Übersetzen
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Elvis hatte besonders in seinen Anfangsjahren ein schwarzes Feeling, teilweise sogar pechschwarz und schwärzer, als mancher Schwarze.In einem Punkt möchte ich allerdings einhaken: Ich finde nicht, dass Elvis sehr von Schwarzen beeinflusst war. Es war ein Teil, aber kein sehr erheblicher Teil. Von seiner gesanglichen Stilistik war er irgenwo zwischen Pop-Crooner und Country anzusiedeln. Und je weiter er von SUN weg war, desto "weißer" wurde er, denn es entsprach seinem Naturell. Er beherrschte auch keinesfalls schwarze Gesangsstile wie Blues oder Gospel, sondern hat sie auf seine Weise interpretiert, und zwar äußerst weiß. Leute, die immer wieder behaupten, Elvis hätte eine "schwarze Stimme" gehabt, ernten unter Kennern schwarzer Stilistik regelmäßig schallendes Gelächter und outen damit nur, dass sie keine Ahnung haben, sondern nur den Unsinn nachplappern, den irgendwer mal in Unkenntnis der Sache in die Welt gesetzt hat.
Im Übrigen gibt's zwischen Weißen und Schwarzen keinen biologischen Unterschied, was die Stimmbänder betrifft. Es gibt einen kulturellen Unterschied und Elvis hatte hörbar Zugang zu dieser schwarzen Kultur.
Deshalb hielten Elvis auch viele für einen Schwarzen, als sie zum ersten mal "That's All Right" im Radio hörten.- Übersetzen
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Möglicherweise galt es damals sogar als uncool, seine Songs selber schreiben zu müssen.
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Hier muss aber zwischen "Feeling" und "Gesangstechnik" unterschieden werden. Elvis sang nie "schwarz", er hatte auch keine schwarz klingende Stimme. Es war nur ein Teil seiner Herangehensweise, und das auch nur ganz am Anfang bei SUN. Wobei die Aufnahmen vor "That's alright" verdammt nach weißem Crooner klangen, was Elvis auch ursprünglich werden wollte. Daher kann ich dem ganzen Schwarzen-Gewäsch im Zusammenhang mit Elvis auch nur ein müdes Lächeln abgewinnen.
Allein aufgrund einer akustischen Überprüfung erschließt sich mir das nicht, denn Elvis' Aufnahme dieses Titels klingt keinesfalls schwarz, sondern nach einem weißen Countrysänger, der ein schwarzes Lied singt. Dass man ihn für einen Schwarzen gehalten hat, mag wohl viel eher am Song selber liegen, den man einem Schwarzen zuordnete, und es war halt nicht üblich, dass ein Weißer den Song eines Schwarzen sang.Deshalb hielten Elvis auch viele für einen Schwarzen, als sie zum ersten mal "That's All Right" im Radio hörten.- Übersetzen
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Wobei noch einmal ein Unterschied vorhanden ist,ob ich einen Song covere od. ob ein Songwriter für mich einen Song schreibt od. mir anbietet.Übrigens sollte sich Herr Collins, dessen Statement wir diesen feinen Thread ja zu verdanken haben, mal fein an die eigene Nase packen: Einige seiner größten Hits ("You can't hurry love", "A groovy kind of love" und "True colors") waren auch nur ganz banale Covers, und noch nicht einmal sehr originelle.
Hier stellt sich für mich die frage ob ich fremdes Material singe wenn ein Song für mich geschrieben wird und der Songwriter damit gutes Geld verdient.
Ein Baumeister der mir ein Haus baut gehört auch nicht mein Haus weil er es erbaut hat,sondern mir weil ich es bezahlt habe.
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