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Was wäre wenn... Ihr als Produzent bei einer Elvis Session!
Ich kann mir auch irgendwie nicht vorstellen, dass er seine fertigen Platten erstmalig im Radio hörte oder als Belegexemplare bekam, wenn sie schon im Laden standen. Normalerweise bekommt man als Künstler den Endmix vorher zum "absegnen", und dann hätte er immer noch sagen können: "So kommt mir das aber nicht in die Geschäfte!" Offensichtlich hat er das aber nie getan
Doch wohl zumindest bei Today. Im Übrigen geht die Geschichte ja so: Elvis bekam durchaus etwas als abzusegnende Version vorgelegt, segnete diese auch ab, und danach erst verändert man noch etwas daran Wie du an anderer Stelle schon einmal vermutet hast, verwirrte ihn möglicherweise die Mono-Version, wenn er die Single hörte (egal ob von Single oder im Radio). Ich denke, das ist die wahrscheinlichste Erklärung.
Zitat von MusicMan
Nun, da geht alles: Falsche Einsätze ("His latest flame", "Promised Land"), schiefe Töne ("Padre", "It's only love"), Textfehler ("Mr. Songman"), Verspieler der Begleitmusiker ("Do not disturb"), falsche Atmer ("Fame and fortune", "I've lost you") usw. Darüber kann man natürlich endlos streiten, und auch mit Recht die Frage stellen, ob ein Mensch weniger "His latest flame" gekauft hat, nur weil Elvis da falsch einsetzt.
Das und vor allem aber die Frage, ob es eine Rolle spielt. Auch wenn's abgegriffen klingen mag: Ich mag diese kleinen Fehler. Leute wie Elvis (aber beispielsweise auch Bob Dylan) haben Dinge durchgehen lassen, die ein Produzent vielleicht anders beurteilt hätte oder hat, wenn das Feeling stimmte. Das macht eben den Charme und ihren Stil aus, und das lieben wir heute so.
Zitat von MusicMan
Tröööööööt... Nicht zu fassen, das tut richtig weh an der Stelle.
Bei "Mary" dachte ich früher immer, mein Plattenspieler sei nicht in Ordnung und das Ding liefe in der falschen Geschwindigkeit. Wobei das bei TTWII generell noch einmal hinzukommt. Die ursprüngliche Version hatte falsche Laufzeiten, erst die MFSL hat das korrigiert (und dann die 2000er Version, die meines Erachtens ein reiner Clone der MFSL ist).
Zitat von MusicMan
Leider habe ich sie selber noch nicht, aber ich habe von einem, der sie schon hat, gehört, dass man bei der TTWII-FTD diese Stelle ein wenig "verbessert" hat.
Wie das? Da bin ich aber gespannt.
Zitat von MusicMan
Die wussten schon, was sie taten, als sie sich für die LP für die Live-Version entschieden.
Allerdings, genau das habe ich mir beim Anhören auch gedacht.
Richtig. Genau das beweist ja, dass es Quatsch ist, dass Elvis nichts zu melden hatte und sich nicht darum gekümmert hat. Wir können also davon ausgehen, dass die Alben so, wie sie veröffentlicht wurden, in seinem Sinne waren.
Im Übrigen geht die Geschichte ja so: Elvis bekam durchaus etwas als abzusegnende Version vorgelegt, segnete diese auch ab, und danach erst verändert man noch etwas daran.
Das wäre ja wirklich eine grobe Verschwörungsthorie. Erstens würde es sinnlos Geld kosten, zwei Mixe zu machen, und zweitens könnte man Elvis auf diese Weise genau einmal verarschen, aber sicher kein zweites Mal.
Wie du an anderer Stelle schon einmal vermutet hast, verwirrte ihn möglicherweise die Mono-Version, wenn er die Single hörte (egal ob von Single oder im Radio). Ich denke, das ist die wahrscheinlichste Erklärung.
Ja. Wobei ich davon ausgehe, dass er spätestens nach der dritten Mono-Single verstanden hat, dass das Signal in der Mitte etwas lauter gerät, wenn man aus Stereo einfach nur Mono macht, statt einen separaten Mono-Mix anzufertigen. Ab der 69er Session, wo erstmalig 8-Spur zur Anwendung kam, gab es meines Wissens nach auch immer extra Mono-Mixe, womit das Problem dann gelöst war. Wobei kurz danach auch keine Mono-Singles mehr rauskamen, wenn ich das richtig im Kopf habe.
Das und vor allem aber die Frage, ob es eine Rolle spielt. Auch wenn's abgegriffen klingen mag: Ich mag diese kleinen Fehler. Leute wie Elvis (aber beispielsweise auch Bob Dylan) haben Dinge durchgehen lassen, die ein Produzent vielleicht anders beurteilt hätte oder hat, wenn das Feeling stimmte. Das macht eben den Charme und ihren Stil aus, und das lieben wir heute so.
Sehe ich auch so. Würde mich das stören, wäre ich kein Elvis-Fan. Es gibt nur ganz wenige Songs, wo es mir jedes Mal bitter aufstößt. "It's only love" gehört dazu, das kann ich einfach nicht hören, da wird mir die Milch sauer.
Bei "Mary" dachte ich früher immer, mein Plattenspieler sei nicht in Ordnung und das Ding liefe in der falschen Geschwindigkeit. Wobei das bei TTWII generell noch einmal hinzukommt. Die ursprüngliche Version hatte falsche Laufzeiten, erst die MFSL hat das korrigiert (und dann die 2000er Version, die meines Erachtens ein reiner Clone der MFSL ist).
Ich meinte noch nicht einmal das, sondern den Klops mit den Imperials am Ende, wo der Toningenieur den Chor-Kanal offen gelassen hat, nachdem die ihren Part zu Ende gesungen hatten, und man hört sie dann untereinander labern. Schon krass, wie sowas passieren konnte. Hör mal am Ende, wo Elvis singt "All our tomorrows for a lifetime we will share" auf dem rechten Kanal, das ist reiner Slpastick.
Wie das? Da bin ich aber gespannt.
Tja, da gibt es wohl nur zwei Möglichkeiten: Entweder auf die sanfte Tour, indem man die Bläser da etwas nach hinten gemischt und mit Effekten geglättet hat, oder auf die harte Tour, indem man von einer anderen Stelle, wo sie den Ton sauber gespielt haben, die Stelle dorthin kopiert hat. ProTools macht's möglich. Wenn ich die CD endlich bekomme, werde ich es wissen.
Wenn die Leute von RCA der Meinung gewesen wären,die Studioversion ist zu schwach für die LP,dann hätten sie den Song aber sicher nicht vorher als Single veröff. wo er logischerweise auch bei Radiostationen zum Einsatz kam und die Live-Version nur die mitbekommen die sich das Album kaufen.
Wenn die Leute von RCA der Meinung gewesen wären,die Studioversion ist zu schwach für die LP,dann hätten sie den Song aber sicher nicht vorher als Single veröff. wo er logischerweise auch bei Radiostationen zum Einsatz kam und die Live-Version nur die mitbekommen die sich das Album kaufen.
Wenn ich nicht ganz daneben liege, wurde die Single veröffentlicht, als die Live-Version noch gar nicht gab, oder?
Frage an die Spezialisten: wie schätzt Ihr Feltons Jarvis' Arbeit insgesamt ein? Was war gut und was hätte er wirklich anders machen sollen?
Soweit ich weiß, kommt die Kritik an Felton Jarvis ja nur von Leuten, die damals nicht dabei waren, die keine Ahnung haben, oder sich wünschen, Elvis hätte andere Musik gemacht.
Ich sehe es so, dass Elvis auf dem professionellen Sektor eine grandiose Urteilsfähigkeit über Menschen und ihre Fähigkeiten hatte, und ein glückliches Händchen, sich jeweils die richtigen Leute zur Zusammenarbeit auszusuchen. Mein Vertrauen in Elvis' Urteilsvermögen und Professionalität ist so groß, dass ich der Ansicht bin, Felton Jarvis war der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wer bin ich, um es besser wissen zu wollen als Elvis selber?
Bis auf die beiden oben erwähnten Klöpse bei "Patch it up" und "Mary in the morning" wüsste ich jetzt auch kein konkretes Beispiel, wo er schlecht oder unsauber gearbeitet hat. Und bei der Anzahl von Produktionen, die er abgeliefert hat, sind zwei Fehler verzeihlich.
Sie wurde im Oktober 70 veröff.die Live-Version wurde im August aufgenommen,also die Möglichkeit hätte bestanden.
Danke, dann bin ich jetzt um eine Einsicht klüger.
Wenn das also nicht der Grund war, dann mag es vielleicht daran gelegen haben, dass man ungern Live-Fassungen als Single veröffentlichte, zumindest nicht, solange es eine Studio-Version gab. Bei anderen Live-Songs von Elvis, die als Single rauskamen, wie z.B. "The wonder of you" und "Steamroller Blues", gab es keine Studiofassung.
Bei "I've lost you" hat man ja auch die Studio-Version als Single rausgebracht, und auf dem Album erklang das Lied live. Dafür hat man dann die Studio-Version von "Bridge over troubled water" zu einem Live-Fake gemacht, obwohl es davon auch echte Live-Fassungen gab. Schon crazy alles, irgendwie...
Frage an die Spezialisten: wie schätzt Ihr Feltons Jarvis' Arbeit insgesamt ein? Was war gut und was hätte er wirklich anders machen sollen?
Ich bin zwar kein Spezialist, hoffe aber, trotzdem antworten zu dürfen.
Felton Jarvis war kein Produzenten-Gigant mit einer eigenen Vision wie Sam Phillips, Phil Spector oder George Martin. Er war Handwerker. Zu dem Zeitpunkt als er und Elvis zusammenkamen, konnten es sich beide nicht aussuchen.
Anfänglich war er m. E. genau das Richtige für Elvis, indem er ihn anspornte, ermutigte, gut zuredete. Ab Anfang der 70er war Felton dann eher ein Mädchen für alles denn ein passender Produzent für Elvis Presley, aber er blieb - wie so vieles in Elvis' Karriere - dann einfach zu lange. Wie Parker fehlten auch ihm die Fähigkeit, die aktuelle Situation einzuschätzen und darauf einzugehen, sowie Weitblick und Ideen.
also elvis hat doch niemals eine mix session besucht...oder ne overdub session überwacht...
aber durchaus selten einfluss genommen...
er hat gnze songs nicht freigegeben (frühe my way version -und hatte recht damit )
er hat ganze bass linien ersetzen lassen komplette mixe abgelehnt...
aber halt nicht generell jeden song...
bekommen hat er dieses meist als accetat...
auf graceland liegen über 3000 (!) acetate...
witzige kleine nebeninfo...
diese acetate sind erst 2007 erstmal gesichtet worden bzw gehört worden
auch erst 2007 sind diese digital gesichert worden...
ein paar hatte der estte betreits an sammler verkauft (werde ich wohl nie verstehen..)
mm sagte wer bildet man sich ein zu meinen man erzählt elvis wie man eine platte produziert
ich glaube besser kann man es nicht ausdrücken...
übrigens hat das auch chips nicht getan ...er wäre nämlich nicht mal für geld bereit gewesen sich lächerlich zu machen...
und hätte er gewagt elvis vor allen leuten nicht in der richtigen rat und weise anzusprechen wäre elvis wohl nicht nur einfach rausmaschiert oder hätte ein mickro an die wand gedeppert...sondern er hätte chips kopf an die wand gedeppert...
und bei stax hätte ich nicht nur ein mickro an die wand gedeppert...
wobei man sagen muss das viele dieser erzählungen auch gar nicht stimmen...
ändert aber nichts an der tatsache
das ich jeden künstler raten würde nie mehr als 2 alben hintereinander mit dem gleichen studio aufzunehmen...
ich würde mich freuen wenn elvis mal nach motown oder in andere studios gefahren wäre...
aber ich hätte es mir durchaus vorstellen können einen positiven einfluss auf elvis zu haben aber nur in der form ihn positiv zu inspirieren...
den rest hätte er ohnehin nicht gebraucht
aber die chance ist ja nicht vorbei...es ist uch heute noch möglich gute elvis alben zu produzieren ...und ds wird uch noch passieren...
ich hoffe nur das keiner der leute die mit elvis heute bei bmg zu tun haben involviert sind...
Das neue Buch von Praytome Publishing:
"My Years With Elvis And The Colonel" by Charles Stone
das ich jeden künstler raten würde nie mehr als 2 alben hintereinander mit dem gleichen studio aufzunehmen...
Warum? Man sagt ja auch "Never change a winnig team". Wenn man einmal ein Studio entdeckt hat, das die optimalen Arbeitsbedingungen für einen bietet, wäre man blöd, woanders hinzugehen und damit das Risiko einzugehen, dass das Ergebnis nicht stimmt.
Es sei denn, man will komplett alles anders machen. Aber so ein Typ war Elvis eher nicht. Klar kann man auch die Ansicht vertreten, dass zuviel Routine nicht gut ist. Sicher richtig. Aber das kann man nicht an der Wahl eines Studios festmachen. Viele sehr erfolgreiche Künstler sind ihrem Studio treu geblieben. Man ist im Studio auch nur gut, wenn man sich wohlfühlt, wenn die Atmosphäre stimmt. Das findet man nicht so schnell.
ich würde mich freuen wenn elvis mal nach motown oder in andere studios gefahren wäre...
In Motown hätte man ihn nicht reingelassen, die Firma arbeitete nur mit Schwarzen. Sozusagen die umgekehrte Form von Rassismus.
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