Hardin, Glen D.

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  • Sarita
    Gehört zum Inventar

    • 26.07.2024
    • 1553

    #16
    Zitat von King77
    Er spielte eine zeit lang für Harris u. für Elvis. Das Problem bei Elvis war die Musiker bekamen die Termine für die nächste Tour immer so spät u. so musste er sich entscheiden Elvis od. Harris u. er wollte einfach mal was Neues machen u. so entschied er sich für Harris. Das letzte mal spielte Glen für Elvis bei der Jungle Room Session im Feb. 76.
    Danke. Ich glaube er war nicht der einzige, der noch für andere spielte. Dann gab´es natürlich auch Terminkonflikte.
    Ich wäre bei Elvis geblieben. Einfach weil er Elvis war.
    Kathy Westmoreland wollte auch mal aussteigen (wenn auch aus anderen Gründen) und blieb bis zum Schluss.
    Aber ist halt jeder anderrs.

    Kommentar

    • Thomas Weiß
      Foren-Profi

      • 22.07.2009
      • 365

      #17
      Wie er mir schon öfters erzählte, waren die ständgen Terminkonflikte nur einer der Gründe, wieso er sich Ende 1975 von Elvis verabschiedete. Auf dessen Wunsch hin spielte er im Februar 1976 noch bei der 1. Jungle Room Session mit. Wobei er nach eigener Aussage dort eher weniger spielte (bei den meisten Lieden spielte David Briggs das Piano). Dafür schrieb er für "The Last Farewell" sein letztes Arrangement für Elvis, das aber letzten Endes nicht verwendet wurde (auf der Boulevard-LP wird Bergen White als Arrangeur angegeben - er schrieb alle Arrangements für die Lieder deser LP).

      Zwischen Januar 1970 und Februar 1976 schrieb Glen D. insgesamt 53 (!) Arrangements für Elvis, die Großteils auch verwendet wurden (siehe dazu mein Interview mit ihm im GRACELAND-Magazin Nr. 242 (2018). Wurde er anfangs bei Plattenveröffentlichungen als Arrangeur aufgeführt, war dies nach 1973 meist nicht mehr der Fall. Hintergrund ist hier, dass Glen D. hauptsächlich Arrangements zur Verwendung in Live-Konzerten schrieb (Ausnahmen gibt es nur aus dem Jahre 1972). Und da es von Liedern wie "It's Midnight", "My Boy", "Green, Green Grass Of Home" oder "America The Beautiful" keine professionellen Mehrspuraufnahmen von RCA inkl. der dazugehörigen Dokumentation gibt, wird er bis heute bei Veröffentlichung von Soundboardaufnahmen dieser Lieder nicht als Arrangeur genannt. Von Liedern wie "And I Love You So", "If You Love Me" oder "Fairytale" gibt es zwar aus 1977 Mehrspuraufnahmen, die in diesem Jahr auch noch auf der DoLP "Elvis In Concert" veröffentlicht wurden - Glen D.'s Namen sucht man als Arrangeur allerdings vergeblich.

      Es gibt mehrere Fälle, bei denen von Glen D. geschriebene und verwendete Live-Arrangements existieren, die sich teilweise deutlich von den für mögliche Studioaufnahmen des gleichen Liedes von anderen Personen (Bergen White, Glen Spreen) geschriebenen Arrangements unterscheiden - ein schönes Beispiel ist hier "My Boy".

      Einige wenige Arrangements, die Glen D. für Elvis schrieb, kamen nicht zum Einsatz, da Elvis diese Lieder zwar für Live-Auftritte probte, aber im Endeffekt nicht live auf der Bühne sang. Darunter fallen beispielsweise Songs wie "Holy Holly", "Mary In The Morning", "Are You Sincere?", "The Twelth Of Never" oder "For Ol' Times Sake" (letztes Arrangement befindet sich noch immer in seinem Besitz).

      Ein weiterer Grund, wieso er sich dazu entschloss nicht mehr mit Elvis zu arbeiten, war Tom Parker: bei vielen Tourneen wurden die Musiker erst sehr spät über eine anstehende Tournee informiert. Glen D. kann sich gut daran erinnern, dass er öfter mal Anrufe von Freunden und Bekannten erhielt, die ihn fragten, ob er nicht Karten für ein angekündigtes Konzert organisieren könne. Problem hierbei war aber, dass Glen zu dieser Zeit noch überhaupt nichts von diesem Konzert wusste. Um doch noch mit Elvis auf Tournee gehen zu können, musste er deshalb andere geplante Gigs öfter absagen oder jene Künstler mussten ihre Tourneen umplanen.

      In seiner Karriere spielte und arbeitete Glen D. u.a. mit/für Marty Robbins, John Denver, Emmylou Harris, Roy Orbison, Merle Haggard u.v.m.

      Kommentar

      • Sarita
        Gehört zum Inventar

        • 26.07.2024
        • 1553

        #18
        Zitat von Thomas Weiß
        Wie er mir schon öfters erzählte, waren die ständgen Terminkonflikte nur einer der Gründe, wieso er sich Ende 1975 von Elvis verabschiedete. Auf dessen Wunsch hin spielte er im Februar 1976 noch bei der 1. Jungle Room Session mit. Wobei er nach eigener Aussage dort eher weniger spielte (bei den meisten Lieden spielte David Briggs das Piano). Dafür schrieb er für "The Last Farewell" sein letztes Arrangement für Elvis, das aber letzten Endes nicht verwendet wurde (auf der Boulevard-LP wird Bergen White als Arrangeur angegeben - er schrieb alle Arrangements für die Lieder deser LP).

        Zwischen Januar 1970 und Februar 1976 schrieb Glen D. insgesamt 53 (!) Arrangements für Elvis, die Großteils auch verwendet wurden (siehe dazu mein Interview mit ihm im GRACELAND-Magazin Nr. 242 (2018). Wurde er anfangs bei Plattenveröffentlichungen als Arrangeur aufgeführt, war dies nach 1973 meist nicht mehr der Fall. Hintergrund ist hier, dass Glen D. hauptsächlich Arrangements zur Verwendung in Live-Konzerten schrieb (Ausnahmen gibt es nur aus dem Jahre 1972). Und da es von Liedern wie "It's Midnight", "My Boy", "Green, Green Grass Of Home" oder "America The Beautiful" keine professionellen Mehrspuraufnahmen von RCA inkl. der dazugehörigen Dokumentation gibt, wird er bis heute bei Veröffentlichung von Soundboardaufnahmen dieser Lieder nicht als Arrangeur genannt. Von Liedern wie "And I Love You So", "If You Love Me" oder "Fairytale" gibt es zwar aus 1977 Mehrspuraufnahmen, die in diesem Jahr auch noch auf der DoLP "Elvis In Concert" veröffentlicht wurden - Glen D.'s Namen sucht man als Arrangeur allerdings vergeblich.

        Es gibt mehrere Fälle, bei denen von Glen D. geschriebene und verwendete Live-Arrangements existieren, die sich teilweise deutlich von den für mögliche Studioaufnahmen des gleichen Liedes von anderen Personen (Bergen White, Glen Spreen) geschriebenen Arrangements unterscheiden - ein schönes Beispiel ist hier "My Boy".

        Einige wenige Arrangements, die Glen D. für Elvis schrieb, kamen nicht zum Einsatz, da Elvis diese Lieder zwar für Live-Auftritte probte, aber im Endeffekt nicht live auf der Bühne sang. Darunter fallen beispielsweise Songs wie "Holy Holly", "Mary In The Morning", "Are You Sincere?", "The Twelth Of Never" oder "For Ol' Times Sake" (letztes Arrangement befindet sich noch immer in seinem Besitz).

        Ein weiterer Grund, wieso er sich dazu entschloss nicht mehr mit Elvis zu arbeiten, war Tom Parker: bei vielen Tourneen wurden die Musiker erst sehr spät über eine anstehende Tournee informiert. Glen D. kann sich gut daran erinnern, dass er öfter mal Anrufe von Freunden und Bekannten erhielt, die ihn fragten, ob er nicht Karten für ein angekündigtes Konzert organisieren könne. Problem hierbei war aber, dass Glen zu dieser Zeit noch überhaupt nichts von diesem Konzert wusste. Um doch noch mit Elvis auf Tournee gehen zu können, musste er deshalb andere geplante Gigs öfter absagen oder jene Künstler mussten ihre Tourneen umplanen.

        In seiner Karriere spielte und arbeitete Glen D. u.a. mit/für Marty Robbins, John Denver, Emmylou Harris, Roy Orbison, Merle Haggard u.v.m.
        Danke für die ausführliche Information

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