West, Red

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  • Tafka S.
    Posting-Legende

    • 22.06.2005
    • 9755

    #76
    Zitat von Rynn
    Warum hat Vernon, Red West gekündigt obwohl Elvis und er von Jungendzeit sehr gut befreundet waren ? Red hatte ja Elvis gefragt warum er gekündigt wird ,und Elvis gab ihm als Antwort das er damit nichts zu tun hätte und das sein Vater Vernon ihn und die anderen gekündigt hat .
    Red war ja tief eintäuscht das Elvis sich nicht für ihn eingesetzt hat damit er nicht gekündigt wird ,weil die ausrede von Elvis das er nichts damit zu tun hätte ,das kommt mir seltsam vor .
    Weiß wer den wahren Grund ?

    LG Rynn
    Hallo Rynn! Dass Vernon irgend jemanden ohne Wissen von Elvis gekündigt hat, können wir wohl ausschließen, denke ich. Das hatte seine Gründe, und Elvis als "Arbeitgeber" wusste schon sehr genau, wer für ihn arbeitete und wer nicht (mehr) - und vor allem auch, warum.
    Richtig ist, dass Red einer der wenigen ist/war, der Elvis so gut und so lange kannte, wie kaum ein anderer. Er kannte den "guten" Elvis, aber auch den anderen Elvis, sag ich mal.
    Während der Filmperiode spielte Red West als Statist in mehreren Elvis-Filmen mit, steuerte als Songwriter einige (gute) Songs bei, und zu dieser Zeit war das Verhältnis der beiden wohl noch intakt. Ein erster Bruch fand statt, als Red bei der Hochzeit praktisch übergangen wurde, denn als Elvis 1967 Priscilla ehelichte, vergaß er wohl, dass er selbst bei Reds Hochzeit der Trauzeuge gewesen war. Red fühlte sich (mMn zurecht) ausgebotet, doch offiziell hieß es, dass man für die Trauung in dem kleinen Raum nicht alle von Elvis' Leuten berücksichtigen konnte - ein schwacher Trost für Red, könnte ich mir denken.
    Dann, mit Beginn der 70er und den regelmäßigen Live-Auftritten, kam auf die Bodyguards eine große Verantwortung zu - zumal es vermehrt Morddrohungen irgendwelcher Spinner gab. Das setzte die Leibwächter natürlich unter Druck und Anspannung, und das wiederum führte dazu, dass sie wiederholt gewalttätig agierten, um jedes Risiko auszuschließen.
    Von einem Vorfall wird ja in dem Enthüllungsbuch berichtet (da ging es um den Zutritt zu einer privaten Party), und knöpften sich Red & Co. mal den "Falschen" vor, ging die Angelegenheit vor Gericht, und im Schuldfall wurde das für den "Arbeitgeber" (= Elvis) entsprechend kostspielig.
    Überdies hielt Vernon wohl nur sehr wenig von Red und seinen eher simpel gestrickten "Raufbrüdern", und so kam man schließlich an einen Punkt, wo Geld gespart werden musste, und Vernon redete auf seinen Sohn ein, dass die Gerichtsprozesse wegen des übermäßig brutalen Vorgehens der Leibwächter ein Ende finden müssten, und dass es schon lange an der Zeit sei, sich von "den alten Zeiten" zu trennen.
    Und so war es auch Vernon, der mit dieser unangenehmen Aufgabe betraut wurde, während Elvis selbst "Urlaub" in Palm Springs machte...

    Letztlich wird es eine Mischung gewesen sein: einerseits belasteten die Prozesse die Finanzen, und zum anderen witterte Vernon seine Chance, Elvis klarzumachen, dass er Red und einige der anderen "Mafiosi" der ersten Stunde nicht mehr nötig hätte, da diese ohnehin nur "Parasiten" seien.

    Ich persönlich kann den Unmut der kurzfristig Gefeuerten durchaus verstehen, doch was sie dann mit ihrem Enthüllungsprojekt lostraten, ging mMn zu weit. Damit begingen sie Verrat an ihrem einstigen Freund und - schlimmer noch - strebten die Zerstörung seiner Karriere an. Dass Elvis vorher starb, hatten sie gewiss nicht einkalkuliert...

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    • Rynn
      Gehört zum Inventar

      • 05.10.2014
      • 1370

      #77
      TafkaS:
      Dankeschön für den tollen Bericht

      Ich frage mich ,warum hatte Elvis oder Vernon nicht schon viel früher mit Red geredet und ihm klar gemacht das dieses Brutale verhalten gegenüber den Fans von Elvis ein no go ist ?Die Live- Konzerte in den 70 er waren ja eine lange zeit ,und 1976 erst Kündigten sie Red und Co ? Ich frage mich ja auch ob die Freundschaft die sie hatten eventuell nicht mehr so gut war wie in den 50 und 60 er Jahren . Mich wundert es ja echt das dieser red so tolle Songs geschrieben hat ,ich denke das der überhaupt nicht blöd oder primitive war. Wissen tue ich es nicht ,doch denke ich es mir .

      Und das Enthüllungsbuch ,denkst du das vieles stimmt was im Buch steht ? Mir kommt vor wenn man es ließt, das es sich nicht wie ein Blockbuster oder Enthüllungsbuch ließt ,sondern eher alles durchgemischt wurde von den Zeiten und den Begebenheiten vom Leben und wirken des Kings? Was ich mir gut vorstellen kann und auch glaube ist, das Elvis zwei seiten hatte ,die eine war Großzügig ,ausgesprochen Liebevoll und übermenschlich ,übernatürlich. Die zweite Seite ist das komplette gegenteil ,böse unberechenbar und unbeherrschbar. Könnte das vielleicht möglich sein, das sein Zwillingsbruder in ihm war ? Ich hab das schon mal wo gelesen das er eine starke Bindung zu seinem Bruder hatte ,gut ich weiß man könnte das in einen eigenen Th Diskutieren weil es ins Esoterische geht .

      LG Rynn
      Du kannst dieses Cadillac nicht haben, er gehört mir, aber mach dir nichts daraus, ich kauf dir einen anderen.

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      • Tafka S.
        Posting-Legende

        • 22.06.2005
        • 9755

        #78
        Naja, so lange der Red West eine Rolle spielt, passt es schon an dieser Stelle, denke ich.

        Auch mir ist beim Lesen des Leibwächterbuches diese "Durchmischung" aufgefallen - sowohl zeitlich als auch der stete Wechsel zwischen guter Elvis/böser Elvis.

        Ob man alles dort Geschriebene für bare Münze nehmen kann, vermag ich nicht zu beurteilen, doch dass der King nicht nur charakterliche Stärken besaß, scheint mir menschlich und daher durchaus glaubhaft. Dass er auch zum Jähzorn geneigt haben soll, erfährt man ja ansonsten kaum aus anderer Quelle; das wird meistens nur vage angedeutet oder überhaupt nicht thematisiert.
        Mein Problem, das ich mit diesem Buch schon immer hatte, ist der Umstand, dass es zu Elvis' Lebzeiten veröffentlicht wurde, und das kann nur bedeuten, dass man in voller Absicht und aus niederen Beweggründen am Image des King kratzen wollte.
        Um Elvis vor Augen zu führen, wie sehr er sich - in ihren Augen - zu seinem Nachteil verändert hatte, wäre ein persönliches Gespräch sinnvoll gewesen, aber nicht der Weg, persönlichste Dinge vor Millionen von fremden Menschen/Lesern auszubreiten.
        Außerdem: was erhofften sie sich, wenn sie wirklich darauf abzielten, dass der "böse" Elvis nach dem Lesen dieser ganzen Enthüllungen wieder zum "guten" Elvis werden würde? Dass er eine Pressekonferenz einberufen würde und Red, Dave und Sonny dafür danken würde, dass sie ihm endlich die Augen geöffnet hätten?
        Wohl kaum, schätze ich. Niemand würde es toll finden, wenn private Dinge an die Öffentlichkeit gezerrt würden (heutzutage z.B. ohne Einverständnis einfach ins Internet gestellt würden ), damit macht man sich sicher keine Freunde.

        Was Elvis und Red angeht, so kannten sie (wie schon gesagt) jeweils die guten und auch die schlechten Seiten von einander. Wie Red in dem Buch schildert, begann alles damit, dass er sich schon auf der Highschool für Elvis einzusetzen begann, wenn dieser Hilfe benötigte, und daraus entstand eine Freundschaft, die über Jahrzehnte wuchs. Als Elvis als Soldat nach Deutschland geschickt wurde, war Red einer von zwei Leibwächtern, die nach Bad Nauheim nachkommen durften. Damit will ich sagen, dass Red praktisch immer an Elvis' Seite war, jedenfalls meistens. Als Red dann 1967 nicht zu Elvis' Hochzeit eingeladen wurde, wird ihn das schwer enttäuscht haben, vermute ich. Von da an war ihr Verhältnis vermutlich etwas sachlicher. Dennoch kümmerte sich Red weiterhin um seinen Job als Bodyguard, und Songs schrieb er auch weiterhin für Elvis.
        Warum er letztendlich gefeuert wurde, kann ich Dir nicht mit Sicherheit sagen, aber durch seinen luxuriösen Lebensstil und die vielen, vielen Geschenke an Freunde und Fremde (ich meine vor allem die Auto-Geschichten) sowie die Scheidung von Priscilla gerieten Elvis' Finanzen tatsächlich in eine Schieflage. Und da waren die zusätzlichen Kosten, die ihm seine Leibwächter durch (zu) hartes Durchgreifen bescherten, sehr wahrscheinlich ein Dorn im Auge. Sein Vater Vernon, der generell alle "Memphis Mafiosi" nie wirklich schätzte und der Meinung war, sie alle würden sich praktisch von Elvis aushalten lassen, wird wahrscheinlich schon länger auf Elvis eingewirkt haben, sich von einigen seiner Leute zu trennen, und im Sommer 1976 sah er wohl eine passende Gelegenheit, die Angelegenheit noch einmal auf den Tisch zu bringen.

        Mit dem Racquetball-Projekt ("Presley Center Courts") hatte Red übrigens nichts zu tun; darin waren nur Elvis, sein Arzt Dr. Nichopoulos und Joe Esposito als Partner beteiligt. Als Elvis sich überraschend aus der Finanzierung zurück zog, drohte eine Insolvenz, und Esposito und Nichopoulos gingen sogar gerichtlich dagegen vor - letztlich scheiterte das ganze Unternehmen, doch alle drei blieben trotzdem freundschaftlich verbunden.

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        • Rynn
          Gehört zum Inventar

          • 05.10.2014
          • 1370

          #79
          Irgendwie sehe ich es nicht als Rache Buch ,vielleicht liege ich ja falsch ,aber nicht nur Red sondern auch Diamanten Joe sagte das Elvis sich in die 70 er Jahren und nach den Al oha Konzert sich immer mehr verändert hat und zwar zum negativen ,und Red und die Leibwächtern schrieben ja auch sie wollen den alten Elvis wieder und das Buch soll zur Besinnung gedacht sein, damit Elvis nachdenkt und sich ändert bzw. weil man mit ihm nicht mehr reden konnte und er alles abstritt und Wutausbrüche bekommen hat .
          Viele meinen hier das man einen freund das nicht antut usw. aber vielleicht war das der einzige weg um ihn es zu sagen ?
          LG Rynn
          Du kannst dieses Cadillac nicht haben, er gehört mir, aber mach dir nichts daraus, ich kauf dir einen anderen.

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          • King77
            Board-Legende

            • 04.08.2007
            • 14927

            #80
            Du meinst der einzige Weg um genügend Kohle zu machen. Wenn ich jemanden etwas sage dann verdiene ich nichts daran.

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            • Rynn
              Gehört zum Inventar

              • 05.10.2014
              • 1370

              #81
              Sie haben ja mit Elvis geredet ,oft sogar nur hatte es keinen Sinn weil er nicht hören wollte ,vielleicht weil er der King war dachte er anders und wollte nicht zuhören .

              Naja um geld zu machen ,das hätte zb. der Red aber schon vorher können ,immerhin spielte er in Elvis filmen und in anderen Filmen ,er schrieb Songs für Elvis und anderen Künstlern ,da muss er doch die vielen Jahre doch eh schon viel verdient haben ,wie viel das Buch jetzt eingebracht hat ,kann ich nicht sagen das weiß ich jetzt nicht .

              Red muss über 20 Jahre lang schon sehr gut verdient haben ,nur das Buch zu schreiben des Geldes wegen glaub ich nicht so .
              LG Rynn
              Du kannst dieses Cadillac nicht haben, er gehört mir, aber mach dir nichts daraus, ich kauf dir einen anderen.

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              • Dark Moon
                Posting-Legende

                • 18.08.2012
                • 6288

                #82
                Glaubst du tatsächlich, Sarah, die hätten sich getraut mit Elvis darüber zu reden?

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                • Rynn
                  Gehört zum Inventar

                  • 05.10.2014
                  • 1370

                  #83
                  Ich denke ein paar wenige die wirklich an seinen wohlergehen interessiert waren haben mit ihm geredet . Die ja Sager und die ihn nur ausnützen sicher nicht .

                  Ich könnte den teil aus dem Buch raussuchen ,jedenfalls hat red mit Elvis geredet und ihm gesagt das er sich verändert hätte ,das er schnell zornig wird und das er zuviel von seinen Tick Tacks genommen hat . Red war erstaunt das Elvis total ruhig geblieben war und Red zuhörte und sie ein so wie Red schrieb, ein sehr gutes Gespräch hatten und Red dachte das Elvis sich ändern würde und das Elvis einsichtig geworden ist .

                  Am nächsten Tag fragte Elvis Red was das sollte gestern und bekam einen Wutanfall und ließ es Red lange spüren wie sauer Elvis war auf ihn war. Und wenn das stimmt ,dann war es sicher schwer mit Elvis über gewisse dinge zu reden . Red war darüber traurig das er ihn helfen wollte und Elvis ihn niedergemacht hat deswegen.

                  Ich weiß nicht ob man das nur den sogenannten Verrätern in die schuhe schieben kann weil sie das Buch geschrieben hatten .
                  LG Rynn
                  Du kannst dieses Cadillac nicht haben, er gehört mir, aber mach dir nichts daraus, ich kauf dir einen anderen.

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                  • Tafka S.
                    Posting-Legende

                    • 22.06.2005
                    • 9755

                    #84
                    Zitat von Rynn
                    Irgendwie sehe ich es nicht als Rache Buch ,vielleicht liege ich ja falsch ,aber nicht nur Red sondern auch Diamanten Joe sagte das Elvis sich in die 70 er Jahren und nach den Al oha Konzert sich immer mehr verändert hat und zwar zum negativen ,und Red und die Leibwächtern schrieben ja auch sie wollen den alten Elvis wieder und das Buch soll zur Besinnung gedacht sein, damit Elvis nachdenkt und sich ändert bzw. weil man mit ihm nicht mehr reden konnte und er alles abstritt und Wutausbrüche bekommen hat .
                    Viele meinen hier das man einen freund das nicht antut usw. aber vielleicht war das der einzige weg um ihn es zu sagen ?
                    LG Rynn
                    Sie haben ja mit Elvis geredet ,oft sogar nur hatte es keinen Sinn weil er nicht hören wollte ,vielleicht weil er der King war dachte er anders und wollte nicht zuhören .

                    Naja um geld zu machen ,das hätte zb. der Red aber schon vorher können ,immerhin spielte er in Elvis filmen und in anderen Filmen ,er schrieb Songs für Elvis und anderen Künstlern ,da muss er doch die vielen Jahre doch eh schon viel verdient haben ,wie viel das Buch jetzt eingebracht hat ,kann ich nicht sagen das weiß ich jetzt nicht .

                    Red muss über 20 Jahre lang schon sehr gut verdient haben ,nur das Buch zu schreiben des Geldes wegen glaub ich nicht so .
                    LG Rynn
                    Ich denke ein paar wenige die wirklich an seinen wohlergehen interessiert waren haben mit ihm geredet . Die ja Sager und die ihn nur ausnützen sicher nicht .

                    Ich könnte den teil aus dem Buch raussuchen ,jedenfalls hat red mit Elvis geredet und ihm gesagt das er sich verändert hätte ,das er schnell zornig wird und das er zuviel von seinen Tick Tacks genommen hat . Red war erstaunt das Elvis total ruhig geblieben war und Red zuhörte und sie ein so wie Red schrieb, ein sehr gutes Gespräch hatten und Red dachte das Elvis sich ändern würde und das Elvis einsichtig geworden ist .

                    Am nächsten Tag fragte Elvis Red was das sollte gestern und bekam einen Wutanfall und ließ es Red lange spüren wie sauer Elvis war auf ihn war. Und wenn das stimmt ,dann war es sicher schwer mit Elvis über gewisse dinge zu reden . Red war darüber traurig das er ihn helfen wollte und Elvis ihn niedergemacht hat deswegen.

                    Ich weiß nicht ob man das nur den sogenannten Verrätern in die schuhe schieben kann weil sie das Buch geschrieben hatten .
                    LG Rynn
                    Mal wieder interessante Überlegungen, Rynn.
                    In der Tat muss es frustrierend sein, wenn man einem Freund helfen will, sich selbst zu helfen - und dieser jedweder Argumentation nicht zugänglich ist. Und genau das ist es ja, was Red West in dem Buch versucht hat, darzustellen: Elvis war seiner Meinung nach keinen Argumenten zugänglich, die sein privates Leben betrafen; da verbot er sich jegliche Einmischung von außen. Dass Red nur Gutes im Sinn hatte, als er Elvis offen auf die Problematik der negativen Veränderung ansprach, steht für mich außer Zweifel, und wenn er dieses Gespräch tatsächlich führte (der einzige Zeuge war Elvis), dann muss man das anerkennen als praktisch letzten Versuch, dieses heikle Thema unter vier Augen angesprochen zu haben.
                    So weit, so gut.
                    Red merkte zwar, dass sein Versuch nach hinten los ging, doch damit musste er rechnen - schließlich kannte er Elvis besser als die meisten anderen.
                    Doch als er mit den anderen (aus seiner Sicht unerwartet) gekündigt wurde, reagierte er über und ließ sich hinreißen, einen lupenreinen Vertrauensbruch zu begehen - und das auch noch gegen Bezahlung! An diesem Punkt überschritten er und die anderen beiden in meinen Augen eine Grenze. Dick Grob hat zwar später in seinem eigenen Buch geäußert, dass es sehr wohl Gründe gab für die Entlassung der Drei, doch er war auch ehrlich genug, zuzugeben, dass auch er mit auf der Liste stand und gefeuert worden wäre - hätte es nicht Fürsprecher für ihn gegeben (einer von ihnen war "Diamond Joe" Esposito).
                    Und selbst wenn es keinen guten Grund für die Entlassung gab, so gab es noch viel weniger einen dafür, sich auf diese niederträchtige Art und Weise bei jemandem zu revanchieren, den man als Freund erachtet, und dem man damit - das wussten alle Drei - sehr, sehr schadet!
                    Ich will gern glauben, dass es Sonny West, Dave Hebler und Red West "gut" meinten, doch mit dem Enthüllungsbuch wählten sie mMn den denkbar falschen Weg.
                    Wir wissen ja durch andere Zeitzeugenberichte, wie tief dieser Vertrauensbruch Elvis verletzt hat; dass er zu allem Überfluss auch noch zu einem Zeitpunkt kam, wo Elvis vor großen Problemen stand.
                    Auch, wenn ich mir wünschte, dass die drei Ex-Leibwächter es tatsächlich gut gemeint hätten, so haben sie doch am Ende alles nur noch schlimmer gemacht: sie haben ihren "Freund", wie sie sagten, mit all seinen Schwächen konfrontiert, ihn öffentlich bloß gestellt und in Kauf genommen, dass sich seine Karriere womöglich nicht mehr davon erholt hätte. Weil Elvis vorher starb, wissen wir nicht, welche Auswirkungen das gehabt hätte, doch einen Karriereschub hätte es wohl gewiss nicht bedeutet.

                    Versteh mich nicht falsch, Rynn, ich will Dir ja gar nicht meine Meinung aufzwingen, und wenn Du immer noch glaubst, dass die Bodyguards richtig gehandelt haben, dann ist das eben so - schließlich hat jeder ein Recht auf seine eigene Meinung. Aber ich wollte zumindest den Versuch unternehmen, meine Sicht der Dinge darzulegen, die von Deiner etwas abweicht. That's it!

                    Im übrigen könnte ich mir gut vorstellen, dass Elvis und die drei Ex-"Memphis Mafiosi" früher oder später wieder zueinander gefunden hätten - Elvis war ja dafür bekannt, dass er sehr großherzig war und ehe nicht nachtragend. Und eines Tages hätte er sie bestimmt wieder bei sich aufgenommen, wenn er davon gehört hätte, dass sie es "auf eigenen Füßen" nicht sehr weit gebracht hätten - so war er eben, das liest man immer wieder: einmal ordentlich auf den Tisch hauen, dass die Fetzen nur so fliegen, das Ganze dann ein paar Tage abklingen lassen und am Ende so tun, als wäre nichts geschehen.
                    Doch als sich die Gefeuerten zu dem Buch entschlossen hatten und Elvis' Versuch, es sich noch einmal zu überlegen, abwehrten, war für Elvis der Weg verbaut, ihnen noch eine Chance zu geben. Von nun an war für ihn klar, dass seine "Freunde" "Blut sehen" wollten, sag ich jetzt mal etwas polemisch.

                    Des Geldes wegen taten sie es vermutlich nur in zweiter Linie (als praktisch Arbeitslose hatten sie mit Sicherheit Verwendung für die Dollars, die ihnen der Verlag Ballantine Books für ihre Geschichten gab); zu aller erst stand (für mich jedenfalls) das Ansinnen im Raum, Elvis einen Denkzettel zu verpassen. Und den gaben sie ihm auch... :traurig:

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                    • Tafka S.
                      Posting-Legende

                      • 22.06.2005
                      • 9755

                      #85
                      Zitat von Dark Moon
                      Glaubst du tatsächlich, Sarah, die hätten sich getraut mit Elvis darüber zu reden?
                      Nun, ich heiße zwar nicht Sarah , aber ich würde trotzdem gern darauf antworten.
                      Also, Red und Sunny haben sich ja gegenseitig attestiert, der jeweils brutalere Schläger zu sein, also war es vermutlich keine Frage des Trauens, schätze ich.
                      Es war nur eben insofern schwierig, da Elvis bekannt dafür war, nicht belehrt werden zu wollen - von niemandem (auch von seinem Vater nicht!), und somit riskierte jeder, der die "goldene Regel" (= Elvis hat immer recht) missachtete, seinen Rauswurf.
                      Red schildert in dem Buch ja auch eine Szene, wo ihn Elvis - in Rage geraten - mit einem Revolver bedrohte und Reds Warnung, er solle das lieber nicht tun, ignorierte. Red hätte bereits mit dem Gedanken gespielt, sich auf Elvis zu stürzen, als dieser sich praktisch in letzter Sekunde wieder beruhigte und die Waffe herunter nahm.
                      Vorausgesetzt, dass es sich so zugetragen hat, muss man fast dankbar sein, dass die Situation damals nicht noch weiter außer Kontrolle geriet, denn einer von beiden hätte wohl mit großer Wahrscheinlichkeit überreagiert...

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                      • Rynn
                        Gehört zum Inventar

                        • 05.10.2014
                        • 1370

                        #86
                        TafkaS: Versteh mich nicht falsch, Rynn, ich will Dir ja gar nicht meine Meinung aufzwingen, und wenn Du immer noch glaubst, dass die Bodyguards richtig gehandelt haben, dann ist das eben so - schließlich hat jeder ein Recht auf seine eigene Meinung. Aber ich wollte zumindest den Versuch unternehmen, meine Sicht der Dinge darzulegen, die von Deiner etwas abweicht. That's it!
                        Ich lese ja gerne deine Beiträge , da sie interessant und informative sind . Ich sage aber nicht zu 100% das die Leibwächter recht hatten das Buch zu schreiben ,ich hab einfach versucht Fakten und Berichte zusammen zu tragen und daraus mir ein Bild zu machen wie es vielleicht gewesen ist, da es mich interessiert.
                        Wo ich paar probs habe ist ,das Red schon eine Wilde sau war und immer noch ist ich meine das auch gar nicht abwertend, wenn man seine Kindheit und wo er aufgewachsen ist ,dann dürften viele dort so gewesen wie es eben Red ist.
                        Nur warum lässt er so oft reinschreiben wie sehr er Elvis liebt ? also nicht falsch denken ,er hat ihn geliebt wie einen Bruder oder seinen Vater . Wahrscheinlich noch viel mehr da es ja immer heißt Elvis hätte eine Aura gehabt wenn er einen raum betreten hat ,waren alle hin und weg von ihm . Wenn es ein Rache buch wäre so wie Cos und andere das sehen ,dann brauch ich nicht oft schreiben wie sehr ich in gerne habe und würde alles für ihn tun . Ein Rache buch wäre ganz anders geschrieben worden als das Whats Happened Buch .
                        Außerdem kann ich das nicht glauben das red "Separats Ways " für den King geschrieben hat ,das passt irgendwie nicht zu ihm .Und so einer soll ein Rache Buch schreiben um Elvis Böswillig zu schädigen ??? leuchtet mir leider nicht ein

                        LG Rynn
                        Du kannst dieses Cadillac nicht haben, er gehört mir, aber mach dir nichts daraus, ich kauf dir einen anderen.

                        Kommentar

                        • Tafka S.
                          Posting-Legende

                          • 22.06.2005
                          • 9755

                          #87
                          Ich glaube, ich kann Deinen Zwiespalt recht gut verstehen. Einerseits die ständigen Bekenntnisse zum geliebten Freund Elvis (auch Sunny äußert sich in gleicher Weise), doch dann wieder die kompromittierenden Geschichten über Drogenmissbrauch, Waffen-Fetischismus, Frauen, Gewaltausbrüche, Ernährungsgewohnheiten. Das passt auch für mich nur schwer zusammen.



                          Doch worauf das Buch wirklich abzielte, verrät uns der Originaltitel. Während die deutsche Ausgabe relativ verharmlosend "Elvis... wie wer wirklich war" hieß, trug die englischsprachige Originalausgabe den vielsagenden Titel: "Elvis - was ist (nur) passiert? Die dunkle andere Seite des strahlendsten Sterns auf der Welt/im Universum", dazu der Untertitel: "Drei seiner engsten Begleiter erzählen eine schockierende, bizarre Geschichte"!
                          Einen Freund, der sich zu seinem Nachteil verändert hat, wach rütteln, ist für mich persönlich etwas anderes, Rynn.
                          Damit es überhaupt einen Sinn hat, muss man das unter vier Augen tun (so wie Red es ja richtig versucht hatte), denn dann gibt es keine weiteren Zeugen, vor denen man sein Gesicht verlieren könnte. Aber mit dem Finger öffentlich auf jemanden zeigen und dazu brüllen: "Seht nur, was unser lieber Freund für schreckliche Dinge getan hat!", hat für mich einen heuchlerischen Beigeschmack.

                          Aber auch, wenn wir da anderer Meinung sind, Rynn, können wir gern über alles sprechen, was Dich interessiert!

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                          • Graceman
                            Foren-Profi

                            • 03.05.2014
                            • 288

                            #88
                            Im Juli 2015 war Red in Graceland Randers. Er ist ruhiger geworden.
                            Kommt ganz nett rüber!
                            Die Augen sind die Fenster der Seele.

                            Kommentar

                            • Tafka S.
                              Posting-Legende

                              • 22.06.2005
                              • 9755

                              #89
                              Zitat von Graceman
                              [COLOR=#003470]Im Juli 2015 war Red in Graceland Randers.
                              Was bedeutet Randers?

                              Kommentar

                              • Graceman
                                Foren-Profi

                                • 03.05.2014
                                • 288

                                #90
                                Randers /Dänemark
                                Das zweite Zuhause vom King.

                                Die Augen sind die Fenster der Seele.

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